Wechselwirkung AMPK/mTOR

Dieses Thema enthält 3 Antworten und 2 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Chris Michalk Chris Michalk 28.12.2014 um 20:06.

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  • #87676 (0)
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    MaXopA
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    Hallo zusammen,

    ausgehend von der Tatsache, dass es keinen Ein- und Ausschaltknopf für AMPK und mTOR gibt, ist mir noch etwas unklar, wie unser Körper auf die gleichzeitige Zufuhr von Substanzen reagiert, die auf der einen Seite die AMPK- und auf der anderen die mTOR-Aktivität erhöhen.

    Ein Beispiel: die zeitgleiche Einnahme von Berberine (AMPK) und L-Leucine (mTOR).

    Würden sie sich zum Teil gegenseitig in der Wirkung aufheben oder kann man diesen Mechanismus gar nicht vollständig nachvollziehen, da zu komplex?

    Könnte eventuell für den einen oder anderen Sportler unter uns von Bedeutung sein, da man des Öfteren im Netz von fragwürdigen Supplement-Kombinationen liest, die auf den ersten Blick keinen Sinn ergeben.

    Sportliche Grüße,
    Massimo

    #98324 (0)
    Chris Michalk
    Chris Michalk
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    Hallo Massimo,

    das weiß leider keiner.

    Leucin ist kein klassischer, "purer" mTOR-Aktivator. Darüberhinaus muss man auch immer relativ bedacht sein, denn: Uns geht’s ja in erster Linie um die downstream targets: PGC1-alpha und womöglich auch Sirt1/3, um mitochondriale Gesundheit zu generieren.
    Leucin beispielsweise kann mit Resveratrol sogar synergistisch wirken, wenn es um die oben genannten Effekte geht – es kann durchaus sein, dass Mitochondrien via PGC1-alpha und Sirt1/3 gebildet werden, gleichzeitig aber auch vermehrt Protein-Synthese stattfindet.
    Daher auch der lebensverlängernde Effekt von BCAA.

    Es gibt kein schwarz/weiß-Denken in diesem Bereich und es ist auch nicht immer so, dass es "den" Signalweg gibt – meine Denkansätze und Ausführungen im Buch sind Grundlagen und "Werkzeuge", um selbst einige Parameter in der Hand zu haben.
    Aber reduktionistisches Denken ("Leucin = mTOR/Stoff XY = AMPK") sollte mit Vorsicht genutzt werden – man sollte sich da definitiv stark in die Datenlage einlesen und überprüfen, ob der die jeweilige Substanz wirklich nur ein AMPK- bzw. mTOR-AKtivator ist.

    Edit: Darüberhinaus muss man auch immer daran denken, dass wir aus diversen Gewebe-Typen bestehen. Reden wir von muskulären oder hepatischen Effekten? Usw.
    Generell denke ich, dass Leucin "sowohl als auch" wirken kann.

    #98325 (0)
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    MaXopA
    Beiträge: 303

    Vielen Dank für deinen Beitrag Chris.

    Von der Kombination Leucine + Resveratrol hatte ich vor einiger Zeit auf Adels Blog gelesen, wobei man auch in diesem Zusammenhang, wie bei fast allen anderen Supplements, keine hunderprozentige Wirkung versprechen konnte.

    Übrigens scheint ja Berberine ebenfalls in gewissem Maße die mitochondriale Biogenese zu fördern und entsprechende Dysfunktionen vorzubeugen.

    Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass ich nach der Lektüre des (hoffentlich unmittelbar eintreffenden) Buches einen besseren Überblick über diese ganzen Mechanismen haben werde, da ich leider viel zu lange zum Schwarz-Weiß-Denken im Sinne der leistungsorientierten Ernährung tendiert habe.

    Doch das wird sich glücklicherweise bald ändern, wofür ich Dir & dem ganzen Forum äußerst dankbar bin!

    #98326 (0)
    Chris Michalk
    Chris Michalk
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    Beiträge: 2600

    Hey, vielen Dank für die großartigen Worte.

    Ich wusste nicht, dass du das Buch noch nicht gelesen hast. Okay – dann … :-)

    Leucin und Resveratrol (als Kombi) hat mehrfach gezeigt, dass es synergistisch gut wirkt.

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