Zellgesundheit

Einmal mehr: „Schwermetalle“ (Aluminium)

von Chris Michalk, Biologe
Chris Michalk
Veröffentlicht am (Zuletzt aktualisiert am 26.01.2021)

Viele Menschen „überlesen“ bei Informationen das Wichtige. Meistens das, was weh tut und was sie nicht lesen wollen. Bei vielen geht es so weit, dass sie Informationen so selektiv lesen, dass sie danach denken: „Mach ich ja schon so“, ergo, man braucht nichts zu ändern. Selbst dann, wenn – mal wieder – die entscheidenden Details ignoriert wurden.

Einigermaßen erstaunt ist man dann, wenn Menschen gesundheitliche Probleme haben und einem beispielsweise den Ernährungsplan zum Drübergucken schicken. Das liest sich dann oft wie aus dem Werbeprospekt für gesunde Ernährung. Aber entscheidende Details sind – mal wieder – nicht beachtet worden. Und an dieser Stelle rege ich mich auch nicht mehr auf, sondern denke mir,

„Wer nicht hören will,…“

Ich meine … Was versteht man denn an Ernährungsratschlägen nicht? Obst, Gemüse, ein paar Nüsse, Wurzelgemüse/Kartoffeln, Fleisch, ab und zu Eier (wer findet in der Wildnis ständig und überall Eier?), regional, möglichst saisonal. Einfach das, was man halt wahrscheinlicherweise bei uns so in der Wildbahn finden würde.

Wem das zu plakativ ist, der kann sich ja in den vielen Details verlieren, die wir hier niederschreiben, und dann doch wieder nichts übernehmen. Aus diesem Grund hatten wir das prägnant im neuen Stoffwechsel-Heftchen thematisiert. Ein ganzes Kapitel handelt von Schwermetallen. Die sollte man halt am besten meiden.

Kakao, die Aluminium-Bombe

Ein Thema ist Schokolade oder Kakao. Ein wichtiger Schwermetall-Lieferant. Aluminium ist zwar kein Schwer- sondern ein Leichtmetall, aber extremst toxisch. Man liest in Studien:

Kakaopulver wiesen höhere Aluminiumkonzentrationen auf als fast alle anderen in dieser Studie untersuchten Lebensmittel (Tabelle 3). Die mittlere Aluminiumkonzentration der Produkte betrug 165 mg kg-1, der Medianwert lag bei 160 mg kg-1.

Also, da steht, dass 10 g dunkle Schokolade locker 1-2 mg Aluminium liefern könnten. Plus das Aluminium, das sich sonst noch so aus der Nahrung sammelt. Ich weiß nicht, ob man das nicht verstehen will oder verstehen kann… Das ist eine enorme Exposition bei regelmäßigem Konsum. Bei vielen bleibt es ja auch nicht bei 10 g. Da ist es dann die Tafel. Jeden zweiten Abend… oder so.

Und natürlich kann man sich solche Infos wieder schöndenken, Rechnereien anstellen, ab wann’s gefährlich wird. Der Darm sollte ja normalerweise nicht so viel davon aufnehmen. Ach ja. Genau das ist der größte Denkfehler überhaupt und ein wichtiger Grund, warum Menschen krankwerden. Die denken immer irgendwie, die haben’s mit einer wunderbar funktionierenden Maschine zu tun, die schon immer macht. Die wunderbar robust ist, alles wegsteckt („Die anderen essen’s ja auch“). Wenn’s so wäre, wäre keiner von uns krank.

Mit Blick auf Aluminium: Wir haben kaputte Därme, wir haben verzogene Systeme, Krankheiten, Eisen-Mangel wird dank moderner Ernährungsformen immer prävalenter. All das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass wir auch unerwünschte Metalle aus der Nahrung vermehrt in den Körper pumpen.

