Ernährung

Schwermetalle: Wenn das Gehirn vergiftet ist

Jäger und Sammler haben ja so ihre Eigenarten. Unter den Stämmen wird nur das getauscht, was als wertvoll (= unbedenklich und nützlich) eingestuft wurde. Egal ob das „menschliche Ressourcen“ sind (*husthust*) oder … Nahrungsmittel. Deshalb ist es eine menschliche Eigenschaft, skeptisch gegenüber Neuem zu sein. Hat sich im Laufe der Evolution anscheinend als nützlich erwiesen – liegt auf der Hand. Eine unkontrollierte „Einfuhr“ hingegen wirkte sich nicht selten katastrophal aus. Denken wir nur mal an die verschiedenen Krankheiten, die Kolonialmächte mitgeschleppt und dadurch ganze Volksgruppen ausgerottet haben.

Nun muss man daraus keine Verschwörungstheorie machen oder dem Ganzen einen seltsamen Touch verleihen. Mit Blick auf uns, meine ich grade. Denn mal im Ernst: Wie viel Prozent unserer täglichen Nahrungszufuhr stammt aus regionalen Quellen und ist tatsächlich auch regional? Schokolade, Kokoswasser, irgendwelche besonderen Beeren, Reis, irgendwelche Fische aus den Weiten der Ozeane – bald dürfen die Amerikaner sogar vermehrt ihr Rindfleisch nach Europa bringen. Da freut sich der Herr Trump, der doch glatt meint:

Amerikanisches Rindfleisch ist das beste der Welt.

Ganz bestimmt.

In Anbetracht einer genaueren Analyse solcher wilden Vermischungen von Ernährungstraditionen etc., ist es manchmal vielleicht nicht verkehrt, wenn wir uns an alte „Weisheiten“ erinnern:

Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht.

Okay, doch wieso reite ich so halbpolemisch auf sowas rum?

Wenn dich Quecksilber vergiftet

Weil mich das zu einem Thema bringt. Nämlich etwas, was ich selbst schon mal erfahren durfte:

Da schickt uns ein Leser seine Laborergebnisse:

Urin morgens und dann mit der EDTA und DMSA Lösung. Ergebnis, Hg 7x so hoch wie der Orientierungswert der mit EDTA erreicht wird. Soll kleiner als 1 sein und war 25,7. Und das obwohl Hg schlecht an EDTA bindet. Aluminium, Arsen, Blei usw. erhöht.
Also raus damit, in die Toilette. Ein Jahr lang regelmäßig DMSA weil es Hg bindet und Protokoll (Vitamine etc) Infusionen. Leider habe ich nach der Ausleitung keine Zahlen mehr. Aber die Werte haben sich stetig gebessert.

Nur, damit es besser verstanden wird: Hier wird einmal eine Urinprobe „blanco“ gemacht und einmal nach der EDTA-Gabe. EDTA ist ein Stoff, der verschiedene Metalle binden und damit ausscheidbar machen kann. Hier wurde es also genutzt, um „zu zeigen“, wie hoch die Schwermetallbelastung ist.

Wie fühlt sich „sowas“ an?

Kurz, es geht dir nicht wirklich gut. Mental und körperlich. Du hast Stress, richtigen Stress. Und du kommst nicht drauf warum und wieso das so ist. Auch nicht die Ärzte die du besuchst, weil die keinen Plan von solchen Dingen haben. Bis auf einige wenige. Ißt weiter deinen Thunfisch. Gerne und oft.

So wie ich damals. Auch ich hatte so hohe Quecksilber-Werte in der Haarmineralanalyse, dass die Laborleitung mich persönlich drauf hingewiesen hat. Damals habe ich die Bedeutung davon noch nicht verstanden. Ich weiß aber damit ganz sicher, dass man sich ganz einfach und schnell vergiften kann, mit den „richtigen“ Nahrungsmitteln, in diesem Fall Thunfisch. Das Blöde daran ist, dass Thunfisch und Co. (sämtliche Meeresfrüchte) auch noch die giftigste Form des Quecksilbers überhaupt, nämlich Methylquecksilber enthalten. Eigentlich ein extrem starkes Nervengift.

Was macht so ein Nervengift mit dem Gehirn? Gut, was eine chronische Quecksilbervergiftung machen kann, lässt sich bei Wikipedia nachlesen:

Symptome sind zunächst nur Müdigkeit, Kopf- und Gliederschmerzen, später Ataxie, Lähmungen, Psychosen, in schweren Fällen Koma. Die Krankheit endet nicht selten tödlich.

(Übrigens: Beschrieben wurde diese „Krankheit“ erstmals in Japan, nicht in „Deutschland“. Na, wen wundert’s?)

