Vitamin K2 cannot substitute Coenzyme Q10 as electron carrier in the mitochondri

Dieses Thema enthält 3 Antworten und 2 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Chris Michalk Chris Michalk 17.10.2019 um 15:22.

Ansicht von 4 Beiträgen - 1 bis 4 (von insgesamt 4)
  • Autor
    Beiträge
  • #199190 hilfreich: 0
    Avatar
    Fichtennadel
    Teilnehmer
    5 pts
    Beiträge: 18

    Moin!

     

    Edubily hatte einst in einem Artikel die Fähigkeit von Vit K herausgestellt, als Elektronentransporter an Stelle von Q10 fungieren zu können. (https://edubily.de/vitamine/vitamin-k2-mitochondrien-booster/). Das wurde dort hauptsächlich an Fliegen und derlei Getier getestet.

     

    Eine neuere Arbeit zeigt auf, dass das in Säugetieren wohl nicht funktioniert, Coenzym Co4 allerdings gut geeignet sei:

     

    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6484000/

     

     

    Coenzyme Q<sub>10</sub> (CoQ<sub>10</sub>) deficiencies are a group of heterogeneous conditions that respond to ubiquinone administration if treated soon after the onset of symptoms. However, this treatment is only partially effective due to its poor bioavailability. We tested whether vitamin K2, which was reported to act as a mitochondrial electron carrier in D. melanogaster, could mimic ubiquinone function in human CoQ<sub>10</sub> deficient cell lines, and in yeast carrying mutations in genes required for coenzyme Q<sub>6</sub> (CoQ<sub>6</sub>) biosynthesis. We found that vitamin K2, despite entering into mitochondria, restored neither electron flow in the respiratory chain, nor ATP synthesis. Conversely, coenzyme Q<sub>4</sub> (CoQ<sub>4</sub>), an analog of CoQ<sub>10</sub> with a shorter isoprenoid side chain, could efficiently substitute its function. Given its better solubility, CoQ<sub>4</sub> could represent an alternative to CoQ<sub>10</sub> in patients with both primary and secondary CoQ<sub>10</sub> deficiencies.

     

    #199201 hilfreich: 0
    Chris Michalk
    Chris Michalk
    Verwalter
    34 pts
    Beiträge: 2477

    Jap, das ist eine wirklich gut gemachte Studie, die ich natürlich auch kenne 🙂

     

    Jetzt steht in gewisser Weise aber Aussage gegen Aussage, denn Drosophila-Zellen sind ja auch eukaryotische Zellen. Und dass ausgerechnet Drosophila-Zellen mit K2 arbeiten können und alle anderen nicht, halte ich für zu weit hergeholt, auch wenn dieses Experiment es nahelegen würde.

     

    Ich gehe eher davon aus, dass es in-vivo, also im lebenden Organismus selbst, Effekte gibt, die man nicht oder nur bedingt anhand von Zellkulturen beobachten kann. So findet ja z. B. schon eine Umwandlung von Vitamin K (im Allgemeinen) im Darm statt, wo die Seitenkette abgehackt wird (es ist dann Vitamin K3), wobei es im weiteren Verlauf wieder zu anderen K-Formen umgebaut wird. Zudem steht immer noch die Frage im Raum, warum K2 die prinzipielle K-Form ist, die man in Geweben von Tieren findet, und nicht etwa K1.

     

     

     

    #199451 hilfreich: 1
    Avatar
    Fichtennadel
    Teilnehmer
    5 pts
    Beiträge: 18

    Chris (edubily) schrieb: 

     

    Ich gehe eher davon aus, dass es in-vivo, also im lebenden Organismus selbst, Effekte gibt, die man nicht oder nur bedingt anhand von Zellkulturen beobachten kann. So findet ja z. B. schon eine Umwandlung von Vitamin K (im Allgemeinen) im Darm statt, wo die Seitenkette abgehackt wird (es ist dann Vitamin K3), wobei es im weiteren Verlauf wieder zu anderen K-Formen umgebaut wird. Zudem steht immer noch die Frage im Raum, warum K2 die prinzipielle K-Form ist, die man in Geweben von Tieren findet, und nicht etwa K1.

     

     

     

     

     

    Ersteres halte ich auch für wahrscheinlich.

     

    Bzgl. der Seitenketten und der K1/K2-Fragen kann ich noch diesen Link empfehlen:

    https://raypeatforum.com/community/threads/gonadin-liquid-steroid-optimizer-for-lab-r-d.15620/

     

    Bzw. den Eingangspost/OP.

    In diesem RP-Forum vertickt der OP-Verfasser auch selbst zusemmengebraute „Research“-Produkte, und auch hier gehts darum – aber mir nicht. Sondern um die von ihm beigefügten Studien und Zitate daraus. Da geht es nämlich um die MK4-Seitenkette Gernylgernaiol, das offenbar positive Effekt bzgl. Steroidgenese in Ratten-Trstikeln und anderen Zellen.

     

    Dann geht noch um Phytol, dass eine ähnliche Substanz sei. Phytol ist Bestandteil von Chlorophyll und kann als Substrat zur Vit-E und K-Synthese benutzt werden. Auch das hat anscheinend tolle Effekt auf Steroidgenese und hat auch Aromatasehemmer-Eigenschaften.

     

    K2/MK4-ERgänzung soll die gleichen Effekte wie Geranylgeraniol zeitigen (eben durch Abspaltung der Kette), K1 allerdings keinerlei solche Effekte. Da komme ich dann nicht ganz mit. Die Seitenkette von K1 ist Phytyl aber das weist offenbar nicht die Eigenschaften wie Phytol auf, wohl deshalb:

     

    Phytene is also found as the functional group phytyl in many organic molecules of biological importance such as chlorophyll, tocopherol (vitamin E), and phylloquinone (vitamin K<sub>1</sub>). Phytene’s corresponding alcohol is phytol

     

    Phytene ist nunmal nicht Phytol. Vlt. können Tiere mit dieser K1-Seitenkette einfach „nichts anfangen“. Spannendes Feld, gerade auch was die physiologische Bedeutung der längeren K2-Moleküle angeht, über die man ja auch nocht nicht viel weiß.

     

     

    Avatar
    #199498 hilfreich: 1
    Chris Michalk
    Chris Michalk
    Verwalter
    34 pts
    Beiträge: 2477

    Wow, cool, sehr bereichernder Thread hier. Den Link schaue ich mir nachher mal genauer an, grade überflogen, crazy gut recherchiert von dem Typen auf jeden Fall. Danke dir.

    Avatar
Ansicht von 4 Beiträgen - 1 bis 4 (von insgesamt 4)

Sei müssen angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.