Aluminium kann dich lahmlegen

Aluminium ist wirklich, wirklich nasty. Während andere Schwermetalle Enzyme lahmlegen, was auch schon nicht so toll ist, kann Aluminium ganze biologische Systeme lahmlegen. Der Grund ist, dass Aluminium einen enormen Einfluss auf den Eisenstoffwechsel des Körpers hat. Im Grunde lässt es sich so beschreiben: Aluminium erzeugt eine Eisenüberladung der Zelle, indem es dem Körper einen Eisenmangel vorgaukelt. 

Bei hoher Aluminium-Exposition lagert sich dann vermehrt Eisen im Gehirn, in Leber und sonst wo ab. Das macht die Zelle krank. Wir haben dann einen Eisenmangel im Eisenüberfluss. Und das passiert, weil Aluminium eben den Eisenstoffwechsel „verzieht“. Schlimmer geht es nicht. 

Oder doch… Denn natürlich bedeutet das, dass man zum einen total neben der Spur ist (freies Eisen im Gehirn vernebelt das Denken), man überhaupt keine Energie hat (Mitochondrien funktionieren nicht), dass der Körper versucht dies zu kompensieren durch eine höhere Menge an Stresshormonen (wir sind im Dauerstress) – und leider gibt es Hinweise darauf, dass Aluminium zudem

  • … den Stoffwechsel der Schilddrüsenhormone lahmlegt,
  • und Stresshormon-abbauende Enzyme hemmt (COMT).

Also, nur damit wir uns richtig verstehen: Uns schreiben Leute dann, dass sie keinen klaren Gedanken fassen können, kaum aus dem Bett kommen, an Sport nicht zu denken ist, dass sie nie fit sind, gefühlt keine Schilddrüsenleistung haben und abends im Bett nicht zur Ruhe kommen, sich also die Nächte um die Ohren schlagen. Aber auf dem Speiseplan steht dann der Kakao und die Schokolade. Das kann man dann entweder weglächeln und ignorieren, oder einfach mal sehr ernst nehmen (ich werde schon wissen, worüber ich schreibe…).

Wer nicht hören will,…

Und das ist halt der Punkt. Deshalb gibt’s unser neues Heftchen. Weil die Leute nicht verstehen, dass sie im Alltag immer so nebenbei – und „weil der Nachbar das ja auch macht“ – ihren Körper und ihre Gesundheit sabotieren. Weil die meisten Menschen nicht verstehen, dass auch vermeintlich kleine Stellschrauben einen enormen Einfluss auf den Körper haben können. Weil wir lernen müssen zu verstehen, dass wir in einer toxischen Umwelt leben. Und dass das keine Floskel, kein Spaß und auch nix zum Weglächeln ist.

Wer dann mit dem Spruch kommt, „Was kann man überhaupt noch essen?“, hat entweder nichts verstanden oder mag halt gerne leiden. Wir bieten nur Lösungsmöglichkeiten an. Was der Leser draus macht, bleibt ihm selbst überlassen. Leider muss man feststellen, dass genug Menschen sich jahrelang im Kreis drehen, weil sie das Krümelmonster aus der Sesamstraße machen. Ein emotionales Drama, weil sie für 8 Wochen mal auf den Schoko-Keks verzichten sollen.

Für die, die nicht leiden wollen, bleibt dann nur zu sagen …

Good bye, adieu, du meine Pracht-Schoki

🙂

 

übersicht

Kommentare (55)

  1. Spannend. Gerade jetzt beim Frustfressen in der Quarantäne ein interessantes Thema. Gibt’s etwas zum Ausleiten oder contern des Leichtmetalls? Kann ich den Körper beim Entgiften unterstützen?
    Danke für eure Arbeit.

    1. Antwort an Adnan

      Genau. Winter, viel Schokolade (plus Quarantäne, Lockdown etc.) … Aluminium-Gegenmittel scheint Silizium zu sein. Wird als Kieselsäure auf dem Mineralwasser angegeben.