Das klingt alles noch so wenig greifbar. Doch wie fühlt man sich wohl auf dem Weg zu einer „Ataxie“ oder „Lähmung“? Da gibt es viele, viele (chronische) Zwischenzustände. Versagt das Gehirn aber zunehmend, sieht die Welt genau so aus, nämlich so:

  • Alles wie gedämpft
  • Man kommt nicht mehr an die Oberfläche
  • Feinheiten werden nicht mehr gut registriert
  • Man versteht die Welt nicht mehr – im wörtlichen Sinne

Unser Leser schreibt:

Bis Körper und Geist wieder anfangen zu funktionieren, dauert es allerdings. Lange, sehr, sehr lange.

Quecksilber wirkt dabei ganz schön heimtückisch:

  • Quecksilber bindet im Körper an Selen – damit macht es „freies Selen“ unbrauchbar und inaktiviert wichtige Proteine, die nur mit Selen funktionieren. Diese Proteine aber machen uns mit das wichtigste Hormon im menschlichen Körper, das Schilddrüsenhormon T3, und regulieren quasi im Alleingang weite Teile des körpereigenen Antioxidantien-Netzwerks (via Glutathion-Peroxidase und Thioredoxin-Reduktase). Wohlgemerkt: Folgen davon sind hier gar nicht aufgeführt. Zum Beispiel, dass die Selen-abhängigen Deiodinasen, die eigentlich das T3 bilden, zeitgleich auch die Bildung des Wachstumshormons steuern – ergo und überspitzt: Mit viel Quecksilber im Körper wird das nix mit dem erholsamen Schlaf. Wer das alles genau wissen möchte, der kann ja nochmal im Buch nachlesen, S. 73ff. 😉
  • Es ist ein Metalloöstrogen: Es „aktiviert“ den Östrogenrezeptor und ahmt damit die Wirkung von Östrogenen nach. Deshalb gibt es anscheinend einen Zusammenhang mit Brustkrebs.
  • Es „irritiert“ das Immunsystem, weswegen es die Entstehung von Autoimmunerkrankungen fördern kann.
  • Quecksilber inaktiviert ein Enzym namens Catechol-O-Methyltransferase (COMT), das normalerweise Stresshormone wie Adrenalin und Noradrenalin abbaut. Aus diesem Grund kann Quecksilber auch den Blutdruck ansteigen lassen.

Das Inaktivieren des COMT-Enzyms dürfte auch ein Grund sein, warum unser Leser sich so fühlte:

Du hast Stress, richtigen Stress. Und du kommst nicht drauf warum und wieso das so ist.

Was soll man dagegen tun?

In meinen Augen ist diese Frage einfach zu beantworten.

  1. Wir machen Schwermetallquellen ausfindig und führen diese Schwermetalle nicht mehr zu. In unserer Welt ist das hauptsächlich Sushi (bitte im übertragenen Sinne verstehen), nämlich Reis (Arsen) und Meeresfrüchte (Quecksilber und jedes andere erdenkliche Umweltgift). Wir denken an die Eingangsworte dieses Artikels.
  2. Heißt für uns Deutsche: Wir kaufen halt beim Bauer um die Ecke oder beim Supermarkt, der sich regional beliefern lässt. Notfalls essen wir halt keine Schokolade aus Südamerika (oder anderen Teilen dieser Welt) mehr. Wichtig: Wir haben keine Ahnung davon, wie die Standards im Ausland sind. Deshalb würde ich auch kein amerikanisches Rindfleisch essen, auch wenn Trump es gerne anders hätte. Jedenfalls nicht „ohne Hirn“. 
  3. Amalgam im Mund? Unser Leser oben hatte zusätzlich Amalgam im Mund und hat sich dies durch nächtliches Knirschen auch noch von den Zähnen gerieben. Raus damit.
  4. Im Fall von Quecksilber: Selen wirkt als „Gegengift“, da Quecksilber viele seiner toxischen Wirkungen über das Inaktivieren von Selenoproteinen und Selen selbst entfaltet – deshalb darf eine Extraportion Selen zugeführt werden. Insgesamt sollte ganz einfach die „Entgiftungskapazität“ des Organismus gefördert werden: Für fitte Mitochondrien sorgen, Eisen (sämtliche „Entgiftungsenzyme“ sind eisenabhängig), Zink und andere Spurenelemente, Vitamine und Co. in adäquaten Mengen zuführen.
  5. Die Zeit vergehen lassen: In einem gut aufgestellten Körper sind die Halbswertszeiten dieser Schwermetalle relativ „kurz“, wir sprechen im Regelfall von ein paar Monaten. Das Gute ist, dass die Enzymfunktionen sich relativ zügig erholen, da die Schwermetalle ja sukzessive ausgeschieden werden. Die Blockade löst sich und die wiederhergestellte Enzymfunktion beschleunigt wiederum das Entgiften.
  6. Zu guter Letzt ein Schmankerl: Viel schwitzen! Die Beweislast verdichtet sich, dass der Schweiß bzw. das Schwitzen ein unterschätztes aber probates Mittel ist, den Körper von Schwermetallen zu entgiften.

