Power-Nap gegen Depressionen

Dieses Thema enthält 10 Antworten und 7 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von jfi jfi 04.02.2020 um 15:09.

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  • #217058 hilfreich: 0
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    Teutonicus
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    Hallo zusammen,

     

    ich habe mal wieder ein Thema, das mich derzeit fasziniert.

    Und zwar hat mir ein enger Kollege von der Arbeit erzählt, dass er sich in letzter Zeit häufiger ziemlich depressiv fühlt.

    Er betreibt ebenfalls seit Jahren Bodybuilding und gibt sich bei Schlaf, Ernährung und Training wesentlich mehr Mühe als der „Normalbürger“.

    Durch Zufall hat er nun festgestellt, dass ein kurzer Mittagsschlaf seine Psyche jedes Mal wieder um 180 Grad ins Positive dreht.

     

    Wie kann das biochemisch sein, dass sein 8-12 stündiger Nachtschlaf eine depressive Phase schlechter bis garnicht auflösen kann gegenüber einem 10-20 minütigen Mittagsschlaf, der nichtmal in die Tiefschlafphase führt?

    #217096 hilfreich: 0
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    Brynhildr
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    Beiträge: 169

    Hi,
    könnte es sein, daß Dein Kollege oder Du eine echte Depression mit einer „depressiven Verstimmung“ durcheinander bringen?
    Gruß!

    #217100 hilfreich: 0
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    Teutonicus
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    31 pts
    Beiträge: 113

    Das ist schon möglich, wir haben beide kein psychiatrisches Fachwissen.

     

    Dennoch bleibt, unabhängig von der genauen Schweregrad-Definition, die Frage, wie die Verbesserung seiner Stimmung nach dem lediglich kurzen Mittagsschlaf zu erklären ist, während langer Nachtschlaf keine Erholung bewirkt?

    #217103 hilfreich: 1
    naklar!
    naklar!
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    9 pts
    Beiträge: 1653

    Vielleicht ist es eine Frage der Betrachtung :

     

    So könnte die depressive Verstimmung am Mittag deutlicher spürbar sein – etwa in Kombination mit dem Mittagstief. Dementsprechend würde die Verbesserung auch stärker wahrgenommen werden.

     

    Gruß Eric

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    #217111 hilfreich: 1
    Marie
    Marie
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    Beiträge: 582

    Die Länge des Nachtschlafes sagt nix über die Qualität aus.

    Vielleicht hat er keine ordentlichen Tiefschlafphasen?

    Gründe könnten sein:

     

    SD Unterfunktion (übrigens durchaus auch eine Grund für depressive Verstimmungen)

    schlechte Lichthygiene (Melatoninbildung ungenügend)

    Wlan ist an oder irgend ein Sendemast in der Nähe

    angeschaltetes Smartphone am Bett

    Matratze und/oder Kopfkissen passen nicht

    zu viel Eiweißnahrung/Fett/Alkohol am Abend = Leber überfordert und entgiftet nicht ordentlich

    etc.

     

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    #217140 hilfreich: 1
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    Mo
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    5 pts
    Beiträge: 464

    @Teutonicus

     

    das hatten wir vor ei paar tagen schon mal, so ähnlich

     

    er machte recht viel, wollte aber den ganzen tag topfit sein

     

    mit dem mittagsschlaf hat es dann geklappt, daß er sich konzentrieren konnte

     

     

     

    welches tier, wird morgens wach und bringt konstant höchstleistungen?

    keines.

     

    aber der mensch hätte es gerne.

     

     

     

    physiologische erklärung?

     

    der liquor fliesst, im schlaf, in tiefere schichten und die ‚reinigung‘ ist stärker

     

    https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/56243/Schlaf-entgiftet-das-Gehirn

     

    wenn man jetzt denkt, tagsüber schläft man aber nicht so tief – es wirkt aber, tagsüber zu schlafen

     

     

     

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    #217146 hilfreich: 1
    jfi
    jfi
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    Beiträge: 980

    Der Mensch hat auch eigentlich einen biphasischen Schlafrhythmus, also das Nickerchen am Nachmittag ist eigentlich etwas, was der Mensch schon sehr, sehr lange macht, was aber unsere „Hochleistungsgesellschaft“ uns versucht ab zu erziehen.

    Dass in allen Länder mit richtigen High-Performern (v.a. in Asien) alle Unternehmen Ruheräume haben, sodass JEDER Angestellte mittags 10-30 Minuten nappen kann haben die CEOs hierzulande leider noch nicht gerafft und deshalb ist es bei uns leider immer noch verpönt ein Schläfchen zur Mittagszeit zu machen…

     

    LG Jens

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    #217168 hilfreich: 0
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    Tommy
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    Beiträge: 1200

    Das hat bei den Asiaten aber ein anderer Grund. Die Arbeiten alle deutlich mehr als wir. 80 Stunden/Woche ist da fast normal. Deshalb pennen die wo immer und überall es geht kurz. Ob ubahn, aufm Bürotisch oder im Restaurant wenn sie aufs Essen warten (schon mehrfach gesehen). Da ist dann der NAP “das nötige Übel”

    #217170 hilfreich: 0
    jfi
    jfi
    Teilnehmer
    43 pts
    Beiträge: 980

    Ja schon, aber egal ob du 50, 60, 70 oder 80 Stunden in der Woche klopfst, für nichts davcon sind wir ausgelegt. Die Buschmänner arbeiten wenn ich mich recht entsinne an 2-3 Tagen pro Woche und dort dann nur für 3-6 Stunden und dafür sind wir eigentlich gemacht.

    Bei den Asiaten ist es halt noch krasser als bei uns, das ändert aber nichts an der Tatsache, dass es an einem NAP nichts negatives gibt aber dafür sehr viele Vorteile hat.

     

    LG Jens

    #217198 hilfreich: 0
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    Tommy
    Teilnehmer
    7 pts
    Beiträge: 1200

    Absolut Jens! Ich nappe fast jeden Tag 15 oder 30 Minuten mit Brain.fm und liebe es.

     

    ich wollte damit nur sagen, dass die Asiaten das nicht machen weil sie sich dem Nutzen eines zusätzlichen Naps bewusst sind (so wie wir das interpretieren ), sondern eher um nicht reihenweise umzuklappen und die brutale Arbeitszeit zumindest teilweise irgendwie kompensieren zu können

    #217255 hilfreich: 0
    jfi
    jfi
    Teilnehmer
    43 pts
    Beiträge: 980

    Dito, Brain.fm ist so dermaßen geil!

     

    Und einigen wir uns darauf, dass es eine Mischung aus dem Wissen um die Vorteile und dem Ertragen des vielen Stress ist, denn die Asiaten waren schon vor 2000 Jahren in der Medizin weiter entwickelt als unsere Schulmedizin heute.

     

    LG Jens

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