L-Carnitin als Antioxidanz

Dieses Thema enthält 13 Antworten und 5 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von vera8555 vera8555 15.06.2014 um 13:18.

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  • #87352 (0)
    Chris Michalk
    Chris Michalk
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    L-carnitine mediates protection against DNA damage in lymphocytes of aged rats.

    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18629605

    Zitat


    In aged animals, administration of L-carnitine for 21 days significantly decreased the levels of lipid peroxides and improved the activities of antioxidant enzymes like superoxide dismutase, catalase, glutathione peroxidase and glutathione reductase. L-Carnitine enhanced T-cell proliferative responses as evaluated by T-cell proliferation assay using [3H] thymidine incorporation and also significantly reduced DNA damage, apoptosis and TNF-alpha level in lymphocytes of aged animals. Our results suggest that L -carnitine may have a vital role in improving functions in the cells of the immune system particularly the lymphocytes possibly through its antioxidant action.


    #92393 (0)
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    Bernd
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    Hallo Sven,

    bei allem Respekt, aber was nützen und haben die zigtausendenden Tierversuche an Ratten o. ä. dem Menschen in vielen Fragen der Lebensverlängerung oder Lebensoptimierung wirklich genutzt? Oder besser, welcher Prozentsatz davon in der Realität?

    Was ist davon trotz der Tierexperimente für Menschen in der Medizin nach wie vor Theorie? Und wie oft liest man zu solchen Versuchen und Ergebnissen dann letztlich ganz unten, ob und wie am Menschen wirksam ist nicht bewiesen, muß die Zukunft zeigen etc.?

    Ich will nicht den grundsätzlichen langfristigen Nutzen einiger dieser vielen zumeist stattfindenen Tierquälerei in Frage stellen, vor allem wenn es um Krebsexperimente und andere Krankheiten geht, aber hier dann immer gleich einen zumindest theoretischen "Erfolg" zu propagieren halte ich nicht nur angesichts der vielen von den Forschern um Gelder buhlenden gemeldeten "Erfolge" im Tiermodell z. B.bei Krebs und der dennoch tatsächlichen und realen Situation und ständigen Zunahme dieser und anderer Krankheiten beim Menschen, für völlig überzogen Selbstdarstellungen und reines Marketing.

    Im Prinzip wissen wir zwar heute theoretisch eine Menge, aber was die Praxis betrifft nicht viel mehr als zu Beginn des Ganzen und versuchen wie im Mittelalter vor allem mit dem Messer oder chemischen Keulen um uns zu schwingen und machen dabei nach wie vor mehr kaputt als heil.

    Da stimme ich Dir lieber zu Deinem Artikel Medizin der Zukunft und dem Versagen der Mediziner zu.

    Gruß Bernd

    #92394 (0)
    justizia
    justizia
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    Hallo Bernd,
    Du meinst aber sicher nicht Sven, sondern Chris, oder?
    Gruß

    #92395 (0)
    Chris Michalk
    Chris Michalk
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    Lieber Bernd,

    ich versehe nicht so ganz auf was du hinaus möchtest.

    Bezogen auf die "Theorie", die man an Tieren testet, in der Erwartung sie dann auch beim Menschen einzusetzen: Alles das, was an Lympozyten von Ratten funktioniert, funktioniert auch bei deinen Lymphozyten. Alles das, was in der Muskelzelle der Ratten funktioniert, funktioniert auch in deiner Muskelzelle. Alles das, was im Fettgewebe von Schweinen funktioniert, funktioniert auch in deinem Fettgewebe. Wenn du dir dessen nicht im Klaren bist, dann solltest du dir die Zeit nehmen und Studien, Arbeiten und Experimente lesen oder selbst mal in diesem Bereich tätig werden.

    Ich frage mich vor allem auch, wo du denn sonst dein physiologisches Wissen hernehmen möchtest?

    Wenn es dieses Wissen nicht geben würde, wie würdest du dann in die Zukunft blicken wollen?

    Wir machen doch nicht nur Erfahrungen bezogen auf Altersoptimierung etc. sondern auch bezogen auf die allgemeine Funktion von diversen Stoffen.

    Mittelalter wäre so weiter zu machen wie jetzt.

    Woher würden wir wissen, wie die T4-T3-Hypophysen Achsen funktioniert, wenn wir niemals ein Tier aufgeschnitten hätten? Aber wenn sich damit jemand heilt, dann ist es gerechtfertigt?! Wer hätte das denn damals gewusst?

    #92396 (0)
    Chris Michalk
    Chris Michalk
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    Was ich noch ergänzen wollte:

    Wenn du so argumentierst, dann hast du mein Konzept nicht verstanden.
    L-Carnitin gehört genau so zu deiner Evolution wie dein Eiweiß. Oder hast du dich damals von Soja ernährt? Wohl kaum.
    Mir ist es daher wichtig, Menschen die weitere physiologische Bedeutung zu vermitteln, die über "Carnitin als Fatburner" hinaus geht.