Ergo: Wie immer, es gibt Hoffnung. Der Körper kann!

Woran kann man sowas eigentlich erkennen?

Ziemlich einfach. Wer „Power“ nicht mehr fühlt, der hat möglicherweise ein Problem. Wie kann man das verbildlichen? Vielleicht so (bitte eher im übertragenen Sinne verstehen):

PS: Das meinte ich neulich. Das ist die verbildlichte Zähigkeit. Auch unter Last nicht aufzuhören, zu ziehen, auch wenn’s schwer ist. Das ist Power. Und wer sich da nicht sieht, sondern sich eher im Bett verkriechen möchte, der sollte über all das, was hier geschrieben steht, nochmal etwas intensiver nachdenken.

PSII: Meine Erfahrung ist leider, dass Menschen „sowas“ meistens ziemlich egal ist. Die gehen morgen wieder zum Asiaten und essen ihr Tuna-Tartar. Vielleicht ist das ja Ausdruck dieser – möglicherweise Quecksilber-hervorgerufenen – kognitiven bzw. neuronalen Unbeweglichkeit? Man weiß es nicht. 🙂

übersicht

Kommentare (29)

  1. Hi, gibt mir gerade schon zu denken, da ich als BBler recht häufig Thunfisch (1-5x pro Woche) bzw Meeresfrüchte im allgemeinen esse.

    Werde das dann wohl mal aus dem Ernährungsplan streichen um mich nach vernünftigen Alternativen umsehen…

    Hast du da ein paar Anregungen, ich mein Fisch liefert ja nicht nur viel Protein, sondern auch wichtige Mikros, z.B. Jod…

    1. Alternativen:
      Kleine Fische wie Sardinen oder Sardellen. Weniger Quecksilber und mehr Omega 3. Reis: 24h wässern in viiiel Wasser, dann gut abspülen und im Verhältnis 1:10 mit Wasser kochen. Soll so ca 3/4 des Arsens rauslösen. Ob’s wirklich stimmt, keine Ahnung. Und ich selbst mache es jetzt so: habe selber mit DMSA und EDTA 1,5 Jahre lang monatlich ausgeweitet. Danach waren die SM Werte „sehr gut“. Mache jetzt prophylaktisch einmal im Quartal ne Ausleitung und hoffe die Strategie i.V.m Reduzierung durch Nahrung und zusätzlich 3-4 mal die Woche Infrarotkabine geht somit auf 🙂

      1. Chris mal noch eine Frage… macht es ggf Sinn bei problematischen Lebensmitteln zur Einnahme zb zeolith, Heilerde oder Huminsäure zu nehmen um direkt Schwermetalle aus der Nahrung zu binden? Natürlich ist der erste Schritt immer die Reduktion der Lebensmittel, aber darüber hinaus ggf sinnvoll mit Bindern zu arbeiten?

      2. Hallo Tommy,
        klingt sehr interessant!
        Wie hast du das denn mit dem DMSA und EDTA genau gehandhabt? Und warum mit beiden Stoffen?

  2. Hi Chris,
    vielen Dank für diesen Artikel und besonders für den Hinweis auf das COMT-Enzym ! Ich habe mich schon die ganze Zeit gefragt, wo der Grund für die Inaktivierung liegt :-)) Das wäre eine Erklärung
    Bzgl. deines Hinweises mit Selen gegenzusteuern, gibt es jedoch auch andere Meinungen/Studien. Ich beziehe mich hier auf Dr. Retzek, der auf dem Gebiet der Quecksilberausleitung sehr viel Erfahrung hat. Er schreibt:

    „Selen – KEINESFALLS zur ENTGIFTUNG !!!!!

    SELEN als Detox-Mittel lehne ich vehement ab, weiter unten sind entsprechende Studien verlinkt, die auf das Selen/Amalgam-Dilemma hinweisen:
    Kurz zusammengefasst: Selen bindet tatsächlich Quecksilber in unlöslichen Komplexen im Körper, diese verbleiben aber im Gewebe und geben auch wieder Quecksilber frei, laut empirischer Erfahrung Daunderers geht der Quecksilber-Selenide-Komplex auch leichter durch Bluthirn-Schranke und vergiftet Hirn, meine eigene Biographie scheint dies zu bestätigen.

