Jod (Lugolsche Lösung) nach Schilddrüsen/Brustkrebs?

Dieses Thema enthält 17 Antworten und 7 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Avatar Mr. Xu 01.02.2020 um 21:51.

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  • #213444 (0)
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    Klaba
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    Hey,

     

    ich habe mal ein paar Fragen zum Thema Jod bzw. Lugolscher Lösung. Ich selbst habe damit in letzter Zeit viele positive Erfahrungen gemacht.

     

    Nun habe ich eine Dame in meinem Bekanntenkreis, die leider schon eine gewisse Brustkrebs Vergangenheit hat. Soll heißen: Mehr als einmal aufgetreten, aber glücklicherweise jedesmal erfolgreich bekämpft. Soweit ich recherchieren konnte, ist Jod beim Thema Brustkrebs wohl sehr sehr positiv, sowohl bei Prävention als auch begleitend.

     

    Nun würde ich der Person gerne einfach mal eine Kur mit einem Tropfen Lugolscher Lösung plus Selenhefe 200 mg pro Tag empfehlen. Einfach wenigstens mal für einen Monat. Das dürfte sicher nicht schaden.

     

    Doch es gibt da einen Faktor, der mich verunsichert, so dass ich das nicht einfach so machen möchte: Sie hatte auch bereits ein mal Schilddrüsenkrebs. Meines Wissens wurden Teile der Schilddrüse entfernt und nun ist alles soweit okay, auch ist noch Schilddrüse vorhanden. Ich bin mir nur nicht mehr so sicher, ob in so einem Fall wirklich eine Hochdosis Kur mit Jod und Selen angezeigt ist.

     

    Kann mir hier jemand weiterhelfen? Ich bin mir nämlich nicht sicher, ob meine Jod-Idee nicht sogar erst recht positiv wäre. Möchte aber nicht einfach so etwas empfehlen, das nicht im schlimmsten Fall noch etwas schlimmer machen könnte…

     

    Freue mich auf eure Tipps!

    #213553 (0)
    Marie
    Marie
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    Klaba schrieb:Doch es gibt da einen Faktor, der mich verunsichert, so dass ich das nicht einfach so machen möchte: Sie hatte auch bereits ein mal Schilddrüsenkrebs. Meines Wissens wurden Teile der Schilddrüse entfernt und nun ist alles soweit okay, auch ist noch Schilddrüse vorhanden. Ich bin mir nur nicht mehr so sicher, ob in so einem Fall wirklich eine Hochdosis Kur mit Jod und Selen angezeigt ist.

     

    Eine nicht mehr komplett vorhandene SD, wo man nicht mal weiß, wie das Restgewebe beschaffen ist, würde ich persönlich nicht mit Jod antreiben.

    Da sollte man lieber mit genügend Schilddrüsenhormonen (T4 + T3) arbeiten.

    Ich hoffe, sie bekommt genug davon?

     

    Zum Rest schreibe ich nichts, da es ein heikles Thema ist, will mich da nicht aus dem Fenster lehnen.  😉

    Um irgend welche Interventionen zu starten, braucht es eine super Diagnose mit sinnvollen Blutwerten.

    Ob sie den Arzt dafür findet, hängt dann auch davon ab, welche Erwartungen und welche Bereitschaft sie hat, etwas zu tun.

    Das ist alles etwas Arbeit und wahrscheinlich auch einiges an Veränderungen in vielen Lebensbereichen.

     

    Was Du ihr ja mal empfehlen kannst, ist, sich das Interview mit L. Hirneise anzuhören.

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    Vielleicht gibt ihr das ein paar neue Erkenntnisse über das Thema.

     

     

    #213555 (0)
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    wmuees
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    Du willst Ihr etwas geben, um das Wiederkommen des Brustkrebs zu verhindern, stimmt’s?

     

    Dass muss nicht unbedingt Jod sein.

     

    Da gibt es z.B.

     

    Bor (engl. Boron), ca 10mg/Tag

    https://pdfs.semanticscholar.org/2d5e/9946e8111c677e524bc64224fd9f1d801738.pdf

     

    MSM:

    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22485142

     

    Vitamin K2:

    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5958717/

     

     

    #213557 (0)
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    Klaba
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    Danke für die Antworten und die weiteführenden Informationen!  😀

     

    Du willst Ihr etwas geben, um das Wiederkommen des Brustkrebs zu verhindern, stimmt’s?

