SHBG senken

Dieses Thema enthält 34 Antworten und 9 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Avatar marcolino 10.01.2019 um 08:20.

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    Anonym
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    Prolaktin kann/sollte man mit messen, ja.

    Marie hat hier im Forum ja des öfteren die ganzen Hormone genannt, die man idealerweise alle zusammen bestimmen lässt.

    Letztendlich sind wir aber wohl alle keine Endokrinologen (und selbst die sagen zum Teil alle etwas anderes) sodass man wohl auf der sicheren Seite ist, wenn man wirklich alle Hormone in EINER Untersuchung misst und dann nach Zusammenhängen sucht.

    #133120 hilfreich: 0
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    ChristineH
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    Zitat von Dominik im Beitrag #14


    Nun, hast du dir schon mal angeschaut, welchen Effekt es hat, wenn Krafttrainierende ihr freies Testosteron von "erniedrigt" hin zu "weit oben im Referenzbereich" bringen? Dann passiert auf einmal auch etwas in Sachen Muskelaufbau. Während Schwankungen im Bereich des Gesamttestosteron hier fast gar nichts bringen, sofern sie nicht gleichzeitig eine Auswirkung auf das freie Testosteron (sprich eine signifikante Erhöhung) haben. Umgekehrt haben Verbesserungen des Gesamttestosterons aber spürbare Auswirkungen auf das Wohlbefinden, was ich aus eigener Erfahrung bestätigen kann. Auf der anderen Seite hat die Verbesserung des Gesamttestosterons in meinem Fall aber keinen Nutzen für den Muskelaufbau, weil aufgrund meines hohen SHBGs nichts davon in freier Form vorliegt.


    Hinreichend, aber nicht notwendig, denke ich da bei Deiner Argumentation.

    Nichts in Deiner Gedankenkette beweist, dass das in SHBG festsitzende Testosteron "wirkt". (Und sorry, aber Dein persönliches Wohlbefinden ist für mich kein Beweis, mal davon abgesehen, dass das auch durch ganz andere Dinge verursacht worden sein kann.)

    Mir ist der Muskelaufbau wurschd. Ich wüsste gerne, warum mein SHBG so riesig hoch ist, obwohl ich sogar noch eine Reihe angeblicher SHBG-Senker (Übergewicht usw.) in die Waagschale werfen kann. Und wie ich etwas mehr wirksames Testosteron (und damit Antrieb und Durchhaltekraft) in mein Leben kriege.

    Und ich wüsste gerne, ob SHBG zwingend gebundenes Testosteron bedeutet oder aber auch Östrogene.

    #133121 hilfreich: 0
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    Anonym
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    Gut, ich formuliere es noch mal anders.

    Wenn das Gesamttestosteron für allgemeine Gesundheit unwichtig ist, warum bringt eine Verbesserung dieses Wertes für Betroffene sehr oft spürbare Verbesserungen? Frag mal Patienten, die auf einer Testosteronersatztherapie sind und dadurch ein normalisiertes Gesamttestosteron erreicht haben.

    Und jetzt der andere Blickwinkel:

    Wenn das Gesamttestosteron auch für Muskelaufbau wichtig wäre, warum wirkt sich eine Verbesserung dieses Wertes (ich rede von physiologischen Dosen z.B. im Rahmen einer Testosteronersatztherapie, nicht von supraphysiologischen Gaben, sprich Doping) nicht auf die Muskelaufbauergebnisse aus?

    Die Labormediziner (teils mit Schwerpunkt Endokrinologie) sagten mir auf diese beiden Fragen bislang immer, dass beide Werte (also Gesamttestosteron und freies Testosteron) unterschiedliche Effekte im Körper haben. Das Gesamttestosteron sei für solche Dinge wie Antrieb, Libido, erektile Dysfunktion (als typische Folge eines Mangels) zuständig (da sich diese Faktoren mit einer Verbesserung des Gesamttestosteron auch verbessern) aber im Hinblick auf Gewebeaufbau (wie Muskelgewebe) wertlos, da der Großteil des Gesamttestosteron an SHBG und Albumin gebunden ist und daher nicht für gewebeaufbauende Prozesse zur Verfügung stünde. Im Gegensatz zum freien Testosteron.