    Weiterhin soll es um ein "high tech" Konzept gehen. Klar, meine Oma und der Steinzeitmensch wusste davon auch nichts und hat gelebt. Aber wir haben ein immenses Wissen, was wir doch für uns anwenden können?! Lebe doch mal 3 Tage ohne Essen oder rutsche doch mal bewusst in eine Mangelsituation – dort unten erkennst du dann vielleicht, wie schön es dort oben war.

    Wenn das dein Punkt ist, dann muss ich meine Argumentation noch einmal überdenken: Die Evolution als Hintergrund ist gut und schön. Mich interessiert aber die Biochemie, den Chemiebaukasten Mensch, und wie ich ihn modulieren kann.

    Das ist high tech. Mittelalter wäre, dieses Wissen abzulehnen und zu leben wie alle Generationen vor uns.

    #92397 (0)
    justizia
    justizia
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    Zu den Zeiten meiner Großeltern gab es auch noch "Nahrungsmittel" die haben sich weder von Industriegemüse und schon gar nicht von Industriefleisch ernährt.

    #92398 (0)
    vera8555
    vera8555
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    Ich bin ja nun auch schon eine Großmutter (könnte teoretisch schon Urgroßmutter sein )
    Selbst wir bekamen von unserer Mutter Viamin C-Tabletten, Lebertran, Calzium und im Winter Höhensonnenbestrahlung.
    Das ist ca. 70 Jahre her.
    Wir waren Großstadtkinder ohne Garten, aber meine Familie war "medizinlastig". Da wußte Mutter Bescheid.
    Vor 50 Jahren bekam meine Tochter Multivit-Saft.

    LG Vera

    #92399 (0)
    justizia
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    Stimmt – Lebertran und Magnesium hat meine Oma mir auch immer gegeben.

    #92400 (0)
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    Pong
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    Als Pulver hier recht günstig: L-Carnitin MyProtein

    Es ist sicher immer eine Gradwanderung, wieviele NEM sind sinnvoll, wo ist das Optimum, wann beginnt die Hysterie sich täglich handvoll irgendwelche Kapseln einzuwerfen.
    Sicher haben auch unsre Vorfahren überlebt, genauso wie die Bewohner des Regenwaldes es auch tun.
    Aber wenn man mal den Unterschied zwischen vor sich hin leben und Wohlbefinden kennt versucht man eben genau diesen Zustand zu halten.
    Ich hatte seit frühester Kindheit u.A.Gelenkschmerzen, meine Mutter hat mir Nächtelang die Knie mit Fransbranndwein massiert….damals hieß es Wachstumsschmerzen, als ich nicht mehr wuchs wars halt psychosomatisch, während der Schwangerschaften das Gewicht, inzwischen bin ich bei Arthrose als Diagnose angelangt.
    Vor einigen Jahren las ich das Gelatine und Omega 3 hilfreich wären, ausprobiert…..und nach über 40 Jahren Schmerzen weiß ich nun wie es sich ohne Schmerzen lebt, und da ich noch ein paar andre NEMs wie Vit.D, etc nehme weiß ich auch, dass sich das gesamte Wohlbefinden optimieren lässt. Natürlich habe ich auch die Ernährung umgestellt und soweit als möglich optimiert aber spürbare Verbesserungen traten erst in Kombination mit entsprechenden NEMs ein…..und ehrlich…..so wie vor 5 Jahren möchte ich mich nie wieder fühlen.

    Aber auch wenn man sagt die Leute früher hatten ja auch keine Nahrungsergänzung und haben auch gelebt. Die Menschen von früher sind die Alten von Heute, und das Elend das sich einem täglich in der Fußgängerzone bietet, NEIN, so möchte ich nicht alt werden, meinen degenerierten Körper auf den Rollator gestützt meinem Ende entgegen vegetieren.

    LG
    Corina

    #92401 (0)
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    Bernd
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    #92402 (0)
    Chris Michalk
    Chris Michalk
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    Hallo Bernd,

    Danke, dass du die Arbeit hier wertschätzt.

