Labor bei ADS/ADHS

Dieses Thema enthält 29 Antworten und 12 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Avatar saian 08.02.2017 um 05:05.

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  • #87744 (0)
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    Animus
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    Unser Sohn steht unter Verdacht ADS zu haben.

    Da ich unbedingt vor Ritalin etc. ausschließen möchte, dass der Kleine nur ein einfachen Mangel hat,
    möchte ich gerne folgende Untersuchung veranlassen:

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    Großes Blutbild
     
    Aminosäuren-Profil
     
    Magnesium
    Calcium
    Kalium
     
    Kupfer
    Zink
     
    Vitamin B6
    Folsäure
    Vitamin B12
     
    Glukose, HbA1c (Hinweis auf Hypoglykämien?)
     
    CRP, Ferritin
     
    Schilddrüse (TSH, fT3, fT4)
    Jod im Urin
     

    Optional: Carnitin-Profil, Omega3-Index

    Bei der Zusammenstellung habe ich mich primär von den Kofaktoren der Dopamin-Synthese und bekannte Mangel bei ADS/ADHS leiten lassen.

    Hat jemand noch weitere Ideen, was wir untersuchen sollten?

    #99495 (0)
    naklar!
    naklar!
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    Hallo Animus,
    bin selbst ADHS – Betroffener, allerdings erst im Erwachsenenalter diagnostiziert. Wie alt ist euer Kleiner denn?

    #99496 (0)
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    Animus
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    Zitat von naklar! im Beitrag #2


    bin selbst ADHS – Betroffener, allerdings erst im Erwachsenenalter diagnostiziert. Wie alt ist euer Kleiner denn?


    Er ist fünf und eigentlich wollte die Ärztin ihn als Autist klassifizieren.
    (Aber ich glaube, dass beides nicht korrekt.)

    #99497 (0)
    naklar!
    naklar!
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    Hm, ok – solange ihr und natürlich er nicht sehr leidet, würde ich noch vielviel Zeit bis zu dem Gedanken an Medikamente verstreichen lassen – nicht, weil Medikamente mir nicht geholfen haben, im Gegenteil ( Strattera, Noradrenalinwiederaufnahmehemmer ) Trotzdem bin ich heute davon überzeugt, daß man ernährungstechnisch und verhaltenstherapeutisch wirklich weit kommen kann. Zudem drücke ich natürlich die Daumen, daß du hier die richtigen Anstöße in Richtung Supplementation findest!

    Gruß, Eric

    #99498 (0)
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    wmuees
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    Was unbedingt noch fehlt, ist die Messung von Vitamin D.

    Vitamin-D-Mangel führt oft zu ADS/ADHS.

    Gruß
    Wolfgang

    #99499 (0)
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    Luna
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    Hallo
    O3 ist ebenfalls ein Faktor, der Einfluss haben kann. Wenn ich es richtig im Kopf habe, gibt es sogar ein spezielles Präparat für ADHS/ADS-Kinder, in den O3 mit noch irgendetwas kombiniert ist. Am besten mal in der Apotheke fragen.
    Gutes Gelingen
    Luna

    P.s. Ich wollte es wissen und habe gleich mal nachgeschaut: http://www.esprico.de/de/ESPRICO/tabid/61/Default.aspx nur mal als Beispiel

    #99500 (0)
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    Animus
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    Zitat von Luna im Beitrag #6


    O3 ist ebenfalls ein Faktor, der Einfluss haben kann. Wenn ich es richtig im Kopf habe, gibt es sogar ein spezielles Präparat für ADHS/ADS-Kinder, in den O3 mit noch irgendetwas kombiniert ist. Am besten mal in der Apotheke fragen.


    Was soll O3 sein? Ozon?

    #99501 (0)
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    Luna
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    nee, Omega 3

    #99502 (0)
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    Kessy
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    wie Luna schon sagte würde ich definitiv auch nach den essentiellen Fettsäuren schauen & das Thema Nahrungsmittelunverträglichkeiten könnte wichtig sein

    #99503 (0)
    Chris Michalk
    Chris Michalk
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    Hallo Animus,

    ich würde entscheiden nach der Diagnose bzgl. eines AD(H)S-Typs. Je nachdem, zu welcher Diagnose man neigt, könnte man durch Interventionen herausfinden, wie das Kind am besten/am ehesten reagiert.

    Typischerweise ist Dopamin und Noradrenalin involviert. Die Gabe von L-Tyrosin (als Beispiel) wirkt recht zügig (bei Gesunden). Neben der gezielten Gabe von Aminosäure(n) sollte generell sichergestellt werden, dass auch die Reizweiterleitung im Gehirn funktioniert. Stichwort Membranbestandteile … Phospholipide (Phosphatidylcholin, -ethanolamin, -inositol etc.) – idealerweise in Form von Soja-Lecithin, weil dort alles enthalten ist. Zusammen mit n3-Fettsäuren und Uridin könnte man versuchen, eine gesteigerte Neurogenese herbeizuführen, denn AD(H)S ist, wie viele neurologische Erkrankungen, auch durch Verlust von Nervenzellen gekennzeichnet.

