Hardgainer: Zunehmen klappt, aber…

Dieses Thema enthält 62 Antworten und 13 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Zopiclon Zopiclon 07.05.2018 um 16:56.

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    HarryCane
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    Hallo zusammen,

    ich benötige mal euren Rat. Vor ca. 6 Monaten habe ich beschlossen, dass ich endlich mal ernstzunehmend alles versuchen möchte, um an Gewicht zuzulegen. Der ursprüngliche Grund waren Rückenprobleme, d.h. eine deutlich unterentwickelte Muskulatur.
    Status: 1,84 m groß, 65 kg

    Seitdem versuche ich auf (möglichst gesunde Weise!) jeden Tag einen Kalorien-Überschuss zu erzielen und gleichzeitig mache ich gesundheitsorientiertes Krafttraining (reines Geräte-Training, finde ich auch als Anfänger sehr sinnvoll, da ich bei freien Gewichten schon Angst habe, da etwas falsch zu machen) In der Regel 2 mal die Woche. Bei meiner genetischen Ausstattung merke ich schon, dass ich da viel schneller an meine Grenzen komme als wenn ich Ausdauersport mache.

    In den 6 Monaten habe ich ca. 5 kg zugenommen, was zwar angesichts des Aufwands wenig erscheint, aber für mich schonmal ein Erfolg ist.
    Sichtbar ist es an folgenden Stellen geworden: Bizeps, Hüften – ich benötige keine Gürtel mehr ;-) – etwas Brust, vor allem aber Bauch.

    Zwei Dinge mißfallen mir dabei:
    – der Bauch. Das sieht jetzt einfach voluminöser aus, passt aber im Gesamtbild nicht so doll zum Rest, weil alles andere eben immer noch dünn aussieht. Auch den Bizeps sieht man nur wirklich, wenn ich ihn anspanne. Das ist wohl so, sind bei mir eben längliche Muskelfasertypen, die vermutlich nicht so viel Potenzial in der "Dicke" haben.
    Jetzt frage ich mich bloß, warum so viel von dem zusätzlichen Gewicht am Bauch gelandet ist, aber alles andere immer noch so dünn ist wie vorher.
    Es ist ja nicht so, dass ich jetzt unkontrolliert täglich fettiges Zeug ohne Ende futtere.
    Hat hier jemand Ideen oder Erfahrungen, woran das liegen könnte?

    Der zweite Punkt gehört eher in den anderen Forum-Bereich, ich erwähne ich dennoch vollständigkeitshalber:
    – meine linke Brust ist mehr gewachsen als meine rechte. Dabei habe ich immer penibel darauf geachtet, sauber zu arbeiten und wie gesagt nur an Geräten. Außerdem bin ich Rechtshänder, also verwundert mich das umso mehr, dass es genau die andere Seite betrifft.

    #130501 hilfreich: 0
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    wmuees
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    Östrogen. Das ist Östrogen. Wahrscheinlich zu viel Aromatase bei dir. Kenne ich aus eigener Erfahrung.
    Geh‘ mal zum Andrologen/Endokrinologen und lass Testosteron, freies Testosteron und Östrogen (E2) messen.

    #130502 hilfreich: 0
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    HarryCane
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    Okay…das ist dann ein ganz neues Feld für mich.

    Ich hatte bisher nur mal meine Schilddrüsenwerte checken lassen, die waren aber normal.
    Und prinzipiell habe ich ja auch kein Problem damit, dass ich genetisch halt schmal gebaut bin und auch eher längliche
    Muskelfasern habe, wo man dann schon genau hinsehen muss, um überhaupt was zu erkennen :-D
    Nur wenn ich nach wie vor meine Rippen vorm Spiegel zählen kann, die Hühnerbrust eigentlich immer noch eine ist (minimale Veränderung),
    aber plötzlich Bauch und Hüften zulegen…dann komme ich schon ins Grübeln, ob das alles so richtig läuft.

    #130503 hilfreich: 0
    Zopiclon
    Zopiclon
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    Kenne ich genau so.

    Aromatase hemmer , natürlicher Art , und meiden von Kunststoffen etc haben die Sache in der Körper Mitte deutlichst verbessert. Und Eigen Gewichts Übungen für Bauch und Rücken mit hundert facher Wiederholungen….
    Schau mal bei http://www.stronggeneration.com vorbei um einen Überblick zu bekommen.

    Genau diese 5kg waren es auch bei mir, erst bei mehr als 3g Protein/ kg Körper Gewicht und nochmals deutlicher Kalorien Steigerung änderte sich das.

    Gruss

    #130504 hilfreich: 0
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    HarryCane
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    Als Ergänzung vielleicht noch:
    mein Körperfettanteil ist immer noch (zu) niedrig, bei ca. 12-13 %.
    D.h. ich sollte sogar noch etwas Körperfett zunehmen, nur muss sich das doch irgendwie besser verteilen lassen!?

    #130505 hilfreich: 0
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    wmuees
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    Seitdem ich meinen Östrogenwert per Aromatasehemmer auf sinnvolle Werte herunter gebracht habe, hat sich mein Aussehen auch sehr auf "Mann" gebessert. Die linke Brust ist aber immer noch größer als die rechte…bleibt wohl auch so.

    #130506 hilfreich: 0
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    HarryCane
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    Bezieht sich das "männlichere Aussehen" nur auf den Körperbau oder auch anderes wie z.B. Behaarung ?