    Genau, darum geht es mir.

    #213561 (0)
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    hans
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    Marie schrieb:

    Ich hoffe, sie bekommt genug davon?

     

    Was Du ihr ja mal empfehlen kannst, ist, sich das Interview mit L. Hirneise anzuhören.

     

    Zu Krebs & Hirneise kann ich dir auch meine Zusammenfassung des Interviews + ein paar Aspekte dazu empfehlen: https://hcfricke.com/2019/12/10/krebs-chemotherapie-lothar-hirneise-zu-den-ursachen-von-krebs-und-den-3-gemeinsamkeiten-der-langzeit-ueberlebenden/

     

    Das ganze Thema ist aber noch viel komplexer… Hormonsystem… früher mal die Pille genommen? Etc. pp.

     

    Hirneise gibt jedoch aus meiner Sicht schon mal einige Grundüberlegungen un die wichtigsten Zusammenhänge an. Speziell die Kiefern/Zahn-Systematik sollte man nicht unterbewerten… Wurzelkanal-Behandlungen, NICOs, Amalgam, etc. pp.

     

    LG

    Hans

    #213720 (0)
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    hans
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    Klaba schrieb:

    Du willst Ihr etwas geben, um das Wiederkommen des Brustkrebs zu verhindern, stimmt’s?

    Genau, darum geht es mir.

    Dann habe ich für genau das richtige – ganz frisch: Warum die Anti-Baby Pille auch Anti-Frau ist & diese ‘abschießt’ + was zur Schilddrüsen-Unterfunktion

     

    Als ich die Recherche dazu gemacht habe bin ich echt umgefallen… also was z.B. die Pille alles macht. Insofern ist ein gutes ‚eingestelltes‘ Steroid-Hormonsystem sehr, sehr wichtig (keine Östrogen bzw. Estradiol (E2)-Dominanz).

     

    VG

    Hans

    #213771 (0)
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    wmuees
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    hans schrieb:Dann habe ich für genau das richtige – ganz frisch: Warum die Anti-Baby Pille auch Anti-Frau ist & diese ‘abschießt’ + was zur Schilddrüsen-Unterfunktion

     

    Hans, hier hast Du zwar beschrieben, dass SHBG erhöht wird und damit DHT und Testosteron gebunden, aber da steht leider nicht, welche Auswirkung das hat.

     

    Insbesonders die Libido leidet. Frau kann dann zwar GV haben, will aber nicht mehr…. und weil die Wirkung häufig nicht sofort auftritt, bringt man Ursache und Wirkung nur schlecht zusammen.

     

     

     

    #213786 (0)
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    hans
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    wmuees schrieb:

    hans schrieb:Dann habe ich für genau das richtige – ganz frisch: Warum die Anti-Baby Pille auch Anti-Frau ist & diese ‘abschießt’ + was zur Schilddrüsen-Unterfunktion

     

    Hans, hier hast Du zwar beschrieben, dass SHBG erhöht wird und damit DHT und Testosteron gebunden, aber da steht leider nicht, welche Auswirkung das hat.

     

    Insbesonders die Libido leidet. Frau kann dann zwar GV haben, will aber nicht mehr…. und weil die Wirkung häufig nicht sofort auftritt, bringt man Ursache und Wirkung nur schlecht zusammen.

     

    Die Auswirkungen sind so mannigfaltig und Katastrophal… die kommen demnächst in der Steroid-Hormonsystem Reihe. In dem Artikel habe ich mich auf das Konzentriert was eher untergeht. Das die Hormonverschiebung aus den Frauen ganz andere Persönlichkeiten macht – das berichten viele – insb. nach dem Absetzen… und in der Rückschau. Alles richtig gruselig.

     

    Steht letztendlich auch alles mal mehr, mal weniger „verklausuliert“ im Beipackzettel den keine(r) ließt.

     

    Aber das Steroid-Hormonsystem + Catecholamine + SD und wie das alles (mit dem Rest) zusammenhängt versteht sowieso kaum einer halbwegs richtig.

     

    VG

    Hans

     

     

    #213838 (0)
    naklar!
    naklar!
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    Hallo, ich wollte bezugnehmend auf oben gepostetes Interview – das ich durchaus auch spannend finde – trotzdem dazu ermuntern, sich auch mal kritisch mit beiden Protagonisten auseinanderzusetzen.

     

    Glaubwürdigkeit ergibt sich AUCH aus dem allgemeinen Verhalten.