    Desswegen: ausser in akuten Fällen ist dies gemäss der vorliegenden Daten nicht anzuraten.“

    Weiteres (die links zu den Studien) kann man auf seiner homepage „homeopathy.at“ unter „Amalgam“ nachlesen, seine Seite ist eine richtige Fundgrube, manchmal eher stichwortartig formuliert, aber mit ganz viel Info. Er ist Schulmediziner, der im Laufe der Jahre viele alternative Behandlungsmethoden als wirksam entdeckt hat, manche aber auch wieder aufgrund mangelndes Erfolges an seinen Patienten verworfen hat, zB rät er von auch Chlorella ab.

    1. Hm, das halte ich für fachlich nicht ganz korrekt. Richtig ist: Quecksilber lässt sich mit Selen nicht per se ausleiten, aber:

      The roles selenium plays in this reduction of mercury toxicity partially depends on the form of mercury and may be multifaceted including: 1) facilitating demethylation of organic mercury to inorganic mercury; 2) redistribution of mercury to less sensitive target organs; 3) binding to inorganic mercury and forming an insoluble, stable and inert Hg:Se complex; 4) reduction of mercury absorption from the GI tract; 5) repletion of selenium stores (reverse selenium deficiency); and 6) restoration of target selenoprotein activity and restoring the intracellular redox environment. There is conflicting evidence as to whether selenium increases or hinders mercury elimination, but increased mercury elimination does not appear to be a major role of selenium. Selenium supplementation has been shown to restore selenoprotein function and reduce the toxicity of mercury, with several significant limitations including: the form of mercury (methylmercury toxicity is less responsive to amelioration) and mercury dose.

      Ich denke, das sind Gründe genug, die für den Einsatz von Selen sprechen. Speziell die Tatsache, dass Selen einfach die Proteinaktivität wiederherstellt. Ansonsten gilt auch ja trotzdem: Quecksilber verlässt früher oder später eh den Körper.

  3. Hallo Chris,
    das “ Ansonsten gilt auch ja trotzdem: Quecksilber verlässt früher oder später eh den Körper. “ ist eine sehr gewagte These ;-). Du kennst ja den Entgiftungsmotor, den manche von uns auch zu 100% haben. Aber eben nicht alle! Thema GST M1/S1/T1/P1. Wer hat schon die gesamte Garde von GST bei 100%. Die wenigsten, da 50% der „Deutschen“ schonmal ein defektes M1 haben.
    Ich habe meine Ausleitungstherapie mittels DMPS/EDTA nun zu 90% durch (25 Ausleitungen, 5 folgen noch) und Hg ist bei mir inzwischen unter 1,7mcg/g. Also sehr gut und das spüre ich auch deutlich. Ich habe zB keinen Heuschnupfen mehr. Hatte ich über 30 Jahre lang, z.T. schwer…und ich habe leider auch ein defektes M1…aber der Rest ist bei mir ok. Ich habe im Rahmen der Behandlung viele Menschen kennengelernt, auch welche, die das „Glück“ haben, und bei denen zusätzlich T1 und S1 defekt ist. Das sind dann die, die CFS/MS/ALS entwickeln…und dann auch hoch belastet sind (Hg über 100mcg …aber auch wieder individuell, gibt auch >300mcg/g). Bei denen gibt es einfach keine Enzyme, die Glutathion mit Schwermetallen bindet. Die können SM nicht ausscheiden, nur mittels Chelatoren.
    Also: Sehr sehr individuell…oder wie mein Doc sagt: Es gibt Menschen mit einem V8 Entgiftungsmotor und Leute, die nur einen 60PS 1.0 Liter Polo haben. Nur muss man wissen, was man selbst besitzt.
    Zudem habe ich am WE von Dr. Kurt Müller gelernt, dass dieses ganze Entgiftungssystem (logisch) nicht dafür gedacht war, Schwermetalle zu entgiften…dafür aber herhalten muss, und somit häufiger Probleme hat mit den endogenen Giften…oder auch den chemischen „Giften“ von den Pflanzen, Thema Gluten.

    VG,
    Robert
    PS: Ich habe u.a. über das Thema übrigens ein Buch geschrieben…bei Interesse sende ich Dir gern eins kostenlos zu. Da habe ich versucht, das Thema Schwermetalle in Verbindung zu setzen mit Leaky Gut, Mitochondrien, …

    1. Hi Robert,

      darf ich fragen wie viel so eine toxikogenetische Blutuntersuchung kostet?

