Venlafaxin Stoffwechselveränderungen

Dieses Thema enthält 9 Antworten und 4 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Avatar Mo 14.06.2018 um 08:26.

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  • #90726 hilfreich: 0
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    Deadpool
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    Ich nehme seit 4 Monaten Venlafaxin (Trevilor) 75mg retardiert und mir geht es eigentlich prima damit. Zu Beginn habe ich gleich ein paar Kilo abgenommen, mittlerweile habe ich ernste Appetitstörungen. Ich esse über Tage zu wenig, bekomme dann ergo Heißhungerattacken. Das wirkt sich weniger schlecht auf meine Statur aus, als auf meine Verfassung im Allgemeinen, hatte gehofft, durch das Medikament etwas mehr Routine in meinen Alltag bringen zu können.

    Die Sache mit den Körpertypen ist ja überholt, kann mich jetzt lexikalisch leider nur daran orientieren, dass ich quasi der Archetyp "mesomorph" bin, nehme täglich über meinem Verbrauch zu mir und baue so trotz gegen null gehender Bewegung Muskeln auf, wenn ich aber für ein oder zwei Tage zu wenig esse, merke ich sofort (meine ich jedenfalls) wie ich schwabbliger werde. Habe auch einfach nicht die Disziplin bzw. Möglichkeit dank Unstetigkeit im Umfeld, jeden Tag um 8:00, 13:00, 18:00 Uhr zu essen usw. (funktioniere auch deutlich besser, wenn ich keine langen Pausen zwischen den Mahlzeiten mache), außerdem habe ich (noch) nicht so viel Ahnung davon, was mein Körper wann wie braucht. Kann mir hier vielleicht irgendjemand Tipps geben, bzw. hat Erfahrungen mit ADs und körperlichen Veränderungen zu teilen? Würde mich freuen. LG

    #131209 hilfreich: 0
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    Mo
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    Warum nimmst du es?

    Was erhofft du dir davon?

    Wie lange willst du es nehmen?

    Wiegen die Vorteile, die Nebenwirkungen auf?

    ich würde es langsam absetzen und mir anderweitig Hilfe holen.
    Medikamente können nicht dein leben langfristig positiv verändern.

    das schaffst du, indem du dein denken und handeln verändert.

    #131210 hilfreich: 0
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    Deadpool
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    Danke für deine Antwort. Ich nehme es wegen meiner Depressionen und habe davon ein ganz grundlegend anderes Verständnis, als du – wo ich von Mutter Natur mit einigen obstacles gesegnet wurde, bin ich dankbar, dass es heute möglich ist, dagegen wirksam vorzugehen. Meiner Meinung nach können Medikamente, insofern verantwortungsvoll eingesetzt, ebenso gut dein Leben verändern, wie eine gute Ernährung – bei beidem spielen natürlich dutzende weitere Variablen im Lebensstil eine Rolle, trotzdem. Das ist eine Krankheit, die behandelbar ist!

    #131211 hilfreich: 0
    naklar!
    naklar!
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    Hey, da ich oben "gegen null gehende Bewegung " lese – wenn du es trotz deiner Krtankheit schaffst, irgendwie den Hintern hoch zu kriegen: Beweg`dich! Erstmal egal wie.Laufen Krafttraining, whatever….

    Die Antidepressiva sind letztendlich dazu da, um dir in der schwersten Zeit zu helfen. Die Therapie zu unterstützen und Eigeninitiative zu erleichtern. Bewegung ist ein sehr, sehr wichtiger Baustein.
    Denn Bewegung ist Leben. Und ein "ja zum Leben" ist das Signal, welches dein Körper deinem Geist geben kann.

    Sofern man Körper und Geist überhaupt trennen möchte ;-)

    Eric

    #131212 hilfreich: 0
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    Mo
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    Beiträge: 464

    du bist depressiv, weil du so denkst und ergo handelst.

    da helfen langfristig keine Medikamente.
    und kurzfristig verplemperst du zeit damit.

    bewege dich
    bewege dich
    bewege dich

    und erziehe dein Gehirn.
    es ist deine verantwortung.

    kannst aber auch alles sein lassen.
    und weiter zunehmen.
    und dich weniger bewegen.
    und alles auf die Depression schieben.

    was würde dich weiter bringen?

    #131213 hilfreich: 0
    naklar!
    naklar!
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    Beiträge: 1653

    Mo, bei aller Liebe…
    …das ist mir zu……wenig emphatisch, bzw. kommt schon fast etwas arrogant rüber.

    Sicher meinst du das nicht so und auch dein verkürzter Schreibstil trägt dazu bei – sollte einfach mal eine Rückmeldung sein.

    Gruß, Eric

    #131214 hilfreich: 0
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    Mo
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    Beiträge: 464

    eric, wenn ich keine Empathie hätte, würde ich mir die zeit zum schreiben nicht nehmen.

    eben weil ich weiß, wie wichtig es ist, mit dem Gehirn nicht zu spielen und wie wichtig es ist, wirklich zu leben und nicht zu leiden, schreibe ich.

    Medikamente für das Innenleben sind keine Lösung.
    nie.
    also für mich nicht.

    ich sage nicht, daß es einfach ist.
    aber dann weiß mann, was man geschafft hat.
    und das wiederum gibt kraft und Motivation.

    aber danke, daß du es ansprichst und ich es somit klarstellen kann.

    #131215 hilfreich: 0
    naklar!
    naklar!
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    Beiträge: 1653

    Suer reagiert, Mo !

    Ich denke halt jeder leidet anders, Depressionen sind unterschiedlich stark und Menschen verschieden.

    #131216 hilfreich: 0
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    Tommy
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    Beiträge: 1199

    Bei Depression würde ich auch immer an Eiweiß und die typischen Aminosäuren denken. Isst du (wirklich) genug Eiweiß? Kennst Du deinen Aminosäurenstatus oder ergänzt ggf sogar zb Tryptophan und/oder Tyrosin? Bei Aminos isoliert aber vorsichtig in Verbindung mit Antidepressiva. Arzt fragen ob die sich vertragen (Serotonin Syndrom)

    Depression und Biochemie ist genauso eng verknüpft wie Sport/Bewegung. Daher unbedingt auf beides achten.

    Ich zb merke es deutlich an Lust und Motivation wenn ich tagelang Eiweiß arm esse und mich vielleicht sogar dazu noch kaum bewege. Sicherlich weit weg von ner Depression aber mir geht der Drive flöten. Und das zeigt mit deutlich wie viel Einfluss Aminos auf meine Stimmung und allgemeine Verfassung haben.

    #131217 hilfreich: 0
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    Mo
    Teilnehmer
    5 pts
    Beiträge: 464

    tommy, sehr gut!

    gibt es blutwerte?

    gesamteiweiß
    zink
    selen
    fT3
    testosteron
    und wenn möglich: aminogramm

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