Mit Darmsanierung Darm reinigen – funktioniert das?

Dieses Thema enthält 20 Antworten und 11 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Avatar munti01 24.06.2019 um 16:16.

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    Laurita
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    #132130 hilfreich: 0
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    ChristineH
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    Zitat von Laurita im Beitrag #1


    nach der Einnahme von Antibiotika empfohlen um eine aus dem Gleichgewicht geratene Darmflora wieder ins gesunde Gleichgewicht zu bringen (Hier jetzt die Frage "passiert das nicht von selbst")


    Die Frage lässt sich einfach beantworten: Nein, da passiert nichts von selbst.
    Deine Darmflora verarmt dadurch und oft gewinnen dann schlechte Bakterien die Oberhand, gefüttert durch die falschen Nahrungsmittel. Damit diese wieder von den guten in Schach gehalten werden können, muss man bewusst Augenmerk und Mühe drauf verwenden, sie anzusiedeln und zu füttern. Hier im Forum gibt es unzählige Tipps dazu. Lies über Ballaststoffe, Fermente, Präbiotika und Probiotika.

    Zitat von Laurita im Beitrag #1


    Im Netz findet man viele Anbieter von sogenannten Darmsanierungen


    Ich bin eine Freundin davon, mündig zu werden und selbst zu recherchieren, welche Bakterien nützlich sind, was die futtern (resistente Stärke, Ballaststoffe usw.) und dann einfach selbst zu machen. Da muss man niemandem Geld in den Rachen werfen (außer vielleicht für ein gutes Probiotikum zu Anfang oder auch einen oder zwei Tests).

    Hast Du Blutwerte?
    Hast Du mal eine Stuhluntersuchung machen lassen?

    #132131 hilfreich: 0
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    Laurita
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    Beiträge: 21

    Hallo Christine,

    danke für deine Antwort und deine Tipps. Ich werde mich hier im Forum über Ballaststoffe, Fermente, Präbiotika und Probiotika informieren.

    Ich habe ein Bluttest zusammen mit meinem letzten Allergietest vor einem Jahr gemacht. Dazu meinte mein Hausarzt nur das meine Blutwerte
    alle in Ordnung sind. Der andere Arzt bei dem ich jetzt war, macht vor dieser darmsanierungs Therapie sowohl Bluttest sowie eine Stuhluntersuchung.
    Dabei soll festgestellt werden in welchem Zustand sich meine Darmflora aktuell befindet und welche Bakterien ich bekommen soll. Wenn ich es
    richtig verstanden habe, wird das Probiotikum bei ihm immer genau an seine Patienten angepasst.

    Meine Ernährung sollte allerdings bereits Nutzbakterien freundlich sein. Ich esse seit mehreren Jahren kein Fleisch und keine Milchprodukte.
    Industriell verarbeitete Lebensmittel lasse ich im privaten Haushalt auch weg. Wenn ich mit Freunden oder meinem Mann draußen essen gehe
    mache ich allerdings Ausnahmen. Generell achte ich auf einen pflanzlich-vollwertige Nahrung mit einem hohen Ballaststoff Anteil und viel Leben :D

    Viele Grüße

    #132132 hilfreich: 0
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    ChristineH
    Beiträge: 809

    Zitat von Laurita im Beitrag #3


    Der andere Arzt bei dem ich jetzt war, macht vor dieser darmsanierungs Therapie sowohl Bluttest sowie eine Stuhluntersuchung.
    Dabei soll festgestellt werden in welchem Zustand sich meine Darmflora aktuell befindet und welche Bakterien ich bekommen soll. Wenn ich es
    richtig verstanden habe, wird das Probiotikum bei ihm immer genau an seine Patienten angepasst.


    Das ist schonmal ein richtiger Schritt!

    Zitat von Laurita im Beitrag #3


    Meine Ernährung sollte allerdings bereits Nutzbakterien freundlich sein.


    Das ist eine Wissenschaft für sich – hier kannst Du sicherlich durch eigene Recherche noch viel verbessern!