     

    Gruß, Eric

    #213842 (0)
    Marie
    Marie
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    Natürlich muss man sich immer mit allem konstruktiv kritisch auseinander setzen. Auch mit den Dingen/Meinungen/Tipps etc., die hier im Forum gegeben werden.

    Wovon man nicht selbst überzeugt ist, sollte man auch nicht machen, egal, was es ist.

     

    Und jemandem die Chemotherapie ausreden, würde ich nie im Leben machen!!! Diese Entscheidung muss man, denke ich, sowieso treffen, bevor man solch eine Diagnose bekommt.

     

    Was genau ist für Dich bei den beiden eventuell unglaubwürdig?

    Kennst Du das Buch „Chemotherapie heilt Krebs und die Erde ist eine Scheibe“

    Ich habe es gelesen, sehr differenziert und gut recherchiert, sowie viele Studienangaben etc.

     

    LG Marie

     

     

    #213846 (0)
    naklar!
    naklar!
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    In der Tat: Nirgends!

     

    Schon alleine aus dem Grund, daß ich mit Sicherheit weit aus weniger mit der Materie befasst bin, als die Beiden.

     

    Nichtsdestotrotz finde ich im Netz eine Menge Unsinn, den beide AUCH schon verzapft haben – was nicht zwangsläufig bedeutet, daß die im Interview getätigten Äusserungen unrichtig sind.

    Was aber meiner Meinung nach trotzdem bedeutet, daß sie deshalb mit etwas Vorsicht zu genießen sind, daß man sich lieber noch einmal absichern, tiefer einlesen oder nachsehen sollte, ob andere Menschen – die evtl. auch ansonsten glaubwürdiger auftreten – eine ähnliche Meinung vertreten.

     

    Einschub:

    Und Bitte, wer jetzt meint, das sei die böse Pharmalobby, die die Herren im Netz diskreditieren möchte, wird keinen Widerspruch ernten.

    Weil man Totschlagargumenten/Verschwörungstheorien schlichtweg nicht widersprechen KANN.

     

    Ok, zum Interview selbst kann ich nur die Fragen eines LAIEN bzgl. Krebs stellen.

     

    Wird wirklich aufgrund eines dauerhaften Stresses ZUCKER in Zellen eingelagert? Wäre mir neu!

    Wird Zucker aus Zellen durch Adrenalin herausgelöst? Nie gehört.

     

    Gibt es wirklich KEINE Krebs-Grundlagenforschung mehr? Soweit ich mich erinnere, sind in den letzten Jahren immer wieder Therapieansätze entwickelt worden, die keine Chemotherapie mit einschließen…? Aber vielleicht verstehe ich ja etwas nicht, denn:

     

    Ich bin Laie, wie gesagt – und ( auch schon erwähnt ) ja, ich fand das Interview duchaus interessant. Aber ich weiß, wie wenig ich weiß. Immerhin.

    Deshalb muß ich das Drumherum miteinbeziehen. Etwa das schale Gefühl, daß der Interviewer fast schon suggestiv fragt, teilweise gar mit Antworten herausplatzt, die er mit Vergnügen überspitzt 😉

     

    Sicher nicht sachlich – aber deshalbnoch lange nicht zu vernachlässigen.

     

    Gruß,

    Sherlock Eric

     

     

    #213850 (0)
    Shman Frontal
    Shman Frontal
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    Gegen Brustkrebs empfehle ich Kaffee (oder zumindest Koffein), Östradiol senken und sich von Strahlung fern halten.

    #213852 (0)
    Marie
    Marie
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    Shman Frontal schrieb:Gegen Brustkrebs empfehle ich Kaffee (oder zumindest Koffein), Östradiol senken und sich von Strahlung fern halten.

    Mit welcher Begründung Kaffee gegen Brustkrebs?

     

     

    Es ist nicht das Östradiol allein, was da das Problem ist, sondern div. Metaboliten der Östrogenfamilie.

    Außerdem fehlt praktisch immer das Progesteron als Ausgleich.

     

    Ein guter Lebensstil und Ernährung, die genügend Vitalstoffe enthält, hilft, die negativen Metaboliten in Schach zu halten und eher die positiven zu bestärken.

     

     

     

    #213853 (1)
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    hans
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    naklar! schrieb:In der Tat: Nirgends!

     

    Wird wirklich aufgrund eines dauerhaften Stresses ZUCKER in Zellen eingelagert? Wäre mir neu!

