Vitamin D Test / auffüllen + erhalten / Sommer?

Dieses Thema enthält 16 Antworten und 8 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Avatar ChristineH 20.03.2019 um 19:24.

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    Tobi90
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    Moin Moin,

    habe mal den Lykon Vitamin D Test gemacht und Stand Ende Februar einen Wert von 18 ng/ml -> wie zu erwarten. Mein Ziel ist nun 45 ng/ml.

    Nehme jetzt seit ein paar Tagen knapp 10.000 IU (edu Tropfen, DAS MULTI, LEF VIt D Kapseln sowie Oatly Hafermilch) und möchte das 4 Wochen / 28 Tage so beibehalten.

    Laut Vitamin D-Rechner müsste ich dann Ende März so auf etwa 40 ng/ml aufgefüllt haben.

    Als Erhaltungsdosis schwebt mir knapp 3.500 IU vor (edu Tropfen, DAS MULTI, Oatly), womit ich auf 45 ng/ml kommen bzw. diese halten können sollte (65 kg Körpergewicht).

    Allerdings steht jetzt dann ja ja bereits der Sommer vor der Tür bzw. die Monate, in denen Vit D auch selbst gebildet werden kann.

    Meine Fragen:

    1. Kann man so auffüllen oder spricht was dagegen? Möchte ungern mehr als 10k IU und auch nicht länger als 4 Wochen nehmen. K2 nehme ich durch Das Multi und die Tropfen zu mir, Calcium durch Oatly und moderaten Konsum von Ziegen- und Schafskäseprodukte (Feta, Pecorino, Ziegenfrischkäse) sowie Brokkoli/Spinat. Magnesium wird supplementiert (250-400mg aus edu Pulver, ZMA/Citrat).

    2. Wie würdet ihr das im Sommer machen? Ich möchte ja nicht zu Hohe Spiegel anpeilen und würde sagen, die 800 IU aus dem Multi sowie 100-200 aus Oatly + fetten Seefisch wären im Sommer bei vorher gefüllten Speichern adäquat. Aber ab wann reduziere ich auf die Sommerdosis? Anfang Mai bis Ende September?

    3. Ich würde gerne noch 2-3 mal nachmessen um zu schauen, ob meine berechneten Schätzwerte in etwa hinkommen. Am besten nach den 4 Wochen eine Woche absetzen und dann Messen oder? Das nächste mal würde ich dann nach dem Sommer vor dem erneuten Auffüllen bzw. wechseln auf die Winterdosis (3.500 IU) machen, also Ende September dann vermutlich, und dann wahrscheinlich wieder im Januar um zu schauen was 3 Monate 3.500 IU nach dem Sommer gebracht haben. Dann hätte ich für die Zukunft Richtwerte und muss nicht mehr so oft messen. Würdet ihr das anders machen?

    LG
    Tobi

    #180175 (0)
    jfi
    jfi
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    Meine erste Frage an dich ist, wieso peilst du so einen niedrigen Wert an?

    Denn 45 ng/ml ist ja nur gerade so im Referenzbereich und m.E.n. noch ein ganzes Stück weg von einem "otimalen" Blutspiegel.
    Ich würde eher versuchen 60ng/ml zu erreichen und das dann zu halten, da ich 80ng/ml für etwas hoch halte, obwohl Dr. Holick und Dr. von Helden das wohl so empfehlen AFAIR.

    Ansonsten kann ich an deinem Vorgehen nichts aussetzen, aber ich würde im Sommer mindestens eine Dosis von 4.000 IE fahren zur Erhaltung weil du garantiert nicht jeden Tag Mittagssonne bekommst, oder arbeitest du im Freien/Freibad/am Strand?

    LG Jens

    #180176 (0)
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    Tobi90
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    Naja, so ganz grob kann man ja zwischen 40-80 von gut/optimal sprechen. Über alles weitere lässt sich streiten und da gehen die Empfehlungen ja auch auseinander. Beim Vit D-Rechner steht, dass traditionell lebende afrikanische Völker einen Wert von 45 besitzen. An anderer Stelle hat Chris z. B. auch eher in Richtung 60 tendiert. Deshalb wollte ich – zumindest erstmal – ein moderates Level anpeilen. Zudem kam hier schonmal auf – ich glaube auch von Chris -, dass fraglich ist, ob ein ganzjährig (sehr) hoher Spiegel überhaupt "natürlich" und physiologisch ist (60 ng/ml auch im Winter dauerhaft?). Persönlich halte ich also einen Wert von dauerhaft 40-60 ng/ml für sinnvoll.

    Zitat von jfi im Beitrag #2


    Ansonsten kann ich an deinem Vorgehen nichts aussetzen, aber ich würde im Sommer mindestens eine Dosis von 4.000 IE fahren zur Erhaltung weil du garantiert nicht jeden Tag Mittagssonne bekommst, oder arbeitest du im Freien/Freibad/am Strand?