      1. Antwort an Chris Michalk

        Ich esse seit Jahren täglich min. einen Riegel 85%ige Schokolade. Soll ja gesund sein?! Sollte ich das lieber lassen oder ggf. die Aluminiumwerte mal überprüfen lassen. Welche Werte wäre dann tolerierbar?

        Schönen Dank und schöne Grüße

        Klaus

        1. Antwort an Klaus

          Einfach den Test machen und schauen was passiert, wenn dus nicht mehr isst. Wenn du dich besser fühlst, oder dir irgendwas positives auffällt, dann weißt du Bescheid. Messungen sind überflüssig.

          1. Antwort an Chris Michalk

            Hallo Chris, warum schreibt Ihr dann in dem „Handbuch für Deinen Körper“ dass Schokolade gut ist? Oder ist es wie beim Kaffe, dass ab und zu eine Tasse zur Anregung des Stoffwechsels erlaubt ist? Steht auch auf Eurer Einkaufsliste im Buch!!!

            1. Antwort an Heiko Tank-Linnig

              Hi,

              erstens ist das Buch 7 Jahre alt. Wer wären wir, bräuchten wir uns nicht mehr weiterzuentwickeln?

              Zweitens sind Kaffee und Schokolade nicht per se schlecht. Wir weisen nur ausdrücklich darauf hin dass man diese Genussmittel auch als solche sehen soll.

  2. Au Backe… Ok, ich hab grad 3 Tafeln Schwarze Schokolade 85% in den Müll geschmissen! Kauf ich nie wieder! Danke für die Aufklärung.. hätt ich wohl nie gewusst ansonsten 🙁

  3. Die Lebensmittelgruppen mit den höchsten (Aluminium) Einzelbeiträgen sind Instant-Tee-Getränke (mit einem Anteil von 11 % an der Gesamtaufnahme aus Lebensmitteln), gemischte Rohkostsalate (8 %), Teegetränke (7 %) sowie Kakao- und Schokoladenerzeugnisse (6 %) sowie Mehrkornbrot bzw. -brötchen (4 %). Dennoch machen die genannten Lebensmittelgruppen in Summe nur 36 % der Gesamtaufnahmemenge aus. Die restlichen 64 % werden über eine Vielzahl verschiedener Lebensmittel aufgenommen.
    https://www.bfr.bund.de/de/fragen_und_antworten_zu_aluminium_in_lebensmitteln_und_verbrauchernahen_produkten-189498.html

    1. Antwort an Josef

      Ja, bei herkömmlicher Ernährung (was auch immer das sein soll), wo Schokolade z. B. noch ein Genussmittel war. Heutzutage, speziell in unserem Bereich, sieht das ganz anders aus.

      1. Antwort an Chris Michalk

        Also laut Stellungnahme BfR Juli 2020 ist die Aufnahme von Aluminium über Kosmetika bei normalem Gebrauch nicht als relevant und gesundheitsgefährdend einzustufen. Entgegen früherer Warnungen. https://medwatch.de/2020/07/11/offizielle-entwarnung-fuer-aluminium-in-kosmetika/
        Nichts desto trotz ist kein Aluminium sicherlich besser, um das Leben aber ein wenig einfacher zu machen ist es ja ganz praktisch die größten Übeltätet zu identifizieren. Deo ja, Schoki nein. Auch wenn ich deine Meinung vom BfR kenne. 😉

        1. Antwort an Hannes

          Danke für die Ergänzung. Es ist halt schwer abzuschätzen. Bzgl Gefährlichkeit von Alu in Deos habe ich früher auch geschmunzelt. Ich glaube, das hat sich ein wenig geändert als ich ab und an über Studien gestolpert bin, die das anders darlegten. Ich würde Deo jetzt auch nicht als schlimmen Übeltäter einordnen, schon alleine weil Alu ja über die Haut in den Körper muss. Aber bei Deo kann man ja auch spielendleicht welches ohne Alu nehmen… dann braucht man sich da gar keine Gedanken zu machen.

