Knirschendes Kniegelenk

Dieses Thema enthält 13 Antworten und 7 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Avatar Axel 24.07.2015 um 13:11.

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  • #88474 hilfreich: 0
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    OnkelPaul
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    Hallo Community,

    meine Kniescheibe knirscht bei mir, als wenn jemand Sand "ins Getriebe" geschmissen hätte. Vornehmlich bei Belastung (Hinsetzen, Aufstehen). Ich habe keine Schmerzen und mein wichtigstes Anliegen ist natürlich, dass es so bleibt. Allerdings ist es schwierig, die Muskeln aufzubauen (in der Beinpresse bei 130kg hört sich das auch nicht gerade schön an). Auch habe ich bedenken bzgl. Bergsprints und Fahrradsprints und gelegentliches Joggen. Was meint ihr dazu? Was könnte ich sportlich weiterhin tun ohne es zu einem Problem werden zu lassen. Dr. Strunz sagt ja "Kraft nimmt Schmerz". Geht das überhaupt? Wenn ja, wie?

    Was könnte man in Richtung NEM tun?

    PS: Vmtl. ist ein kleiner Unfall daran schuld, als ich aufs Knie gefallen bin. Zum Orthopäden werde ich vmtl. mal gehen, habe aber eigentlich keine Lust schon wieder geröntgt zu werden.

    #109444 hilfreich: 0
    vera8555
    vera8555
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    1 pt
    Beiträge: 325

    Ich habe meine Knie sehr gut mit Glucosamin- Chondroitin- MSM-Präparaten hingekriegt.
    Auch Cissus hilft.
    Es dauert allerdings einige Wochen bis die Wirkung zu spüren ist.
    Beim Joggen unbedingt keine üblichen Sportschuhe tragen. Besser möglichst flache "Barfußschuhe" und Vorfuß- bzw Mittelfußlauf.
    Muskulatur unbedingt aufbauen, also Beinpresse, niedrige Gewichte und mehr Wiederholungen, Wackelbrett und Kniebeugen.
    Vergiß den Orthopäden (die verbieten Laufen und Joggen und verschreiben nur Einlagen) – besser ist ein guter Osteopath.

    #109445 hilfreich: 0
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    Fred
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    Beiträge: 42

    Meine Knie schmerzen bei Kniebeugen und Beinpresse. Mein Arzt und mein Physiotherapeut haben mir empfohlen bis auf weiteres auf Beinstrecken und Beinbeugen umzusteigen. Vllt. hilft Dir das auch.

    Grüße
    Fred

    #109446 hilfreich: 0
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    Don90
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    Bei den Kniebeugen ist darauf zu achten, dass beim Beugen die Knie nicht nach innen ziehen.
    Die Kniescheibe zieht beim Beugen in Richtung 2. Zehenstrang.

    Ich hatte schon des öfteren eine Patellaluxation und muss regelmäößig meine Muskulatur stärken.

    Ich kann ein MFT-Board empfehlen. Morgens beim Zähneputzen ist ein bisschen Stabilitätstraining super.

    Ich mache zur Kräftigung auch noch 100 Wiederholungen (mit sehr wenig Gewicht) einbeinig an der Beinstrecker-Maschine. Jedesmal nach dem Boxtraining.
    Das hat mir unheimlich gute Spannung und Stabilität gebracht, kann ich nur empfehlen.

    Bei der Beinstrecker Maschine ist folgendes zu beachten:
    – Wenig Gewicht, mehr Wiederholungen
    – Beim Strecken des Beines wird darauf geachtet, dass die Ferse in Richtung nach vorne schiebt, so kann man eine richtige Ausführung gewährleisten.
    – kein aggressives ausstrecken, sondern kontrolliert bleiben.
    – Vorfuß ist angezogen
    – bei Schmerzen das Gewicht reduzieren (ich arbeite ohne Gewicht, nur mit dem Eigengewicht der Maschine)
    – Wenn ihr auf der Maschine sitzt, werdet ihr einen Unterschied spüren ob ihr einfach nur draufsitzt und arbeitet oder wenn ihr eine Lordose in der LWS haltet und arbeitet. Letzteres ist die richtige Variante.

    Meine Schmerzen gingen so weg nach meiner letzten Patellaluxation.

    Es ist ziemlich schwer soetwas zu beschreiben oder einfach nur ein Video zu sehen.
    Ich tue mir recht leicht, da ich eine Personal Trainer Ausbildung habe.
    Die Ausführung sollte jedenfalls kontrolliert werden von jemanden der Ahnung hat! Bei mir war das leider aber kein Physiotherapeut!

    #109447 hilfreich: 0
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    Don90
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    PS: Glucosaminsulfat in Kombination mit Glucosaminhydrochlorit und Chondroitinsulfat und MSM habe ich auch probiert.
    Bitte beachten, dass man relativ hohe Dosen braucht….ich erinnere mich an um die 2000mg GLucosaminsulfat.
    Habe damals von MyProtein die Produkte bestellt.

    Mein Knie wurde besser, das habe ich aber eher dem Krafttraining zugeschrieben und der Physio.

    Verkehrt war es aber vermutlich auch nicht.

    Alles Gute!