      Du kannst mir auch gerne privat schreiben 🙂

      LG Carina

    2. Vielen Dank wie immer für deinen wertvollen Input, lieber Robert. Trotzdem denke ich, dass es auch bei der HWZ von Schwermetallen einen Durchschnittswert gibt – dass es „Outlier“ nach oben und nach unten gibt, dürfte klar sein. Die erst mal wichtigste Stellschraube ist in meinen Augen, zu erkennen, dass man mit SM ein Problem hat und dann auf die Zufuhr zu verzichten.

      Übrigens: Du kannst uns diesbezüglich gerne mal einen Gastartikel beisteuern, wir könnten das im Rahmen deiner Buchvorstellung hier im Blog machen 😉 Wäre supercool! Denk mal drüber nach.

      1. Hallo Chris,
        da brauche ich nicht lange drüber nachdenken 😉 …soll ich das Buch an die Adresse im Impressum schicken? …nach Wallerfangen? Eins oder zwei?
        Papa Strunz hat dem Buch übrigens auch schon den Ritterschlag gegeben 😉 …und es zweimal auf seiner Webseite vorgestellt, was mich dann doch sehr überrascht hat. Übrigens ist auch ein Zitat von Dir drin ;-)…denn Deine Bücher sind auch eingeflossen.
        Zum Thema: Ähm ja, es scheint so zu sein, dass der Körper gewisse Schwermetalle wieder los wird. Aber eben individuell verschieden. Die von mir beschriebenen Personen mit komplett defekter GST sind ja in der Minderzahl. Dazu kommt natürlich auch das Thema: Wie gut esse ich (Eiweiße, vor allem Cystein), um Glutathion zu bilden. Auch wichtig und spannend.
        Und dann ist es wohl so (ich schreibe Konjunktiv, da ich dazu wenig bis keine Studien gefunden habe..man verlässt sich auf die Aussagen der Ausleitungsärzte), dass man sehr stark Aluminium einlagert wenn mann eine Belastung mit Hg hat. Das ist ein Thema, was mir richtig Angst macht. Denn aktuell hat ein jeder, den ich kennengelernt habe, eine Belastung von Alu zwischen 300-800mcg/g…nachdem es sichtbar wurde. Alu ist nicht zwingend beim ersten Test sichtbar. Ggf. erst nach 10 Ausleitungen. War bei mir auch so :-/..hatte mich schon gefreut.
        Ich habe im Buch übrigens einen schönen Test drin (von Dr. Pizzorno…den kannst Du dann auch hier im Blog erwähnen…ich denke, das darf man), wie man anhand eines Blutbilds schonmal abschätzen kann, ob man belastet ist oder nicht. Auch ein großes Mineralienprofil bei IMD in Berlin kann hilfreich sein, da die 5 tox. Metalle im Blut mitmessen.
        Aber der „Goldstandard“ ist die Ausleitung, auch Provokationstest genannt. Jetzt am Ende ist es bei zB so, dass ich kein Alu im Urin habe, kein Alu im Blut (lt. Labor nicht nachweisbar), aber nach der Ausleitung immer noch 200-400 (schwankend) mcg/g rauskommen. Nun scheint Alu allein wohl nicht ganz so schädlich zu sein wie Alu+Hg zusammen (Studie ist im Buch).
        VG,
        Robert
        PS: Danke für Dein Interesse und Angebot! Ich bin sehr gespannt auf Deine Meinung!

  4. Hallo Robert, der Titel des Buches interessiert mich. Ich bin schlechter Entgifter, habe MS Diagnose seit 20 Jahren und seit ich abgenommen habe von 85kg auf 60kg überall Schmerzen. Chelattest ergab: Cadmium und Blei. Wage mich noch nicht an die Ausleitung heran, da ja auch mit hohen Kosten verbunden. Das hieße, einen Kredit aufnehmen.
    Gruss Eva

  5. Hallo Eva, hallo Carina, hallo Chris,
    ich will hier auf Chris Seite keine Werbung machen für mein Buch…@Chris. Lösch das bitte raus, wenn es Dich stört. Aber Eva hat direkt gefragt…
    Das Buch heisst „Von Zucker, Blut und Brötchen“ von Robert Krug. Erhältlich bei dem großen Onlineversandhaus mit A.
    Vorweg was ich herausgefunden habe (u. a. durch das Lesen der Bücher von Ausleitungsexperten wie Dr. Mutter/Dr. Cuttler/Dr. Baker/Jennrich uvm. …und auch bei der Suche nach Studien zu diesem Thema, ist: Taurin. Das ist ein Mittel mit Ausleitungspotential, wo es auch wissenschaftliche Studien zu gibt. Zum Teil erschreckend.
    So…zum konkreten Test: Der kostet allein ca. 200,- Euro, aber: Man muss vorher ein Gespräch mit dem Doc haben, dazu muss man vorher Nieren+Mineralien im Vollblut untersuchen. Kostet sicherlich auch ca. 200,- Euro. Und dann die Nachbesprechung. (steht aber auch alles im Buch 😉 …ich habe versucht, sehr viele praktische Tipps im Buch zu geben). Einige Ärzte geben auch immer eine Baseninfusion vorweg…dann kostet das eher Richtung 300,- Euro. Meiner macht das nicht, der misst vorher den pH-Wert….steht aber auch alles im Buch 😉
    Dann hängt es von der konkreten Belastung ab…Dr. Mutter sagt, man braucht ca. 20-80 Ausleitungen. Ich habe jetzt wie geschrieben 25 hinter mit und werde noch ca. 5 machen. Ich hatte aber auch „nur“ Verdauungsprobleme…und leichte Erschöpfungsmomente…ach ja, und Heuschnupfen. Über 30 Jahre lang…der ist weg. Nun im 2. Jahr/Sommer weg. Komplett weg…hatte ich seit ich 14 war…weg 🙂
    VG,
    Robert

