Magnesium und Testosteron

Dieses Thema enthält 19 Antworten und 12 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Avatar Optimen 21.12.2018 um 16:00.

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    Markus
    Markus
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    Zitat


    Das biologisch aktive Testosteron ist zu gut 40% an Albumin gebunden oder liegt zu 2-3% in freier Form vor. Etwas mehr als die Hälfte des im Plasma zirkulierenden Testosterons ist an so genannte Sexualhormon-bindende Globuline (SHBG) gekoppelt und ist in dieser Form biologisch inaktiv.

    Eine im Jahr 2014 von Maggio et al. (1) publizierte Übersichtsarbeit beschäftigt sich nun mit dem biochemischen Zusammenspiel von Magnesium und Testosteron. Die wichtigsten Ergebnisse sind:

    starke, positive Assoziation zwischen dem Magnesium- und dem Gesamttestosteronspiegel
    Magnesium geht eine Bindung mit dem SHBG ein, was zu einer vermehrten Verfügbarkeit von biologisch aktivem Testosteron (= an Albumin gebundenes + freies Testosteron) führt.
    systemische Entzündungsprozesse führen zu niedrigen Blutspiegeln von Magnesium und Testosteron.
    In einer neueren offenen Studie (2) konnte gezeigt werden, dass eine 4-wöchige Einnahme von 10 mg Magnesium/kg Körpergewicht zu einer Erhöhung sowohl des freien als auch des Gesamttestosterons führte.

    Bereits früher wurde in einer kleinen, placebokontrollierten Studie (3) dokumentiert, dass die Gabe eines magnesiumhaltigen Supplementes (450 mg Magnesium pro Tag) zu einer deutlichen Erhöhung des freien Testosterons führte. Allerdings waren in diesem Präparat nebst Magnesium auch noch 30 mg Zink enthalten, das ebenfalls den Testosteronspiegel erhöhen kann.

    1 Maggio M et al. The Interplay between Magnesium and Testosteron in Modulating Physical Function in Men. Int J Endocrin 2014, Article ID 525249.

    2 Cinar V et al. Effects of Magnesium Supplementation on Testosterone Levels of Athletes and Sedentary Subjects at Rest and after Exhaustion. Biol Trace Elem Res 2011;140:18-23.

    3 Brilla LR, Conte V. Effects of a Novel Zinc-Magnesium Formulation on Hormones and Strength. J Exercise Physiology Online 2000;3(4):26-36.


    Quelle: Newsletter von Schallers-gesundheitsbriefe.de

    #131837 hilfreich: 0
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    Anonym
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    Danke für den Hinweis, Markus.

    Sehr wertvoll, da ich genau von diesem "Problem" (hohes SHBG + mittelmäßiges Gesamttestosteron = niedriges freies Testosteron) betroffen bin.

    Mein Magnesium im Vollblut liegt bei 33,4 mg/l (Referenz d. Labors: 31,0 – 38,8) und mein Zinkwert im Vollblut bei 5,82 mg/l (Referenz d. Labors: 5,1 – 7,0).

    Ich supplementiere bereits seit rund 1-2 Jahren täglich insgesamt 30 mg Zink sowie insgesamt 600 mg Magnesium. Bei 70 kg Körpergewicht.

    Ebenso stehen täglich 200 g Haferflocken auf dem Speiseplan, welche auch reich an Magnesium und Zink sind.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass es Sinn macht, die tägliche Zufuhr von Zink und Magnesium bei mir noch weiter zu erhöhen,

    Andererseits stelle ich mir die Frage, weshalb meine o.g. Blutwerte im Vollblut bei der o.g. Dosierung von Zink und Magnesium noch nicht am oberen Rand des Referenzbereiches sind.

    #131838 hilfreich: 0
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    Sven
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    Zitat


    „systemische Entzündungsprozesse führen zu niedrigen Blutspiegeln von Magnesium und Testosteron.“


    Das ist für mich der Kern und ein möglicher vielversprechender Hebel. Das Draufkippen von NEM-Xy ist ein gefährliches Spiel – zumal wenn sich nach Jahren(!) nix gefühlt gändert hat? (30mg Zink – dauerhaft, echt jetzt?) ;-)

    N=1 Meinung: Diese krassen Testoboosts wie aus den Studien gerne zitiert, gibt es meist nur ansatzweise, wenn ein krasser Mangel behoben wird. Von mittelmäßig auf Strunz-Fleissternchen-Niveau kommt fast nix mehr rum.

    #131839 hilfreich: 0
    Chris (edubily)
    Chris (edubily)
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    Zitat


    Von mittelmäßig auf Strunz-Fleissternchen-Niveau kommt fast nix mehr rum.


    Und genau das müssen die Leute in die Köpfe bekommen.