    Was wurde dir, Christine, und den anderen denn gesagt, wenn ihr euren Ärzten meine o.g. Fragen zur Thematik Gesamttestosteron versus freies Testosteron gestellt habt? Ich betrachte die o.g. Erklärungen nicht als final, aber das ist die schlüssigste Erklärung, die ich bislang von den Ärzten zu meiner persönlichen Situation erhalten habe. Soll heißen: Mir gehe es gesundheitlich (und auch im Hinblick auf Faktoren wie Libido etc.) sehr gut, weil ich ein normales Gesamttestosteron (und kein erniedrigtes) habe. Ein Mangel an Gesamttestosteron und ich hätte unausweichlich irgendwelche negativen Effekte. Hinsichtlich des Gewebeaufbaus hingegen sei mein erniedrigtes freies Testosteron entscheidend, welches daraus resultiert, dass 97-98% meines Gesamttestosteron durch SHBG und Albumin gebunden wird.

    Wie gesagt, ich bin gespannt, was euch die Ärzte dazu gesagt haben. Eine andere Erklärung wurde mir nicht gegeben und selber überprüfen kann ich diese Thesen nicht, da mir dazu das endokrinologische Fachwissen fehlt.

    #133122 hilfreich: 0
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    ChristineH
    Beiträge: 809

    Zitat von Dominik im Beitrag #18


    Wenn das Gesamttestosteron für allgemeine Gesundheit unwichtig ist, warum bringt eine Verbesserung dieses Wertes für Betroffene sehr oft spürbare Verbesserungen? Frag mal Patienten, die auf einer Testosteronersatztherapie sind und dadurch ein normalisiertes Gesamttestosteron erreicht haben.


    Da ich ein ordentliches Gesamttestosteron habe und nichts von den "sehr oft spürbaren Verbesserungen" bei mir feststelle, habe ich Deinen Bericht, dass es sich bei Dir am Wohlbefinden bemerkbar machte, nicht als "Beweis" angesehen.

    Die Testosteronersatztherapie wirkt sicherlich nicht ausschließlich durch Erhöhung des (nach meinem derzeitigen Wissen inaktiven) Gesamttestosterons, sondern durch die Änderung des freien Testosterons.

    Zitat von Dominik im Beitrag #18


    Wenn das Gesamttestosteron auch für Muskelaufbau wichtig wäre, warum wirkt sich eine Verbesserung dieses Wertes (ich rede von physiologischen Dosen z.B. im Rahmen einer Testosteronersatztherapie, nicht von supraphysiologischen Gaben, sprich Doping) nicht auf die Muskelaufbauergebnisse aus?


    Das habe ich nicht bezweifelt (weil mir auch egal), aber ich habe den Umkehrschluss bezweifelt, dass deshalb das SHBG nicht inaktiv sei.

    Zitat von Dominik im Beitrag #18


    Das Gesamttestosteron sei für solche Dinge wie Antrieb, Libido, erektile Dysfunktion (als typische Folge eines Mangels) zuständig (da sich diese Faktoren mit einer Verbesserung des Gesamttestosteron auch verbessern)


    Und da simmer beim Problem dieses Forums: es sind fast nur Männer unterwegs. Wie und ob überhaupt das Gesamttestosteron bei Frauen wirkt, weiß hier wohl leider niemand.

    Zitat von Dominik im Beitrag #18


    Was wurde dir, Christine, und den anderen denn gesagt, wenn ihr euren Ärzten meine o.g. Fragen zur Thematik Gesamttestosteron versus freies Testosteron gestellt habt?


    Ich als Frau habe natürlich nicht speziell nach dem Testosteron gefragt (und auch nicht nur Testosteron messen lassen). Der Hausarzt hat bei der Frage nach dem extrem erhöhten SHBG nur mit den Schultern gezuckt, ich solle den Gyn fragen. Der Gyn hat auf meine Frage nach Östrogendominanz nur mit den Schultern gezuckt und gesagt, das sei halt eine Typfrage. Den hab ich nach der Nummer auch nicht mehr nach SHBG gefragt.

    #133123 hilfreich: 0
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    Anonym
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    Okay, dann hatten wir uns wohl missverstanden.

    Mich jedenfalls würde es brennend interessieren, ob irgendjemand hier noch andere Aussagen von seinen Ärzten/Endokrinologen erhalten hat.

