Wann zeigt eine Glutamin-Behandlung Erfolge?

Dieses Thema enthält 17 Antworten und 5 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von ginandjuice ginandjuice 24.06.2019 um 16:14.

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    ginandjuice
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    Ich hab eine C-Gastritis und Probleme mit der Darmschleimhaut (mit dazugehörigen Symptomen) – Wert sIGA (für die Experten) 3969 ug/mml.
    In einem Artikel, ich glaube von Tim, las ich dass Glutamin hochdosiert helfen könnte, ich glaube von bis zu 30 g/Tag war die Rede. Frage ist hier ganz einfach: Wie lange müsste das täglich (ich denke mehrmals täglich?) gemacht werden, bis wirklich gute Erfolge zu verzeichnen sind?
    Ich dachte bevor ich mir einen KG zulege, frage ich zunächst einmal (auch gerade da ich eigentlich nicht so der Freund von isolierten Aminos, egal welche, bin)

    #180863 hilfreich: 0
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    Cluhtu
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    Hey,

    Studie hierzu findest du hier: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30108163

    Die Dosis anfangs eher niedrig halten, also 5 – 10g, aber dafür dann mehrere pro Tag. Zeitraum minimum zwei Wochen. Die Darmschleimhaut regeneriert sich zwar schnell, aber bei so hohen Entzündungswerten würd ich da auf Nummer sicher gehen.

    Ansonsten halt möglichst entzündungshemmende Proteinquellen zuführen und auf Zink und Ballaststoffe achten.

    Was isst du denn so?

    #180864 hilfreich: 0
    ginandjuice
    ginandjuice
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    Beiträge: 328

    Interessant, danke für die Auskunft und dem zur Verfügung gestellten Link zur Studie – allerdings ist die englische Bedeutung für bowel syndrom ganz einfach Reizdarm,

    die Befunddaten/Labor beziehen sich meines Wissens auf die Veränderungen der Magenschleimhaut (in der Endoskopie – "Erosion am Antrum, etc.) und eben dieser ominöse sekretologische Immunglobin A Wert, wo in der Beurteilung der Bezug zur Darmschleimhaut gezogen wird,

    ich meine der Begriff "Darmschleimhautimmunität" wurde benutzt. Da musste ich erstmal recherchieren, weil ich mich natürlich mit solchen Dingen GARNICHT auskenne, und raus kommt für den sIGA folgendes:
    " IgA kommen sowohl im Blut als auch in den Schleimhautsekreten vor. Sie bilden an den Schleimhäuten eine Schutzbarriere gegen Krankheitserreger"

    Die Studie von dir bezieht sich auf Reizdarm. Das muss ja nichts mit den Schleimhäuten zu tun haben, oder? Ich würde ja gern einmal erfahren, wie die Regeneration der Schleimhaut abläuft und welche Nährstoffe eingebaut / benötigt werden, z.B. für dieses IGA.

    Das wäre sicher spannend zu erfahren, denn Glutamin könnte (nur eine Mutmaßung an dieser Stelle) auf anderen Wegen funktionieren. Die EROSION in der Magenschleimhaut zeigt aber ganz deutlich auf, dass ich mich darauf konzentrieren muss. Die Studie mit Reizdarm ist somit schonmal ein erster "Hint", den ich mal angucken und ggfs. weiter auf pubmed stöbern würde! Erfahrungswerte wären zudem echt klasse.

    Ach, deine Fragen:

    Zink wurde erst kürzlich geordert (ich hatte auch hier einen Zinkmangel bei mir vermutet bzw. suboptimale Versorgung), was bedeutet hier "möglichst entzündungshemmende Proteinquellen" – meinst du Cystein?
    Bzw. wie managet man das? Hier gibts ja auch etliche veganer die sich melden und tierische proteine aburteilen. Nur als Beispiel.

    Was ich esse?

    Ich ernähre mich sehr proteinreich.
    Aber wenn ich ehrlich bin, tut es mir nicht gut, das mache ich schon seit 1 Monat (200-250 g/Tag , vorher eher die Hälfte +/-), dann meide ich weitestgehend Getreide bis auf Reis, Gemüse ist Standard. In 2 Wochen erfolgt beim gastro eine Resistenzbestimmung zu Helicobacter, aber das ist mir zu Klein-klein, typisch Ärzte "eine ganz bestimmte Fragestellung, und das Große und Ganze wird ausgeblendet"

    LG

    #180865 hilfreich: 0
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    hisairness
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    Du machst es mit deinen Eskapaden und Experimenten aber halt auch keinem Arzt einfach…

    #180866 hilfreich: 0
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    Cluhtu
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    Die Definition eines Reizdarms wurde im Mai 2016 mit den neuen ROM-Kriterien überarbeitet. Siehe Screenshot.