    #109448 hilfreich: 0
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    Axel
    Beiträge: 276

    Ich empfehle Kniebeugen mit der Langhantel, und keine Beinpresse mehr. Wichtig ist dabei natürlich die saubere Ausführung: "below parallel", also so weit runter, dass das Hüftgelenk unterhalb des Kniegelenks ist; Knie nicht nach innen fallen lassen; Knie folgen exakt den Füßen, welche etwa 30° nach außen zeigen (etwa schulterbreiter Stand, Fersen unter den Schultern); "hip drive", also die Hüftmuskulatur aktiv zum Heben einsetzen.

    Warum mit der Langhantel?

    Bei richtiger Ausführung werden die Kniegelenke nicht auf Scherung belastet, sondern gleichmäßig. Die freie Hantel stellt sicher, dass nicht mehr Gewicht bewegt wird, als man im Griff hat. Wird die Bewegung geführt (Smith Machine oder Beinpresse), wird der Körper in unphysiologische Bewegungsabläufe gezwungen und der Nutzer dazu verleitet, zu hohe Gewichte aufzulegen.

    Für Tipps zur sauberen Ausführung kann ich die Youtube-Videos von Johannes Kwella (deutsch) und Mark Rippetoe/Art of Manliness (englisch) empfehlen.

    #109449 hilfreich: 0
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    OnkelPaul
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    Beiträge: 232

    Danke … ich nehme mir das alles mal zu herzen. Vmtl. Mache ich erst mal die Übungen, die das Knie am wenigsten belasten und dafür deutlich mehr (+ NEM) und später versuche ich die Langhantel zu integrieren.

    #109450 hilfreich: 0
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    CaptainHungerhaken
    Beiträge: 218

    Kniebeuge (richtig ausgeführt) belastet die Knie deutlich weniger als so mancher anderer Unsinn (Maschinen).
    Bin dadurch auch erst meine Jahre langen Knieschmerzen los geworden.

    #109451 hilfreich: 0
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    OnkelPaul
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    Beiträge: 232

    Meinst du? Ich habe da so meine Bedenken, da es ja schon knirscht, wenn ich mich auf nen Stuhl setze.
    Dazu kommt, dass ich in der Muckibude recht frisch dabei bin und bedenken hätte, dass ich die falsch mache und damit mehr kaputt mache.

    #109452 hilfreich: 0
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    Axel
    Beiträge: 276

    #109453 hilfreich: 0
    Markus
    Markus
    Teilnehmer
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    Beiträge: 2653

    Sehr schön geschrieben Axel!

    Ein Buch, das ich gerade begeistert les, möchte ich noch gerne zu dem Thema ergänzen: "Werde ein geschmeidiger Leopard" von Kelly Starrett.

    Hier werden in der einen Hälfte die meisten Big Lifts sowie Olympischen Lifts detailliert beschrieben und in der zweiten Hälfte Mobilisationsübungen für einen vollständigen Bewegungsumfang besprochen. Wer keinen wirklich guten Personal Trainer hat. aber noch über ein gesunden Körperbewußtsein verfügt, ist hier ausgesprochen gut aufgehoben.

    #109454 hilfreich: 0
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    OnkelPaul
    Teilnehmer
    Beiträge: 232

    Danke. Ich werde mich mal stärker diesbezüglich informieren.

    #109455 hilfreich: 0
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    OnkelPaul
    Teilnehmer
    Beiträge: 232

    Spricht was gegen HIIT Training (8x20s Bergsprints (1Min. Pause))? Oder ist das sogar gut?

    #109456 hilfreich: 0
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    Axel
    Beiträge: 276

    Danke, Markus! "Supple Leopard" ist ein klasse Buch, keine Frage!

    Zum HII-Taining, Paul, wäre meine Haltung: Wenn Du es richtig machst, also intensiv, ist es bestimmt zu viel für Deine Knie. Machst Du’s nur halbgar, verdient es den Namen HIIT nicht und ist vermutlich eher Zeitverschwendung.

    Warum bin ich so ein großer Anhänger der Langhantel geworden? Weil sie es ermöglicht, extrem punktgenau zu trainieren. Die Bewegungen sind immer kontrolliert, es treten keine Lastspitzen auf, das Verletzungsrisiko ist minimal. Man muss schon etwas falsch machen, um sich zu verletzen. Das Gewicht kann extrem genau eingestellt werden. Bist Du zu schwach, um 60 kg zu beugen, dann beugst Du eben 40 kg oder 20 und arbeitest Dich von da aus langsam hoch. Ist Dir der Sprung von 30 auf 35 kg zu schwer, gehst Du eben über einen Zwischenschritt hoch: 30-32,5-35. Überlastung ausgeschlossen, wenn Du mit Verstand und Gefühl rangehst. Details und Anleitungen enthält SS:BBT in Hülle und Fülle.

    Ich würde die dynamischen Belastungen erst in Erwägung ziehen, wenn Du eine Kraft-Basis aufgebaut hast. Als Richtlinie für den Übergang vom Schwächling zum Anfänger-Gewichtheber lese ich regelmäßig von "kann sein Körpergewicht in Eisen beugen". Ein paar Monate wirst Du dafür wohl ansetzen müssen, ich befinde mich gerade an dieser Schwelle…

    Generell stellt sich die Frage, wofür Du das erheblich höhere Verletzungsrisiko bei HIIT eintauschst. Was ist der Vorteil gegenüber Heben? Dass Du nicht in ein muffiges Studio mit lauter Bro-Idioten musst? Nachvollziehbar – dann mach’s wie ich und stell Dir einen Power Cage in den Keller. Die Investition motiviert dann auch, an der Sache dranzubleiben.

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