    Weil im Grunde ist es bei mir tatsächlich einzig und allein der Körperbau, der eher wenig männlich ist.
    Behaarung ist da, Bartwuchs ist da, die Stimme ist sogar eher tief, Libido ist auch ausgeprägt ;-)

    #130507 hilfreich: 0
    Zopiclon
    Zopiclon
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    Mehr Eiweiss ließ den ganzen Körper in alle Richtungen wachsen.
    Ich meine die angeblichen Hardgainer sind einfach nur Mangel ernährt.

    Gruss

    #130508 hilfreich: 0
    EvPow
    EvPow
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    Isso. Wobei der Mangel nicht nur in Bezug auf Makros gelten muss, sondern auch in Bezug auf Mikros/ generelle gesunde Ernährung. Denn wenn der Körper nicht gesund ist, wird er auch nicht wachsen, jedenfalls nicht in Bezug auf Magermasse.

    Sprich, solange jemand bspw. Gluten isst, helfen ggf. auch weitere tausende kcal nichts, außer noch dickerem (Bläh-)Bauch.

    #130509 hilfreich: 0
    Zopiclon
    Zopiclon
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    genau das ist meine Erfahrung

    #130510 hilfreich: 0
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    EHST
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    Meine auch. Hauptsache ordentlich Eiweiß, dann sieht man schon automatisch geiler aus. Wenn man dann noch ordentlich trainiert, kann ja nicht mehr viel schiefgehen. Man sollte halt wirklich gut (qualitativ) essen. (im Regelfall). Die Verweiblichung bei Männern fällt mir aber ziemlich oft auf. (fetter Arsch, Titten, Hüfte)
    Und ansonsten musst Du, werter Themeneröffner, einfach deine Herangehensweise ändern. Deine Kilos scheinen, wie Du es schilderst, einfach nur angesetzt zu haben. Hast Du das Training vergessen? Aber dein Ziel ist es ja auch, dass Du mehr Körperfett hast. Wieso auch immer(?), dass löst dein Problem nun wahrlich nicht. Was soll Dir das denn bringen?

    #130511 hilfreich: 0
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    HarryCane
    Beiträge: 38

    Danke erstmal für eure Antworten.

    Also ich achte definitiv sehr auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung. So oft es geht frisch gekocht, wenig auswärts essen (da kann man die Qualität oft nicht wirklich beurteilen), kaum FastFood, möglichst unverarbeitetes Zeug, tierische Produkte fast immer aus ökologischer Erzeugung. Fleisch daher entsprechend teuer..

    Als ich vor 6 Monaten mit dem Krafttraining angefangen habe, wurden diverse Checks gemacht, u.a. Körperfettanteil. Und der war halt schon zu sehr am linken Ende der Skala, also unterhalb des empfohlen Bereiches (während die halbe Welt genau auf der anderen Seite der Skala kämpft), daher war mein erstes Ziel erstmal, überhaupt zuzunehmen. Auch Fett ist bei den 11 % die ich damals hatte kein Problem.
    Jetzt habe ich eben ca. 5 kg zugenommen und der Körperfettanteil liegt bei ca. 13 %. Also beides werte ich von den Zahlen her erstmal als Erfolg.
    Und das Training habe ich natürlich nicht vergessen ;-)

    Lediglich die Verteilung am Körper passt nicht. Dass das alles nur so arg zäh von statten geht mit dem Zunehmen…geschenkt!
    Ich frage mich ein bisschen, wie ich denn noch deutlich mehr Eiweiß zu mir nehmen soll, denn mein Ziel war es ja immer möglichst gesund zuzunehmen.
    PS: Das einzige was ich als Ergänzungsmittel nehme, ist Sauermolken-Protein. Immer nach dem Training einen Shake. Sonst nichts weiter.

    #130512 hilfreich: 0
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    Martin_etc
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    Beiträge: 39

    Ich fande die Östrogen-Thematik in Bezug auf Bauch- und Hüftspeck auch sehr spannend. Richtig weitergebracht hat mich das erste Podcast-Interview von Daniel Knebel bei Flowgrade und das Buch „Die Hormon Kur“ von Sarah Gottfried (ist zwar für Frauen, aber das Know how ist top).
    Im Podcast ging es auch um die Entgiftungsprozesse und unterstützende NEMs wie DIM oder Sulforaphan.

    Ich fande das alles sehr logisch und hatte es selbst auch gemacht.

    #130513 hilfreich: 0
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    ben
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    Dass eine Brust ausgeprägter erscheint als die andere kann auch an deinem gesamten Körberbau liegen. Ich habe zum Beispiel eine Skoliose, d.h. Verkrümmung der Wirbelsäule.
    Meine Körperhälften unterscheiden sich daher etwas: so ist die Brust ungleich (was man allerdings erst bemerkt, wenn man dort Muskeln aufbaut) und die Beine/Füße.
    Könnte das auch bei dir der Fall sein?

    #130514 hilfreich: 0
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    HarryCane
    Beiträge: 38

    Hallo Ben,

    vermutlich eher nicht. Ich war vor 6 Monaten, also unmittelbar bevor ich erstmals überhaupt mit dem Krafttraining begonnen habe,
    beim Osteopathen. Der Grund waren chronische Rückenprobleme. Er hat mir zwar keine sonderlich gute Haltung attestiert und mein Becken
    war etwas verschoben, aber er hat mich eingerenkt und mir dann unbedingt das Krafttraining nahegelegt, um die Rückenprobleme in den Griff zu kriegen.
    Von Skoliose war aber nicht die Rede.
    Nächsten Monat habe ich aber einen neuen Termin, dann werde ich ja sehen wie sich das entwickelt hat. Vielleicht hat er ja eine Erklärung dafür, warum die eine Brust ein klein wenig muskulöser geworden ist aber die andere kaum.

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