(Suche HILFE) Langzeitschaden im Gehirn nach Festivalbesuch

Dieses Thema enthält 5 Antworten und 5 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Avatar helga666 27.09.2019 um 23:33.

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    frankysoprano
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    Hallo zusammen,

     

    ich wollte hier in Form eines Beitrages einmal nach Hilfe für einen sehr guten Freund von mir suchen.

    Da hier viele kluge Köpfe sind die sich mit dem Körper auseinandersetzen, dachte ich, probiere ich es einmal.

     

    Ein sehr guter Freund war vor 7 Jahren auf einem Festival und hat dort wohl zuviel MDMA genommen und sein Leben ist seitdem nicht mehr das Gleiche. (An dieser Stelle bitte keine Diskussion dass es schlecht ist Drogen zu nehmen, das ist mir bewusst und dass sieht mein Freund mittlerweile auch so)

    Er hat dieses Jahr sein Medizin Studium absolviert und sitzt an seiner Doktorarbeit.

     

    Er kann seitdem keine laute Musik mehr hören und kann seinen Körper nicht zuviel belasten.

    Er geht zum Beispiel seit 7 Jahren täglich für 20 Minuten laufen und macht ein paar Übungen, weil er merkt dass es ihm sehr gut geht.

    Sobald er aber einen längeren Lauf (z.B. 7 km) macht, ist er danach total im Arsch.

    Sauna Besuche z.B. gehen auch nicht mehr, es ist nur leider sehr schwer das Gefühl zu beschreiben.

    Er sagt es fühlt sich an, als ob die Leitungen / Nervenbahnen im Gehirn anfangen zu zittern / wackelig werden.

     

    Er kann z.B. auch kein Krafttraining mit viel Gewichten machen.

     

    Für mich klingt das ein wenig so, als ob das zentrale Nervensystem evtl. überreizt ist und sich nie wieder richtig erholt hat.

     

    Ich weiss es ist alles sehr grob und schwer zu fassen und dazu ist die Wahrscheinlichkeit wohl gering dass hier genau dazu was sagen kann, ich will es aber trotzdem probieren.

     

    Hat irgendjemand IRGENDWELCHE tipps zu der Thematik, Lebensmittel / NEMs die da helfen können? Sachen die man meiden sollte? Andere Aktivitäten die fördern könnten? Irgendwelche Stichwörter damit man selber weiter recherchieren kann? Hinweise oder sonstiges?

     

    Vielen Dank im Voraus und beste Grüße

    Franky

    #197077 hilfreich: 0
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    BaneAI
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    Beiträge: 11

    Sowas ähnliches hab ich bisher nur von LSD gehört und das nur nach sehr hohen Dosen. Dabei wird der Daumen angefeuchtet und in kristallines LSD gedrückt, was vermutlich die zehnfache Dosis ist, die Albert Hoffmann damals getestet hat.

    Die Leute berichten, dass sie auch nüchtern in den Augenwinkel die LSD typischen Halluzinationen haben.

     

    Bzgl Emma sind mir bisher nur extreme Depressionen für Tage bzw Wochen nach dem Trip bekannt (klar, wenn sämtliches Serotonin und Co auf einmal ausgeschüttet wird).

     

    Das ist mMn auf jeden Fall was für einen kompetenten Arzt. Mittlerweile gibt es ja kaum noch reines mdma, wer weiß, was da mit untergemischt wurde. Das sollte sich jemand anschauen, damit ist nicht zu spaßen

    #197086 hilfreich: 0
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    wmuees
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    Beiträge: 809

    Das ist natürlich schwer, hier etwas zu raten, weil das eigentliche Problem nicht genau bekannt ist.

     

    Soweit ich weiß, kann man heutzutage in der Neurologie die Funktion der Nerven nachmessen.

    Das würde ich für angebracht halten. Allerdings betrifft das nur die Weiterleitung und nicht die Funktion des Gehirns.

     

    Abgesehen davon kann man versuchen, die heilende Wirkung von Vitamin D zu nutzen. Das betrifft vor allem

    die Isolatoren der Nervenbahnen. 2 Monate lang 20.000 iU Vitamin D3 pro Tag, dazu 2 x 50mg Vitamin B2, und 400mg

    Magnesium über den Tag verteilt. Wenn sich dann nichts getan hat, woanders suchen.

     

    #197087 hilfreich: 0
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    Teutonicus
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    Beiträge: 108

    Ein Dorn im Auge sind mir die 7 Jahre, was ein sehr langer Zeitraum ist, in dem der Körper normalerweise regeneriert. Ich befürchte fast, dass hier mit einfachen, harmlosen Interventionen nicht viel zu reißen ist, vor allem da er auch bereits regelmäßig Sport macht und sich nicht nach einem totalem Katastrophenfall in der Lebensführung anhört, wo alles chronisch verkehrt läuft.

