Ist der RQ ein Indikator für Fettstoffwechsel (bei der i. Kalorimetrie)?

Dieses Thema enthält 2 Antworten und 1 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von ginandjuice ginandjuice 18.05.2019 um 19:57.

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    ginandjuice
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    Hallo,

    Chris meinte einmal, dass der RQ bei einer indirekten Kalorimetrie sinngemäß eigentlich nur widerspiegelt, was man gegessen haben soll.

    Erläuterung RQ =
    steht für respiratorischer Quotient und bildet über den Sauerstoffverbrauch und einigen Algorithmen ab wieviel Gramm man der jeweiligen Makronährstoffe (hier z.B. F) nach 12 Stunden vorgegangener Nüchternperiode in Ruhe oxidiert , sodass man dann eine tendentielle Aussage zum Zustand des Fettstoffwechsel treffen kann (wenig F (g) = schlechter Fettstoffwechsel/ heißt RQ höher = fast nur Carbs werden oxidiert, etc.)

    Kurioserweise stelle ich bei mir jedoch fest, dass ich nach inzwischen drei Untersuchungen ähnlich schlechte Ergebnisse herausbekam, OBWOHL die Umstände variierten, was sich eigentlich zu Chris Aussage widerspricht. Die Grundumsatzmessungen (fachdeutsch "indirekte Kalorimetrie) ergaben in den Jahren 2014, 2016 und neulich 2019 eine fast ausschließliche Oxidation von Carbs, obwohl unterschiedliche Szenarien:

    1. Diät (über Wochen ketogen !!!)
    2. Diät, Mischkost
    3. Erhaltung, Mischkost

    Wir haben hier so geringe Abweichungen, dass sie nicht erwähnenswert erscheinen. Und immer wieder hielten die Sportwissenschaftler an meiner Uniklinik hier in Hamburg fest: Sie haben einen sehr schlechten Fettstoffwechsel und verbrennen fast nur Kohlenhydrate, sie sollten Lowcarb machen, viel Cardio betreiben, etc. Zu erwähnen hierbei ist allerdings auch, dass bei Untersuchung 1-3 (siehe noch einmal Auflistung) vor den ersten beiden GU-Messungen (ich hab natürlich die Kostformen, sowie die Bedarfsdeckung über Wochen vorher implementiert) auch ausreichend (moderat) bis viel Sport betrieben wurde über mehrere Wochen, und bei der letzten eben nicht.

    Die Oxidation von Fetten geht gegen Null

    Ich frag mich, was da die Ursache ist: viel Viszerales Fettgewebe (Leberfett), Cholesterin (mein Gesamt-C ist erblich bedingt zu hoch),— man könnte es physiologisch auch so ausdrücken: Was hindert meinen Körper effektiv Fett umzusetzen, zu verbrennen? Wo ist da die Barriere?
    Versteht Ihr, was ich sagen will?

    Faktoren für Fettabbau wurden ja eingebunden, siehe Diät (ausreichendes, teilweise sogar ekzessives Kaloriendefizit) sowie Verschiebung der Makros. Es ist recht interessant, aber auch zum Haare raufen. Und defacto stelle ich erfahrungsgemäß (optisch ) fest, hartnäckiges Fettgewebe ist selbst bei höheren KFA level, wie jetzt bei mir hartnäckig.

    Ergo müsste ich mich doch trotz Einhalten der Grundprinzipien für Fettabbau meine Denkweise hinterfragen, denn umgesetzt wurde bereits so einiges! In Ordnung:
    – organisch (Ärzte hatten nix gesagt, ok 1-2 Werte sind bekanntlich erhöht, erblich bedingt)
    – hormonell (wurde fast alles durchgecheckt, Cortisolachse steht aus (sprich ich hab ein Gespräch mit dem Doc noch <- zu wenig Cortisol, aber er glaubt nicht dran)
    – übergewicht (ja, super – s.o. – mir fiele jetzt noch eine ADF/Fastingroutine ein, ich hatte das schon etliche male durch in der Vergangenheit, aber wird eh implementiert)

    Im grunde weiß ich absolut nicht weiter und frage mal in die Runde, weil hier einige intelligente user sich hier tummeln. Die Supplementinterventionen udn vorschläge, auch neulich von Markus (vielen Dank!), sind in Umsetzung – wir wissen allerdings das Supp nur das i – Tuepfelchen sind (bis ggfs. auf Senkung der Triglyceridlevel).

