Studie: Fett vs. Kohlehydrate

Dieses Thema enthält 24 Antworten und 8 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Avatar hisairness 26.08.2015 um 10:08.

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    Axel
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    http://www.spektrum.de/news/schlank-ohne…mpaign=ZON_KOOP

    Eigentlich wenig überraschend. Fraglich bleibt aber, wie allgemein man das Ergebnis sehen darf angesichts der wenigen und speziellen Probanden.

    #110819 hilfreich: 0
    Chris (edubily)
    Chris (edubily)
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    Hey Axel,

    unsere letzten beiden Artikel behandelten das Thema.

    #110820 hilfreich: 0
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    H_D
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    http://www.leichtergesundleben.at/7-grue…ist-als-lowfat/

    Zitat


    Selbst das Model der Wissenschaftler sagt: eine gute LowCarb Diät (mit weniger Kohlenhydraten als in der Studie) würde zu mehr Körperfettverlust führen (siehe weiter oben). Damit wären beide Diäten wieder gleichauf und wir müssen die nachhaltigere (durchführbare) der beiden Diäten als Sieger küren.


    #110821 hilfreich: 0
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    naklar!
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    Um ehrlich zu sein:
    Würde ich jemanden beim Diäten beraten würde ich beide Varianten jeweils eine Zeit lang praktizieren lassen. Zum Einen ist die Diätvorliebe auch Typsache, zum Anderen ist Diäten doch vor allem auch eine Lernfrage in Sachen Makros.

    Tracke es, spare mal ein par Wochen das Eine, dann ein par Wochen das Andere.
    Und lerne, was wo drin ist.

    #110822 hilfreich: 0
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    H_D
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    Pauschal schwer zu sagen, aber um grob was zu empfehlen würde ich die Diätvariante vom KFA abhängig machen. Im Regelfall (!) hat jemand mit hohem KFA eine schlechtere IS – daher würde ich evtl. weniger oder gar keine Carbs essen und wenn der KFA geringer und damit die IS besser ist wieder vermehrt Carbs essen

    #110823 hilfreich: 0
    Chris (edubily)
    Chris (edubily)
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    Ging ja gar nicht um Low-Carb vs. Low-Fat …

    #110824 hilfreich: 0
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    sfast
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    imho haben die den Zweck ihrer Studie verfehlt, weil die es nur geschafft haben das 24h Insulin zu trennen. Nüchterninsulin hat sich nicht wesentlich unterschieden. Für die These müsste man dauerhaft erhöhte Insulinwerte haben.

    #110825 hilfreich: 0
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    sfast
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    Außerdem:

    http://lowcarbuk.blogspot.co.uk/2015/08/…oss-on.html?m=1

    #110826 hilfreich: 0
    Chris (edubily)
    Chris (edubily)
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    die eigentliche frage, die ich mir ernsthaft stelle: wie krank ist diese internet-gemeinde eigentlich mittlerweile geworden?

    die reaktionen im internet zeigen, meiner meinung nach, ganz dramatisch, welche (glaubens-)züge das ganze angekommen hat.

    wir müssen heute (im zeitalter der mars-reisen) ernsthaft darüber diskutieren, ob man mit 350 g kohlenhydraten überhaupt (!) abnehmen kann, während sich zeitgleich tausende menschen damit abmühen, ihre low-carb-ernährung zu verteidigen.

    ich habe selten eine derart krasse reaktion auf eine studie erlebt. die getroffenen strampeln, als hätte man ihnen die lebensgrundlage entzogen.

    weiß nicht, ob das amusement darstellt oder ein ernsthaftes problem.

    #110827 hilfreich: 0
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    Vlad
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    Hi Chris,

    Zitat von Chris (edubily) im Beitrag #6


    Ging ja gar nicht um Low-Carb vs. Low-Fat …


    das interessiert, aber anscheinend, niemanden wirklich. Die einen sehen es als Beweis, dass Low Carb nicht funktioniert und die anderen sehen es als Verschwörung der Low-Fat-Front. In meiner Facebook-Timeline sah ich Beiträge von beiden Seiten. Die Menschen lesen häufig das, was sie lesen möchten.

