Referenzwerte Kinder

Dieses Thema enthält 3 Antworten und 2 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Shman Frontal Shman Frontal 12.09.2019 um 16:59.

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  • #195150 hilfreich: 0
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    Christian B.
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    Hallo zusammen,

     

    habt ihr Erfahrungen mit Blutuntersuchungen / Molekularmedizin bei Kindern (7 Jahre)?

     

    Gibt es abweichende Referenzwerte für die verschiedenen Stoffe, je nach alter? – Ich habe dazu bisher leider nichts eindeutiges gefunden.

     

    Beste Grüße

    Christian

    #195194 hilfreich: 0
    Shman Frontal
    Shman Frontal
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    Natürlich. Um welche Werte geht es genau?

    #195240 hilfreich: 0
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    Christian B.
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    Beiträge: 19

    Würde mal mit den wichtigsten anfangen:

    • Ferritin
    • Eisen
    • Zink
    • Selen
    • Magnesium
    • Gesamt-Eiweiß
    • ggf. Aminogramm
    • B-Vitamine
    • Vit. D

    Hormone wie Schilddrüse oder Testosteron denke ich ist schwierig, da ist noch zu viel „im Aufbau“.

    #195299 hilfreich: 0
    Shman Frontal
    Shman Frontal
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    Was hast du vor wenn ich fragen darf? Wenn du nen Racker zuhause hast dann werden dir die Werte ja mitangezeigt wenn du mißt. Ich kann dir aber gerne im Groben zu den Werten paar Sachen erzählen

     

     

    Ferritin= Bei Kindern weitaus strenger gehalten als bei Erwachsenen. Während bei Erwachsenen oft bis 450µg/l also noch ok gilt (zumindest laut Labor Referenzbereich) ist bei Kindern schon bei ca 160 Schluss. Ein „aufmerksamer“ Arzt würde bei 250µg/l mal nachfragen was man so treibt.

     

    Bei Kindern ist Ferritin aber recht tricky, während Wachstumsschüben schießt der Wert nach oben. Mit 7 würde ich aber bei länger anhaltenden Wert von 150µg/l und drüber genauer hinschauen.

     

    Eisen= Prinzipiell wie bei Ferritin. Ist bei Kindern außerhalb von Wachstumsschüben geringer als bei Erwachsenen. ca 40-100µg/dl ist ok.

     

    Selen         =  Kinder bis 5-10 Jahre ca 41 – 74 µg/l. Also niedriger als bei Erwachsenen, da gehts in DE bis 120, teils 150 und in anderen Ländern bis 200.

    Magnesium = praktisch identisch zu den Referenzwerten von Erwachsenen. Sollte bei Kindern im oberen Drittel sein.

    Zink           = Im Schnitt höher als bei Erwachsenen, in der Praxis aber nahezu gleich. Oberes Drittel sollte angestrebt werden.

    Gesamt-Eiweiß= wie bei Erwachsenen.

     

    Aminogramm= bei Kindern weniger interessant solange sie alle essentiellen Aminos abbekommen und das ist idR gewährleistet wenn man Milch, Eier, Fleisch und Obst in der Ernährung hat. Selbst vegetarisch sollte kein Problem sein. Vegan ist dann wieder ganz was anderes aber da Mangelt es meistens ohnehin an ganz anderen Dingen.

     

    B-Vitamine= bis auf B6, b9 und b12 eher uninteressant. Messen bringt da nichts weil man über die Ernährung, die hoffentlich Normal ist, genügend bekommt. Wenn man glaubt dass es da Mängel gibt/geben könnte, macht wohl bewusst was anders als Andere.

     

    Für b6 und b12 Bananen und ein wenig leber. Für Folsäure entsprechend Gemüse und Orangensaft. Fährt man recht sicher. Wenn man will kann man Homocystein messen lassen um sicher zu gehen dass die Kids ausreichend versorgt sind. Ist aussagekräftiger falls das Kind Umwandlungsprobleme bei Folsäure hat. In dem Fall B2 mit bestimmen lassen, ansonsten Folat supplementieren wenn eine Umwandlungsstörung nachgewiesen wurde. 86% aller Kinder welche einen Schlaganfall erlitten haben hatten auch erhöhtes Homocystein. Als präventive Maßnahme also nicht unbedingt Verkehrt.

    VitD: Solange das Kind draußen rum tobt (was es auch sollte) eher uninteressant. Ansonsten gleich zu Erwachsenen. Kinder haben aber allgemein niedriges VitD selbst wenn sie den ganzen draußen sind. Supplementieren? eher nein.

     

    Kinder haben bei SD, IGF-1, Testo etc (Hormone allgemein) mehr Luft nach Oben und sollten auch entsprechend höhere Werte aufweisen als Erwachsene im Schnitt, insbesondere wenn sie nen Sprung machen (was ja logisch ist sonst gäbe es keine Sprung).

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

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