Tryptophan – Einnahmepause und Tyrosin

Dieses Thema enthält 3 Antworten und 2 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Kempi Kempi 14.08.2019 um 12:18.

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  • #191103
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    johnhunt
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    Hi liebe Community,

    ich habe mit der Supplementation von Tryptophan angefangen um meine Stimmung zu verbessern und begonnen mich noch etwas intensiver mit dem Thema auseinanderzusetzen. Nun würde ich gerne wissen ob ich das alles richtig verstanden habe und auch richtig umsetze.

    Durch diesen Artikel auf Strunz.com „https://www.strunz.com/de/news/tryptophan-aber-richtig.html“ wurde ich auf „https://tryptophan-supplementation.blogspot.com/“ aufmerksam. Bei „https://tryptophan-supplementation.blogspot.com/“ steht:

    „Es liegen Hinweise vor, dass sich die Synthese des Neurotransmitters Dopamin in analoger Weise zum Serotonin durch die Gabe der Vorläufersubstanz Tyrosin stimulieren lässt (Acworth et al. 1988, Rasmussen et al. 1983, Benedict et al. 1983, During et al. 1989, Fernstrom et al. 2007). Eine Möglichkeit dieses Ungleichgewicht zwischen Serotonin und Dopamin zu kompensieren, besteht demnach in der Gabe der Aminosäure Tryosin in den Einnahmepausen vom Tryptophan in einer Dosierung von täglich 20 mg/kg KG (Badawy et Williams 1982).“

    Nun plane ich immer ca. 6 Wochen Tryptophan zu nehmen und dann eine einwöchige Pause einzulegen in welcher ich 1,5 g Tyrosin täglich einnehme(M21, 176cm – 74kg schwer).

    Weitere Infos zur Einnahme:

    Ich nehme 3g Tryptophan morgens auf nüchternen Magen gemeinsam mit 6g edubily Darmflora-Komplex, 5g Creapure Kreatin Monohydrat und 12,5mg zink(halbe zink tablette, teile eine Tablette auf 2x auf). Die erste Mahlzeit esse ich 1 1/2 bis 1 3/4 Stunden danach. Empfohlen wird 2h plus danach aber mir fällt das sehr schwer so lange auf das Frühstück zu warten. Hat das schon signifikante Nachteile?

     

    Abends nehme ich neben ein paar anderen Supps auch noch Melatonin ein. In dem Artikel steht zu Melatonin u.A.:
    „. Da insbesondere hohe Dosen Melatonin den Schlaf-Wach-Rhythmus beeinflussen können, scheint die Kombination mit dem schlafanstoßenden Tryptophan als Dauermedikation ungeeignet zu sein.“

    Hier ist nur von der Tryptophan – Einnahme zur Schlafverbesserung die Rede – also zur Stimmungsverbesserung am Morgen ist das nicht relevant, richtig? Außerdem würde mich interessieren ob ich das Melatonin während der Einnahmepause problemlos weitergenommen werden kann.

     

     

    Sollte ich beim Koffeinkonsum noch etwas beachten, außer die Mahlzeitenempfehlungen. Sprich kann ich so ca. 2 1/2 Stunden nach der morgentlichen Tryptophan-einnahme zu Koffein greifen?

     

    #191159
    Kempi
    Kempi
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    Da du hier neu zu sein scheinst, ein Tipp vorweg: Achte immer darauf, ob dir die Sachen, die du einnimmst, auch gut tun. Wenn du von einer Sache viel nimmst, kann es immer zu einem Ungleichgewicht kommen.

     

    Tryptophan zum Beispiel hat mich – morgens eingenommen – immer müde gemacht und auch sonst hat es mir nie wirklich gut getan.

     

    Anstelle von Tyrosin kannst du dir überlegen vielleicht lieber DL-Phenylalanin zu nehmen. Wirkt meiner Meinung nach viel besser und auch bei relativ kleinen Dosierungen im Bereich von 500-700 mg. Daraus wird anschließend sowieso Tyrosin nach Bedarf gebildet.