    Zusätzlich sind es oft ganz andere Probleme als Mikronährstoffmängel, systemische Entzündungen z. B.

    #131840 hilfreich: 0
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    H_D
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    wenn es nur so einfach wäre die sys. Entzündungen so leicht loszuwerden

    #131841 hilfreich: 0
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    helga666
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    Zitat von Dominik im Beitrag #2


    Andererseits stelle ich mir die Frage, weshalb meine o.g. Blutwerte im Vollblut bei der o.g. Dosierung von Zink und Magnesium noch nicht am oberen Rand des Referenzbereiches sind.


    Denke da gibt es noch viele weitere Faktoren die im Hormonhaushalt eine Rolle spielen. Schlaf fällt mir adhoc ein. Quantität sowie Qualität ist sicher ein erheblicher Faktor. Ausserdem glaube ich, dass jeder Körper seinen eigenen individuellen "Homeostasebereich" hat. Sich mit Zahlen und Werten verrückt zu machen führt wiederum nur in Richtung Stress und innere Unzufriedenheit, und das ist fix eher abträglich fürs Wohlbefinden.

    #131842 hilfreich: 0
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    Steffen
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    Ich nehme Abends 4 Magnesiumpillen und eine Zink von edubily und hab den schönsten Testo-Indikator den "mann" sich wünschen kann und der einen ab 3 Uhr nicht mehr auf dem Bauch schlafen läßt ;)

    #131843 hilfreich: 0
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    Sven
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    Zitat von Steffen im Beitrag #7


    Ich nehme Abends 4 Magnesiumpillen und eine Zink von edubily und hab den schönsten Testo-Indikator den "mann" sich wünschen kann und der einen ab 3 Uhr nicht mehr auf dem Bauch schlafen läßt ;)


    Wasserlatte? :)

    #131844 hilfreich: 0
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    Tommy
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    Kenne ich auch Sven 😂😂😂

    #131845 hilfreich: 0
    Phil (edubily)
    Phil (edubily)
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    Zitat von Steffen im Beitrag #7


    Ich nehme Abends 4 Magnesiumpillen und eine Zink von edubily und hab den schönsten Testo-Indikator den "mann" sich wünschen kann und der einen ab 3 Uhr nicht mehr auf dem Bauch schlafen läßt ;)


    Hiermit möchte ich im Namen des ganzen edubily-Teams herzlich gratulieren :D

    #131846 hilfreich: 0
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    naklar!
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    Ok, jetzt mal im Ernst:

    Auch Chris Eikelmeier hat seinerzeit in den Texten zur artgerechten Ernährung auf Andro erwähnt, daß diese die MoLa zurückbringen könnte – aber unter uns:

    Ist die wirklich ein Kriterium – oder eben eine Wasserlatte?

    #131847 hilfreich: 0
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    Steffen
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    Vielleicht zur Ergänzung: Ich nutze den Effekt auch hin- und wieder artgerecht. Und damit ist nicht der Toilettengang gemeint.

    #131848 hilfreich: 0
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    Stockinger
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    Zitat von Steffen im Beitrag #7


    Ich nehme Abends 4 Magnesiumpillen und eine Zink von edubily und hab den schönsten Testo-Indikator den "mann" sich wünschen kann und der einen ab 3 Uhr nicht mehr auf dem Bauch schlafen läßt ;)


    Also ich schlafe dann immer auf dem Bauch neben mir

    #131849 hilfreich: 0
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    naklar!
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    Zitat von naklar! im Beitrag #11


    Ok, jetzt mal im Ernst:

    Auch Chris Eikelmeier hat seinerzeit in den Texten zur artgerechten Ernährung auf Andro erwähnt, daß diese die MoLa zurückbringen könnte – aber unter uns:

    Ist die wirklich ein Kriterium – oder eben eine Wasserlatte?


    Und darauf hat keiner eine Antwort?

    Übrigens finde ich Sex mit einer MoLa/WaLa eher unangenehm.

    Eric

    #131850 hilfreich: 0
    Phil (edubily)
    Phil (edubily)
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    Würde ich jetzt nicht als KO-Kriterium sehen.

    Wie die E. Dysfunktion oder wenig Sex-Drive dürfte auch eine Nicht-Morgen-Latte (seit längerer Zeit) ein Hinweis auf wenig T sein. MUSS aber nicht.
    Umgekehrt braucht man sich über T wenig Sorgen zu machen, wenn es am Morgen schon Hartholz gibt und auch ansonsten da unten alles rund läuft.

    Einfacher Gedanke: Ich könnte mir zum Beispiel vorstellen, dass das im Urlaub bei Männern deutlich öfter vorkommt, wenn der Stresslevel mal ein bisschen runterkommt und T dadurch steigen darf.

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