    Nicht wirklich, eher normaler innen-Alltag, allerdings versuche ich schon in der Mittagspause die Mittagssonne mitzunehmen sowie am Wochenende. 4.000 wäre ja meine Erhaltungsdosis für 50 ng/ml GANZ ohne Eigensynthese (Winter). Aber dafür habe ich ja nachgefragt… ist wirklich schwer einzuschätzen wie viel man dann selbst bildet. Die Messergebnisse werden dann wohl für Klarheit sorgen, aber vielleicht erhöhe ich dann doch auf 2.000 IU im Sommer. Weitere Meinungen?

    #180177 (0)
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    Brynhildr
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    Hi Tobi,
    Ich habe das so ähnlich probiert, dabei zweimal im Jahr nachgemessen.
    Du hast übersehen, daß du keine Maschine bist, die sich dann perfekt nach der Aufsättigungstabelle verhalten wird. ;-)
    Das ist aber nicht schlimm, nachmessen wird dich deine Dosis anpassen lassen.
    Jedenfalls der Anfang ist gut geplant.

    Bei mir ging der Vitamin D wert anfangs gut rauf, bis über 30,mit 4000 i e täglich, mehrmals10 Tage lang die 10.000 am Tag, dann weiter die 4000 auch im Sommer, dann stagnierte es lange, egal ob Sonnen Exposition oder nicht.
    Und nun, nach ca 6 Jahren kletterte der Wert endlich nach und nach auf 70 hoch.

    Es scheint irgendwie mit Stress, Sport oder Entzündungen zusammen zu hängen, daß die Aufsättigung nicht wie geplant funktioniert hat, zumindest nicht so schnell ;-)

    Gutes gelingen!

    #180178 (0)
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    Tobi90
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    Ja, das Messen ist die Grundlage und darauf bin ich schon gespannt! 70 ist eh außerhalb meiner Zielregion ;)

    #180179 (0)
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    KingWing
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    Ich peile im Winter selbst einen Wert von 30-40ng/ml an. Wenn man bedenkt, dass Naturvölker und Strandwachen auch "nur" ca. bei 60ng/ml liegen, dann ist da für mich einfach die Grenze. Ohne K2 usw. haben Strandwachen durch den enormen Sonnenkonsum ja zum Teil auch Probleme. Naturvölker wahrscheinlich wegen weniger Kalziumkonsum weniger. Daher wird ja auch eher zur Supplementierung mit Magnesium geraten und weniger zu Calcium. Calcium wird ja gerade durch den höheren D3-Wert schon mehr aus der Nahrung aufgenommen, warum also zusätzlich nochmal ergänzen? Als Untergrenze habe ich mir 30ng/ml gesetzt, da darunter dann Calcium nicht mehr so gut aufgenommen wird.

    Im Sommer ist das natürlich eine individuelle Sache. Wie häufig geht man in die Sonne und vorallem zu welchen Zeiten und mit oder ohne Sonnencreame. Manche brauchen gar nichts und manche können das ganze Jahr durchgehen die gleiche Menge aufnehmen. Ich finde es auch natürlich in unseren Kreisen, wenn man im Winter weniger Vitamin D3 hat, als im Sommer.

    ->
    Ich nehme durchgehend ~3000IE bei 70kg. Am Ende des Sommers habe ich dann in etwa einen Wert von 55ng/ml und am Ende des Winters bin ich noch bei 35ng/ml. Finde den Bereich für mich genau richtig und bewege mich da zwischen den beiden Extremmeinungen. Die einen sagen man braucht gar nichts und die anderen wollen am liebsten einen Wert von 100ng/ml.

    #180180 (0)
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    Brynhildr
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    hi,
    eigentlich hatte ich keinen bestimmten Wert angepeilt, fand aber die anfangs (2013) gemessenen 22 ng/ml etwas niedrig.
    Mein Hausarzt wollte mich gar nicht unterstützen, erzählte mir, nur Heimbewohner müssten da etwas nehmen :(

    Meine Ziele, daß der Krebs nicht zurückkommt, (seit 2012),
    daß ich superwenig Infekte habe (kaum einer pro Jahr seitdem)
    und daß ich mich vor eventueller Osteoporose schütze,
    habe ich mit dem selbstständigen Kontrollieren lassen und selbst Auffüllen bisher erreicht.

    Welcher Wert dafür möglicherweise optimal wäre, keine Ahnung …. bisher klappt es.
    Grüßle!

    #180181 (0)
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    Tobi90
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    @KingWing:
    So ähnlich sehe ich das nämlich auch. Ich denke ich werde im Sommer dann erstmal auf 2000 gehen und dann schauen, was die Messungen bringen!