     

    Wie alt war dein Freund zu dem Zeitpunkt? Je jünger jemand mit Drogen anfängt, desto beschissener, da ein sich entwickelndes junges Gehirn durch solche Eingriffe mit plastischen Veränderungen reagiert, die sich lebenslang manifestieren können. Dazu gibt es viele Studien. Beispielsweise hat man bei Erwachsenen, die in jungen Jahren Ritalin eingenommen haben, starke Unterschiede im Grund-Niveau von GABA und Dopamin festgestellt, trotz jahrelang zurückliegender Einnahme. Auch haben diese Personen viel intensiver auf die Droge reagiert, wenn sie dann wieder gegeben wurde – in etwa so als hätte das Gehirn die ganze Zeit darauf gewartet.

     

    Dein Compadre kann mal eine kleine Dosis MDMA nehmen und schauen, wie es ihm damit geht. Wenn es keinen Unterschied macht, hat es mit irgendeiner Art von permanenter Toleranz schonmal nichts zu tun und in der Richtung muss nicht mehr gesucht werden. Mein nächster Schritt wäre dann ein großes Blutbild mit optimaler Anpassung aller Mikronährstoffe und Hormone, falls Cholin, B-Vitamine und dergleichen chronisch erniedrigt waren, um die Reperatur anzustoßen. Auch gutes Gras kann eventuell über das Endocannabinoid System „hängengebliebene“ Feedback-Schleifen wieder normalisieren und regt zusätzlich die Bildung neuer Gehirnzellen über Neurogenese an. Außerdem gibt es noch weitere härtere Eingriffe, bei denen Strom durch das Gehirn geleitet wird, um einen Reset zu provozieren. Und erst wenn alles nichts hilft trotz Schlaf, Sport, nährstoffreicher Versorgung mit viel Innereien, grünem Gemüse, NEM und ausreichend Kalorien bei ausgewogenen Makros, wäre meiner Meinung nach die symptomatische Behandlung zu überlegen. Bei tatsächlich pathologischer Übererregung der Nerven helfen Antiepileptika oder Alphablocker.

    #197096 hilfreich: 0
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    frankysoprano
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    Beiträge: 29

    Danke für die Antworten bis jetzt! Das freut mich sehr.

     

    Mein Freund war zu dem Alter ungefähr 25. Er sagt es fühle sich halt nicht so an als ob es psychologisch ist, sondern eher physiologisch, also die Reize intensiver oder nicht richtig weitergeleitet werden. Ich dachte evtl. gibt es da bestimmte Stoffe in Lebensmitteln oder als NEM die die Weiterleitung der Reize etc. „geschmeidiger“ macht oder irgendetwas was das zentrale Nervensystem besser regenerieren lässt oder Ähnliches.

     

    Ich habe ihm alle Tipps hier einmal weitergeleitet und hoffe, dass er damit schon was anfangen kann.

    #197112 hilfreich: 0
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    helga666
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    Beiträge: 91

    Hallo!

    Wie Teutonicus schon ua. geraten – Blutbild machen lassen und nach dem Ausschlussverfahren abarbeiten. Ratschläge übers Internet sind halt so eine Sache, können aber vlt. für einen Anhaltspunkt gut sein. Da du Nerventhematik erwähnt hast ->

    frankysoprano schrieb: sondern eher physiologisch, also die Reize intensiver oder nicht richtig weitergeleitet werden. Ich dachte evtl. gibt es da bestimmte Stoffe in Lebensmitteln oder als NEM die die Weiterleitung der Reize etc. „geschmeidiger“ macht oder irgendetwas was das zentrale Nervensystem besser regenerieren lässt oder Ähnliches.

    Holo-TC mitbestimmen lassen bzw. Methlymalonsäure -> B12 Status. Bei den Standard B12 Serum Bluttets ist oft schon ein Mangel da bzw. es treten bereits neurlogische Symptome auf, obwohl es laut Laborreferenz (meist zwischen 200-400) noch „normal“ aussieht.

     

    Hab erst wegen familiär auftretenden neurologischen Symptomen recherchiert und konnte hier eine positive Auswirkung herauslesen bei Methylcobalamin und Acetyl-L-Carnitine.

     

    Methylcobalamin (MC), a methylated derivative of vitamin B<sub>12</sub>, has been suggested to be beneficial on alleviating neuropathic pain symptoms and on improving nerve conduction,

    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5009142/

     

    In der Studie gehts zwar um einen durch Diabetes induzierten Neuroschaden, jedoch scheint der positive Effekt durch b12 und ALCAR auf sämtliche neurologische Prozesse nicht abzustreiten zu sein.

     

    Alles Gute.

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