Schilddrüsenwerte – externe Hormone nötig?

Dieses Thema enthält 26 Antworten und 6 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Shman Frontal Shman Frontal 08.01.2020 um 22:28.

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    Sven
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    Liebes Community,

     

    ich habe euch eine Historie meiner Werte angehängt und Frage mich, ob ich mich intensiver mit dem Thema externe Hormone beschäftigen sollte?

     

    Die Werte aus der angehängten Historie sind OHNE externe Hormone. Wie man sieht schwanken die Werte extrem und sind meist, mäßig aber eben teilweise auch mal ganz gut aber nie optimal. Die Werte aus 2013 waren mein Startpunkt (T4 bei 84% und T3 bei 18%) mich mit dem Thema Gesundheit zu beschäftigen. Der letzte Werte wurden unter quasi perfekten Bedingungen gemessen. (->War in der Zeit seit 5 Wochen im Urlaub, kein Stress, super Essen und viel Sonne.)

    Obwohl die Werte wohl ganz passabel sind, habe ich fast alle Symptome einer (subklinischen) Unterfunktion (Müdigkeit, Schlafprobleme, Kältemempfinden usw., Haut/Haar). Ein Eigenversuch mit Thybon/T3 war wortwörlich sehr erhellend aber auch schwer einzustellen, aufgrund der Schwankungen und einer evtl. Abnahme der Eigenproduktion. Ich frage mich jetzt ob ich es mit T4 und/oder NDT ergänzen sollte um mal Stabilität in mein Befinden zu bekommen?

    (NEM und Lifestyleoptimierungen habe ich bereits fast alles durch)

     

    EDIT: Das Schilddrüsenvolumen ist knapp 16ml

     

    Was meint ihr?

     

    Blutwerte ansehen

     

     

     

    #214451 hilfreich: 0
    Marie
    Marie
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    Hi Sven!

     

    Das Volumen allein gibt nicht genügend Auskunft über die Schilddrüse.

    Wie lautet denn der komplette Ultraschallbefund?

     

    Deine Tg-Ak sind erhöht, deshalb gehe ich davon aus, dass was Autoimmunes vorliegen könnte.

     

    Welche Symptome hast Du denn, dass Du auf die SD-Hormone kommst?

     

    Allein T3 ist aus meiner Sicht ein zerstörerisches Unterfangen, weil das komplette Regulationssystem (auch innerhalb der SD-Hormone) durcheinander kommt und Eigenregulationen teilweise unterlaufen werden.

     

    Natürliche SD Hormone schwanken oft in ihrer Zusammensetzung, weil auch Rezepturen verändert werden, ohne dies zu kommunizieren.

    Außerdem musst Du alles selbst bezahlen.

    Die Verteilung der einzelnen Hormone (T1, T2, T3, T4, T0)sind mengenmäßig auch nicht menschenidentisch enthalten, sodass die meisten Leute noch T4 dazu nehmen müssen.

     

    #214452 hilfreich: 0
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    wmuees
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    Ich sehe Dein Hauptproblem auch bei der autoimmunen Reaktion.

    Du hast jetzt zwei Möglichkeiten:

    a) Konventionell: SD-Hormone extern zuführen, dadurch geht die Eigenproduktion zurück und die autoimmune Reaktion erlischt.

    b) Autoimmun-Reaktion durch Coimbra-Protokoll beenden.

     

    a) hat den Vorteil, dass es einfach ist und von der KK bezahlt. Aber den Nachteil, dass Dein Immunsystem angefacht bleibt,

    und irgendwann hast Du das nächste Autoimmun-Problem.

     

    b) greift das Problem bei der Wurzel, ist aber aufwendiger und musst Du selbst bezahlen.

     

    #214460 hilfreich: 0
    Marie
    Marie
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    Hallo wmuees,

     

    selbst wenn das Coimbra-Protokoll langfristig funktionieren sollte, muss es von einem Arzt, der von Coimbra in allen Details geschult wurde, begleitet werden.

    Alle Selbstversuche sehe ich als unverantwortlich an.

    Ob die autoimmunen Geschehen letztendlich wirklich beseitigt werden, weiß kein Mensch.

     

    Nein, auch die von Dir als einfach bezeichnete Variante istz nicht einfach. Pille einwerfen und gut ist es, wird langfristig nicht funktionieren.

    Immer wenn man an einer Schraube im Körper dreht, bewegen sich endlos viele andere mit. Egal, ob das Coimbra Protokoll heißt oder L-Thyroxin.

     

    Sven kann ich nur raten, sich ernsthaft mit Details auseinander zu setzen und sich maximal aufzuschlauen, auch wenn es nervt!

