periodic undereating – Verbesserung durch Sport?

Dieses Thema enthält 7 Antworten und 4 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Avatar MaXopA 05.01.2015 um 22:45.

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  • #87494 (0)
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    Strunzianer
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    Hallo zusammen,

    ich finde die Beiträge über periodic undereating interessant. Ich mache seit einiger Zeit intermittierendes Fasten (Essensfenster zwischen 5 und 8 Stunden). Während der Fastenphase laufe ich jeden 2. Tag zwischen 10 und 15km. Müsste Sport nicht den Effekt der Superkompensation verstärkt werden? Und ist es eigentlich besonders sinnvoll die Nahrungsergänzungsmittel und Vitamine direkt nach der Fastenphase einzunehmen?

    #94255 (0)
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    Bernd
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    Hallo,

    also ich nehme NEM und Vitamine während der Fastenphase, in der Regel gleich morgens auf nüchternen Magen, weil ich glaube, daß dann die Aufnahme und Verwertung leichter und effektiver ist als in der Essensphase und der damit einhergehenden Durchmischung der verschiedenen Nährstoffe (Eiweiße, Fett, KH) und die Einbindung in den gesamten komplexen Verdauungs-und Zelleinschleusungsprozeß. Aber vielleicht ist das ja auch Quatsch und dem Körper völlig egal, Chris wird das schon wissen…!

    Gruß Bernd

    #94256 (0)
    Chris Michalk
    Chris Michalk
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    Hallo Strunzianer,

    ja – in gewisser Weise verstärkt das Laufen in der Fasenphase die Effekte. Allerdings muss man aufpassen, dass man das System nicht überstrapaziert und das Gleichgewicht nicht verliert. Denn das kann schnell wieder in ein Extrem ausufern.

    Bezogen auf die NEM:
    Bernd hat da schon Recht. Allerdings kommt es ein bisschen darauf an, ob ein Mikronährstoff in die Muskelzelle muss oder nicht. Wenn du beispielsweise L-Carnitin, Kreatin oder Taurin nimmst, die allesamt in die Zelle müssen, dann brauchst du dafür ein bisschen Insulin – und das ist während der Fastenphase, je nachdem wie extrem man sie praktiziert, womöglich nicht ausreichend gegeben, daher nimmt man diese Sachen am besten zu einer größeren Mahlzeit im Essensfenster.

    LG, Chris

    #94257 (0)
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    Bernd
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    Hallo Chris,

    Deine Beispiele sind völlig richtig. Ich hatte auch eher an Vitamine, Mineralien und andere Stoffe wie z. B. Granatapfelextrakt, Grünteeextrakt etc. gedacht und weniger an die Muskelzellenversorgung, also eher an die Gesamtversorgung des Körpers mit den typischen NEM und Multis. Diese brauchen ja nicht unbedingt alle Trigger. Da wäre aus meiner laienhaften Sicht eine Nüchternaufnahme in einem weitgehend nährstofffreien Blutkreislauf und Verdauungsapparat vielleicht effektiver oder?

    Gruß Bernd

    #94258 (0)
    Chris Michalk
    Chris Michalk
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    Beiträge: 2600

    Hallo Bernd,

    ja, genau richtig! Da kann man jedenfalls absolut sicher sein, dass es nicht in irgendeiner Nahrungsmatrix im Darm verschwindet. :-)

    LG, Chris

    #94259 (0)
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    Bernd
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    Hallo,

    hier mal ein interessanter Artikel über die Läufer aus Kenia, der eigentlich zu verschiedenen Themen des Forum paßt. Den ich aber mal hier reinlege, und zwar deswegen:

    "…Hart trainieren ist das eine, das andere ist: Rest harder. Regeneration. Die Kenianer sind Weltmeister im Ausruhen. Die schuften morgens, dann wird gegessen – und danach pennen sie den ganzen Tag. Das macht bei uns keiner…"

    Erfolgreiche Marathonis: "Die Kenianer sind Weltmeister im Ausruhen"

    Kenianische Marathonläufer dominieren weltweit die Wettbewerbe. Woran liegt das? Der Deutsche Jan Fitschen trainiert oft in Kenia. Im Interview spricht er über natürliches Doping, starke Fußmuskeln und radikale Regeneration.

    http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehr…t-a-993813.html

    Wenn man will, auch ein Beleg für das auch in einem anderen Thread schon besprochene ursprüngliche Verhaltensmuster der Menschen, möglichst kurz und effizient jagen, so viel wie möglich essen, so lange wie möglich ausruhen und erneut möglichst kurz und effizient jagen…usw. Hätte auch zum Artikel "Warrior Diet" gut gepaßt, ist ja ein sehr ähnliches Verhaltens-und Essmuster usw.