    Bist Du fit in Englisch? Lies mal hier zum Beispiel:
    https://potatohack.com/2016/12/26/potato…ic-probiotic-2/
    http://coolinginflammation.blogspot.com/…ut+flora+repair (er bloggt leider nicht mehr, war aber seiner Zeit echt voraus. In den letzten 6 Jahren hat sich VIEL getan hinsichtlich Mikrobiom-Erkenntnissen)

    Wichtig ist auch, dass genug Magensäure produziert wird, ggf. mit Betain-HCl unterstützen und evtl. auch Verdauungsenzyme nehmen. Fermente essen. Gemüse direkt vom Erzeuger vor Ort erwerben und dann nicht abschrubben/kochen, sondern mit anhängenden Mikroben essen (oder selbst gärtnern).
    Und: Keine antibakteriellen Produkte im Haushalt! Keine übertriebene Hygiene.

    Pflanzlich-vollwertig heißt Vollkorn? Das füttert die falschen Bakterien … (https://www.facebook.com/306461856045017…0386186/?type=1 "fiber from grains seems to feed a different set of bacteria, ones that aren’t linked to health benefits or that may even be linked to health problems. Yet another reason to replace that pasta side dish on your plate with some broccoli and sweet potato!")

    #132133 hilfreich: 0
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    wmuees
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    #179041 hilfreich: 0
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    Laurita
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    Ich wollte mich nochmal für die Hilfe bedanken! Seit der Darmsanierung vor knapp 10 Monaten, achte ich auf frische basenüberschüssige Kost mit Ballaststoffen und Präbiotika. Zucker (raffiniert) und tierische Produkte meide ich fast komplett und fahre sehr gut damit. Mir geht es echt so viel besser als die Jahre zuvor.. Habe ein ganz anderes Lebensgefühl! Das schöne daran ist, dass es mich motiviert weiter zu machen und noch mehr an mir zu arbeiten

    Viele Grüße!!

    #179042 hilfreich: 0
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    ChristineH
    Beiträge: 809

    Hallo Laurita,

    danke für Deine Rückmeldung, das ist immer schön für die Ratgeber, wenn sie hören, ob etwas Erfolg hatte oder auch nicht.

    Willst noch mehr Details berichten? Wie es mit den Allergien aussieht usw.

    #179043 hilfreich: 0
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    H_D
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    Was hast du konkret gemacht Laurita (in der Akutphase und jetzt)?

    #179044 hilfreich: 0
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    Mo
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    kannst du bitte konkretisieren worum es geht?

    ist nicht das gleiche:

    darmreinigung

    darmsanierung

    #179045 hilfreich: 0
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    Laurita
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    Beiträge: 21

