Östradiol und Progesteron beim Mann erhöht

Dieses Thema enthält 25 Antworten und 11 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Avatar daluan80 01.06.2016 um 11:42.

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  • #108827 hilfreich: 0
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    wmuees
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    Du hast einen recht hohen Testosteronwert bei recht geringem Einsatz von LH.
    Das finde ich erst einmal positiv.

    Normalerweise wird Östrogen beim Mann aus den Fettzellen produziert. Hast Du denn viel Körperfett?
    Weiterhin wird die Östrogenproduktion hochgefahren, wenn der Körper _sehr_ viel Testosteron produziert.

    Hast Du denn Probleme mit dem Östrogen, als da wären:
    – keine Muskeln
    – wenig Bartwuchs
    – hohe Stimme
    also generell zu wenig maskulin?

    Ich würde auf jeden Fall meinen Arzt bitten, die Ursache für das Östrogen abzuklären. Ob z.B. ein Tumor vorhanden ist, der Östrogen produziert.

    Wenn das abgeklärt ist, und Östrogen verursacht Probleme bei Dir, würde ich einen Andrologen oder Endokrinologen bitten, die Aromatase zu hemmen.
    Anastrozol, 3 x 0,25mg die Woche. Leberwerte in den ersten 2 Monaten checken!
    Diese Dosierung reicht (zu viel davon wirst Du bereuen!), und in dieser Dosierung sind die Nebenwirkungen quasi nicht existent.
    Andere Aromatasehemmer sind für diesen Einsatzzweck nicht so gut geeignet (zu lange Halbwertszeit, zu starke Wirkung).

    #108828 hilfreich: 0
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    daluan80
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    Hi und Danke für die Rückmeldung!

    Dies ist zutreffend:
    – keine Muskeln(trotz Sport)
    – wenig Bartwuchs

    …aber schon immer eigentlich.

    Habe einen Knoten an der SD, aber inwieweit das eine Rolle spielen kann.
    Bin regelmäßig zur Kontrolle beim Endokrinologe, seit Jahren unverändert – also der Knoten.
    Das einzige was immer wieder geraten wird ist Vitamin D, nehme auch Dekristol 20k.
    Pflanzlich werde ich wohl bezüglich Aromastasehemmer wenig machen können.

    #108829 hilfreich: 0
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    wmuees
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    Geht mir genau wie Dir. Hatte Östrogen auch auf 120ng/ml.
    Und hat die Wirkung des Testosterons zunichte gemacht.

    Anastrozol ist beim Mann ein Off-Label-Use, musst Du also selbst bezahlen. Aber kein Problem, ist nicht teuer.
    Erkläre einfach Deinem Endokrinologen, er soll was gegen Dein zu hohes Östrogen tun! Das ist nicht normal, und muss korrigiert werden.

    Es gibt pflanzliche Mittel, die die Aromatase hemmen, sie sind aber nicht sehr potent und für eine Reduktion in diesem Maßstab nicht zu gebrauchen. Dein Zielwert sind 20-40ng/ml. Unter 10ng/ml beginnen die Östrogen-Mangelerscheinungen…

    #108830 hilfreich: 0
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    daluan80
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    Ich vermute dass ich diese Werte schon mein halbes Leben habe, E2 wurde zuvor eben noch nie geprüft.
    Merke ja auch jetzt keinen Unterschied zu vor bspw. 5 Jahren.
    Fakt ist aber das ich es abgestellt haben möchte.
    Mein Hausarzt würde mir das Verschreiben was du genannt hast. Wenn es der Endo nicht will, gehe ich über ihn.
    Im Anhang mal was von 2014.

    #108831 hilfreich: 0
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    wmuees
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    Bitte die Dosis beachten. Anastrolzol gibt es als Pillen mit 1mg. Die musst Du 4teln. Und dann 3 Stück von den 4teln über die Woche verteilt nehmen.
    Und bitte die Kontrolle der Leberwerte nicht unterlassen. 7% aller Menschen reagieren auf Anastrozol mit einer Erhöhung der Leberwerte. Dann ist es sinnvoll, den Wirkstoff zu wechseln, bevor man sich Probleme mit der Leber ins Haus holt. Wenn man es weiß und mit Bedacht vorgeht: kein Problem.

