Wiederherstellung von Hörverlust

Dieses Thema enthält 5 Antworten und 3 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Avatar mseaforest 10.10.2019 um 07:38.

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    mseaforest
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    Hallo liebe Leute,

     

    da ich von Geburt an schwerhörig bin (Frühgeburt nach 7 Monaten) und auf Hörgeräte angewiesen bin (bis zu -80dB), habe ich aus Neugier mal geschaut, wie denn der aktuelle Stand der Forschung ist bezüglich Heilung von Schwerhörigkeit. Dabei muss man offensichtlich unterscheiden zwischen einer Schallempfindungsstörung und einer Schallweiterleitungsstörung. Ich will im folgenden auf die Schallempfindungsstörung eingehen, die wohl mutmaßlich bei mir gegeben ist. Zumindest diagnostiziert.

     

    Bei der Schallempfindungsstörung ist wohl die Übertragung von Schall in Nervenimpulse gestört. Grund dafür kann eine geringe Anzahl von sogenannten Haarsinneszellen sein, die den Schall in Nervenimpulse umwandeln und durch verschiedene Ursachen dezimiert oder beschädigt sein können. Jetzt war mein Stand die ganzen Jahre, dass man einmal wenig Sinneszellen hat und damit leben muss, sie am Besten im Laufe des Lebens schont wo es geht, um sie lange zu erhalten. Aber ich konnte mir nicht vorstellen, dass Nervenzellen/Haarsinneszellen ein Leben lang halten sollen, da in meiner Vorstellung der Körper einem Stoffwechsel unterliegt und grade etwas so dynamisches wie Nervenzellen unterliegen doch einer recht starken Fluktuation?!

    Jedenfalls gibt es da diese Studie an Mäusen, denen man durch Lautstärkeexposition einen Hörverlust von etwa 50% beigebracht hat. Und durch Spritzen eines Proteins names neurotrophin 3 konnte der Schaden wieder behoben werden.

     

    Here we show in noise-exposed mice that local delivery of neurotrophin-3 (NT-3) to the round window niche, 24 hours after an exposure that causes an immediate loss of up to 50% loss of synapses in the cochlear basal region, can regenerate pre- and post-synaptic elements at the hair cell / cochlear nerve interface.

    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4842978/

     

    In einem anderen aktuellen Thread hier wird Astaxanthin grade diskutiert. Dieses scheint eine Erhöhung der Expression von NT3 zu stimulieren, auch wenn ich in der folgenden Studie nicht verstehe, wie sie zu dem Schluss gekommen sind und ob das für die Haarsinneszellen überhaubt eine Relevanz hat.

     

    https://pdfs.semanticscholar.org/bb73/6df3ebf6ac25a256c6108e0d5d05f4f2db60.pdf

     

    Noticeably, astaxanthin at the 80 mg/kg dosage exhibited similar effects as MPSS, which has been frequently used for clinical acute SCI. These results suggested that astaxanthin could increase the expression of NT-3 in SCI.

     

    GroupNT-3 expression(n=8)

     

    NS control88.89±1.59

    SCI model37.81±1.58

    MPSS79.84±2.48b

    80 mg/kg of astaxanthin75.19±2.64b

     

    Außerdem schreibt ein Heilpraktiker auf seiner Seite:

    Bereits 1966 belegten Wissenschaftler, dass ein anderer Wachstums-Faktor die Regeneration der Cochlea ebenfalls stimulieren kann. Dieser Brain Derived Neurotrophic Factor (BDNF) ist ein Protein…

    Die zentrale Frage ist also: Können diese Haarsinneszellen nachwachsen und wenn ja, welche Interventionen verbessern dieses Wachstum über der Verfall hinaus, sodass eine Verbesserung der Hörfähigkeit möglich ist?

     

    Ich weiß, das sind alles lose Enden und bis auf n paar Esoterikseiten finde ich nur überall die Info, dass eine Schallempfindungsstörung nicht reversibel ist. Deshalb dieser Thread, vielleicht gibt es hier noch ein paar weitere, die das interessiert. Ich finde es einfach unbefriedigend, wieviel im Bereich der Sehschwäche oder anderer Erkrankungen möglich ist, aber hier ist man seit 50 Jahren auf Hörgeräte angewiesen.

     

    LG
    Michael

    #197235 hilfreich: 0
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    @mseaforest

     

     

    Hi,

     

    ich hätte da meine Theorien, würde aber gerne erstmal wissen ob du als Baby sogenannten „erblich bedingten Haarausfall“ hattest und ob du es auch jetzt hast.

     

    Auch würde ich gerne wissen, ob du Schmerzmittel nimmst und wenn ja welche? und deinen SD Status.

     

     

    Liebe Grüße

     

    #197244 hilfreich: 0
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    mseaforest
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    Hi Shman,

     

    nix Haarausfall damals wie heute. Steht in bester Pracht (Alter: 25).

     

    Keine Schmerzmittel. Schilddrüse vor 2 Monaten: ft3 ca. bei 3,4 ft4 bei 1,89.

     

    LG

    #197248 hilfreich: 0
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    Shman Frontal
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    @ mseaforest

     

    Durchblutung ist also da !

     

    Gut…kannst dir ja anhören was die Anderen so zu sagen haben.

     

    Mein Vorschlag, wäre es Aspirin zu nehmen und zu schauen wie viel du an Hörleistung wieder zurück bekommst.

     

    liebe Grüße

     

     

    #198412 hilfreich: 0
    Markus
    Markus
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    Hyperbare Sauerstofftheraüie, sprich: Druckkammer mit 100% Sauerstoff.

     

    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28423374

    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3050772/

    #198432 hilfreich: 0
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    mseaforest
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    Hallo Markus,

     

    danke für den Input. Wenn ichs richtig verstehe hat die zweite Quelle keine Verbesserung der Hörleistung erreichen können, wennauch NO erhöht wurde in der Cochlear.

    Die erste Quelle komnte zu einem geringen Teil die Hörleistung verbessern bei idiophatischem Hörsturz, wobei die Ursache für diesen meist unklar ist. Im Verdacht steht eine Mangeldurchblutung.

     

    Fragt sich jetzt nur noch, ob bei optimaler Blut-Nährstoffzufur am Innenohr auch tatsächlich Haarsinneszellen nachwachsen und ob schnell genug, um eine Verbesserung zu erreichen.

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