SOD, Kupfer, Coeruloplasmin – Verständnis

Dieses Thema enthält 21 Antworten und 5 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Avatar Carina 02.08.2018 um 10:38.

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    Carina
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    Hi ihr lieben,

    ich versuche gerade aus meinen Blutwerten schlau zu werden und bräuchte ein bisschen hilfe. Es handelt sich hierbei um meine Kupfer, Coeruloplasmin, SOD, Eisen und Ferritin Werte.

    Gemessen wurde folgendes:

    08.03 : Kupfer 11,2 umol/l (11,6 -19,2) und Coeruloplasmin 17,7 mg/dl (20-60)
    04.05 : Kupfer 9,4 umol/l (s.oben) und Coeruloplasmin 17,2 (s. oben)

    Zwischen diesen beiden Messungen habe ich täglich 4-6 mg Kupfer genommen

    07.06 : Kupfer 11,1 umol/l Coeruloplasmin wurde vom Labor bei der Bestimmung vergessen

    Zwischen der letzten und dieser Messung habe ich täglich 2 mg Kupfer genommen

    13.06: SOD extrazellulär im Plasma 1585 U/g Hb (750 – 1600)

    Nun zum Verständnis:

    Laut Blutwerten sind werder mein Kupfer noch mein Coeruloplasmin innerhalb der vorgegebenen Referenz des Labors aber mein SOD ist super.

    Kann ich nun anhand meines SOD Wertes sagen dass ich keinen Kupfermangel habe?
    Woher weiß ich denn wie es mit meinem freien Kupfer aussieht? Für das SOD benutzt der Körper doch das biochemisch gebundene Kupfer oder?
    Was passiert eigentlich wenn mein SOD höher als die vorgegebene Referenz ist? Ist das egal oder geht es dann schon in Richtung Kupfervergiftung?

    Nun noch zu meinen Eisen bzw. Ferritin Werten:
    07.03: Eisen 122 ug/dl (48 – 152) und Ferritin 91 ug/l (35 – 140)

    Mit dem Begriff Eisen wird hier doch das ungebundene Eisen im Blut bezeichnet ?? Laut Doc Medicus braucht auch Eisen das Protein Coeruloplasmin bei der Oxidation von Eisen (verstehe hier nicht was das bedeutet).
    Kann man dadurch nun einen Rückschluss auf die Wirksamkeit meines Coeruloplasmin’s machen?

    All das passiert meines Wissens ja in der Leber. Heißt dass nun meine Leber ist etwas faul geworden weil zu wenig Coeruloplasmin da ist oder fehlen mir irgendwelche Stoffe??

    Mein Allgemeinzustand hat sich seit der Kupfereinnahme auf jeden Fall verbessert. Meine extreme Schwäche ist besser und auch das Gefühl von Dauerstress ist weniger geworden, vlt weil mein antioxidatives System jetzt beser arbeitet?

    Fragen über Fragen ;-)

    Ich freue mich über jede Verbesserung und hoffe sehr dass jemand mir helfen kann ein bisschen mehr Durchblick zu erhalten :-)

    Liebe Grüße
    Carina

    #131563 (0)
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    Sven
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    Hallo Carina,

    Danke für deinen guten Bericht.
    Kann Dir aus meiner Erfahrung und Recherchen im Netz ähnliche Ergebnisse mitteilen: Startpunkt mit niedrigen Kupfer- und Ceoruloplasmin-Werten, welche sich auch durch massive Substitution nicht „verbessert“ haben. Jetzt natürlich die Fragen, ob die verfügbaren Messwerte was taugen? Ob überhaupt ein Kupfermangel vorlag und ob es evtl. auch weniger Kupfer tut um sich wohler zu fühlen? Zumindest für den Speicherwert tippe ich wie Du, dass der Schlüssel eher in bei einer fitten Leber liegt als durch viel Kupferzufuhr…
    Auf eine unfitte Leber deutet evtl. auch eine schlechte Alkoholverträglichkeit hin ( schnell Kater, Müde ect)

    #131564 (0)
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    Carina
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    Hi Sven,

    das mit der Leber sehe ich genauso. Auch ich habe gelesen dass diese für die Regulation sämtlicher Nährstoffe zuständig ist und glaube deshalb genau wie du das man hier ansetzten sollte.

    Warum genau meine Leber aber faul geworden ist kann ich mir nicht so recht erklären da ich gesund lebe/ esse und mich viel bewege.
    Alkohol und Medikamente nutze ich beides nicht. Vlt hat aber auch schon die Pille in meiner Pubertät gereicht um da etwas aus dem Gleichgewicht zu bringen…

    Hast du schon irgendwelche Ideen wie man das Ganze wieder richtet?
    Viele Artikel warnen ja hinsichtlich einer Einnahme von isoliertem Vitamin D.

    Lg
    Carina

    #131565 (0)
    Markus
    Markus
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    Zitat von Carina im Beitrag #1


    Kann ich nun anhand meines SOD Wertes sagen dass ich keinen Kupfermangel habe?
    Woher weiß ich denn wie es mit meinem freien Kupfer aussieht? Für das SOD benutzt der Körper doch das biochemisch gebundene Kupfer oder?
    Was passiert eigentlich wenn mein SOD höher als die vorgegebene Referenz ist? Ist das egal oder geht es dann schon in Richtung Kupfervergiftung?