    Hallo zusammen,nachdem ich den Thread hier eröffnet habe, habe ich das Gespräch mit mehreren Ärzten gesucht. Ich habe festgestellt dass Ärzte mit einem naturheilkundlichen Hintergrund, sehr viel Wert auf Darmgesundheit setzen und als Therapieansatz für viele Krankheitsbilder den Darm bzw. die Darmgesundheit in den Fokus nehmen. Ich habe über diese Seite darmsanierungkur.com Kontakt zu zwei Ärzten aufgenommen die mir dann einen Plan aufgestellt haben. Dafür habe ich denen die Dioagnosen meines Hausarztes und ein Statement von mir über meine gesundheitliche Lebenssituation zukommen lassen. Ich habe damit im Januar begonnen, weil ich unbedingt vor der „Heuschnupfenphase“ etwas dagegen tun wollte. Zusätzlich wurde mir noch gesagt das die Monate Jan-Apr und Sep-Nov durch unseren natürlichen Biorhythmus für solche „Reinigungen“ vorzuziehen sind. <b>Unterschied Darmreinigung/Darmsanierung:</b>Also eine Darmreinigung sind beispielsweise Therapien wie die Colon-Hydro-Therapie. Dabei handelt es sich ganz sinngemäß um eine Reinigung. Mit Wasser wird der Darm über den Anus gereinigt. Bei einer Darmsanierung wird der Darm auch gereinigt, allerdings über einen längeren Zeitraum und hauptsächlich über die Ernährung. Der unterschied liegt bei einer Darmsanierung aber darin, dass der Darm Saniert wird. Damit ist die Einstellung des pH-Milieus gemeint sowie der Aufbau einer intakten und (so gut es geht) vollkommenen Darmflora. Hier wurde mir du die Gespräche allerdings klar wie individuell so ein Aufbau sein kann. Der Aktuelle stand der Flora muss über eine Stuhlanalyse festgestellt werden und darauf aufbauend bekommt man dann ein probiotisches Präparat. Gleichzeitig müssen alle Allergien und Unverträglichkeiten berücksichtigt werden. Beispielsweise werden viel frisches Obst und Gemüse generell empfohlen. Jemand mit einer Fructoseintoleranz muss allerdings wissen welches Obst er dennoch meiden muss etc.<b>Zu meiner Darmsanierung:</b>Begonnen habe ich die Sanierung mit einer 10-tägigen Fastenkur. 5 Tage nur stilles Wasser und die Tage 5-10 aufbauend mit Ballaststofffreien Obst- und Gemüsesäften. Die Kur ging knapp drei Monate vom (03.01-25.03). Dafür habe ich einen strikten Ernährungsplan befolgt, obwohl mir dieser nach der Eingewöhnungsphase nicht wirklich Strikt vor kam. Zucker (im ersten Monat auch nur Obst mit wenig Fruchtzucker), Tierprodukte, Auszugsmehlprodukte, Fertigprodukte, Kaffee habe ich komplett gemieden. Das mit dem Fruchzucker hatte den Hintergrund, dass bei mir auch ein Pilz festgestellt wurde. Ich war sehr erschrocken darüber, allerdings meinten die Ärzte zu mir das sehr viele Menschen so einen Pilz haben ohne ihn zu bemerkten und dass in der ersten Phase der Darmsanierung dieser ausgetrieben werden muss. Zum Frühstück habe ich immer nur einen Smoothie getrunken (0,75 L). Mal komplett aus Früchten aber anfangs aus grünem Blattgemüse. Später dann im wechsel. Hintergrund war hier meine Nährstofflager und Puffersysteme aufzufüllen. Puffersysteme sind ein Thema für sich aber dabei handelt es sich um Puffermineralien welche zur Neutralisierung von Säuren vom Körper benötigt werden. Außerdem sollte das Chlorophyll mein Blutbild verbessern. Mittags und Abends dann entweder Gemüse, Salat oder eine Suppe. Typische Beilagen wie Nudeln, Reis oder Kartoffeln habe ich mit Hirse, Quinoa, Linsen, Buchweizen, Süßkartoffeln und gekochten Kartoffeln ersetzt. Für die Sanierung selbst hatte ich das Probiotikum welches ich zwei mal täglich eingenommen habe. Flohsamenschalen die ich zwei mal täglich eingenommen habe. Sowie zwei weitere Präparate. Das eine war eine Mischung aus hochbasisch und entgiftend wirkenden Pflanzenstoffen sowie einem natürlichen Antipilzmittel. Während der Darmsanierung habe ich mit freude festgestellt wie kreativ, ausgewogen und vielfältig diese Ernährunsweise sein kann. Die Ärzte haben mich auch vor einer Falle gewarnt in die viele Menschen reinfallen die eine Ernährungsumstellung machen. Für mich war es jetzt kein riesen Ding weil meine Ernährung schon seit einiger Zeit so aussah, nur dass ich während der Darmsanierung keine Ausnahmen gemacht habe. Jedenfalls stellen beispielsweise viele Menschen ihre Ernährung auf Vegan um, wissen aber nicht wie sie sich ausgewogen durch diese Ernährungsweise ernähren und auch nicht an welchen Stellen evtl. substituiert werden muss…<b>Nach der Sanierung:</b>Im ersten Monat der Sanierung ging es mir nicht so gut. Ich hatte wohl eine Art Entgiftungskrise. Als ich diese aber überwunden hatte, ging es mir von Tag zu Tag besser. Aufgefallen ist es mit vor allem Morgens. Ich bin nach 6 Stunden ausgeschlafen aufgewacht. Das war vorher nie der Fall. Im Alltag und bei Sport wurde generell Leistungsfähiger. Nach der Sanierung habe ich den bis dato drei Monate geführten Lebensstil eigentlich beibehalten, nur dass ich mir wieder Ausnahmen gönne. Diese sind meiner Meinung nach auch wichtig für die seelische Gesundheit Der große Moment kam dann ende April (dann beginnen in der Regel meine Allergien). Meine Allergien waren bzw. sind nicht weg aber wenn ich es mit Werten ausdrücken muss, sind meine Beschwerden von 100% auf 40% gesunken. Ich vertrage verschiedenes Obst und Nüsse jetzt wieder ohne jucken im Hals und ohne tränende Augen. Ich werde im Herbst noch einmal so eine Kur machen und schauen wie viel ich noch rausholen kann. Was ich noch festgestellt habe ist, dass die Darmsanierung ein ganzheitlicher Ansatz ist. Ganzheitlich auch im Sinne von Nachhaltig. Diese Nachhaltigkeit kann aber nur gehalten werden wenn der Lebensstil auch nachhaltig geändert wird. Es ist mir gekommen wie ein Geistesblitz. Nun ist mir klar das die ganzen Heilmethoden oder Abnehmmethoden oder Diäten nichts bringen, wenn nicht nachhaltig etwas geändert wird. Was soll eine 4 Wochen Kur schon bewirken wenn anschließend wieder alte (dazu geführte) Gewohnheiten wieder aufgegriffen werden…Viele GrüßeLaurita