    Wird Zucker aus Zellen durch Adrenalin herausgelöst? Nie gehört.

     

    Gibt es wirklich KEINE Krebs-Grundlagenforschung mehr? Soweit ich mich erinnere, sind in den letzten Jahren immer wieder Therapieansätze entwickelt worden, die keine Chemotherapie mit einschließen…? Aber vielleicht verstehe ich ja etwas nicht, denn:

     

    Moin Eric,

     

    Natürlich ist es kein ZUCKER 🙂 Aber das ist eben der Laien-Sprech den z.B. auch Strunz benutzt, der Faselt ja auch immer vom Zucker-Stoffwechsel.

     

    ich kürze es mal ab:

     

    Schon 1924 theoretisierte Otto Warburg darüber, das Krebs durch Tumore in Zellen entsteht, welche Ihre Energie primär über die anaerobe Fermentation beziehen (-> ‘Über den Stoffwechsel de Tumoren’, Biochemische Zeitschrift 152: 319-344, 1924). Auch Forschungen von Burk in den 1940er und 50ern bestätigten, das Tumore umso ‘bösartiger’ sind je höher die Fermentationsrate ist. So theorisiert (aus meiner Sicht) indirekt Warburg korrekt, das Differenzierung von Zellen viel Energie benötigt und unter fermentativer Energieproduktion nur eine geringe Zell-Differenzierung möglich ist in der Krebs-Zellen aus z.B. Leber oder Nieren-Gewebe alle Ihre spezifischen Eigenschaften verlieren.

     

    Warburg sagte dann später (1966) bei einem Treffen von Nobelpreisträgern in in Lindau in Bezug auf ‘The prime Cause and Prevention of Cancer’:

    “Cancer, above all other diseases, has coutless secondary causes. But even for cancer, there is only one primary cause. Summarized in a few words, the prime cause of cancer is the replacement of the respiration of oxygen in normal body cells by a fermentation of sugar

    Heute würde man das als eine mitochondriale Krankheit beschreiben. Warburg hatte aber schon in 1956 seine Bestürzung in Bezug auf die ‘üblichen’ Krebs-Theorien und die kontinuierliche Entdeckung von angeblichen Krebs erzeugenden Stoffen und Viren formuliert – da all dieses von wirklichen präventiven Schritten ablenke.

     

    Ähnliches schreibt Weinberg (Professor der Biologie am MIT und ehemaliger Forschungsdirektor des Onkologie-Laboratoriums in Cambridge, Massachusetts) in seinem Buch aus 1998: “One Renegade Cell: How Cancer Begins”. Bis heute sei noch kein “Prime cause” (also die primäre Ursache) von Krebs gefunden. Speziell die Theorien, das Krebs sich aus ‘Onkogenen‘ entwickle hätte jeden Bezug zur Realität verloren, wie auch die Theorien das Krebs genetischen Ursprungs sei.

     

    Könnte jetzt noch ellenlang weiterschreiben… hatte im Artikel zu Hineise ja schon sehr, sehr viel geschrieben. Alleine die Sache mit dem niedrigen Adrenalin als weitere Gemeinsamkeit sagt für mich alles…. Nebenniere Adee…. Stress-Achse…. Cortisol dann meist auch am Popo….

     

    Das Interview ist extrem Informations-Geladen… speziell wenn einem die tieferen biochemischen und organischen Zusammenhänge transparenter sind… also im synergistischen Maßstab… nicht im Stufendenken  😉

     

    LG

    Hans

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    #213854 (0)
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    hans
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    Natürlich ist es kein ZUCKER 🙂 Aber das ist eben der Laien-Sprech den z.B. auch Strunz benutzt, der Faselt ja auch immer vom Zucker-Stoffwechsel.

     

    Als Nachtrag mag ich schreiben: Schau dir mal die Glykolyse an und dann wie das Pyruvat am Ende weiter verbraten werden kann -> aerob via Oxidation / Citrat-Zyklus oder anaerob zu Lactat / Etanol. 32 ATP zu 2 ATP….  dann schau auf NAD+ / NADH … und überlege dir was mit dem ganzen Lactat passieren soll und wann das nicht mehr skaliert…. und auch die Glykolyse (anerob) in die Sättigung fährt… und wenn du das Chronisch hast.. das kann dann wohl die Vorstife von Krebs sein… dazu passt dann auch das fehlende Adrenalin…

     

    VG

    Hans

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