    #108832 hilfreich: 0
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    phL
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    Das hohe Östradiol kann schon (indirekt) durch die SD kommen.
    Sie hängt sehr stark im Regelkreis zusammen mit den Nebennieren. Die Produktion der SD-Hormone wird wohl auch durch die Cortisol-Ausschüttung beeinflusst.
    Eigentlich behandelt man – bevor man sich der SD annimmt – die Nebennieren, da dort meist die Ursache für SD-Erkrankungen zu suchen ist.
    Die Bereitstellung von Hormonen findet bei zu hoher Cortisolausschüttung schlicht nicht mehr oder nur sehr rudimentär statt, wodurch sich drastische Verschiebungen des hormonellen Umfeldes einstellen können. Dauerstress, also hohe Cortisolwerte, signalisierem dem Körper, dass man in ständiger Gefahr ist – da spielt das Überleben eben eine höhere Rolle als die Produktion von Hormonen.
    Hier würde ich noch versuchen zu intervenieren, bevor ich über die Einnahme von Medikamenten nachdenke.

    Deinen Vitamin D Wert würde ich testweise auch mal ein wenig nach oben bringen und schauen, ob es dadurch besser wird.
    An deinem fT4-Wert solltest du auch mal schrauben!

    Gruß
    Philip

    #108833 hilfreich: 0
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    daluan80
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    Vielen Dank für die qualifizierten Tipps!

    Mein behandelnder Arzt bspw.meint bezüglich den Werten, ich könne ja froh sein, fallen die Haare nicht so schnell aus :) und die Werte würden über den Tag hinaus sich ständig ändern – klar, auch mir verständlich, aber bestimmt nicht um 100%

    Im Anhang mal die aktuellen SD Werte vom Februar, soll Fisch essen, wegen dem Jodmangel :)

    #108834 hilfreich: 0
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    daluan80
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    Ich habe mit meinem Arzt bisher nicht erneut sprechen können, aber vielleicht wäre Exemestan AI1 im Vergleich zu Anastrolzol AI2 besser, da sich die Blutfette nicht erhöhen und LH/FSH sogar steigen sollen?

    #108835 hilfreich: 0
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    daluan80
    Beiträge: 8

    Mittlerweile hat mit der Arzt Anastrozol verschrieben und ich werde diese wie empfohlen über die Woche 3x je 0.25mg nehmen.

    Nun aber eine Frage hierzu im Bezug auf Wechselwirkungen mit NEM, welche ich zwischenzeitlich täglich nehme.

    Ist es von Vorteil, sinnlos, oder kann es sogar Probleme geben wenn ich diese NEMs weiterhin und zus.Anastrolzol nehme, Anastrolzol soll ja die Blutfette erhöhen ?

    – Indol 3 Carbinol
    – Zink 50mg
    – K1 + K2
    – L-Carnitin
    – L-Arginin
    – Granatapfel Extrakt
    – Dekristol (D3)

    (Dosierung jeweils in den üblich empfohlenen Mengen )

    Vielleicht auch eher ne Frage für den NEM Bereich.

    #108836 hilfreich: 0
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    wmuees
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    Exemestan ist ein irreversibler Hemmer, d.h. wenn der Rezeptor erst mal belegt ist, wird er nicht wieder freigegeben. Bis zur Zellerneuerung (in 6 Wochen oder so). Das ist sehr gut, wenn Du die Produktion komplett drosseln willst (Frauen mit Brustkrebs), aber ganz schlecht, wenn Du eine lineare Dosis/Wirkung-Beziehung anstrebst.

    Letrozol ist stärker als Anastrozol und hat eine längere Halbwertszeit. Also auch mehr zum kompletten Drosseln geeignet und nicht so gut zur Einstellung auf einen bestimmten Zielwert. Aber wenn Anastrozol bei mir die Leberwerte verschlechtern würde, dann würde ich Letrozol probieren.

    Zu den von Dir angesprochenen Nebenwirkungen von Anstrozol: davon wirst Du bei dieser "Mini-Dosis" (im Vergleich zum Einsatz bei Brustkrebs) nichts merken.

    #108837 hilfreich: 0
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    daluan80
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    Ich habe gestern erst die Blutergebnisse vom 15.03. erhalten, da hatte ich noch nichts synthetisches zum senken von E2 probiert, also keinen Aromatasehemmer.

    08.03. Östradiol 112
    15.03 Östradiol 27
    Vermute hier einen Messfehler, oder was meint ihr?

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