Vertiefung von Buchinhalten

Dieses Thema enthält 104 Antworten und 28 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Avatar Squatosaurus 28.07.2015 um 07:05.

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  • #87637 (0)
    Chris Michalk
    Chris Michalk
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    Da ich denke, dass schon einige das Buch gelesen haben, würde es mich freuen, wenn wir Inhalte vertiefend besprechen könnten und würden.

    Dazu hier schon mal ein Bild, das ich auch in die Facebook-Gruppe gepostet habe. Was meint ihr? Was denkt ihr? Habt ihr Fragen?

    Dieser Bild existiert nicht

    Wichtig ist mir: Alles ist gewebespezifisch – das heißt, dass man sehr wohl periphere mTOR-Aktivität haben könnte (Muskeln), bei gleichzeitiger AMPK-Aktivität der Leber und des Gehirns. Problematisch wird es, wenn wir chronische Effekte haben und das auch verteilt auf diverse Gewebetypen.

    Wichtig ist auch: Unser Ziel sollte es sein, immer mit beiden Enden des Spektrums "zu spielen", das Gleichgewicht nicht chronisch auf eine Seite zu verlagern.

    #97830 (0)
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    Animus
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    Ist das nicht mittlerweile Allgemeinwissen?

    Adele schrieb schon 2011 über die APMK Seesaw: http://suppversity.blogspot.de/2011/09/i…mittent_25.html

    #97831 (0)
    Chris Michalk
    Chris Michalk
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    Allgemeinwissen definiere ich anders. Adel ist der einzige in der Blogosphäre, der das auch ausgiebig thematisiert hat. Leider auf Englisch. Ich kenne keine deutsprachige Quelle. Und: "Das Handbuch" ist ein Grundlagenbuch, kein Buch für Biochemie-Experten, wenngleich ich der Meinung bin, dass viele Inhalte noch nicht vertraut sind.

    Im Übrigen hat Adel keine Schlüsse daraus gezogen oder Dinge abgeleitet.

    #97832 (0)
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    Ich habe mir die Graphik heute nochmal angeschaut und ich finde, dass sie überhaupt nicht passt.

    AMPK hat nichts mit "reiner Fettverbrennung zu tun". mTOR-Expression ebenso nichts mit "reiner KH-Ernährung".
    Ebenso Ketose/Low Carb bei AMPK einzuordnen ist wahrscheinlich falsch.

    AMPK wird primär über den Energielevel in der Zelle d.h. den AMP/ATP-Verhältnis, aktiviert. Das kann man mit Fett oder auch mit KH erreichen.
    Die Kalorienrestriktion muss nur noch genug sein.

    Den Pfeil Mitochondrien und "Muskel-Proteinsynthese" versteh ich nicht. mTOR-Expression wird zwar mit Proteinsynthese in Verbindung gebracht.
    Mitochondrien sind hoffentlich immer da und davon möglichst viele.

    Warum ordnest Du Lance Armstrong Richtung AMPK ein? Ohne regelmäßige, wahrscheinlich sogar sehr häufige MTOR-Expression hatte er sicher keine Höchstleistung erzielt.

    #97833 (0)
    Chris Michalk
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    #97834 (0)
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    Hugo Dauerstraff
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    Vorhins las ich folgenden Abschnitt in deinem Buch:

    Zitat


    Aber das wirklich Entscheidende ist, dass Magnesium an jeder (!) Reaktion beteiligt ist, die mit Ihrer Energie (= ATP) zu tun hat. Bei der Entstehung, Speicherung und Nutzung von ATP (Pasternak, 2010). Wussten Sie das? Ich glaube ja, dass das der eigentliche Grund für Ihre Krämpfe ist.
    Denn hatten Sie mal eine Myogelose? Eine unfassbar schmerzhafte Muskelverhärtung? Am Rücken? Dort finden wir auch zu wenig ATP. Kein Wunder.