    #179046 hilfreich: 0
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    Sven
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    Danke Dir Laurita!
    Finde es interessant zu lesen, dass häufig der Verzicht von tierischen Produkten eine Besserung des Befindens bringt. Was war bei Dir die Begründung für den Verzicht?

    Danke und VG

    #179047 hilfreich: 0
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    Sven
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    Danke Dir Laurita!
    Finde es interessant zu lesen, dass häufig bei Darmsanierungen der Verzicht von tierischen Produkten eine Besserung des Befindens bringt. Wo wiederum andere voll auf Carnivore setzen und wohl ebenfalls gute Ergebnisse damit haben – sehr verwirrend.
    Was war bei Dir die Begründung für den Verzicht?

    Danke und VG

    #179048 hilfreich: 0
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    hans
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    Zitat von Sven im Beitrag #12


    Finde es interessant zu lesen, dass häufig bei Darmsanierungen der Verzicht von tierischen Produkten eine Besserung des Befindens bringt. Wo wiederum andere voll auf Carnivore setzen und wohl ebenfalls gute Ergebnisse damit haben – sehr verwirrend.


    Gut erklärbär.

    Bei deinen die auf tierisches Verzichten und es dann besser geht ist oft der Darm noch halbwegs in Ordnung, und es kommt zu einen Shift der Darmbakterien, weniger Schwefelwasserstoff, etc. pp. Bei denen mit Carnivore liegt oft eine Oxalsäure, etc. pp. Thematik vor – die haben ein zerschossenes Mikrobiom und könne dann z.B. nicht mehr mit Oxalaten & Co. oder anderen Stoffen der Pflanzen umgehen. Der Verzicht auf alles pflanzliche ist für die dann kurz- mittefristig ein Vorteil – wobei das Langfristig wieder anders aussieht Siehe auch: https://hcfricke.com/2018/05/13/von-3zu-…ood-religionen/ und Plant-Paradox: https://hcfricke.com/2017/09/24/buchkrit…en-r-gundry-md/

    Oft hängts zusammen mit Antibiotika ("Floxies"), Quecksilber, etc. pp.

    LG
    Hans

    #179049 hilfreich: 0
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    Laurita
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    So wie @hans es schon gesagt hat, kommt es oft auf den Status der Darmflora an. Im Grunde verdauen diese unsere Nahrung. Darin liegt auch begründet wer was verträgt. Da diese Flora allerdings verändert werden kann, können auch die Essgewohnheiten verändert werden. Die Übeltäter sind auch nicht die tierischen Produkte an sich. Schlimmer sind wohl die unnatürlichen chemischen Substanzen, die wir in Form von Zusatzstoffen zu uns nehmen. Außerdem stellt der übermäßige Konsum von qualitativ minderwertigen Tierprodukten wohl ein Problem dar. Es besteht ein riesen Unterschied zwischen jemandem der 1-2 mal die Woche unverarbeitetes Fleisch vom Bio-Hof isst und jemandem der täglich Fleisch in Form von Aufschnitt, Wurst, Chicken-Nuggets etc. isst. Ich essen nun beispielsweise ab und an auch wieder Käse. Allerdings achte ich auf hohe Qualität, Balance und Vielfältigkeit. Meine Hauptnahrungsmittel bleiben nun aber Obst und Gemüse.

    Und nochmal zum Thema Darmflora. Ich denke dass sich meine Darmflora nun langsam an meine Essgewohnheit gewöhnt hat und dass ich nun auch nicht mehr täglich Fleisch vertrage ohne Verdauungsprobleme. Also als ganz simples Beispiel..

    Viele Grüße
    Laurita

    #179050 hilfreich: 0
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    H_D
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    Was isst und nimmst du jetzt am Tag Laurita?

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