          1. Antwort an Chris Michalk

            Bini ich bei dir. Sehe da nur den Punkt, dass solche vermeintlich oder realen Gefährdungen und die Verunsicherung die beim Verbraucher dadurch induziert wird, von Konzernen oder auch kleinen Unternehmen ausgenutzt werden um dann mit wiederum häufig nur vermeintlich besseren Alternativen abzusahnen. Deshalb finde ich ist Verbraucherschutz nicht nur der sehr wichtige Aspekt der gesundheitlichen Gefahrenabwehr sondern auch für gefühlte Sicherheit und eine Orientierungshilfen zu sorgen, wozu auch zählt nicht unnötig zu verunsichern. Aber natürlich kann sich immer nur am Stand der Wissenschaft orientiert werden und Hinweise auf Gefährdungen sollten eher zu früh als zu spät antizipiert werden.

  4. Auch in Protein-Pulvern mit Schoko-Geschmack ist Kakao, meistens < 8%.
    Und fast alle Protein-Riegel haben einen Schoko-Überzug.
    Wenn ich täglich zwei/drei Schoko-Protein Drinks (Whey, Casein, Mehrkomponenten) verzehre,
    könnte ich auch auf ca. 10g Kakao kommen, enspricht ca. 12g 85% Schokolade.
    Das wäre dann schon eine Dauerdosis, aber das würde ich riskieren,
    wenn ich sonst auf Kakao und alle seine gesunden Pflanzenstoffe verzichte.
    Fettreduzierten Kakao gibt es, aber auch aluminium-reduzierten ?

  5. Steckt denn in allen Schokoladen Tafeln Aluminium drinne Also auch bei echter Bio/Organic Kakao Schokolade? Oder hat es was mit der Qualität der Schokolade und Verarbeitung zu tun?

  6. Schade, dass bei der Studie relativ wenige Produkte untersucht wurden. Interessant fände ich unbedingt auch die Gehalte in „richtigen Lebensmitteln“ wie zum Beispiel Fisch, Meeresfrüchte, Algen, Fleisch, Milchprodukte, Eier, Getreide und Pseudogetreide, Gemüse, Obst, Nüsse und Samen sowie außerdem Kräuter und Gewürze. 🙂

  7. Der Alu-Gehalt von Kakao varriiert je nach Herkunftsland. Besonders viel Alu enthalten Kakaosorten, die aus Mittelamerika stammen.
    Wenig Alu enthält Kakao, der aus Afrika kommt (z. B. GEPA Kakao, die Werte liegen da zwischen 0,09 und 0,21 mµ/kg – hatte dort mal angefragt nach Analysen).

    Ich frage mich nur, was bei Menschen ist, die Alu per Spritze bekommen (wird ja als Adjuvans beigefügt, z. B. bei Desensibiliserung, wo viele Spritzen über Jahre verabreicht werden).

    Silizium kann auch in höherer Dosierung zugeführt werden, z B. Hübner Silicea Gel.

    1. Antwort an Andrea Winkler

      Ich glaube keiner Analyse aus der Industrie mehr 😉 Es gibt ja auch nicht „das“ Afrika und vor allem: auch dort gibt es Ferralsole. Abgesehen vom Aluminium gibt’s einige weitere Schwermetalle, die man auch nicht aus dem Kakao rausbekommt. Muss halt jeder für sich den Zugang finden.

      Aluminium in Spritzen: Man kann von den gleichen Effekten ausgehen. Kommt halt auf die Frequenz an.

