Health effects of dietary risks in 195 countries, 1990–2017: a systematic analysis for the Global Burden of Disease Study 2017

Dieses Thema enthält 11 Antworten und 8 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Chris (edubily) Chris (edubily) 02.07.2019 um 09:23.

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    Afri
    Afri
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    Hi,

    interessant, dass diese Studie hier noch gar nicht diskutiert wurde, ich kam über den Strunz-Blog darauf:
    https://www.strunz.com/de/news/die-riesen-studie.html

    Zitat


    Die Riesen-Studie, 18.05.2019: Eine der größten Ernährungsstudien der letzten 27 Jahre wurde soeben abgeschlossen (3.4.2019). Eine Metaanalyse, also Auswertung schon vorhandener Studien in 195 Ländern


    Link zur Studie: Browser-Ansicht, Volltext, alternativ PDF, 2 MB
    Appendix: PDF: 2,5 MB

    Hintergrund zur Studie: Suboptimale Ernährung sei ein wichtiger zu vermeidender Risikofaktor bezüglich nicht übertragbarer Krankheiten (=NCD). Die Auswirkung suboptimaler Ernährung auf nicht übertragbare Krankheiten sei bislang noch nicht systematisch bewertet worden. Ziel der Studie sei es, den Konsum von Nahrung und Nährstoffen von 195 Ländern zu bewerten und die Auswirkung dieser Einnahme auf die Sterblichkeit und Morbidität (an einer bestimmten Krankheit zu erkranken) von nicht übertragbaren Krankheiten in Zahlen auszudrücken.

    Schaut Euch mal die Charts in der Appendix-PDF die Seiten 91-94 an.
    Etwa Seite 94, "Ranking of dietary risk factors according to their attributable DALYs among the world’s 20 most populous countries.", also die Risikofaktoren in der Ernährung, die zu "DALY" führen, also zu Sterblichkeit oder Beeinträchtigung des normalen, beschwerdefreien Lebens durch eine Krankheit führen.

    Die größten Risikofaktoren in Deutschland bezüglich DALY (absteigend, also größtes Risiko oben):
    1. Low whole grains
    2. Low fruit
    3. Low nuts and seeds
    4. High sodium
    5. Low vegetables
    6. Low omega-3
    7. Low fiber
    8. Low legumes
    9. High processed meat
    10. Low PUFA

    Dem gegenüber z.B. Japan:
    1. High sodium
    2. Low whole grains
    3. Low fruit
    4. Low nuts and seeds
    5. Low vegetables
    6. Low calcium
    7. Low fiber
    8. High processed meat
    9. Low milk
    10. Low PUFA

    In der Studie werden ebenso Mengenempfehlungen zur angeblich "optimalen" Einnahme von Nahrung/Nährstoffen gegeben.
    Z.B. wird pro Tag der Konsum von 200-300g Früchte empfohlen (frisch, gefroren, gekocht, in der Dose, oder getrocknet; aber keine Fruchtsäfte, keine gesalzenen und keine eingelegten Früchte)



    Meine Meinung:
    Erst mal echt interessant und gleichzeitig sehr sonderbar. Ich muss das noch im Detail alles lesen.
    Früchte soll man sich also 200-300g täglich geben (Fruchtzucker wohl egal, Früchte dürfen gerne aus der Dose sein, gerne tot-kochen, keine Differenzierung welche Früchte, yeah!)
    Oder etwa Empfehlung 350–520 ml Milch jeden Tag, die armen Asiaten.

    Alles sehr seltsam… Schreit für mich nach "Schrott-Studie", aber ich will noch kein Urteil fällen, ohne wirklich alles gelesen zu haben.

    Was haltet Ihr davon?

    #181034 hilfreich: 0
    Afri
    Afri
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    Dazu noch folgender Auszug aus der Studie:

    Zitat


    Other potential limitations should also be considered in interpreting and using the findings of our study. We did not evaluate the effect of other forms of malnutrition (ie, undernutrition and obesity). The epidemiological evidence supporting a causal relationship between dietary risks and disease endpoints were mostly from observational studies, and the strength of evidence was generally weaker than the strength of evidence supporting a causal relationship between other established risks factors (eg, tobacco use and high systolic blood pressure) and chronic diseases. Additionally, the strength of evidence varied across foods and nutrients. Dietary data were from mixed sources and were not available for all countries. These factors increase the statistical uncertainty of our estimates for exposure to dietary risks.


    So viel dazu… Also eigentlich mal wieder nichts wert.

    #181035 hilfreich: 0
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    hans
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    Zitat von Afri im Beitrag #2


    Dazu noch folgender Auszug aus der Studie:

    So viel dazu… Also eigentlich mal wieder nichts wert.


    Danke für die Ergänzung!

    Alleine die Empfehlung für (Kuh?) Milch….. da lese ich meist nicht weiter.. also wenn das da wirklich drin stehen sollte. Wenn zwei Sachen für mich irgendwie klar sind, dann ist das: Kuhmilchprodukte sind scheiße und Gemüse ist fundamental wichtig, insb. dunkelgrünes Blattgemüse (u.a. Folat, NO). Das alle raffinierten, isolierten und hoch verarbeiteten Dinge Mist sind – das muss man ja heute keinem mehr erzählen.

    LG
    Hans

    #181036 hilfreich: 0
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    Bernd
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    Hallo,

    und wieder mal wird Salz verteufelt. Sogar auf Platz 1, im Land der Langlebigsten!