    Mir scheint, dass selbst Fachärzte (wie so oft?) nicht wissen, was die exakten Unterschiede zwischen den verschiedenen Testosteronwerten (gesamt, frei, bioverfügbar) sowie den anderen dazugehörigen Werten (Wachstumshormone, andere Steroidhormone, SHBG etc.) geschweige denn, welche Relevanz die verschiedenen Testosteronwerte auf Faktoren wie a.) allgemeines Wohlbefinden/Gesundheit und b.) Muskelaufbau haben.

    #133124 hilfreich: 0
    naklar!
    naklar!
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    @ Dominik, Frage aus Unwissen – also NICHT rethorisch:

    Bist du dir sicher, daß eine Erhöhung des Gesammttestos nicht auch das Freie erhöht?
    Denn das würde ja bedeuten, daß bei mehr Gesammt auch automatisch SHBG/Albumin steigt…?

    Merci, Eric

    #133125 hilfreich: 0
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    Anonym
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    Zitat von naklar! im Beitrag #21


    @ Dominik, Frage aus Unwissen – also NICHT rethorisch:

    Bist du dir sicher, daß eine Erhöhung des Gesammttestos nicht auch das Freie erhöht?
    Denn das würde ja bedeuten, daß bei mehr Gesammt auch automatisch SHBG/Albumin steigt…?

    Merci, Eric


    Zur ersten Frage: Also meines Wissens hat eine Erhöhung des Gesamttestosterons zwangsläufig auch eine Erhöhung des freien Testosterons zur Folge, sofern wir davon ausgehen, dass SHBG und Albumin konstant bleiben. Aber eben genau das ist ja nicht immer sichergestellt, wie man etwa an meiner Werte-Entwicklung sehen kann: Gesamttestosteron ging über die Jahre runter und SHBG über die Jahre rauf. Insofern hat sich mein freies Testosteron Jahr für Jahr nach unten verschoben. Den FAI kann man auch als Indikator heranziehen, aber die direkte Bestimmung des freien Testosterons im Blut ist präziser, so heißt es.

    Zur zweiten Frage: Das verstehe ich nicht. Warum steigt bei mehr Gesamttestosteron automatisch SHBG/Albumin?

    #133126 hilfreich: 0
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    hisairness
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    Zitat von H_D im Beitrag #15


    Zitat von hisairness im Beitrag #7


    Vor meiner TRT war das Testo komplett im Keller und das SHBG over the top.
    LH und FSH ebenfalls zu niedrig.

    Aktuelle Blutwerte bekomm ich erst Mitte Januar aber das sind Baustellen, die möchte man gerne beseitigt haben. Kann H_D komplett verstehen.


    Hast du meinen Link gelesen? Evtl. könntest du mit Carbs schon was bewirken


    Leider schon alles ausprobiert. Habe auch schon mehrere Phasen hinter mir, indenen ich versucht habe, mich high carb low fat zu ernähren, die dann auch länger durchgezogen wurden.
    Hat leider absolut nichts gebracht was die Werte, noch das Wohlbefinden gesteigert hat.

    Lediglich das Erscheinungsbild switcht bei mir dann immer ins Negative, ganz zu schweigen davon, dass ich Idiot mir wohl sämtliche Carb Verträglichkeit weg zerschossen habe.
    Arbeite gerade mit 5 Tage Low Carb 2 Tage high carb Schemen, die 2 Tage sind geprägt von Blähungen in einer Tour. Gleichgültig ob ich Reis, Kartoffeln, Haferflocken oder sogar Cornflakes esse…

    #133127 hilfreich: 0
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    H_D
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    Zitat von naklar! im Beitrag #21


    @ Dominik, Frage aus Unwissen – also NICHT rethorisch:

    Bist du dir sicher, daß eine Erhöhung des Gesammttestos nicht auch das Freie erhöht?
    Denn das würde ja bedeuten, daß bei mehr Gesammt auch automatisch SHBG/Albumin steigt…?