    Ich habe einfach das Gefühl, dass dadurch, dass die klassischen Religionen nicht mehr den Stellenwert in der Gesellschaft haben, dass bei einigen Menschen dieses Vakuum die Ernährung erfüllt. Zu dieser Erkenntnis kam ich nach dem ich 2x versucht habe mit einer Gruppe Veganern zu diskutieren und das sehr rasch in derber Beleidigung von mir geendet hat. Ich spürte in beiden Fällen schon die Hitze des Scheiterhaufens.

    #110828 hilfreich: 0
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    naklar!
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    Sagen wir mal so:

    Es kommt darauf an, mit welchem Hintergrund man liest – ich habe schon immer an Kalorien geglaubt. Deshalb ist für mich die Hauptaussage der Studie eher nebensächlich. Als wenn jemand sagen würde. Ein Kreis ist…rund.
    Spannend fand ich dagegen den Aspekt, daß Hc / LF zunächst besster funktioniert – denn je weniger einen Glaubenskriege interessieren, desto mehr interessiert…was hinten bei rauskommt.

    #110829 hilfreich: 0
    Chris (edubily)
    Chris (edubily)
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    Beiträge: 2463

    Hi Vlad,

    du hast absolut recht. das ist eine sache, die mir so nie klar war, aber durch dieses einjährige blog-schreiben sticht nichts mehr ins auge als das: jeder liest, was er lesen möchte.

    Zitat


    denn je weniger einen Glaubenskriege interessieren, desto mehr interessiert…was hinten bei rauskommt.


    das stimmt schon. aber zum einen fehlt einem dann die „ernsthaftigkeit", um gleich zig-seitige aufsätze zu verfassen, die beweisen, wie schlecht die studie war, wie mies die wissenschaftler schlussfolgerten etc. und zum anderen ist man dann nicht mehr grün hinter den ohren, wenn man das homöostase-modell verstanden hat, ein gesunder organismus eben über ein breites spektrum hinweg gut arbeiten kann. die feinheiten, die jeder für sich selbst dann aus einer sache zieht (z. b. „ich fühle mich mit low-carb wohler") sind keine dinge, über die man sich streiten muss oder die man irgendwie rechtfertigen sollte oder müsste. denn butter bei die fische: nur, weil leute innerhalb von 6 tagen besser abnehmen mit carbs, heißt das nicht, dass man sein leben lang high carb essen muss oder sollte. ob eine ernährungsform von „haus aus" schlank macht oder nicht, sollte nicht das erste kriterium sein, wenn es um langfristige anwendung geht.
    aber unser größtes problem ist meistens nicht gesundheitszustand XY, sondern die 20 % körperfett.

    #110830 hilfreich: 0
    Marie
    Marie
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    Hallo zusammen!

    Ich lese hier sehr interessiert mit, da ich auch einiges bezüglich LC etc. ausprobiert habe.

    Nicht, weil ich abnehmen wollte, sondern weil sich das Modell recht vernünftig anhörte.

    Aus beruflichen Gründen lese ich viel Gesundheitsliteratur, da kommt einem dann einiges über den Weg.
    Einstieg in diese Thematik gab mir das Buch
    "Wie Übergewicht entsteht und wie man es wieder los wird" von Peter Mersch.

    Ich habe dann mal einen längeren Zeitraum ziemlich KH-arm gelebt.
    Mir tat das nicht gut, bin oft morgens mit Kopfdruck aufgewacht, nachdem ich abends nur Eiweiß und etwas Gemüse gegessen hatte.
    Abgenommen habe ich persönlich auch nicht.

    Ich finde es auch erschreckend, wie radikal viele an diese Themen drangehen und sehr intolerant anderen Einstellungen gegenüber sind.