    1. Hey Robert, freut mich für dich, dass deine Ausleitung bislang so erfolgreich gelaufen ist! Bei mir wurden mittels Provokationstest, wie oben im Artikel beschrieben, erhöhte Cadmium-, Blei-, Arsen- und stark erhöhte Quecksilber-Werte festgestellt. Habe hier bei mir in der Gegend leider keinen Arzt, der sich mit der Thematik auskennt und kann mir finanziell keinen Heilpraktiker leisten. Nun meine Frage an dich, was du von dem Cutler-Protokoll hälst. Dieses ließe sich ja einfach daheim in Eigenregie durchführen. Würde mich echt freuen, wenn du mir kurz deine Meinung dazu schreiben könntest.
      Gruß Georg

      1. Hi, von mir ist das oben gezeigte Foto und die dazugehörigen Texte. Ich gehöre übrigens auch zu denen mit dem Käfermotor. Das hat bei mir ein Dr. Fischer aus D‘dorf festgestellt. Natürlich kann man versuchen nach Mutter und Cutler auszuleiten. Ich persönlich finde aber, das diese Art nicht ganz so einfach umzusetzen ist und zudem mit einigen Risiken verbunden ist. Die „einfachste“ Art der Ausleitung von Schwermetallen ist die über Chelatbildner wie DMSA oder EDTA. Hierzu braucht man lediglich einen Arzt oder HP des Vertrauens, der ein Privatrezept für, wie in meinem Fall, DMSA- Kapseln ausstellt. Das habe ich damals mit dem o.a. Doc so gemacht, weil die Infusionen, die ich vorher bei einemHP gemacht hatte, schon ne Menge Geld gekostet haben. Die Kapseln kann man dann in Apotheken die so etwas anbieten bestellen. 21 Kapseln a 500mg, von denen ich 2x die Woche 2 Stück genommen habe, kosten um die 130€. Dazu gehört ein gutes Multivitamin Präparat, das einer Protokollinfusion ähnlich sein sollte, weil ja auch die guten Metalle in die Toilette kommen…und genau da gehört das Zeugs auch hin. Also raus damit….
        Grüße, der Dirk

        1. Hatte ich vergessen. Falls vorhanden, muss natürlich zuallererst zwingend das Amalgam raus. Auf alle Fälle vom Profi…
          einem Zahnarzt der weiß was er tut…Cholera, langsamer Spezialbohrer, Kofferdam, Absaugung usw….
          der Dirk

          1. Was würdet ihr denn als neue Füllung reinmachen statt Amalgam? Wäre es gar möglich, nichts reinzumachen und die Löcher eventuell zuwachsen zu lassen?

            Ich meine, wenn Knochenbrüche verheilen können, wieso sollen Zähne nicht verheilen können, die ja auch Knochen sind.

