Morbus Bechterew

Dieses Thema enthält 7 Antworten und 6 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von EvPow EvPow 03.06.2016 um 17:24.

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    Anonym
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    Hallo!

    Erstmal kurz zu meiner Geschichte:

    Ich bin 24 Jahre alt, leide seit 3 Jahren ca an Morbus Bechterew (rheumatoider Arthritis der Wirbelsäule).
    Die Krankheit steht stark im Zusammenhang mit Krankheiten wie Multiple Sklerose, Morbus Crohn und Collitis Ulverosa.
    Ich habe mich dann lange Zeit mit Ernährung beschäftigt, viel ausprobiert aber nichts halt geholfen.

    Nach einiger Zeit bin ich dann auf Paleo gestoßen und ich habe einige Grundsätze dovn übernommen.
    Als ich zum ersten Mal begonnen habe Getreide komplett aus meiner Ernährung zu streichen, ging es mir rasch besser. Es ging so weit, dass ich relativ bald keine Medikamente mehr gebraucht habe. Das Thema Leaky Gut war also schnell ziemlich zentral für mich.
    Ich habe dann zusätzlich noch gemerkt, dass mein Hautbild wesentlich besser wird, wenn ich keine Milch trinke.
    Durch meinen Arzt habe ich noch erfahren, dass ich Vitamin D supplementieren soll und mein Training habe ich ebenfalls angepasst und meine Körperhaltung verbessert.

    Nun habe ich hier ein paar Fragen an euch, insbesondere an den Ersteller der Seite:

    – Gibt es Ernährungsempfehlungen für rheumatoide Arthrtitis? Derzeit ernähre ich mich glutenfrei, lasse Hülsenfrüchte weg und trinke keine Milch (Käse esse ich uneingeschränkt).

    – Gibt es Nahrungsergänzungsmittel um meine Darmgesundheit zu verbessern? Ich nehme derzeit Glutamin für die Darmwand, Vitamin D und MSM (organischer Schwefel).

    – Ich trinke gelegentlich Bier, habe jetzt im Urlaub etwas übertrieben und bezahle jetzt mit ziemlichen Entzündungen in der Wirbelsäule. Bier ist doch eigentlich glutenfrei, oder? Liegt es evtl an der Phytinsäure oder an Lektinen? Kann es sein, dass das Bier sich hier negativ auswirkt, da es aus Getreide gewonnen wird?

    – Ich trainiere 4-5 mal pro Woche Kampfsport, ein Ganzkörper Krafttraining ist auch gelegentlich 1 mal pro Woche drin. Ich betreibe also sehr viel Sport. Jetzt lese ich immer wieder etwas von IF und den positiven Auswirkungen auf den Darm und auf Kranikheiten. Wie fastet man wenn man gleichzeitig so viel Sport macht? Macht das denn eigentlich Sinn?

    Ich würde mich sehr freuen wenn mir hier bald wer helfen könnte, ich möchte meine Krankheit ohne Medikamente in den Griff bekommen, was mir eigentlich schon ganz gut gelungen ist. Ich habe aber das Gefühl, dass ich da und dort noch etwas verbessern könnte. Evtl mit NEM, bzw Bier komplett weglassen :P

    Ich freue mich auf eure Hilfe!

    MfG

    #96964 (0)
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    Marieluise
    Beiträge: 8

    Hallo Don90,

    zu Deiner 2. Frage "Gibt es Nahrungsergänzungsmittel um meine Darmgesundheit zu verbessern?" folgender Hinweis: Arbeitskreis für Mikrobiologische Therapie

    http://amt-herborn.de/amt/

    Laß zuerst Deine Darmgesundheit checken, damit Du weißt, wie es "da Drinnen" überhaupt aussieht.
    Erst dann kannst Du gezielt den Darm therapieren.

