Keine geringere/sogar leicht erhöhte Sterblichkeit bei Einnahme von Antioxidantien

Dieses Thema enthält 7 Antworten und 6 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Avatar Tobi90 27.11.2018 um 16:28.

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    naklar!
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    Ich mach`s mir mal einfach und kopiere die Quellen aus einer Aesir Sports / Patreon – Mail unten rein.
    Besprochen wurde eine Meta – Analyse:

    „Ein Cochrane Review ist eine in sich eine wissenschaftliche Untersuchung, mit einem einer vorausgeplanten Sektion zu den Methoden und einer Zusammenstellung von originären Studien (vornehmlich randomisierte kontrollierte Experimente, klinisch kontrollierte Experimente und manchmal auch nicht-randomisierte Beobachtungsstudien) als „Gegenstand“. Die Ergebnisse dieser multiplen Primärforschungen werden durch Strategien synthetisiert, die Verzerrungen und Fehlerquoten begrenzen. Diese Strategien beinhalten eine umfassende Suche potenziell relevanter Studien und die Verwendung von expliziten, reproduzierbaren Kriterien zur Auswahl von Studien, die für das Review infrage kommen. Primäre Forschungsdesigns und Studien-Charakteristika werden evaluiert, Daten werden synthetisiert und Ergebnisse interpretiert.“ – The Cochrane Collaboration

    (1) Krieger, J.: Weightology.net. URL: https://weightology.net/.

    (2) Bjelakovic, G., et al. (2012): Antioxidant supplements for prevention of mortality in healthy participants and patients with various diseases. In: Cochrane Database Syst Rev. URL: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22419320.

    (3) Omenn, GS., et al. (1996): Effects of a combination of beta carotene and vitamin A on lung cancer and cardiovascular disease. In: N Engl J Med. URL: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/8602180.

    (4) Tanvetyanon, T. / Bepler, G. (2008): Beta-carotene in multivitamins and the possible risk of lung cancer among smokers versus former smokers: a meta-analysis and evaluation of national brands. In: Cancer. URL: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18429004.

    (5) Alpha-Tocopherol, Beta Carotene Cancer Prevention Study Group (1994): The effect of vitamin E and beta carotene on the incidence of lung cancer and other cancers in male smokers. The Alpha-Tocopherol, Beta Carotene Cancer Prevention Study Group. In: N Engl J Med. URL: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/8127329.

    (6) Harman, D. (1956): Aging: a theory based on free radical and radiation chemistry. In: J Gerontol. URL: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/13332224.

    (7) Harman, D. (2003): The free radical theory of aging. In: Antioxid Redox Signal. URL: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/14580310.

    (8) Harman, D. (1992): Free radical theory of aging. In: Mutat Res. URL: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/1383768.

    (9) Speakman, JR. / Selman, C. (2011): The free-radical damage theory: Accumulating evidence against a simple link of oxidative stress to ageing and lifespan. In: Bioessays. URL: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21290398.

    (10) Harman, D. (2009): Origin and evolution of the free radical theory of aging: a brief personal history, 1954–2009. Biogerontol. URL: https://link.springer.com/article/10.100…0522-009-9234-2.

    (11) Clancy, D. / Birdsall, J. (2013): Flies, worms and the Free Radical Theory of ageing. In: Ageing Res Rev. URL: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22504404.

    (12) Harman, D. (1972): A biologic clock: the mitochondria?. In: J Am Geriatr Soc. URL: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/5016631.

    (13) Person, P., et al. (2006): The pro-oxidant activity of high-dose vitamin E supplements in vivo. In: BioDrugs. URL: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17025373.

    #131094 hilfreich: 0
    Zopiclon
    Zopiclon
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    Beiträge: 508

    Die Cochrane Jünger sind auch nur Statistiker. Und diese hat per Definition wenig mit einem Individuum zu tun.

    80% (fiktiv) hilft Medikament Y bei Symptom X.
    Wie relevant ist diese Aussage für den Betroffenen?
    Ich meine: NULL, denn er muss es sowieso ausprobieren?

    noch besser: Symptom X wird durch Medi Y signifikant verringert.
    ….
    JA bei dem einem 100%, bei jemand anderem aber nur 10% etc….
    sind wir wieder beim ausprobieren.

    nächstes Problem: die Sterblichkeit durch AntiOx wird bei wem erhöht: Übergewicht, Schichtarbeiter ,Sport , wie ist sonst der Nährstoffstatus der Versuchsperson etc….

    denn ein zuviel an AntiOx ist natürlich nicht gut, ein zuwenig aber auch nicht. Vorher / Nachher Messung vorhanden?
    Alles brauch seinen Gegenspieler: Ist das Wissen darüber überhaupt vorhanden? Wurde gemessen?