    Merci, Eric


    Nicht bei mir. Gesamttesto ging hoch, freies auch etwas, aber SHBG war gleich weit über Ref – siehe die Werte im ersten Post

    Erhöhungen im Gesamttesto hab ich auch nie wirklich gemerkt

    #179194 hilfreich: 0
    jfi
    jfi
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    Der Testosteronwert ist auch nicht so einfaczh zu interpretieren, weiol es hier neben der Unterscheidung Gesamt und freies und verschiedenen Referenzbereichen auch noch das Rezeptoren Problem ist.
    Das ist einer der Gründe, warum manche Amateure im Fitness auch mit Profi-Dosen von Testo immernoch aussehen wie eine Wurst, den wenn die Rezeptorendichte zu niedrig ist bringt mehr Testo nur begrenzt was.

    Wie man die Anrogenrezeptorendichte erhöhen kann? Über Krafttraining über Jahre und Jahrzehnte. Daher kommt von manchen auch der Spruch "Je länger ich trainiere, desto besser wird meine Genetik". Denn das ist ein genetisches Thema, was sich nur sehr langsam und langfristig beeinflussen lässt.

    LG Jens

    #179195 hilfreich: 0
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    Interessanter Punkt! Und der Einwand, dass man nicht nur auf bestimmte Blutwerte (hier u.a. Testosteron frei/gesamt, SHBG, etc.) schielen darf, ist vollkommen berechtigt und richtig!

    #179196 hilfreich: 0
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    H_D
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    Die Rezeptorendichte ist aber in gewisser Weise auch genetisch, da manche Anfänger schon bedeutend besser vorankommen als manche Trainingserfahrene

    #179197 hilfreich: 0
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    Zitat von H_D im Beitrag #27


    Die Rezeptorendichte ist aber in gewisser Weise auch genetisch, da manche Anfänger schon bedeutend besser vorankommen als manche Trainingserfahrene


    Auch richtig.

    Deshalb kann im Grunde genommen nur jeder Mensch versuchen, das Beste aus sich rauszuholen.

    Und daher ist der Vergleich mit anderen Trainierenden oft kontraproduktiv, weil viele (mich eingeschlossen) dann nicht mit ihren persönlichen Erfolgen zufrieden sind.

    Zumal viele der bekannten "Fitness Influencer" ohnehin nachhelfen, dies (bis auf wenige Ausnahmen) ihren Zuschauern aber nicht sagen. Könnte sein, dass dies auch juristische Gründe hat, aber trotzdem. Viele junge Trainierende glauben den Mist dann noch.

    #179198 hilfreich: 0
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    H_D
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    Dominik ich bin aber auch keine 16 mehr ;-)

    #179199 hilfreich: 0
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    Schon klar, ich hingegen werde bald 28 und bin somit noch recht jung.

    Ich trainiere seit 2010 (also inzwischen fast 9 Jahre) und habe die größten Fortschritte in den ersten zwei Jahren gemacht.

    Nach den ersten zwei Jahren ist dann nicht mehr so viel passiert, d.h. das hier (in Beitrag #5 etwas runterscrollen) war schon immer mein persönliches Endstadium. Im Vergleich mit manch anderen Trainierenden würde man sagen: Da geht noch was! Ja, das mag sein, aber da ginge noch viel mehr, wenn die genetischen Voraussetzungen besser wären. Selbst in den Zeiten, in denen Testosteron noch gar bekannt war (also bis Anfang 1900) gab es genetische Freaks wie Eugene Sandow, Georg Hackenschmidt, John Grimek, Arthur Saxon und einige weitere. Diese Körper müssen also ohne Testosterongabe entstanden sein.

    Ausprobiert habe ich in den 9 Jahren sehr vieles, von 3×5 über 5×5 über den WKM-Plan, über Wendler’s 5/3/1 über Lyle McDonald’s Bulking Routine über Martin Berkhan’s Leangains und so weiter. Aber am Ende ging es ab einem gewissen Punkt nicht mehr weiter, d.h. entweder mit niedrigem KFA und sichtbarem Sixpack ziemlich schmal aussehen oder aber etwas breiter, aber dafür mit einem KFA jenseits von Gut und Böse (20% aufwärts).

    Daher der "platte Motivationsspruch" aus meinem vorherigen Beitrag, der nicht explizit an dich, sondern an die Allgemeinheit gerichtet war. Für mich persönlich reicht daher das Gewissen, meiner Gesundheit mit dem Kraftsport etwas Gutes zu tun und Spaß an der Sache zu haben.

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