            Gruß
            Erich

      2. Hallo Georg,
        das Cutler-Protokoll arbeitet „eigentlich“ auch mit DMPS. DMPS darf nur von einem Arzt verschrieben werden. HP scheiden hier aus. Ich kann das erstmal nicht mit gutem Gewissen empfehlen, da es auch schwer ist, zu überprüfen. Man muss wissen, dass oral aufgenommenes DMPS anders wirkt als IV. Man muss dann den Stuhl untersuchen und nicht den Urin…was schwieriger ist. Und man sollte auch hier einen Arzt haben, der einen begleitet. Und da ein bißchen Erfahrung hat.
        Und mit Hg hast Du das schlimmste Element hoch vorhanden, wo echt Vorsicht angesagt ist!
        Ich kann Dir Taurin ans Herz legen. Ich werde für Chris auch einen Gastbeitrag schreiben und zu Taurin die Studien nennen, die ich gefunden habe. Taurin wirkt. Und auf keinen Fall Koriander essen/einnehmen bei hoher Hg Belastung. Aber dann kommt auch hier das Thema mit Kontrolle. Die geht nur mit Provokation.
        Und ich warne auch vor DMSA, gebe aber nur die Warnung von Dr. Mutter wieder (deutlich geringere Bindungsstärke gegenüber DMPS, Gefahr der Verschiebung).
        Tut mir leid das ich nicht mehr helfen kann…aber gerade Hg ist gefährlich. Es gibt nicht wenige, die sich das ins Hirn verschoben haben…mit den falschen Mitteln, die zu viel lösen und nicht sicher ausleiten. Wie zB Chorella…Cutler ist ja überhaupt kein Fan von Chorella.
        Bei Hg Belastung empfehle ich leider echt DMPS/EDTA Ausleitungen beim Facharzt :-/ …sorry.

        VG,
        Robert

      3. Moin Robert, danke für deine schnelle Antwort. Das mit dem Taurin ist mir komplett neu. Wäre echt stark, wenn du da noch nen Artikel zu schreiben könntest.
        Im Allgemeinen ist diese ganze Ausleitungs-Thematik von Schwermetallen ja doch schon eine recht heikle Angelegenheit und ich würde mich da echt lieber an einen Spezialisten wenden… Auf der anderen Seite gilt das Cutler-Protokoll aber als ziemlich sicher und es gibt viele Erfolgsgeschichten zu lesen. In einigen davon ist die Rede, dass nur mit Alphaliponsäure ausgeleitet wurde, was auch mein Vorhaben wäre. Weißt du vielleicht wie es sich damit verhält?
        Gruß Georg

        1. Hallo Georg,

          auf keinen ALA oder R-ALA. Das löst und leitet nicht sicher aus (siehe Dr. Mutter). Wenn, dann such Dir einen Arzt (ggf. Zahnarzt), der Dir DMPS als Tabletten verschreibt und verfolg damit exakt das Protokoll. Ich habe das Protokoll aber nur vor einigen Jahren mal überflogen, da ich eben zum Arzt bin. Und ja, das Thema Ausleitung ist nicht ohne. DMPS ist jedoch das sicherste Mittel bei Hg. Und die Chelate sind das Mittel der Wahl, wenn Nieren gesund und Mineralien gut vorhanden.

          Und keine Angst, ich setze mich Freitag an den Gastbeitrag 😉

          VG,
          Robert

  6. Hey leute,

    so jetzt gebe ich auch meinen senf dazu. Wie Chris schon gesagt ist die giftigkeit von Schwermetalle und die Ausleitung nichts neues und bahnbrechendes und basiert eigentlich nur auf „einfache“ Biologie. Sobald man eine Schwermetallbelastung hat und die beginnt bei den meisten schon im Mutterleib enstehen im Körper dysbalancen. Der Körper hat zu viele giftige Schwermetalle und zu wenige „essentielle“ Schwermetalle bzw. nicht in der richtigen Balance. Diese Dysbalance bewegt sich im Laufe des lebens immer weiter ins negative und man häuft immer mehr Schwermetalle an.
    Der Körper nimmt was er kriegt und wenn er nur giftige Schwermetalle bekommt wie Quecksilber, Arsen, Aluminium, Cadmium usw. dann nimmt der die auch auf und macht keinen Unterschied zwischen den essentiellen Schwermetallen wie Eisen, Kupfer, Magnesium, Calcium, Selenium und Zink.
    Deshalb einfach sich darüber nicht so viel gedanken machen über was man essen soll, einfach diese Ganzen Detox Müll wie chlorella und detox Tee keine Beachtung geben.
    Einfach mal wissenschaftlich an die ganze Sache angehen und mal hochdosiert Zink einnehmen weil es schwermetalle entgiftet durch die Bildung von Metallionen. Ebenfalls hochdosiert pharmazeutisches Jod, weil es einfach der allleeeerwichtigste mikronährstoff ist. Dein körper besteht aus über 70 % wasser und das muss mit jod gesättigt werden. Da braucht man keine drecks überteuerten chlorella algen. Übrigens chlorella algen sind auch nur gut zum entgiften geeignet weil die sehr viel jod enthalten und nicht anders deshalb gleich zur lugolschen lösung greifen.
    Natürlich sollte man das ganze cyclen weil jod auch „essentielle“ schwermetalle wie eisen, zink, kupfer etc entgiftet bzw verstoffwechselt. Zusätzlich sollte man HIIT training machen um mal richtig ins schwitzen zu kommen , weil SM entgiftet man auch zusätzlich durch das schwitzen.
    Einfach gehirn einschalten und alles wissenschaftlich betrachten trends wie veganismus , paleo, gerstengrass und der andere ganze dreck null beachtung schenken. Am ende des Tages interessiert es den Körper nur ob er alle seine Bausteine bekommt und nicht woher (bzw. sollte die quelle schadstoffarm sein also keine schwermetalle!).