    Sehr interessant diese Aussage im Artikel und für mich jedenfalls neu. Trifft sicher auch auf andere Sportbereiche als richtig und besser zu, als das von vielen sehr schnell praktizierte unbewußte Übertraining, insbesondere bei der Generation 50+, bei der bisherige Sportmuffel auf einmal zu Spitzensportlern und Rekordbrechern mutieren wollen und viele bislang Lainensportler es mit dem Pensum sehr schnell übertreiben und das Thema Regeneration sträflich vernachlässigen. Gerade in der Läufer-und Radfahrerszene tummeln sich ja tausende solcher Leute, die sich durch übertriebenen Ergeiz und falsche Methoden oft selbst mehr schaden und gefährden, nur weil es unbedingt ein Marathon sein muß, und der nächste dann noch schneller und immer schneller, länger und öfter… Oft ein Teufelskreis, endend mit gesundheitlichen Problemen, die man vorher nicht hatte und nicht oder kaum bekommen würde, wenn man es wie die Kenianer angehen würde.

    Gruß Bernd

    #94260 (0)
    Chris Michalk
    Chris Michalk
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    Beiträge: 2600

    Danke für diesen Beitrag, Bernd!

    Wenn man sich das Training der Kenianer mal anschaut, dann ist das gar nicht so extrem, wie viele meinen.

    Wenn man 170cm groß ist und 57kg wiegt, dann kann man deutlich besser laufen, mit deutlich weniger "Aufwand", als ein typischer Europäer mit 183 und 85kg.
    Das ist Punkt 1.

    Punkt 2 ist, dass die seit sie Kleinkinder sind, täglich sehr viel gehen/laufen müssen. Das heißt, dass sie sich bereits sehr früh an relativ weite Fußstrecken gewöhnen.

    Punkt 3 ist, dass Kenianer zeitlich gesehen überhaupt nicht viel trainieren. Meistens wird pro Tag ein Tempolauf eingebaut, beispiel 5-10km sehr schnell (für die eher "normal") und ein Lauf, den sie wohl eher als Regeneration empfinden, der aber dann etwas länger geht. Ich bin mir ziemlich sicher, dass das für die so ist, wie für uns die Fahrradtour mit den Arbeitskollegen.

    Punkt 4 ist, dass sie genetisch gesehen einfach absolute Vorteile haben, auch wegen der Schienbeinlänge, der Laufökonomie etc.

    Punkt 5 ist, dass sie wohl offensichtlich eine andere Lebensweise haben… Wer kann sich denn bei uns erlauben, den halben Tag zu schlafen?

    LG, Chris

    #94261 (0)
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    MaXopA
    Beiträge: 303

    Zitat von Chris (edubily) im Beitrag #3


    Wenn du beispielsweise L-Carnitin, Kreatin oder Taurin nimmst, die allesamt in die Zelle müssen, dann brauchst du dafür ein bisschen Insulin – und das ist während der Fastenphase, je nachdem wie extrem man sie praktiziert, womöglich nicht ausreichend gegeben, daher nimmt man diese Sachen am besten zu einer größeren Mahlzeit im Essensfenster.


    Jetzt bin ich leicht verwirrt.

    1) Wie auch hier erklärt wird, hatte ich bislang Taurin immer kurz vor oder zu den Mahlzeiten zu mir genommen, da es nachweislich den Glukosestoffwechsel verbessert.

    2) Im Artikel "Period undereating – Auswirkungen von NEM" wird stattdessen darauf hingewiesen, dass Taurin zu den Supplements gehört, die eine Steigerung der Effekte innerhalb der Fastenphase bewirken.

    3) Wohingegen in Phils Artikel wiederum eine dritte Einnahmeempfehlung erscheint, und zwar die Verteilung über den Tag.

    Wie sieht eure Vorgehensweise aus?

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