    Ergänzend: Eine breite Analyse von Spurenelementen (Jod, Selen, Zink, Kupfer, Eisen [da involviert in Dopamin-Rezeptor-Dichte/Funktion] etc.) idealerweise als Haaranalyse, denn die scheint im Bezug auf Spurenelementversorgung eine sichere(re) Aussage zu gewährleisten. Denn, wie du sicher selbst weiß, spielen Zink, Selen und co. eine große Rolle bzgl. Gehirnentwicklung.

    Ich würde kein Aminosäure-Profil machen, da es in den seltensten Fällen wirklich helfen kann. Gesamteiweiß halte ich – bezogen auf kognitive Effekte von Protein – für wertvoller (als Diagnose-tool). Viele Leute haben ein ausgezeichnetes Aminogramm, aber ein sehr schlechtes Gesamteiweiß einhergehend mit Depression (oft, aber nicht immer) etc.

    Alles Gute für dich & dein Kind!

    #99504 (0)
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    Animus
    Beiträge: 150

    Zitat von Chris (edubily) im Beitrag #10



    ich würde entscheiden nach der Diagnose bzgl. eines AD(H)S-Typs. Je nachdem, zu welcher Diagnose man neigt, könnte man durch Interventionen herausfinden, wie das Kind am besten/am ehesten reagiert.


    Mit manchen Substanzen will ich nicht am Kind dauerhaft experimentieren. Da will ich lieber erst messen und erst bei Mangel substituieren.

    Zitat von Chris (edubily) im Beitrag #10


    Typischerweise ist Dopamin und Noradrenalin involviert. Die Gabe von L-Tyrosin (als Beispiel) wirkt recht zügig (bei Gesunden). Neben der gezielten Gabe von Aminosäure(n) sollte generell sichergestellt werden, dass auch die Reizweiterleitung im Gehirn funktioniert. Stichwort Membranbestandteile … Phospholipide (Phosphatidylcholin, -ethanolamin, -inositol etc.) – idealerweise in Form von Soja-Lecithin, weil dort alles enthalten ist. Zusammen mit n3-Fettsäuren und Uridin könnte man versuchen, eine gesteigerte Neurogenese herbeizuführen, denn AD(H)S ist, wie viele neurologische Erkrankungen, auch durch Verlust von Nervenzellen gekennzeichnet.


    n3-Fettsäuren inhaliert er in Form von Raucherlachs in großen Mengen. Deshalb war das Omega3-Profil auch optional gedacht.
    Mal schauen wie/ob ich ihn mit Lecithin versorgen kann. ich glaube davon werden alle Familienmitglieder profitieren.

    Zitat von Chris (edubily) im Beitrag #10


    Ergänzend: Eine breite Analyse von Spurenelementen (Jod, Selen, Zink, Kupfer, Eisen [da involviert in Dopamin-Rezeptor-Dichte/Funktion] etc.) idealerweise als Haaranalyse, denn die scheint im Bezug auf Spurenelementversorgung eine sichere(re) Aussage zu gewährleisten. Denn, wie du sicher selbst weiß, spielen Zink, Selen und co. eine große Rolle bzgl. Gehirnentwicklung.


    Bis auf Selen, was bei ADS/ADHS selbst kein Effekt haben soll, war alles schon in der Liste. Insbesondere Eisen ist eine Baustelle. Ich weiß, dass sein Ferritin-Wert mit 21 ziemlich niedrig ist.
    Haaranalyse ist natürlich noch interessant. Mal schauen, ob ich dafür eine seriöses Labor finde.

    Zitat von Chris (edubily) im Beitrag #10


    Ich würde kein Aminosäure-Profil machen, da es in den seltensten Fällen wirklich helfen kann. Gesamteiweiß halte ich – bezogen auf kognitive Effekte von Protein – für wertvoller (als Diagnose-tool). Viele Leute haben ein ausgezeichnetes Aminogramm, aber ein sehr schlechtes Gesamteiweiß einhergehend mit Depression (oft, aber nicht immer) etc.


    Weshalb ich noch immer das Aminosäuren-Profil vorziehe ist, dass ich genau den Mangel in speziellen Aminosäuren sehen will.
    Phenylalanin, Thyrosin => Dopamin, Noradrenalin, Adrenalin, PEA
    Tryptophan => Serotonin
    Glutmain => GABA
    Glycin => Antagonist zu Noradrenalin
    Für den allgemeinen Verlauf zu Optimierung halte ich natürlich Gesamteiweiß für besser, weil um ein vielfaches billiger. Für diagnostische Zwecke halte ich das Profil trotzdem für wertvoll(er).