    Ich glaube, ich habe deinen Punkt ganz gut verstanden. Ich verstehe aber die Diskrepanz nicht so gut. Es geht ja nicht immer darum, dass das, was da in den Arbeiten steht, als Wahrheit angenommen wird. Oder als Tatsache dahin gestellt wird. Es geht darum eventuelle Möglichkeiten aufzuzeigen. Wege zu finden. Nicht das "angebliche Ziel" ist das Ziel, sondern der Weg, der über diese "Entdeckungen" führt. Klingt ein bisschen philosophisch, aber im Grunde ist es so.
    Wenn ich zum Beispiel über L-Carnitin schreibe im Zusammenhang mit der Energiegewinnung, dann wäre mir auch wichtig zu erwähnen, dass L-Carnitin auch in ganz anderen und auch wichtigen Prozessen partizipieren könnte. Nenne dann Arbeiten. Ob deine DNA dann tatsächlich weniger Schaden erfährt… who knows?
    Ohne das Wissen über die Biochemie, wäre ich heute vielleicht unübertrieben tot.

    PS. Natürlich hast du recht, wenn du sagst, dass nicht jeder gleich auf diverse Sachen reagiert… ändert aber nichts am molekularen Pfad.

    #92403 (0)
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    Anonym
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    Ein schönes Beispiel das es tatsächlich große Unterschiede zwischen Nagern und Menschen gibt kann man HIER bei Alphagalileo nachlesen. Habe leider keinen Zugang zu Elsevier und kann daher nicht sagen wie übertrieben der kurze Auszug von alphagalileo ist aber weiter unten im Artikel wird Bezug genommen auf eine Studie mit der man ein paar Wochen vorher die Leute erschreckt hat.

    "These findings may seem to contradict those reported in a study published earlier this month in Nature Medicine by Robert A. Koeth and others (Koeth, R. A. et al. Nature Med. http://dx.doi.org/10.1038/nm.3145), which demonstrated that metabolism by intestinal microbiota of dietary L-carnitine produced trimethylamine N-oxide (TMAO) and accelerated atherosclerosis in mice. They also noted that omnivorous human subjects produced more TMAO than did vegans or vegetarians following ingestion of L-carnitine, and suggested a possible direct link between L-carnitine, gut bacteria, TMAO, and atherosclerosis and risk of ischemic heart disease."

    Also hat man bei den Nagern praktisch das totale Gegenteil von dem was beim Menschen zutrifft gefunden.
    Die Studie mit dem L-Carnitin das nach Herzinfarkten besonders hilfreich ist finde ich deshalb so nett, weil es sich hier praktisch um ein spottbilliges Supplement handelt, an dem die Pharmaindustrie sicher nix verdienen kann. Weitere Forschungen müssten da schon von der öffentlichen Hand finanziert werden und es würde hier auch Sinn machen.
    @Bernd
    Das Problem bei der Forschung am Menschen ist halt seine lange Lebenserwartung. Hier kann man bisweilen mit Tierversuchen recht gut abkürzen, aber leider läuft auch sehr vieles ins Leere.

    #92404 (0)
    Chris Michalk
    Chris Michalk
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    Edit

    Biochemische Konzepte sind nicht nebeneinander stehend, sondern überlagert.

    Nur das begreift der Mensch nicht so richtig. Selbst wenn TMAO das Arteriosklerose-Risiko erhöhen würde o.ä., dann verbessert L-Carnitin trotzdem die Blutfettwerte, den HDL (wovon wir ja wissen, dass er kardioprotektiv ist – mittlerweile), verbessert die mitochondriale Leistungsfähigkeit und somit auch die kardiale Leistungsfähigkeit. L-Carnitin ist bezogen auf seine Wirkung auf das Herzen einzigartig. Wir haben bisher nicht eine einzige Substanz gefunden, die einen so dermaßen positiven Einfluss auf alle Parameter des Herzens hat: Erhöhung der ATPProduktion (positiv inotrope Wirkung), verbesserter koronare Blutfluss, verringertes Auftreten von Arrhythmien – und dann: Macht man dem Herzen einen Infarkt und setzt bei der Reperfusion L-Carnitin bei, dann bringt das Herz fast seine normale Leistung – ja wo gibt’s denn das?

    Und alle diese Effekte fallen durch TMAO ja nicht weg. Aber das multiperspektivische Denken ist nicht so das, der Menschheit.

    #92405 (0)
    vera8555
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    Man kann das ja noch ein wenig ausspinnen und nicht nur Fadenwürmer, Fuchtfliegen, Nager und Menschen mit NEM versorgen und dementsprechende
    Reaktionen beobachten.
    Ganz simpel : ich wohne im 8.Stock mit riesigem Südbalkon – meine Wohnung ist ein grüner Dschungel, mein Balkon ist ein Blütenmeer. Warum – weil ich meine Pflanzen mit
    NEM, d.h. Dünger versorge, regelmäßig und reichlich.
    Meine Nachbarin: " Sie haben eben einen grünen Daumen". Bei ihr vegetiert alles gerade noch so vor sich hin, denn sie ist der Meinung in unserem Trinkwasser sind genug Mineralien drin.

    LG Vera

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