    Mache nichts, von dem Du nicht 100% überzeugt bist!!! Bei Zweifeln, weiter forschen!

     

    #214476 hilfreich: 0
    Shman Frontal
    Shman Frontal
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    @Sven

     

    Du kennst, denke ich, meine Meinung dazu. Und auch bei dir wäre es ratsam Tagebuch zu führen. Peat betrachtet SD Medikation entweder als Kick Starter oder Ersatz falls die SD garnicht will. Ich denke aber dass deine SD schon will es aber irgendwo stolpert. Mich würde auch interessieren was du an Supps nimmst, Makroverteilung und welche Symptome du genau hast.

    #214477 hilfreich: 0
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    Sven
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    Hallo ihr Lieben,

     

    herzlichen Dank für die Antworten!

     

    Anbei noch ein Anhang zur Sonographie und der Einschätzung des „Experten“.

    Die Antikörper habe ich über die Jahre jetzt ca. 4x messen lassen und der Letzte war der Erste, der ein „bisschen“ aus dem Rahmen fällt.

    Denkt ihr man sollte da gleich voll auf das Thema Autoimmun einsteigen?

     

    @wmuees

    mit Vitamin D (Supplementierung in Hochdosen) hatte ich in der Vergangenheit leider mehrmals schlechte Erfahrungen gemacht und bin da jetzt recht „widerwillig“.

     

    @Marie

    Thybon ist bis dato das „Beste“ was ich bis dato probiert habe. Bin damit auch recht niedrig dosiert unterwegs.

    Ich lese mich jetzt bald seit 7 Jahren ein und habe sogut wie alle deutschen und englischsprachigen Forum hoch und runter gelesen aber wollte mich solange wie möglich um das Thema externe Hormoneinahme drücken, gerade weil es so komplex in der Therapie ist und jeder Experte was anderes sagt und zudem viele Anwender sehr lange Probleme mit der passenden Einstellung inkl. Medikation zu haben scheinen. Zumindets sind Erfolgsberichte in diesen Forumspheren extrem spärlich.

    Bzgl. Symptome kannst Du Dir die üblichen UF Liste vorstellen. Alles nicht extrem, gibt sicher härtere Fälle aber doch deutlich in der Lebensqualität einschränkend.

     

    @Shman Frontal

    Bin generell recht peatlastig unterwegs. Also High-Mid-Carb je nach Laune.

     

    Noch eine generelle Frage, zu der ich nirgends eine Antwort finden konnte. Ist es auch möglich mini Dosen T4 über den Tag zu nehmen um so eben NICHT oder deutlich weniger die Eigenproduktion zu drosseln? Micro-Multi-Dosing ist zumindet bei T3 ein interessantes Thema.

    .

    Sono

     

    Arztbrief

    #214482 hilfreich: 0
    Marie
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    Sven schrieb:Noch eine generelle Frage, zu der ich nirgends eine Antwort finden konnte. Ist es auch möglich mini Dosen T4 über den Tag zu nehmen um so eben NICHT oder deutlich weniger die Eigenproduktion zu drosseln? Micro-Multi-Dosing ist zumindet bei T3 ein interessantes Thema.

     

    Natürlich ist es möglich, sogar viel besser, die SD Hormone über den Tag verteilt zu nehmen.

    Das entspricht zudem viel eher den physiologischen Gegebenheiten.

    Keine gesunde SD dieser Welt haut morgens nach dem Aufstehen ihre Tagesportion raus.

    Das stört massiv den Regulationsvorgang.

     

    T3 hat eine wesentlich kürzere Halbwertzeit und sollte aus meiner Sciht sowieso 3x am Tag genommen werden.

    Wer will, gern auch öfters.

    Beim T4 reicht es meistens 2x, frühs und abends auf der Bettkante, einzunehmen.

    Aber auch hier gern öfters.

     

    Das TSH wird stärker vom T3 tangiert als vom T4. Aber auch das ist individuell.

     

    Was ist denn Dein roter Faden in der Ernährung? Vielleicht läuft da auch was nicht so optimal im Sinne des Gesamtsystems?

     

    Das Ergebnis der Sono hört sich erst mal nicht schlecht an.

    Wann war das???

    Da es nach unten aber keine Grenze für die Größe gibt, könnte sie individuell schon zu klein an Volumen sein.

    Aber da das Gewebe ok zu sein scheint (falls der Doc ein gutes Gerät hat und es auch nutzen kann  😉 ), würde ich noch bissschen genauer wo anders gucken, bevor Du mit SD-Hormonen arbeitest.

     

    Allerdings scheint ein Autoimmungeschehen statt zu finden. Behalte diese Sache im Blick!!!