    Udo Pollmer mal ganz kurz zum Thema des immer wieder gemachten Fehlers, alle Menschen zum Thema Ernährung gleichzusetzen. Man mag über Pollmer denken was man will, aber da ist schon was dran, meiner Meinung nach. Diese Gleichsetzung von allem, selbst von Ethnien und mittlerweile ja sogar von Mann und Frau (im biologischen Sinne) ist völlig absurd.

    https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/u…aehrung-gesund/

    Gruß Bernd

    #181037 hilfreich: 0
    Zopiclon
    Zopiclon
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    Zitat


    Kuhmilchprodukte sind scheiße


    Dann nimm doch Ziege oder Schaf.
    Ich konnte in 3 Monaten Kuhmilch Abstinenz keinen Unterschied für mich feststellen. Meine persöhnliche Menge Milchprodukte liegt bei 500ml Milch, 250g Quark und 125g Joghurt, sowie 500ml Molke, aber seltenst Käse, an Arbeitstagen.

    Ansonsten ist doch klar das viel Gemüse, ergänzt mit allem anderen was man verträgt, die Grundlage ist und je höher industriell verarbeitet etwas ist, desto "ungesünder" ist es.

    Und ja, Ernährung ist indivuduell.
    Die Studie beruht neben der Beobachtung, also einer sehr subjektiven Sache, auf Statistik, somit fallen die Belange von Millionen Menschen quasi hinten rüber (Normalverteilung). Da muss man schauen, was für einem selbst, aus der Studie, wichtig sein könnte und es ausprobieren. Dafür reicht es natürlich nicht eine Zusammenfassung zu lesen.

    Gruss

    #181038 hilfreich: 0
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    Tobi90
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    Würde Zopiclon da tendenziell beipflichten… Leute, kommt mal wieder runter.

    Pollmer mag mit der einen Aussage recht haben und bleibt trotzdem ein fetter Idiot. Sry.

    Empfehlungen sind eine Sache, da kann man drüber streiten im Kontext des heutigen Erkenntnisstandes. Milch ist sicherlich auch ein kontroverses Thema.

    Meiner Meinung nach darf man sich aber nicht darüber Beschwerden, dass Salz ganz oben auf der Liste steht. Es steht ja da, weil die zugrundeliegende Methodik diesen als größten Risikofaktor identifiziert hat. Was man darf, ist, die Methodik kritisieren bzw. deren Eignung, aus den Erkenntnissen der Studie allgemeingültige Empfehlungen abzuleiten.

    Aber wenn es diese Korrelation mit Salz dort gibt oder geben sollte, kann man sich ja fragen, woher das kommt, ob es vielleicht doch eine Kausalität ist oder welcher Kontext dafür sorgt, dass dem so ist.

    Neben Milch ist auch Vollkorn ein ambivalentes Thema. Vielen Leuten würde es vermutlich helfen, Weißmehl/Junkfood durch (low processed) Vollkorn zu ersetzen. Das wäre ein Anfang. Ob dann in jedem Fall ein gänzlicher Verzicht notwendig oder sinnvoll ist, ist eine andere Frage. Gluten ist natürlich ein Thema (für jeden? in welcher Menge? was esse ich stattdessen?). Antinährstoffe auch; aber überwiegt der Nachteil durch Antinährstoffen wirklich die Vorteile durch mehr Nährstoffe und Ballaststoffe, wenn man Vollkorn und Weißmehl vergleicht?

    Insofern finde ich muss man mal die Kirche im Dorf lassen (da wo sie hingehört). Nur weil die meisten hier einiges (besser) wissen, in einigen Fällen vielleicht auch einfach nur vermuten oder denken zu wissen, muss man nicht sofort jede Studie oder (gutgemeinte) Empfehlung sofort anprangern. Die DGE-Empfehlungen sind natürlich Mist den es zu überarbeiten gilt, aber für viele vermutlich trotzdem ein Schritt in die richtige Richtung und eine erste Orientierung, weg von Cola, Nutellatoast und TK-Pizza.

    #181039 hilfreich: 0
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    hans
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    Zitat von Zopiclon im Beitrag #5


    Dann nimm doch Ziege oder Schaf.


    Für mich ist das Thema komplett durch. Wüsste nicht wozu ich Milchprodukte bräuchte…. und wer meint das er es braucht sollte mal sein MCM6 Gen auf die C;C Variante checken.

    LG
    Hans

    #181040 hilfreich: 0
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    naklar!
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    Sollte man das nicht auch so….merken? Oder kann man Laktoseintoleranz haben, ohne davon zu wissen?

    #181041 hilfreich: 0
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    hans
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    Zitat von naklar! im Beitrag #8


    Sollte man das nicht auch so….merken? Oder kann man Laktoseintoleranz haben, ohne davon zu wissen?


    Viele beziehen Erkältungen, Schnupfen, laufende Nase, etc. pp. – nicht auf die Milch bzw. Milchprodukte – also die Autoimmunen Auswirkungen. Es muss ja nicht die direkte Unverträglichkeit mit Magenweh sein…

    LG
    Hans

    #181042 hilfreich: 0
    Zopiclon
    Zopiclon
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    Jeder ist Laktose intolerant, jeder hat nur eine andere persönliche Toleranz Menge.

    Gruss

    #181344 hilfreich: 0
    Phil (edubily)
    Phil (edubily)
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    Cooler Text

    #181657 hilfreich: 0
    Chris (edubily)
    Chris (edubily)
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    Test

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