    Ich selber bin sozusagen "mittenmang" (extreme Leistungsschwäche). Mein AMT-Arzt machte aufgrund der Anamnese einen Hepar-Check – Stuhl – (MVZ Herborn http://www.mikrooek.de)

    Dem folgte der KyberAllergoPlex 44 (Serum) mit dem Ergebnis, überdurchschnittlich viele Nahrungsmittel wurden positiv auf IgG-Antikörper getestet.
    Nach einer Vorbereitungszeit habe ich gerade mit der 2. Autovaccine – Injektion – begonnen. Die 1. Autovaccine wurde oral gesprüht .
    Es tut sich allmählich etwas – dieser Zustand braucht natürlich seine Zeit und Geduld.

    Wenn Du Interesse hast, stell ich Dir die 2 Befunde des HeparCheck gern hier rein.

    Liebe Grüße

    Marieluise

    #96965 (0)
    Markus
    Markus
    Teilnehmer
    33
    Beiträge: 2674

    Hallo Don,

    von der LEF gibt zu vielen Krankheiten eine Zusammenstellung die normalerweise auf dem neuesten Stand ist was Ursachen, Therapieempfehlungen sowie potentiell hilfreiche NEM angeht:

    http://www.lef.org/Protocols/Immune-Conn…thritis/Page-01

    Für Entzündungen im Allgemeinen würde ich dir Vitamin D, Astaxanthin, Fischöl sowie Curcumin besonders ans Herz legen.

    PS: Bier ist nicht glutenfrei. Wenn du einen Denns Biomarkt in der Nähe haben solltest frage dort nach dem glutemfreien Pils von der Lammsbräu oder freunde dich mit Äppelwoi oder noch gesündner: Rotwein an. Wen du wirklcih glutenfrei ausprobieren möchtest: Gluten (Weizen, Gerste, Roggen, Dinkel defnitv weglassen und alle Lebensmittel unbekannter Herkunft sind erstmal verdächtig) mind. 4 Wochen komplett weglassen, keinen Krümel! Falls doch, fangen die 4 Wochen wieder von vorne an…

    #96966 (0)
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    Kessy
    Beiträge: 38

    Hi Don,
    Bei Morbus Bechterew scheint vor allem der KOMPLETTE verzicht auf Stärke sinnvoll zu sein (stärke nährt Klebsiella-keime). Also kein Bier und leider auch nichts mit Knollengewächsen und so anderen Paleo-Nahrungsmitteln wie Süßkartoffel o Kürbis.
    Guckst du hier:
    http://bechterew-alternative.de/wp-conte…hrungsweise.pdf
    http://bechterew-alternative.de/
    wenn die Beschwerden dann nicht besser werden…weitere potentiell entzündungsfördernde Nahrungsmittel mal meiden und testen ob es besser wird (Nachtschattengewächse, Nüsse, Eier…). Ich weis, dass das hart klingt, es könnte sich aber für eine Zeit lang lohnen.
    Lg

    #96967 (0)
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    Dogmeat
    Beiträge: 48

    Find es aber irgendwie krass, dass (Weizen-)Bier doch so viel ausmacht. Ich meine es hat nur 0,5g Eiweiss auf 100 Milliliter, was ja echt nicht viel ist.

    #96968 (0)
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    Don90
    Teilnehmer
    Beiträge: 1001

    Die stärkefreie Ernährung habe ich schon getestet, das war mir deutlich zu hart und ich habe außerdem gemerkt, dass nicht Stärke, sondern glutenhaltiges Getreide meine Entzündungen begünstigt.

    Ich kann bspw. nen halben Kilo Reis oder Süßkartoffeln essen, ohne in den nächsten Tagen und Wochen ein entzundenes ISG zu haben.
    Esse ich aber mal ne Pizza….dann dauerts nicht lange bis die Entzündungen eintreten. Ähnlich läuft es bei Hülsenfrüchten ab, aber hier deutlich weniger stark.