    2. Antwort an Andrea Winkler

      „90% der insgesamt 210 zugelassenen Therapieallergene, welche zur Anwendung bei unterschiedlichen Allergien Verwendung finden, werden mit Aluminiumhydroxid hergestellt. Dieses dient als Adjuvans (für die Stärke der Immunantwort verantwortlich). Der Aluminiumgehalt darf laut Europäischem Arzneibuch 1,25 mg nicht übersteigen. Zugelassene Produkte auf dem deutschen Arzneimarkt liegen zurzeit zwischen 0,133 und 1,135 mg/ml Aluminiumhydroxid.“
      Nicht zu vernachlässigen. Wenn man sich jedoch die Werte aus der Analyse unten anschaut, dann ist es, außer man hat den Volltreffer mit 1,135mg/ml erwischt, vergleichsweise wenig und vor allem ja auch eine gesundheitliche Abwägung. Die Hyposensibilisierung ist ja durchaus ne sinnvolle Sache. Wobei sie ja heute auch die Möglichkeit der sublingualen Therapieoption gibt und da habe ich mal geschaut und Präparate ohne Alu gefunden. Halte ich insgesamt Problematisch Alu in Medikamenten so zu problematisieren, da hier in der Regel eben feste Vorgaben und Kontrollen stattfinden und es ja eben ggf. gesundheitlich notwendige Verabreichungen sind. Wird in meinen Augen eher als konstruiertes Argument der Impfgegnerschaft aufgebauscht.

  8. Schadstoffe erst gar nicht in den Körper gelangen zu lassen ist natürlich die Grundlage.
    Darüber hinaus halte ich es aber auch für sehr wichtig seine Entgiftungssysteme zu optimieren.

  9. Ist irgendetwas bekannt dazu wieviel Kieselsäure sinnvoll ist zuzuführen gegen Aluminium
    oder wie effektiv das ist?

    Hirschquelle hat ja z.B. ca. 90 mg/l (ich nehme an „Metakieselsäure“ ist äquivalent zu Kieselsäure?)

    Wäre das schon das nahe am Limit was man so in Mineralwässern kriegt oder eher mau?

    Gibt es schon wissenschaftliche grundlagen dazu wieviel Liter Hirschquelle hier effektiv sein könnten?

  10. Noch geiler ist Laugengebäck, das ja oft auf Alublechen gebacken wird- die Lauge löst das Alu heraus!

    die LGL Bayern schreibt „In den vergangenen 11 Jahren blieb die Beanstandungsquote relativ hoch; sie betrug im Durchschnitt 20,5 %. Von insgesamt 2037 Proben wurden 433 beanstandet. Der mittlere Aluminiumgehalt in den beanstandeten Proben betrug 26,3 mg/kg, der gemessene Maximalwert lag bei 156 mg/kg. Der mittlere Aluminiumgehalt über alle gemessenen Proben lag bei 8,5 mg/kg, der Median bei 4,2 mg/kg.“

    https://www.lgl.bayern.de/lebensmittel/warengruppen/wc_17_brote_kleingebaecke/ue_2014_laugengebaeck_aluminium.htm

    Da werden schon deutlich mehr als 10 oder auch 100 Gramm von gegessen!

    1. Antwort an Markus

      Ich habe leider keine Quelle zur Menge parat, aber an der Stelle zu beachten: alles was im Alupfännchen (auf dem Grill, im Backofen oder auch die günstige Pfanne auf dem Herd) zubereitet wird und entweder sauer oder basisch ist, wie der Spritzer Limette auf dem Fisch, löst bei hoher Temperatur extreme Mengen Aluminium – bei Fisch natürlich noch zusätzlich die schweren Kollegen wie Quecksilber und Blei. Mir tut es jedesmal weh, wenn ich andere Menschen beobachte, wie sie ihre Nudeln in Tomatensoße beim Italiener in Aluschälchen abholen…