    Zusammengefasst heißt das, dass ein Reizdarm zwar grundsätzlich mehr Verursacher als eine chronisch entzündliche Darmerkrankung (CED) haben kann, aber aufgrund der überschneidenden Ursachen auch nicht komplett von CEDs abgegrenzt wird. Für mich sind inzwischen, nach jahrelanger Odyssee und auch Informationssammlung, alle Darmprobleme sehr ähnlich.

    Grundsätzlich muss das jetzt kein Reizdarm bei dir sein, aber mit den Werten würdest du in eines der Register bei Darmproblemen fallen. Was aber an sich komplett irrelevant ist, weil deine Symptome ja trotz bestehen

    Das igA ist erstmal nur ein Marker, der Hinweis darauf gibt, dass mit deiner Darmschleimhaut, den Bakterien im Darm oder deiner Lebensmittelwahl etwas nicht in Ordnung ist. Fürs sIgA brauchst du in dem Sinne keine Nährstoffe.

    Die Reihenfolge ist: Ernährung -> Darmbakterien -> Darmschleimhaut -> Entzündungswerte. Es gibt zwar noch Zwischenschritte, aber das ist nicht wirklich relevant für eine Verbesserung.

    Eiweiß ist grundsätzlich in Ordnung wegen der guten Verdaulichkeit. Würde aber eher moderat Protein und dafür mehr leicht verdauliche Lebensmittel einführen. Also zB Fisch, Oliven, Bananen, Reis.

    #180867 hilfreich: 0
    ginandjuice
    ginandjuice
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    Sehr hilfreich, ich danke dir.

    Ich habe mir mal das AIP angeschaut, dass gleiche/ähnliche Grundzüge aufweist, wie in einem Edu-Artikel
    https://wellnessmama.com/22689/autoimmune-diet/

    Die dazugehörige Lebensmittel-Liste: https://s3.amazonaws.com/wellness.mama.f…t+Food+List.pdf
    Wäre das eine brauchbare Basis, um die Darmschleimhaut zu unterstützen (i. Verbindung mit Glutamin)?

    Ich bin schon ein wenig mit der SCD-Diät vertraut (die ich früher angewandt hab). Wenn dagegen erstmal nichts einzuwenden gäbe, wäre es doch mal einen Versuch wert! :)

    Kopfzerbrechen bereitet mir erfolglose Helicobacter Behandlung (2 Antibiotika) und das was der Arzt nach der zweiten Endoskopie(Resistenzbestimmung) beschließt , z.B. nochmal Antibiotika und wie ich dann dazu stehe Übrigens glückwunsch, dass du es geschafft hast deine Darmproblemen zu besiegen!

    #180868 hilfreich: 0
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    Sven
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    Weder Glutamin noch Zinc-Carnosin ect. pp. haben mir mit dem selben Problem was geholfen.
    2 Wochen Schonkost mit 2 Mahlzeiten am Tag und das Problem war gelöst.
    Wenn ich es übertreibe mit Kaffee, Sport, Futtermast dann kommts wieder hoch.

    Du schreibst Dir bekommt das Eiweiß nicht, aber Du machst es entgegen deines Körpergefühls?

    #180869 hilfreich: 0
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    Cluhtu
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    Also grundsätzlich sind Fleisch und Eier ja zu empfehlen. Ich würde sie aber bei hohen Entzündungswerten außen vor lassen und stattdessen Fisch, Muscheln und alle sonstigen Meerestiere nutzen. 2x pro Woche Leber sollten auch drin sein.

    Statt Fett würde ich grundsätzlich auch eher Protein und leicht verdauliche Kohlenhydrate nutzen.

    #180870 hilfreich: 0
    ginandjuice
    ginandjuice
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    Hallo Sven,
    ja, weil ich "weiß" dass z.b. 100-120 g Eiweiß pro Tag ja eigentlich nicht reichen würde/optimal ist, das liest man ja auch hier auf edubily. Ich bin 100 Kg schwer. Das mit Schonkost müsste ich irgendwie mit "ausreichend Protein" (Kraft) unter einem Hut bekommen (können) – aber ich hab auch schon damit geliebäugelt auf Eiweiß zu s*** erstmal..

    @ Cluhtu

    kluger Gedanke. Wegen Proteinbedarf (ich müsste ja sonst ziemlich viel Fisch essen): Proteinpulver einsetzen?

    #180871 hilfreich: 0
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    Cluhtu
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    Habe die gleiche Erfahrung wie Sven gemacht, bin aber auch seit Jahren davon geplagt und habe ziemlich sicher keine Mängel bei Glutamin und Zink. Ein Versuch ist es definitiv wert, wobei du aber eher auf langfristige Ziele schielen solltest. Nur Glutamin wird das Problem nicht richten.

    Eiweißpulver sollte in Ordnung sein. Aber du wirst bei isokalorischer Ernährung und fortgeführtem Training definitiv keine Muskelmasse abbauen, auch nicht, wenn du nur 1g/kg zu dir nimmst.