    Nur ein kleines Puzzlesteinchen, aber: SOD gibt in mehreren Formen, solche die Eisen oder Zink (SOD2) oder Kupfer oder Mangan (SOD1) enhalten. Da muss man also differenzieren und kann von SOD gesamt nur bedingt auf den Kupferstatus schliessen.

    #131566 (0)
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    Carina
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    Hallo Markus,

    ich habe gerade nochmal auf dem Laborbogen nach geschaut und da steht:
    SOD (Cu/Zn)

    Kannst du mit dieser Information nun eine Aussage bzgl. meines Kupfer Status machen?

    Lg
    Carina

    #131567 (0)
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    Sven
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    Kann auch nur spekulieren. Bin mir aber sicher, dass der Körper recht schlau reguliert. So können Entzündungen, Infektionen die Blutwerte für einige Mineralstoffe schon „verfälschen“ obwohl die Zufuhr konstant ist. Ob eine Mehrzufuhr (weil ja laut Laborzettel leer) dann im Sinne des Organismus ist … keine Ahnung?
    Für die Leber finde ich regelmässig (kurzzeitig) Fasten am wirksamsten. Die ganzen Leber-NEM sehe ich eher belastend bzw. nur bei schweren Fällen einen Gedanken wert.

    #131568 (0)
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    marcolino
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    Superoxid-Dismutase (SOD):

    Die Superoxid-Dismutasen (SOD, EC 1.15.1.1) wandeln zwei Superoxidanionen in Wasserstoffper­oxid um, das dann durch Katalase oder Peroxidasen abgebaut wird.
    Es sind vier Klassen von SOD bekannt, die sich durch ihr Schwermetall-Ion im aktiven Zentrum unterscheiden (Cu/Zn-, Fe-, Mn-, Ni-SOD).

    Sie bilden ein ähnliches antioxidatives System mit einer ähnlichen Wirkung wie Vitamin C oder Glutathion.
    Ebenfalls ist die Superoxiddismutase auch bei der Entgiftung von Schwermetallen wie Quecksilber beteiligt. Der Anstieg der Superoxiddismuthase korreliert mit einer Quecksilberbe­lastung.
    Die Superoxiddismutase ist ein induzierbares Enzym. Als Induktor zählen Hyperoxie und Xenobiotica. Ein Zinkmangel kann ebenfalls zu einer Leistungseinschränkung des Enzyms führen.

    Indikation: Zusatzparameter zur genaueren Beurteilung der oxidativen Kapazität.

    Quelle:

    http://www.synlab.de/de/mensch/leistungs…sse/leinfelden/

    #131569 (0)
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    Carina
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    Heißt das dann ich habe zu viel Quecksilber im Blut??

    #131570 (0)
    Chris Michalk
    Chris Michalk
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    Cu/Zn-SOD … der absolute Gehalt wurde hier gemessen, nicht die Aktivität. Letzteres ist aber entscheidend, wenn es um SOD als Indikator für den Zink- bzw. Kupferstatus geht.

    #131571 (0)
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    Carina
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    Oh verstehe. Ich dachte das ist schon die Aktivität die hier gemessen wird!

    Welchen Parameter brauche ich denn dann für die Aktivität?

    Lg Carina

    #131572 (0)
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    Sven
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    Gerade gelesen: https://raypeatforum.com/community/threa…ficiency.24754/

    Geht auch in die Richtung eher die Verwertung zu optimieren statt draufzukippen

    #131573 (0)
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    Sven
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    Gerade gelesen: https://raypeatforum.com/community/threa…ficiency.24754/

    Geht auch in die Richtung eher die Verwertung zu optimieren statt draufzukippen

    #131574 (0)
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    Sven
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    #131575 (0)
    Chris Michalk
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    Zitat


    Welchen Parameter brauche ich denn dann für die Aktivität?


    Die Aktivität :P

    Zitat


    https://www.mitosynergy.com/de/information/copper/


    Gutes Marketing. Das bioverfügbarste Kupfer findet sich in der Leber von Tieren.

    #131576 (0)
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    Carina
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    Hi Sven,

    da hast du ja eine ganz schöne Entdeckung gemacht! Jetzt bin ich etwas baff, da ich ja schon die ganze Zeit das Kupferbisglycinat nehme

    Das Video macht für mich als Laien total Sinn, aber es wäre natürlich von Vorteil wenn mal jemand mit Biochemie Wissen darüber schauen würde.
    Der Preis ist allerdings echt brutal…

    Was ich in dem Forum nicht Verstanden habe, war allerdings dass ein Mitglied meinte Kupfer aus Schokolade würde ihr Körper nicht aufnehmen??? Warum sollte er das nicht aufnehmen?

    Was mir in meinem Fall zu denken gibt, ist dass es mir eigentlich etwas besser geht seit ich das "giftige" Kupferbisglycinat nehme. Ich weiß ja nicht ob das ein Zufall ist und es mir nur zeitgleich durch irgendwelche anderen Mechanismen wieder besser geht aber eigentlich hatte ich schon das Gefühl es liegt am Kupfer…

    Liebe Grüße
    Carina

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