      1. Antwort an Sebastian

        Das ließ mich gerade nicht los, deshalb noch ein paar Fallstricke auf die ich bis vor kurzem noch reinfiel:
        – Zeolith („HEILerde“) zum Ausleiten von Schwermetallen bringt in Wirklichkeit haufenweise Aluminium in den Körper, weil es sich zum Großteil um Aluminiumsilikate handelt – unbedingt entsorgen! Als Alternative können Kohletabletten verwendet werden (zumindest nach meinem Kenntnisstand, bitte korrigieren wenn das Unsinn ist).
        – Kaffee aus dem Espressokännchen (Bialetti etc.) oder Maschinen mit Aluminiumbauteilen löst durch hohe Temperatur und Druck erhebliche Mengen heraus, habe eindrucksvolles Bildmaterial wie man das an einem Siebträgereinsatz beobachten kann.
        – Essen in Alufolie gewickelt: z.B. der Pflaumenkuchen (sauer), der mir einmal angeboten wurde – fein angerichtet in Alufolie.
        – Immer wenn hohe Drücke, hohe Temperaturen oder Verschiebungen des pH-Wertes bei der Zubereitung auftreten besonders auf Kontakt zu toxischen Metallen achten (bei Kaffeezubereitung hat man alles gleichzeitig – Jackpot!, Alubleche im Backofen ggf. sogar ohne Backpapier usw.)

  11. Zu Thema Aluminium in Deos schrieb das Bundesinstitut für Risikobewertung am 20.07.2020 „Aluminium in Antitranspirantien: Geringer Beitrag zur Gesamtaufnahme von Aluminium im Menschen“
    https://www.bfr.bund.de/de/presseinformation/2020/24/aluminium_in_antitranspirantien__geringer_beitrag_zur_gesamtaufnahme_von_aluminium_im_menschen-250756.html
    Siehe da auch die PDF(s).

    In der FAQ-PDF schreiben sie:
    „Bei der Aufnahme über die Nahrung ist die akute Toxizität von Aluminium gering. Bei gesunden Menschen wird der größte Teil des aufgenommenen Aluminiums über die Nieren ausgeschieden. Bei Menschen mit Nierenerkrankungen, insbesondere chronischer Niereninsuffizienz, funktioniert dieser Ausscheidungsweg jedoch nicht ausreichend gut, so dass es zu Anreicherungen im Körper kommen kann. Aber auch bei gesunden Menschen kann sich das Leichtmetall bei häufiger und regelmäßiger Aufnahme im Körper, vor allem im Skelettsystem,
    den Muskeln, der Niere, der Leber und dem Gehirn, anreichern. Einmal im Körper „eingelagertes“ Aluminium wird nur sehr langsam wieder ausgeschieden.“
    Zu betonen ist bei dieser Aussage „(…) bei häufiger und regelmäßiger Aufnahme (…)“

    (Off Topic: würde mir wünschen, wenn man hier Text mit kursiv/fett formatieren könnte, danke 😉

    1. Antwort an Afri

      Genau das ist der Punkt. Mal eine Exposition ist unproblematisch. Aber Kakao gehört zu den größten Alu-Quellen und mein Eindruck ist, dass aus dem Genuss- ein Lebensmittel wurde. Und aus mal einem Riegelchen … werden es überzogene Eiweiss-Riegel, die man täglich isst, der Kakao-Kuchen oder die 50 g dunkle Schokolade zum Netflixen.

    1. Antwort an Alexander Höffler

      „Für alle Schokoladenliebhaber, die auf Nummer Sicher gehen wollen, gibt es schon jetzt einen Ersatz: Weiße Schokolade. Für sie wird ausschließlich die Kakaobutter verwendet. Das Cadmium aber steckt in der Kakaomasse, die aus den Bohnen gewonnen wird.“
      https://www.faz.net/aktuell/wissen/leben-gene/zu-viel-cadmium-schatten-ueber-der-edlen-kakaokultur-1908773.html

      Vielleicht gilt das auch für Aluminium?

  12. Der Proteinpulver-Lieferant meines Vertrauens hat mir gerade mittgeteilt dass ihr Bio-Kakao überprüft wird und ich mir bezüglich Schwermetallbelastung keine Sorgen machen muss.

    1. Antwort an Cyrill

      Sagen sie alle. Aluminium kriegt man nicht raus. Und über andere SM kann man nicht pauschal was sagen.
      Aber Whey mit Kakao (bei vllt 1,5 g Kakao pP) ist jetzt wirklich eher keine Alu- oder SM-Quelle.