    Und gerade eben sah ich eine Dokumentation über Gerichtsmedizin. Aussage:

    "Der Eintritt der Totenstarre folgt einem bestimmten zeitlichen Muster. Der Körper wird steif weil ATP fehlt, der chemische Energieträger, der die Muskelkontraktion ermöglicht. Wenn der Körper aufhört zu atmen, wird kein ATP mehr produziert und der Körper versteift nach einem bestimmten zeitlichen Muster. Die Totenstarre setzt nach drei Stunden ein, nach zwölf Stunden erfasst sie den ganzen Körper."

    Das unterstützt gut deine Aussage im Buch: Krämpfe und Verhärtung sind somit nichts anderes als ein latenter ATP-Mangel. Absolute, dauerhafte ATP-Abstinenz ist dann der Tod. Passend dazu auch dein Spruch: viel ATP = viel Leben.

    #97835 (0)
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    Animus
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    Zitat von Chris (edubily) im Beitrag #5



    Übrigens: Die Grafik bezieht sich auf isokalorische Verhältnisse – dass die Welt anders aussieht bei hypokalorischen Verhältnissen … auch das bespreche ich, natürlich, im Buch.


    Hätte die entschiedene Information nicht in der Graphik oder wenigstens im Post stehen müssen?

    Ebenso fehlen in den meisten Argumenten bei Dir viele "wenn, dann"s.

    PGC-1a wird nicht nur durch AMPK reguliert, sondern auch durch viele andere Faktoren.
    (siehe z.B. Regulation of PGC-1a, a nodal regulator of mitochondrial biogenesis: http://ajcn.nutrition.org/content/early/…001917.full.pdf)

    #97836 (0)
    Chris Michalk
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    #97837 (0)
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    sandman
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    Hi Chris,

    Habe grade deine Hormonpassage gelesen, wo du die Sache mit Grüntee und reproduktiver Kapazität angezeigt wird.

    Vermutlich aufgrund DHT-Senkender Wirkung?

    Wie würdest du in diesem Zusammenhang Reishi-ExtraKt sehen, der ja aufgrund DHT-Senkender Wirkung auch gerne bei Prostatakrebs eingesetzt wird?

    #97838 (0)
    Chris Michalk
    Chris Michalk
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    Hallo Sandman,

    ich habe die genauen Auswirkungen nicht mehr im Kopf, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass es Hypophysen-Hormone (z. B. LH) zerschießt inklusive Testosteron. Von DHT – glaube ich – war nicht die Rede.

    LG, Chris

    Edit: Ich habe nachgeschaut. In der Tat hemmt Grüntee die Steroidogenese männlicher Geschlechtshormone im Hoden. Als Resultat steigt (!) LH sogar an, um zu kompensieren.

    Zitat


    A significant dose-dependent decrease in the sperm counts, inhibited activities of testicular delta(5)3beta-and 17beta-hydroxysteroid dehydrogenase (delta5-3beta3-HSD and 17beta3-HSD respectively) and decreased serum testosterone level were noticed. Significant increase in serum LH level was observed after moderate and high doses; serum FSH level also increased but not significantly. Histopathological examination showed inhibition of spermatogenesis evidenced by preferential loss of matured and elongated spermatids.


    #97839 (0)
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    sandman
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    Ok, dann hätte ich das falsch im Hinterkopf-vielen Dank!

    Ist dir denn irgendwas zu Reishi-Extrakt bekannt… Ob der ähnliche Auswirkungen wie Grüntee haben könnte?

    #97840 (0)
    Chris Michalk
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    #97841 (0)
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    sandman
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    Vielen Dank! Wie würdest du das im Bezug auf Testosteron und Reproduktion interpretieren? Für mich klingt das nach"man weiß es nicht soooo genau..kann sein, kann nicht sein"..oder liege ich da falsch?

    #97842 (0)
    Chris Michalk
    Chris Michalk
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    Na ja – es ist relativ oft so, dass etwas nicht konklusiv ist.

    Ich würde das so auslegen: Der Pilz hat womöglich keinen Einfluss auf Testosteron, womöglich aber auf andere Androgene, als Beispiel DHT. Es scheint DHT womöglich signifikant zu senken.

    #97843 (0)
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    sandman
    Beiträge: 120

    Vielen Dank Chris!

    Dann werde ich hier wohl über Blutwerte gehen müssen:-)

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