Zu viel gesättigte Fette?

Dieses Thema enthält 9 Antworten und 4 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Nymeria Nymeria 26.06.2018 um 19:04.

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    Nymeria
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    Hallo liebe Leute!

    Ich hätte eine Frage zu Fetten, die mich schon eine ganze Weile beschäftigt.
    Ich bin eher kohlenhydratlastig unterwegs und komme auf ~ 50g Fett am Tag, manchmal weniger.
    So, davon sind aber meist 20-30g gesättigt. Diese kommen ausschließlich aus Schafmilchprodukten.
    Ich muss dazu sagen, dass ich diese erst seit ein paar Woche wieder eingeführt habe, davor hauptsächlich vegan aber mit ab und an Eiern.

    Nun heißt es ja die Kombi Kohlenhydrate + gesättigtes Fett = absolute Katastrophe? Oder wurden da einfach mal wieder einfache Kohlenhydrate, Zucker, Fructose hergenommen? Kommt nicht vor bei mir, außer vielleicht mal Reis. Ebenso soll ja Palmitinsäure schlecht sein, die ja hauptsächl. in Milchprodukten vorkommt.
    Meine restlichen Fettquellen sind Macadamia- und Olivenöl, sowie 2g Omega 3.

    Aber jetzt mal im Ernst. Muss ich mir bei "niedriger" Fettzufuhr (1g/kg) und gleichzeitig sehr aktivem Lebensstil überhaupt Gedanken um meine Isulinsensivität, Blutfette machen? Langfristig gesehen natürlich. Blutfette waren übrigens die letzten Jahre immer top.

    Grüße

    #131379 hilfreich: 0
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    Tommy
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    Ich würde der Kombination von KH und Fett nicht zu viel Aufmerksamkeit schenken sondern halt nicht große Mengen von beidem kombinieren wie typischerweise Fastfood. Ich esse oft morgens u.a einen Hire oder Haferbrei und schmeiß ein paar Macadamias dazu. Das stresst mich jetzt nicht. Ich meine Chris hatte irgendwann auch mal was von max 30 Gramm Fett i.V.m Carbs geschrieben, wenn ich mich nicht irre.

    #131380 hilfreich: 0
    Nymeria
    Nymeria
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    Danke für deine Antwort!
    Ja ich denk mir auch, v.a. wenn ich jetzt nicht permanent im Überschuss esse und einen zu hohen Kfa bekommen würde, dass das eigentlich nichts machen sollte.
    Wissen tu ich es trotzdem nicht. Bin leider sehr perfektionistisch veranlagt und will mir auf dauer nicht schaden.
    Schafmilchprodukte sind halt wirklich eine Bereicherung für mich, dank diverser Unverträglichkeiten.
    Hat noch jemand Meinungen dazu?

    Grüße

    #131381 hilfreich: 0
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    Tommy
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    Perfektionismus und Ernährung beißt sich oft. Das endet meist in Stress irgendwann und man erreicht genau das Gegenteil

    #131382 hilfreich: 0
    Nymeria
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    Ja, wie wahr.

    Ich gehe jetzt aber davon aus, dass ich das bedenkenlos machen kann, zumindest hat hier noch keiner laut geschrien :D
    Lass meine Blutwerte eh einmal im Jahr checken und dann hab ich es eh schwarz auf weiß.

    #131383 hilfreich: 0
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    Yeti
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    Man muss das alles im Kontext sehen: Für jemanden, der regelmäßig Sport treibt und/oder einen niedrigen Körperfettanteil hat, stellen sich die Dinge ganz anders dar als für einen körperlich inaktiven Menschen oder für Übergewichtige. Dann der Unterschied Kaloriendefizit oder Kalorienüberschuss oder genetische Unterschiede? Bei wem kippt das System schneller oder kann der Körper länger ein Ungleichgewicht kompensieren? Ich wäre immer sehr vorsichtig mit pauschalen Aussagen, wann etwas zu viel oder zu wenig ist.

    Angst vor bestimmten Nährstoffen sollte man jedenfalls nicht haben und das muss man auch nicht, so lange man nicht ins Extreme abrutscht. Leider glauben immer mehr Leute, dass sie nur mit extremen Maßnahmen Fortschritte erzielen und schießen sich damit letztendlich selbst in den Fuß.