  13. Sehr interessanter Artikel! Kompliment und Dank dafür.

    Als subjektiver und eigener Erfahrungsbericht, der zumindest inhaltlich eine grobe Übereinstimmung liefert:

    Ich habe mal monate- bis vllt. jahrelang nahezu täglich stückchenweise dunkle 85% Schokolade als „gesunden“ und schlankmachenden Nachmittagssnack zum Kaffee gegessen. Whey und Eiweißriegel ebenfalls, auch bis heute. Habe zumindest mit der Schokolade vor einigen Monaten einerseits durch ein wenig Ernährungsumstellung und andererseits auch aus appetitverlangen aufgehört und muss rückwirkend festhalten, dass ich mich insgesamt momentan besser fühle. So etwas wie „brainfog“ war zeitweise definitiv auch ein Beschwerdebild.

    Die Erkenntnis muss absolut nicht nur mit der Schokolade zusammenhängen. Definitiv macht es aber wie oben beschrieben für Konsumenten/Dauerkonsumenten durchaus Sinn, darauf einige Woche wenigstens testweise zu verzichten.

    @ Chris

    MSM werden auch alle möglichen Benefits nachgesagt, u.a. auch Entgiftung. Hast du Kenntnis oder eine Meinung ob sich eine Einnahme positiv auswirkt?

  14. Eine Frage, zu Eisenüberladung der Zelle, wie du im Blog schreibst, wird durch Alu vermehrt Eisen in die Zellen verlagert. Kann daraus auch ein sehr hoher Ferritinwert resultieren? Bei mir Ferritin >400-500.
    Ich nehme seit Jahren nur Alu freies Deo, Schokolade und Kakao Produkte nur sporadisch 1-2 Mal/Monat
    Wegen der hohen Ferritinwerte esse ich wenig rotes Fleisch, auch die Vitamin Supplements habe ich auf eisenfrei umgestellt. Könnte trotzdem Aluminium ein Grund sein?

    1. Antwort an Volker

      Hatte auch einen Wert von 400-500,ist weiteres nicht Schlimm,erst ab 800 sollte mann schon Gedanken machen.
      Aber was ich gemacht habe ist viel Grüntee und Schwarzter getrunken(schwarztee enzieht Eisen aus dem Körper) und viel Fisch gegessen.Innerhalb von 3 Wochen ca.lag mein Ferritinwert nur noch bei 240.
      Teste es aus.Viel Erfolg

    2. Antwort an Volker

      mal an Hämochromatose gedacht? da sind ein paar speziellere Werte im Blut zu untersuchen, um dies auszuschließen – lässt sich schnell rausfinden, welche das sind. vermeiden müsste man dann auch z.B. Vitamin C – Zufuhr, da diese die Eisenaufnahme aus der Nahrung stark fördert. Therapie wäre regelmäßiger Aderlass – also nur FALLS es sich rausstellen sollte, dass es zutrifft. Ist eine gefährliche Erkrankung, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt wird (viele Menschen laufen Jahrzehnte lang damit rum, bevor mal jemand daran denkt, dass diverse Beschwerden damit zusammen hängen könnten) – kann Leberkrebs und vieles andere hervorrufen, da das Eisen sich überall ablagert, inkl. der Haut – wenn Menschen grundsätzlich so eine auffällige Bräune zu haben scheinen, ist es möglicherweise schon weit fortgeschritten. – just my 5 Cents, wie´s so heißt.. Lohnt sich eventuell mal, nachzuforschen. LG Lisa aus Bamberg // http://www.haemochromatose.org/erkrankung/diagnose.html

  15. Vielen Dank, das ist sehr wichtig zu wissen. Doch eine Frage ist noch wie der Vergleich Bio und herkömmlich ist. Hat Bio-Schokolade deutlich weniger Aluminium so wie wenn ich es richtig erinnere Bio-Tabak viel weniger Schadstoffe (und auch Cadmium) hat? Habt ihr das auch im Blick? LG Stefan

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