     

    Mit Melatonin würde ich es auch nicht übertreiben, sonst fühlt man sich am nächsten Morgen ziemlich groggy. Das kann man mal nehmen, wenn’s sein muss. Das MIT hatte hierzu auch herausgefunden, dass nur Dosen im Bereich von 300 mcg nötig sind.

     

     

    #191166
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    johnhunt
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    Beiträge: 9

    Kempi schrieb:Da du hier neu zu sein scheinst, ein Tipp vorweg: Achte immer darauf, ob dir die Sachen, die du einnimmst, auch gut tun. Wenn du von einer Sache viel nimmst, kann es immer zu einem Ungleichgewicht kommen.

    Danke für den Tipp. Etwas müde werde ich morgens schon auch mit Tryptophan aber es ist jetzt nicht so tragisch dass ich deswegen die Einnahme beenden würde. Nach etwas Zeit ist das dann weg.

    Melatonin nehme ich schon länger und es hilft mir sehr gut dabei schneller einzuschlafen, besser durchzuschlafen und auch generell eine bessere Schlafqualität zu haben. Dieses „groggy“ / angeschlagene Gefühl hatte ich hauptsächlich als ich mich an die richtige Dosierung herangetastet habe, das ist nämlich auf eine zu hohe Dosierung zurückzuführen.  Wenn man das hat dann hat man zu viel erwischt und sollte mit der Dosierung etwas runtergehen. Bei mir verbessert es auf jeden Fall, seit inzwischen glaub ich schon ca. ein halbes Jahr, den Schlaf und ich bin am nächsten Tag Fit. Ich bin bei einer Dosis von 2,5mg ca. 1 1/2 Stunden vor dem Schlafen. 300 mcg halte ich für sehr wenig und wie viel man benötigt ist denke ich auch sehr von Person zu Person unterschiedlich. Gelesen hab ich von Bereichen von 0,5mg – 5mg – manche scheinen also sehr viel zu benötigen.

    #191220
    Kempi
    Kempi
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    Beiträge: 20

    Das ist der Artikel vom MIT zur Dosierung: http://news.mit.edu/2001/melatonin-1017.

     

    johnhunt schrieb:300 mcg halte ich für sehr wenig und wie viel man benötigt ist denke ich auch sehr von Person zu Person unterschiedlich. Gelesen hab ich von Bereichen von 0,5mg – 5mg – manche scheinen also sehr viel zu benötigen.

    Dass so hohe Dosen verkauft werden, kann einen einfachen Grund haben:

     

    „MIT was so excited about our research team’s melatonin-sleep connection discovery that they decided to patent the use of reasonable doses of melatonin—up to 1 mg—for promoting sleep.

     

    But they made a big mistake. They assumed that the FDA would want to regulate the hormone and its use as a sleep therapy. They also thought the FDA wouldn’t allow companies to sell melatonin in doses 3-times, 10-times, even 15-times more than what’s necessary to promote sound sleep.

    Much to MIT’s surprise, however, the FDA took a pass on melatonin. At that time, the FDA was focusing on other issues, like nicotine addiction, and they may have felt they had bigger fish to fry.

     

    Also, the FDA knew that the research on melatonin showed it to be non-toxic, even at extremely high doses, so they probably weren’t too worried about how consumers might use it. In the end, and as a way of getting melatonin on to the market, the FDA chose to label it a dietary supplement, which does not require FDA regulation. Clearly, this was wrong because melatonin is a hormone, not a dietary supplement.

     

    Quickly, supplement manufacturers saw the huge potential in selling melatonin to promote good sleep. After all, millions of Americans struggled to get to sleep and stay asleep, and were desperate for safe alternatives to anti-anxiety medicines and sleeping pills that rarely worked well and came with plenty of side effects.

     

    Also, manufacturers must have realized that they could avoid paying royalties to MIT for melatonin doses over the 1 mg measure. So, they produced doses of 3 mg, 5 mg, 10 mg and more! Their thinking–like so much else in our American society–was likely, “bigger is better!” But, they couldn’t be more wrong.“

     

    Quelle: https://slatestarcodex.com/2018/07/12/did-a-melatonin-patent-inspire-current-dose-confusion/

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