    Prinzipiell habe ich damit die Entzündungen im Griff und ich bin von 2 Tabletten Xefo 8mg täglich auf 4 Tabletten im Monat gekommen. Für mich ist das eine Besserung von mehr als 90% und ich bin sehr zufrieden damit.
    Zusätzlich habe ich eine Ausbildung zum Personal Trainer gemacht. Bei einem Trainer, der speziell auf physiologisch korrekte Körperhaltung achtet und spezialisiert ist auf Training bei körperlichen Beschwerden. Die Ausbildung hat mich auch mal 3000 Eier gekostet aber es hat sich deutlich gelohnt.
    Durch die jahrelangen Schmerzen hatte ich viele Verkürzungen und Schonhaltungen eingenommen, die ich damit spitze ausgebügelt habe :)

    Worum es mir jetzt prinzipiell geht ist, die (vermutliche) Ursache, das Leaky Gut, zu schließen.
    Das versuche ich mit 10-20g Glutamin täglich und nehme gelegentlich für die Darmbakterien noch resistente Stärke in Form von Kartoffelmehl zu mir (danke für den Tipp Chris :))

    Ich konnte auch meine NEM etwas erweitern, mit dem Ziel auch beim Training etwas weiterzukommen.
    Whey, Kreatin und Soja Lecithin scheinen mir sportlich viel zu bringen.

    Der Rat mit Curcumin ist mal sehr gut, das werde ich mir ansehen.
    Hast du damit Erfahrungen gemacht ob die Wirkung wirklich so stark ist?

    Ich habe ja MSM einige Monate getestet. Hier habe ich mir sehr viel versprochen aber wirklich gar nichts gemerkt :/

    PS: Bier merke ich nicht so stark wenn ich 1-2 trinke pro Woche, eher die Regelmäßigkeit im Urlaub.
    Als ich ne Woche in irland war, waren es so ca 3-4 Bier jeden Abend, 7 Tage die Woche :D nach der Woche hatte ich wieder etwas zu kämpfen…darum auch die Frage ob Bier glutenfrei ist bzw ob es Phytinsäure oder Lektine enthält.

    Das führt mich auch zur nächsten Frage: Phytinsäure behindert ja die Aufnahme von gewissen Stoffen aber wie ist das mit Lektinen? Inwiefern können diese zu Problemen werden?

    #96969 (0)
    EvPow
    EvPow
    Teilnehmer
    Beiträge: 364

    http://www.kickas.org/londondiet.shtml
    Wie bereits zuvor im Thread erwähnt, hier auch in deutsch: www.bechterew-alternative.de/

    Ziel ist es, durch kompletten Verzicht auf Stärke die Klebsiellen auszuhungern, weil diese bei Bechterew ursächlich für die Probleme sein sollen.

    Durch die Komplexität des Bioms und der edubily-Sichtweise auf die Dinge, würde mich sehr eure Meinung interessieren – macht der Verzicht auf Stärke Sinn oder ist das nur "Stufe 1 denken"/ zu kurz/ einfach gedacht?

    #96970 (0)
    EvPow
    EvPow
    Teilnehmer
    Beiträge: 364

    https://www.youtube.com/watch?v=iputWQ1J…annel=KyleMecca

    Hier wird Apfelessig gegen Morbus Bechterew empfohlen und: Es wirkt tatsächlich – mir geht es nach ein paar Tagen VIEL besser!

    Im Zweifelsfall zählt natürlich das Ergebnis, aber ich würde gerne die Gründe verstehen. Darüber sind die sich dort nämlich auch nicht sicher. Manche sprechen von enthaltenen Probiotika, andere von einer Art Vorverdauung der Stärke, andere von einer Modulation des Blutzuckers, noch andere von einer Wettmachung der durch die Entzündungen hervorgerufenen Säure…überzeugt mich alles nicht wirklich.

    Kann sich jemand diesen extrem beeindruckenden Effekt von Apfelessig erklären?

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