    Quelle 13: welches Vitamin E ?
    Quelle 12: unsere Uhr leuchtet am Himmel und produziert Energie für uns, unser Organismus passt sich an dieser an (Jetlag)
    freie Radikale und das Altern: es ist die Entropie, also Energie und nicht irgendwelche Radikale am falschem Ort
    Quelle 5&4: zB Thema Vitamin C beachtet?

    da haben die es sich ein bischen zu einfach gemacht: Was nicht erforscht ist, sich des nichtwissens nicht bewußt zu sein, oder aber noch viel schlimmer dieses trotz Bewußtsein nicht zu beachten, ist nicht exisistent……….

    Gruss

    #131095 hilfreich: 0
    Chris (edubily)
    Chris (edubily)
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    Beiträge: 2463

    Statistik zu verstehen, kann schon tricky sein. Das ist richtig.

    Zitat


    80% (fiktiv) hilft Medikament Y bei Symptom X.
    Wie relevant ist diese Aussage für den Betroffenen?
    Ich meine: NULL, denn er muss es sowieso ausprobieren?


    Das erinnert mich an: Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit im Lotto zu gewinnen? 50 % – entweder man gewinnt, oder man gewinnt nicht

    #131096 hilfreich: 0
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    Deichschaf
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    Beiträge: 19

    Ich denke, das große Problem ist der Denkfehler: Antioxidantien sind gesund –> am besten, man stopft sich immer damit voll bis zum Anschlag.

    Und ignoriert dabei, daß damit auch wichtige körpereigene Abläufe gestört werden.

    #131097 hilfreich: 0
    Zopiclon
    Zopiclon
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    1 pt
    Beiträge: 508

    Richtig

    #131098 hilfreich: 0
    Chris (edubily)
    Chris (edubily)
    Verwalter
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    Beiträge: 2463

    Verstehe sowieso nicht, wieso man immer mit so "Antioxidantien" kommt – der Körper verfügt über so ein mächtiges, eigenes Anti-Ox-System … das kann er nach Belieben und wie ers braucht anpassen. Und zwei Forum weiter kann jeder miterleben, wie sich Leute 10 g Vitamin C reinpfeifen. So etwas werde ich nie verstehen!

    #131099 hilfreich: 0
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    AxCYeR
    Beiträge: 24

    Eigentlich wurde schon alles gesagt, aber ich finde es wirklich extrem wichtig, sich klarzumachen, dass es das Zeug nicht unbedingt braucht.
    Denn wie wir eigentlich mittlerweile alle wissen, verfügt der Körper über seine eigenen Anti-Ox-Systeme, denen es ein starkes und stetiges Fundament zu legen gilt. Dazu: Darmgesundheit, Stoffwechselgesundheit, förderlicher Lebensstil und eben Antioxidantien aus (dem richtigen) Obst und Gemüse. Ob der Körper dann noch nach Unmengen an externem, isoliertem Astaxanthin, Vitamin C & Co. schreit? Ich habe meine Zweifel …

    P.S. Soll nicht heißen, dass es keinen Sinn macht, essentielle Stoffe wie Vitamin E und C bei Bedarf ggf. zu supplementieren – in vernünftigen Mengen und nicht nach "Je mehr desto besser"-Attitüde.

    #131100 hilfreich: 0
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    Tobi90
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    Beiträge: 196

    Zufällig direkt dazu passend:

    http://www.dr-kuklinski.info/publikation…naehrstoffe.pdf

    Thema "Vitamine (aus NEM) erzeugen Krebs".

    Durchaus interessant, im Grunde aber konsistent mit edubily, Strunz. Alles eben sehr komplex.

    Strunz dazu: https://www.strunz.com/de/news/und-noch-…taminluege.html

    Klingt für mich soweit alles konsistent und schlüssig. Trotzdem oder gerade deshalb bleibt: Die Dosis (und der Kontext!) macht das Gift. Bestes Beispiel Raucher und VitE oder Betacarotin hochdosiert.

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