    #99505 (0)
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    Luna
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    Hey Animus
    weil Chris gerade Tyrosin angesprochen hat: Bei Kindern kommt es nicht so selten vor, dass sie bei zu niedrigen Schilddrüsenhormonen mit Zappligkeit, Konzentrationsstörungen und manchmal sogar Aggressivität reagieren. Also nix mit den üblichen Symptomen wie Müdigkeit.Eher das Gegenteil.
    Ich kenne persönlich solche Fälle. Also auch daran denken und abklären lassen.
    Alles Gute!
    Luna

    #99506 (0)
    Chris Michalk
    Chris Michalk
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    Beiträge: 2599

    Zitat


    Weshalb ich noch immer das Aminosäuren-Profil vorziehe ist, dass ich genau den Mangel in speziellen Aminosäuren sehen will.
    Phenylalanin, Thyrosin => Dopamin, Noradrenalin, Adrenalin, PEA
    Tryptophan => Serotonin
    Glutmain => GABA
    Glycin => Antagonist zu Noradrenalin
    Für den allgemeinen Verlauf zu Optimierung halte ich natürlich Gesamteiweiß für besser, weil um ein vielfaches billiger. Für diagnostische Zwecke halte ich das Profil trotzdem für wertvoll(er).


    Ok! Die Ansätze sind super und viele (alle?) Wege führen … :-)

    #99507 (0)
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    Animus
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    Zitat von Chris (edubily) im Beitrag #13


    [Ok! Die Ansätze sind super und viele (alle?) Wege führen … :-)


    ich habe Deine Anmerkung noch mal zu Herzen genommen und darüber im Whirlpool in Ruhe nachgedacht.

    Ich denke, dass der rationalere Weg ist erst das Gesamteiweiß (2,33 Euro) zu bestimmen und so ein allgemeine Mangelernährung ausschließen.
    Sollte ich bei eine allgemeine Mangelernährung zeigen, werden wir zuerst versuchen aufzufüllen und erst dann ein Aminosäuren-Profil (130Euro) erstellen.

    Er ist ein sehr schlechter Essen. Er ernährt sich aber gerne von eiweißreichen Lebensmittel. Käse, Quark, Fleich etc.
    Zudem ist er sehr gerne Räucherlachs, was total ungewöhnlich für ein Kind ist.

    Weißt Du, ob ein niedriger Wert bei einem HbA1c auf ein potentielle Hypoglykämien bei Nicht-Diabetiker hinweisen kann?

    #99508 (0)
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    Zitat


    n3-Fettsäuren inhaliert er in Form von Raucherlachs in großen Mengen. Deshalb war das Omega3-Profil auch optional gedacht.
    Mal schauen wie/ob ich ihn mit Lecithin versorgen kann. ich glaube davon werden alle Familienmitglieder profitieren.


    Hallo Animus!

    Ist dir bekannt, dass Räucherlachs, zumindest wenn er unter diesem "Namen" eingekauft wird, nicht unbedingt Wildlachs ist und entsprechend auch nicht das gleiche n3-Profil aufweist?

    Zitat


    Achtung, das sollte man wissen…
    Nur dort wo "Wildlachs" deklariert wird, erhalten Sie in 4 bis 5 Jahren natürlich aufgewachsenen Wildlachs. Wildlachs ernährt sich ausschließlich selbst, ohne menschliche Hilfe, von Krabben und Krebsen, was schmeckt und auch an der Konsistenz feststellen kann.
    Nach dem Gesetzt darf nur Wildlachs als Wildlachs deklariert werden, kein Zuchtprodukt, egal wie klangvoll die Bezeichnung auch ist.

    Namensschöpfungen der Zuchtindustrie…
    Produktbezeichnungen wie Echter Lachs, Irischer Lachs, Lachs, Echter Irischer Lachs, Räucherlachs, Echter Räucherlachs, Biolachs, Ökolachs, Irland Bio-Räucherlachs, Wildwasserlachs, Fjordlachs, Baltilcachs, Supérieurlachs, Sibirischer Lachs, Graved Lachs, Grönlandlachs, Echter Farmlachs und unzählig viel andere Bezeichnungen sind frei formulierte Kunstbegriffe für Zuchtlachs!
    Zuchtlachs wird in der Regel in Aquakulturen (Massentierhaltung mit Kunstfutter, Fischabfällen, Farbstoffen, Wachstumshormonen und Antibiotika), jeweils nach Bedarf- bzw. Zuchtverfahren individuell zusammengestellt und in nur 6 bis 8 Monaten schnell hoch gezüchtet.
    Solche- und ähnliche Namensschöpfungen ergänzen sich täglich fast von selbst, da sich diese Kretivität für die Zuchtindustrie lohnt, da es um gigantische Werte geht.
    Solche Namensschöpfungen bezeichnen keinen Wildlachs sondern Industrieware unterschiedlicher Aufzuchtverfahren bzw. Aufzuchttechniken.


    => QUELLE

    Kann natürlich sein, dass du deinen Wildlachs selber räucherst :)

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