Metabolische Last der Leber reduzieren

Dieses Thema enthält 31 Antworten und 13 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Phil Böhm Phil Böhm 06.09.2019 um 10:40.

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    H_D
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    Quellen lassen sich ja leider nicht mehr verlinken:

    Zucker für die Leber?!
    Wenn man von Zucker spricht, ist damit in der Regel ganz normaler Haushaltszucker gemeint. Doch Zucker spielt in unserer Entwicklung eine ganz große Rolle.

    Die Muttermilch enthält mehr als 200 verschiedene Zuckermoleküle! Hätten alle dieselben Eigenschaften oder Funktionen, hätte die Evolution es nicht mehrere Hundertmal neu Erfunden.
    Was aber ist der Vorteil für die Leber?
    Vor ein paar Jahren stieß ich auf einen Artikel über Trehalose. Schon mal etwas davon gehört?

    Trehalose ist ein Zweifachzucker und kommt natürlicherweise in verschiedenen Pflanzen und Pilzen und auch in der Hämolymphe vieler Insekten vor. (1 Quelle Wikipedia). Es ist für den menschlichen Verzehr zugelassen und kann auch Online bestellt werden.
    Das interessante an Trehalose ist aber, daß Trehalose GLUT8 blockiert.

    GLUT8 ist für den Transport von Fructose in die Leberzellen notwendig.

    Blockiert man GLUT8, sollte auch nichts in der Leber ankommen.
    Um dies zu untersuchen fütterten sie Mäuse mit einer Fructose haltigen Diät und gaben ins Trinkwasser 3% Trehalose dazu.

    Schließlich fanden sie heraus das Trehalose die Entwicklung der Fettleber vollständig blockierte.

    Trehalose scheint damit den Energietransport in Form von Zucker in Leberzellen zu blockieren. Diese Blockade löst wiederum einen weiteren Prozess aus: die Autophagie (Quelle3). Die Leberzellen fangen an, das gespeicherte Fett in der Leber zu verzehren. (2 Quelle: PMID: 26905424).
    Somit hat Trehalose 2 entscheidende Funktionen:
    Ersten hemmt es den Transport von Hexosen (Quelle 4. Die bekanntesten Vertreter der Hexosen sind Glucose (eine Aldohexose) und Fructose (eine Ketohexose) in die Leber.
    Zweitens löst es in Leberzellen Autophagie aus und veranlasst die Leber, die Energie aus gespeicherten Fetten zu beziehen.
    Fazit: Trehalose startet die Autophagie, indem es den Glukosetransport blockiert.

    ————————————–
    Stevia:
    Schon einmal etwas von Stevia (Quelle 5) gehört?

    Langezeit wurde es von der EU (Ausführungsgehilfen der Lobbyisten) blockiert, bis es schließlich Dezember 2011 zugelassen wurde.
    Es soll eine bis 450-fache Süßkraft von Zucker haben.

    Da wird sich die Zuckerindustrie sich nicht so sehr darüber gefreut haben.
    Aber was hat nun Stevia mit der Leber zu tun?
    Die Wirkung von Stevia-Blätter auf die Leberzirrhose wurde bisher noch nicht untersucht.

    Bei Test mit Mäusen, bei denen Leberzirrhose durch Tetrachlorkohlenstoff- (CCl 4 -) herbeigeführt wurde, stellte man fest das Stevia-Blätter, die durch akuten und chronischen Leberschäden verursachten oxidativen Stress, Nekrose und Cholestase signifikant verringerte.
    Stevia verhinderte signifikant die Leberzirrhose, welche durch Knötchen von Hepatozyten, die von dicken Kollagenbändern umgeben waren und durch eine Verzerrung der Leberarchitektur nachgewiesen wurde.
    Diese Studie zeigt zum ersten mal, daß Stevia-Blätter Nrf2 hochreguliert, dem oxidativen Stress entgegenwirkt und Nekrose und Cholestase durch Modulation der wichtigsten proinflammatorischen Cytokine über NF- κ B – Hemmung, verhindert.
    Die Autoren erklären, dass in Anbetracht des angemessenen Sicherheitsprofils von Stevia, dass Stevia für die klinische Behandlung von akuten und chronischen Lebererkrankungen nützlich sein könnte. (Quelle 6)
    Kommentar:
    Diese beiden Zusammenfassungen zeigen wieder einmal eindeutig, daß es viele natürliche Stoffe existieren, welche für nicht therapierbar geltende Krankheiten herangezogen werden könnten.

    #194292 hilfreich: 0
    Phil Böhm
    Phil Böhm
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    H_D schrieb:Quellen lassen sich ja leider nicht mehr verlinken:

     

    Wie meinst du das? Natürlich kann man Quellen verlinken und das ist sogar gewünscht. Sofern die Seite seriös und allgemein zugänglich ist – also nicht zu privaten Gruppen führt.

     

    Was (laut deutschen Recht) nicht erlaubt ist, ist geistiges Eigentum ohne Erlaubnis des Urhebers einfach zu kopieren/verbreiten.

     

    Wenn der Text also nicht von dir stammt, muss er gelöscht werden. Für uns als Betreiber ist es leider nicht immer nachvollziehbar, ob nun ein Text „geklaut“ wurde und der Verfasser vielleicht etwas gegen das Verbreiten hat.

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