    1. Hallo „AllesHokusPokus“,
      wäre schön, wenn es so einfach wäre, wie Du schreibst. Wahrscheinlich hast Du noch nie mit umweltmedizinischen Patienten zu tun gehabt, z.B. CFS-Erkrankten (schwerste chronische Müdigkeit). Diese Krankheiten sind multifaktoriell und oft sehr komplex. Viele haben eine genetische Entgiftungsschwäche (wie oben beschrieben), dazu eine Schwermetallbelastung, Leaky gut, Zahnstörherde, Mikronährstoffmängel, EBV-Reaktivierungen etc., oft vieles gleichzeitig. Heil das mal nur mit Zink und Jod-Gaben. Das ist Respektlos gegenüber den Betroffenen.
      Danke für den tollen Beitrag und die wertvollen Kommentare. Das Thema ist sehr wichtig und häufig unterschätzt. Beste Grüße NSR

      1. Das problem dabei ist das die Gesellschaft mit den Problemen der Patienten Geld verdient. Diese schwerkranken Patienten können sich in 99 % der Fälle niemals selber aus dieser Misere rausziehen, weil sie nicht mehr sinnvolle rationale auf Fakten basierten Entscheidungen treffen sondern emotionale Entscheidungen und wir wissen wie die Geldschaft mit den Ängsten und Emotionen der Leute spielt. Sie brauchen Hilfe von außen und da Ärzte, Heilpraktiker etc. meistens auch mit ihnen Geld verdienen drehen die dene auch „Fancy“ Zeugs an was meistens überteuert ist und einfacher zu lösen wäre.
        Zweite Punkt ist das eine Heilung nicht von heute auf morgen passiert wenn man mikronährstoffen, mineralien und spurenelement das problem beheben will. Dauert meistens Jahre bis sich was tut und das ist der Punkt die Menschen wollen immer alles schnell und günstig haben.
        Du musst dir auch vorstellen der Körper besitzt Milliarden von Zellen das dauert seine Zeit bis jede Zelle die richtigen Mikronährstoff zusammensetzung erlangt hat.
        Und ja jedes problem löst sich mit Jod-Gaben lösen, man muss nur extrem hoch dosieren und richtig cyclen und das dauert Jahre. Je mehr Jod ein körper gespeichert hat desto besser.
        Wenn man Jod 100 beziehungsweise 1000 fach täglich einnimmt organifiziert der Körper das Jod und macht daraus Antioxidants.
        Warum denkst du ist die Mittelmeerdiät die beste Ernährung weil die viel jod beinhaltet und viel mehrfachungesättigte fettsäuren bzw olivenöl. Der körper baut aus dem „überschüssigen“ Jod und olivenöl dieses Komplex und speichert es im Körper.
        Das ist ein Fakt und zu behaupten Jod würde nicht jedes Problem lösen ist einfach eine dumme Aussage.

  7. Was mich ich mich immer wieder frage, vielleicht überlese ich das auch jedes Mal, wie und mit welchen Test(s) könnte ich es denn feststellen?

  8. Was ist denn von den preisgünstige/re)n Heimtests zu halten?
    DMSA und EDTA kann man sich ja selbst in Europa in Tablettenform kaufen und entsprechend vorher gem. Protokoll einnehmen.
    Ich hatte ein hitziges Telefonat mit einem Toxikologen, einem Kreuzritter der Leidlinienmedizin. Einen einzigen Aspekt von ihm konnte ich nachvollziehen, nämlich dass der sogenannte Basaltest mit Basalurin im Vergleich mit Chelaturin lediglich beweist, dass Chelatoren funktionieren, und der Beweis unnötig ist.
    Ggf, könnte man den Mineralienstatus anschauen ob eine vorherige Supplemtierung notwendig (Zink + Co) sei.
    Einen wirklich billigen Chelator stellt Fixiersalz dar. Dieses Natriumthiolsulfat gibts in Pharmaqualität in Kiloeimern in der Bucht und wird seit ca. 100 Jahren *) zum Ausleiten bei Nutzvieh und zur Dekontiminierung von Böden genutzt.
    Beim Menschen auch bei Akkutbelastung mit HG beim Zahnarzt.

    LG
    H

    *) Auf englisch sodium thiosulphate in
    https://archive.org/details/in.ernet.dli.2015.115022/page/n1
    https://archive.org/details/archivesofdermat07ameruoft/page/n6

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