    Die Religions-Ersatz-These sehe ich auch so.
    Es ist der Dreh-und Angelpunkt des Lebens vieler geworden.
    Statt zur Kirche wird in den Bioladen oder auf einen Biohof gepilgert.
    Das soll kein Witz sein, ich beobachte das tatsächlich so.

    Schlimm finde ich dann vor allem, wie es den Kindern aufgezwungen wird.
    Wie sollen sie lernen, auf sich und ihren Körper zu hören, ihn überhaupt kennen zu lernen???

    Aber solche Gesundheitsapostel gab es schon immer!
    In meiner Kindheit waren das Bircher-Benner und die Autoren im Reformhauskurier.
    Und natürlich Vegetariertum.
    Später dann Schnitzer usw.
    Mal sehen, was als nächstes kommt

    Ich finde es klasse, dass sich hier viele junge Menschen Gedanken über einen sinnvollen Ess-und Lebensstil machen.
    Das lässt hoffen!!!

    Danke!
    LG Marie

    #110831 hilfreich: 0
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    sfast
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    Ich würde gerne diese Studie debattieren und nicht die Unfähigkeit anderer diese Studie zu interpretieren. Falls jemand ein Interesse daran hat..

    1. Die Fattrap-Hypothese steht immer noch, weil die Studie es nicht geschafft hat, das Insulin dauerhaft zu erhöhen. In der Nacht war genug Zeit, dass bei gesunkenem Insulin Fett abgebaut werden konnte.
    2. Hier wurde gezeigt, dass mal wieder eine Kalorie eben nicht eine Kalorie ist. Entweder wir gehen nach dem Forschern und gucken uns den Titel an oder wir gucken uns die Männer an und stellen fest, dass da LowCarb sogar die Nase vorne hatte. (Nicht statistisch signifikant) Dafür hatte die LC-Carb Gruppe (nur die Männer) ein deutlich kleineres Defizit. (statistisch signifikant)

    #110832 hilfreich: 0
    Chris (edubily)
    Chris (edubily)
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    Beiträge: 2463

    1) Die Fattrap-Hypothese wird durch den RQ entkräftigt: Wenn der RQ tagsüber bei 0,85 liegt, dann weist das auf eine Mix-Oxidation hin (= es ist eine Mix-Oxidation) und da „nur" Kohlenhydrate gegessen wurden, würde man einen 1,0er RQ erwarten – ergo: Es wurde auch tagsüber Fett verbrannt. Woher das kommt, wenn nicht aus der Nahrung? Aus dem Speck.

    2) Interessant ist, dass die RC-Gruppe 2 kg Körpergewicht verliert, während die RF-Gruppe „nur" 1,25 kg verliert. Auch müsste man sich fragen, warum die RF-Gruppe 0,36 % KFA-Verlust zeigt vs. 0,164 % in der RC-Gruppe. Hatte die RF-Gruppe von Haus weniger Körperfett bzw. Körpergewicht? In der RF-Gruppen gab es auch „nur" 8 Teilnehmer im Vergleich zur RC-Gruppe. Impact? Vielleicht war der 9. und der 10. derjenige, der besonders viel Körperfett verloren hat. Who knows? Und selbst wenn: Sind diese Ergebnisse relevant in Anbetracht der Tatsache, dass die RF-Gruppe bei den Frauen ganz klar mehr Fettmasse verloren hat? Oder welche Schlüsse ziehen wir daraus?

    Denn: Der Fettmassen-Verlust (in kg) bei Männern in der RF-Gruppe = 95 % des Fettmassen-Verlustes bei Männern in der RC-Gruppe, bei Frauen aber verliert die RC-Gruppe lediglich 56 % so viel Fett (in kg) im Vgl. zur RF-Gruppe. Also nahezu doppelt so viel. „Statisch nicht signifikant", aber im wahren Leben dürfte es dann doch ein Unterschied sein, ob 500 g oder doch nur 250 g abnehme.

    Daraus folgt: Sollen wir uns jetzt die Frage stellen, ob RF besser geeignet ist für Frauen als RC?

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