    #180872 hilfreich: 0
    ginandjuice
    ginandjuice
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    Das stimmt. Aber ich hab das Gefühl eine brauchbare Basis gefunden zu haben – ob ich das Fleisch adäquat durch Fisch ersetze, muss ich sehen, aber das Weglassen von Eiern wird möglich sein (Entzündung) und auch das Reduzieren der Omega-6 Fettsäuren. Ich denke mit diesen Dingen bin ich bereits vertraut und schau dann eben auf Sachen wie Leber und Knochbrühe (was ich noch nie gemacht habe). Jetzt informiere ich mich nur noch kurz ob Glutamin von Anfang an genommen werden "muss" oder ob ich das erstmal lassen kann und mit der Ernährungsumstellung die ersten Wochen gut fahre – nach Feiertag kaufe ich die Lebensmittel ein & halte mich dann daran.

    Herzlichen Dank

    PS: Cluhtu , ich bin in der Diät. Deswegen meine Frage (: Aber ich krieg das schon hin , DANKE!

    #180873 hilfreich: 0
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    Cluhtu
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    Berichte dann, wies aussieht in ein, zwei Wochen ;D
    Viel Spaß, sofern möglich, und Erfolg :)

    #180874 hilfreich: 0
    ginandjuice
    ginandjuice
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    Heee! Gute Idee. Das mach ich so, thx. 1.6. geht´s lo!

    #180875 hilfreich: 0
    ginandjuice
    ginandjuice
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    erster Einkauf erledigt,

    zumeist tropische Früchte als Energielieferant (Banane, Mango, Kiwi, Ananas) und Proteinlieferanten (Matjes, Hack) – das sind dann auch zu 90% die beiden Lebensmittelgruppen aus denen sich meine Mahlzeiten zusammenbauen – Im Haushalt ist da noch mehr Fisch sowie Eier/Proteinpulver!

    Jetzt muss ich (ganz wichtig) eine Struktur schaffen, die mir genug häppchenweise Energie bietet. Dass es nicht immer die klassisch-traditionelle Mahlzeitenaufteilung sein muss (meinem Körper (und seinen "Schäden"), meinem Lifestyle mit deutlich mehr Bewegung entsprechend) ist mir immer wieder vor Augen geführt worden. Nicht durch meinen Verstand (cogito), sondern durch meinen Körper!

    Der Körper hat gesprochen!

    So als Mantra schwirrte (ursächlich) :Energiemangel => groooßer Teller gibt viel Energie usw. Das ist eines der Hauptprobleme gewesen. Aber es ist doch eher so dass es wie ein Treppchensystem und mehrere kleinere Portionen evtl. besser funktionieren, wenn die Organe nicht so funktionieren :

    Bei einer Gastritis (und andere Darmproblemen, ich erinnere daran Schäden an der Magenschleimhaut "Erosion")) macht es sehr viel Sinn, weniger zu essen, um nicht in ein Loch zu fallen (Verdauungsarbeit -> Zeit bis man wieder klar im Kopf wird), das ist schon ansatzweise ganz gut gestern und heute, nur gehört das Koffein stärker gestrichen, denn es verursacht momentan eher Stress (= Koffeinpause).

    Ich bin nicht unzufrieden mit dem "Start" , es ist aber natürlich ungewohnt (klar), und ich mache mir leichte Sorgen, wenn ich nur einen Proteinshake mit einer Banane als schnelle Mahlzeit zu mir nehme (mit dem Ziel von klaren Fokus) – denn Insulinsignal/Sättigung ist vermutlich etwas gestört, keine Ahnung, oder es ist normal dass die Sättigung länger auf sich warten lässt.

    Bei mir ca. 1/2 Std. Eine kritische halbe Stunde.

    VG

    #180876 hilfreich: 0
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    Cleo
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    Zitat von ginandjuice im Beitrag #14


    [oder es ist normal dass die Sättigung länger auf sich warten lässt.

    Bei mir ca. 1/2 Std. Eine kritische halbe Stunde.


    Wann fängst Du denn an zu Essen? Erst, wenn Du sehr hungrig bist? Ich mache momentan sehr gute Erfahrungen damit, dass ich einen Happen (= 1 Ei) esse ca. 15-20 Minuten, bevor die eigentliche Mahlzeit ansteht. Das dämpft alle negativen Effekte spürbar.

    Interessant finde ich, dass Du beschreibst, dass Du klarer im Kopf bist, wenn Du weniger isst, weil ich diese Erfahrung ebenfalls kenne und nochmal extrem deutlicher spüre, seitdem ich OMAD praktiziere. Interessanterweise habe ich auch weniger Histaminprobleme durch OMAD, obwohl ich im Grunde das selbe esse.

    Koffeeinverzicht habe ich gerade hinter mir (bald 2 Monate) und ja, das war anstrengend (tagelange Dauermigräne). Morgens habe ich etwas L-Tyrosin genommen, verteilt auf 2 kleinere Dosen, zeitlich versetzt, um Energie zu haben. Das Nachmittags-Energieloch ist seit ein paar Tagen einfach so verschwunden.

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