     

     

    #214486 hilfreich: 0
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    Sven
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    Wegen Ernährung meinst Du ob da die typischen Spassbremsen Gluten und Laktose vertreten sind? Ja, aber nur in kleiner Menge und die Speisen (Sauerteigbrot, Joghurt) sind selbst gemacht. Ansonsten gibt es 3 – 4 Mahlzeiten und (mehr) als genug Kalorien. Jede Woche gibt es Fisch, Fleisch, Innerein, täglich Obst & Gemüse – besser geht fast nicht. Denke daher nicht, dass ich hier durch Optimierung noch was nennenswertes erreichen kann.

    #214487 hilfreich: 0
    Shman Frontal
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    Wieso glaube ich das nicht…

    #214488 hilfreich: 0
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    Sven
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    @Shman

     

    Was genau?

    #214489 hilfreich: 0
    Marie
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    Sven schrieb:Wegen Ernährung meinst Du ob da die typischen Spassbremsen Gluten und Laktose vertreten sind?

    Meinst Du mich?

     

    Ich sehe diese Dinge nicht zwingend als Verbannungswürdig. Da sollte man schon etwas differenzieren.

    Weizen würde ich allerdings nicht essen. Der ist zu verzüchtet.

    Außerdem von allen diesen Dingen nur die beste Bioqualität. (Demeter und Bioland, evtl. noch Naturland)

    Kommt ja auch auf die Mengen an.

     

    Da sehe ich das viele Fleischessen viel eher als Problem an. Fisch hat mir mittlerweile zu viel Schwermetalle und sonstigen Mist drin, daruaf verzichte ich. Außer mal Sardine oder Hering, wenn ich am Meer bin.

    #214492 hilfreich: 0
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    Sven
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    @Marie

    Dann nochmal zur Eingangsfrage, denkst Du 2-3x am Tag 10mcg T4 wäre gangbar ohne die eigene Produktion mittelfristig runterzufahren?

     

    PS: Persönlich bin ich auch ganz angetan den Tagesrhythmus nachzuahmen. Also die größten Dosen T4 Abends und (sehr) früh Morgens T3 .

    #214494 hilfreich: 0
    Marie
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    Sven schrieb:denkst Du 2-3x am Tag 10mcg T4 wäre gangbar ohne die eigene Produktion mittelfristig runterzufahren?

     

    Meinst Du je 10µg oder 10µg aufteilen?

     

    Ob die Eigenproduktion runter fährt, lässt sich nicht mit Sicherheit vorher sagen.

    Bei aufgeteilen 10µg eher nicht, bei 30µg wahrscheinlich schon etwas.

    Sven schrieb:Persönlich bin ich auch ganz angetan den Tagesrhythmus nachzuahmen. Also die größten Dosen T4 Abends und (sehr) früh Morgens T3 .

    „Den“ Tagesrhythmus gibt es nicht, das hängt stark vom Lebensstil ab.

    Grob gesehen aber eine Einteilung, die klappen sollte.

     

    Wenn Du z.B. am Nachmittag Leistungssport machst, würde ich eher davor was einwerfen. Grad beim T3 , was schnell wirkt, aber auch schnell abgebaut und/oder verteilt ist, macht es Sinn, vor Leistungen oder sonstigen Anstrengungen, auch Stress, was zu nehmen, wenn man ergänzt.

     

     

     

    #214495 hilfreich: 0
    Shman Frontal
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    @Sven ohne Tagebuch ist das alles Spekulatius. Viele betreiben Low Carb, wissen das nichtmal, und wollen dann eine Low Carb Diät starten. Solange du nicht schwarz auf weis nachweisen kannst dass du über 50% Carbs isst ubd alle Co Faktoren da sind (Thiamin sei besonders zu erwähnen) kannst du das eigentlich kaum beurteilen. Deine Magenprobleme unterstreichen dann nochmal dass du es mit der Schleimhaut nicht so Dicke hast und demzufolge auch nicht mit Glukose.

    #214518 hilfreich: 0
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    Sven
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    Alles klar Marie, danke Dir! Auf T3 bin ich auch erst wegen der CT3Methode gekommen, was zumindest für meine morgendliche „low Cortisol“ Problematik sehr gut funktioniert.

     

    Shman: Stimmt die Magenschleimhaut ist ein wortwörtlich wunder Punkt bei mir. Was jetzt zuerst war die UF oder die Entzündung – das eine scheint das andere zu beeinflussen. Oft liest man, dass SD HRT auch oft helfen den  jahrelangenTeufelskreis zu beenden. Zu den Carbs kann ich sagen, dass ich da nix auslasse, Honig und Obst täglich. Bei Kartoffeln und Reis gibts auch keine Hemmungen. Viel mehr müsste ich mir reinzwängen.

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