    @brynhildr:
    Das ist natürlich eine ganz andere Situation! Dann drücke ich die Daumen, dass Du weiterhin so gesund bleibst :) Aber ich glaube man sollte bei dauerhaft höheren Dosierungen den Calcium-Konsum (nicht zu wenig aber vor allem auch nicht zu viel) sowie natürlich K2 besonders im Blick haben.

    #180182 (0)
    jfi
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    Zitat von KingWing im Beitrag #6


    Naturvölker und Strandwachen auch "nur" ca. bei 60ng/ml liegen, dann ist da für mich einfach die Grenze


    Also dafür würde ich gerne mal eine Quelle sehen, denn die Massai (die ja schwarz wie die Nacht sind und daher eine geringere Synthese haben als hellhäutige Europäer) haben angeblich ca 80 ng/ml (hatte glaube ich Chris mal irgendwo geschrieben) und die Rettungsschwimmer in Florida kommen auf 120 ng/ml im Schnitt.

    Ich will damit nicht sagen, dass diese Werte das Nonplusultra sind, aber zu sagen dass bei 60 ng/ml die Grenze ist, ist da doch ein bisschen zu kurz gesprungen.

    LG Jens

    #180183 (0)
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    KingWing
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    Die Quellen (in Klammern) findest du unter dem Artikel:

    Gruppe Vitamin-D-Spiegel in ng/ml
    Jugendliche Hawaii (16) 31
    Sonnenbader USA (7) 34
    Sengerema (22) 42
    Hadzabe (8) 44
    Massai (8) 48
    Bauarbeiter USA (9) 48
    Südafrikanische Kinder (10) 49
    Farmer Puerto Rico (11) 54
    Strandwachen Israel (12) 59
    Strandwachen USA (13) 65
    https://www.vitamind.net/spiegel/

    Wobei die Frage ist, ob der Wert einer Strandwache überhaupt erstrebenswert ist. Möglicherweise gibt es auch irgendwo eine Ausnahme mit 80ng/ml, weil der Körper nicht noch schwärzer werden kann. Ein Extrem muss aber noch lange nicht das Optimum sein.

    #180184 (0)
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    Tommy
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    120ng für Rettungsschwimmer in Florida scheint mir auch etwas arg hoch zu sein.

    #180185 (0)
    jfi
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    http://www.drstrunz.de/aktuelles/2018/04/20180416_Nicht_therapierbar.php

    Ich hab das von dort, kann zu der Quelle von Doc Strunz nichts sagen weil er sie nicht angibt, aber der ist ja eigentlich nicht dafür bekannt kompletten Schwachsinn zu verzapfen.

    LG Jens

    #180186 (0)
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    wmuees
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    Ich habe trotz intensiver Suche kein Paper zu den Rettungsschwimmern in Florida gefunden, den mit 120ng/ml.

    Allerdings gibt es ein Paper über Rettungsschwimmer in Israel, und die hatten 59ng/ml +/- 42.
    Und die waren aufgefallen, weil sie 20 mal mehr Nierensteine hatten als der Rest der Bevölkerung.
    https://link.springer.com/chapter/10.100…-4615-9167-2_51

    #180187 (0)
    Phil Böhm
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    In dem Zusammenhang auch bemerkenswert, dass viele Profis zu der Empfehlung kommen: Mindestens einen Wert von 100 ng/ml zu haben.
    Ich vermute ja, dass sich da über die Jahre einfach ein Fehler bei den Einheiten eingeschlichen hat. Wahrscheinlich war ursprünglich die Rede von mindestens 100 nmol/L was auch unseren 40 ng/ml entspricht. Wie das im Internet aber so ist, wurde der Fehler wohl einmal übernommen und immer und immer wieder verbreitet.

    #180188 (0)
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    KingWing
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    Das war in der Tat auch meine Vermutung, gerade auf Youtube usw. sieht man häufig Leute, die völlig ohne Bedenken ein Wert von 100ng/ml empfehlen und dabei erzählen wie toll es ihnen geht. Langzeitfolgen (z.B.) Nierensteine oder wie genau alles (Magnesium, Kalzium, K2, D3…) zusammenspielt wissen die meisten nicht. Denke daher auch das man mit einem Wert um die 40 erstmal nicht viel verkehrt macht und dann sollte man auf neue Forschung/Studien hoffen. Wir wissen ja auch längst noch nicht alles.

    Perfide wird es, wenn Leute mit größeren Problemen nach dem letzten Strohhalm greifen und verständlicherweise auch alles ausprobieren, weil Wunderwirkung XYZ erst bei einem Wert von 100ng/ml bei Person A eingetreten ist.

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