    Also die Ausgangsfrage: Wie schaffe ich es in einer GU-Messung einen sehr niedrigen RQ herauszubekommen (vieeel Fettoxidation) ohne es mir mit dem Insulinhaushalt zu verscherzen, ketogen ist zudem schwierig bei Sport.

    #180082 (0)
    ginandjuice
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    Ich werde nun den Überlegungen von Chris div. Artikel folgen, nachdem ich grob eine Vorstellung von den Masterregulatoren gerade der mitochondrialen Biogenese bekommen habe.

    Demnach:

    Ketogene Ernährungsweise (ca. 2 Wochen – höchstens 4 Wochen)
    zus. Defizit
    zus. Kreatin
    zus. HIIT/Kraft *
    ggfs. kalt duschen

    Das ganze bezeichnen wir mal sexy als Kickstart.

    Meine Hormonwerte, gerade das T3, sind im Rahmen – ich hoffe, das beim Cortisol nichts nachteiliges bei rumkommt, so viel stelle ich nicht her (aber es ist augenblicklich keine NNR-Schwäche). Das da oben dient primär zur Wiedererlangung der alternativen Energienutzung im Gehirn (Ketonkörpernutzung), wenn möglich (Ketolysefähigkeit), damit der Fettstoffwechsel bei meinem Fastingprogramm darauf (ggfs. 5/2) optimal funktioniert. Dass es übel wird, darauf stell ich mich ein.
    Und die anderen Sachen zielen dabei auch noch auf Mitochondrien ab, sodass es für mich sehr attraktiv rüberkommt und ich es durchziehen will.

    Sobald es alles machbar erscheint (Intensität, Cravings, etc.), weiß allerdings, dass was passiert sein muss. Die vorgeschlagenen Kernsupplemente im anderen Thread (Lecithin, Omega-3) nehme ich dann zusammen mit dem bald neu hinzugekommenen Kreatin ein, alles andere tracke ich über Cronometer und versuche viel "mitochondriale Medizin" (Fleisch) zu essen, sowie grünes Gemüse, etc. Ich freu mich schon darauf bzw. es graust mir davor haha,

    #180083 (0)
    ginandjuice
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    Exakt das habe ich gemacht weiter oben, Gewicht ging runter (~3.5kg/Monat), Relativ dazu (nennen wir es mal Gewicht:Bauchumfang Ratio) die cm nicht wie gewünscht, gerade die letzten Wochen fiel es mir auf. Keto jetzt so wirklich, ließe sich einfach schlecht mit Leistungsfähigkeit umsetzen.

    Denke mir die Fettverbrennung wird irgendwie gebremst: Nur :

    Ich verstehe nicht warum oder wodurch!!! Irgendwann ist das Glycogen doch zu ende, und dann muss der RQ doch bei 0,7 gelegen haben! Das macht doch garkeinen Sinn! – und mein Leptinspiegel werde ich nicht durchbumsen, indem ich chronisch Keto gehe… maximal bis Ende des Monats und dann nen calorie shifting konzept. Trainingstage Refeed. Bei 3 dann so:

    Mo Pull/ Refeed

    Mi Push (+50 g Carbs Postworkout)

    Fr Ganzkörper/ Refeed

    Restlichen Tage lowcalorie/carb. Ob ich da Faste? Ich denke nicht. Leptin mag das nicht (" das Problem ist nicht nur die Höhe des Spiegels, sondern die Höhe des Spiegels im Verhältnis zur Fettabbaurate, Leptin petzt das alles dem Hypotalamus, und wenn der das weiß, dann hab ich Pech). Andere Sachen: Kraft unter 60 min. Ganzkörper Maxkraft 5×5, Push und Pull normal (ggfs. Push schwer)! Kein Cardio und/oder unter 20 min. Dann aber intensiv.
    Auf viel Kalium/Magnesium und Zink achten. Morgens Salz. Kein Fasten(immer Proteine morgens)! Basta.

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