    Man darf die Sache auch nicht zu mathematisch angehen und sich zu sehr an die Zahlen klammern. Für wen gilt das, dass 30g Fett zusammen mit Kohlenhydraten völlig OK sind? Sind 31g nicht mehr OK? Gilt das für eine 55kg schwere, sportlich aktive Frau genauso wie für einen 130kg-Mann mit 40% Körperfett? Und mit wie vielen Kohlenhydraten sind 30g Fett noch OK? Und vor allem: Welche Kohlenhydrate?

    Also bitte alle mal etwas lockerer werden. Bewegt euch und esst vielseitig und ausgewogen, vor allem richtige Lebensmittel mit reichlich Ballaststoffen und keinen Industriefraß. Dann passt das schon

    #131384 hilfreich: 0
    Nymeria
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    Ja, manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr.
    Eigentlich wirklich absurd. Diese Angst noch etwas falsch machen zu können, obwohl man sich eh schon vernünftiger als 90% der Leute ernährt.
    Tja, Perfektionismus eben..

    #131385 hilfreich: 0
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    hans
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    Zitat von Nymeria im Beitrag #3


    Hat noch jemand Meinungen dazu?


    Hallöle,

    ich denke bei 50g Fett / Tag Gesamtkonsum (<25% Kalorisch) ist das alles so ziemlich komplett egal. Gesättigte Fette im Übermaß sind nicht gut, jedoch beziehen sich diese Empfehlungen meines Verständnisses nach eher auf den US & DE Durchschnitt – also Menschen die ca. 35-40% der Kalorien aus meist hoch verarbeiteten und erhitzten Fetten beziehen (mit viel oxLDL und Transfetten).

    Michprodukte haben für mich jedoch die ungünstigste Balance an Fettsäuren – wenn es nicht übertrieben wird und auch keine A1 Beta-Casein Kuh-Milchprodukte sind, dann wären kleine Mengen Schaf & Ziege für mich durchaus o.k.

    LG
    Hans

    #131386 hilfreich: 0
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    Yeti
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    Zitat von Nymeria im Beitrag #7


    Ja, manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr.
    Eigentlich wirklich absurd. Diese Angst noch etwas falsch machen zu können, obwohl man sich eh schon vernünftiger als 90% der Leute ernährt.
    Tja, Perfektionismus eben..


    Perfekt ist es sicherlich nicht, wenn man sich starr an Konzepte klammert (Low-Carb, Keto, Low-Fat, Paleo, IF, vegan, …). Alles hat seine Berechtigung als Idee, aber man muss sehen, ob und wie das in das eigene Leben passt: Welche Ziele verfolgt man selbst und was sind die eigenen Startvoraussetzungen und Randbedingungen? Man muss auch das ganze Bild im Auge behalten und darf nicht nur versuchen, einzelne Bausteine zu optimieren. Ernährung, Sport, Erholung, soziale Kontakte: Was nutzt es mir, das Eine zu optimieren, wenn ich dafür das Andere vernachlässige? Wichtiger, als in einem Bereich perfekt zu sein, ist es in allen Bereichen konsistent gut zu sein, bzw. kleine Verbesserungen anzustreben.

    #131387 hilfreich: 0
    Nymeria
    Nymeria
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    Zitat von Yeti im Beitrag #9


    Perfekt ist es sicherlich nicht, wenn man sich starr an Konzepte klammert (Low-Carb, Keto, Low-Fat, Paleo, IF, vegan, …). Alles hat seine Berechtigung als Idee, aber man muss sehen, ob und wie das in das eigene Leben passt: Welche Ziele verfolgt man selbst und was sind die eigenen Startvoraussetzungen und Randbedingungen? Man muss auch das ganze Bild im Auge behalten und darf nicht nur versuchen, einzelne Bausteine zu optimieren. Ernährung, Sport, Erholung, soziale Kontakte: Was nutzt es mir, das Eine zu optimieren, wenn ich dafür das Andere vernachlässige? Wichtiger, als in einem Bereich perfekt zu sein, ist es in allen Bereichen konsistent gut zu sein, bzw. kleine Verbesserungen anzustreben.


    Ich halte und will mich auch gar nicht starr an irgendein Konzept halten. Ich esse so wie ich am besten damit klarkomme, Verträglichkeit ist mir sehr wichtig. Mit Perfektionismus meinte ich eher, mir eine ideale Basis mit der ich mich nicht nur wohlfühle, sondern auch nachhaltig gesund bleibe, zu schaffen. Was nützt es mir, wenn ich mich subjektiv mit meiner Ernährung wohlfühle, mir aber schleichend damit schade?
    Deshalb habe ich ja überhaupt erst die Frage gestellt. Aber ich weiß, dass es "perfekt" in dem Sinne nicht gibt.

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