Good Old Schilddrüse, neue Werte, neues Glück

Dieses Thema enthält 4 Antworten und 3 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Marie Marie 22.02.2018 um 18:38.

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    atribecalledfresh
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    Hallo zusammen,

    long time no see.

    Kurzform : Schilddrüsenhuddel seit der Jugend. Zu Exzessiv Sport + zu wenig Nahrung, bei schon vorhandenen Dispositionen. T3 bei <1, T4 und TSH außer Rand und Band, Medikation von ner Menge T4 als auch T3. Mal besser, mal schlechter, mal unerklärliche Werte. Weil auch zuviel Experimente meinerseits damals … alles … nennen wir es mal … schwierig.
    ( Damalige Untersuchung zeigte normale Größe + keine Knoten oder ähnliches ) —> Also schätzungsweise einfach ne etwas schwache Schilddrüse + hausgemachte Probleme …

    Seit langem ( nem Jahr, vielleicht 1,5 ) pack ich alles etwas durchdachter, bedachter und nicht so dogmatisch an. Periodisertes Training, vollwertige Nahrung, mehr Kalorien, kein chronisches Gefaste usw.
    Vor paar Monaten dann gedacht "Schnauze voll von Medi’s, geht eh nicht wirklich vorwärts, ich muss es jetzt mal ohne hinbekommen. Zumindest probieren.
    ( ft3 war so bei 1,9 oder so -> trotz exogenem Thybon, ft4 und TSH waren am auf und ab springen zwischen 0, irgendwas und 20, irgendwas … )

    Ich habe in den vergangenen Monaten nochmal sehr ordentlich supplementiert und rumgefuxt und mir jetzt mal nochmal ein detailliertes Blutbild geschnappt. Und da siehts folgendermaßen aus.
    ( Schilddrüsenbezogene Werte Only )

    ft3 : 2,6 ( Norm : 2,1 – 4,3 ) —> Nicht pralle aber besser als mit Medis ?!
    ft4 : 1,0 ( Norm : 0,93 – 1,7 ) —> Zum ersten Mal seit Ewigkeiten überhaupt in nem Normbereich
    TSH : 22,4 ( Norm : 0,24 – 4,2 ) —> NOT GOOD !

    Selen bei 110 ( 50 – 120 ), Ferritin bei 244 ( 30 – 400 ), Kupfer bei 16 ( 11 – 22 ), Vitamin D bei 48 ng/ml —> Was bedeutet das in "nmol / L" ???, Aminosäuren passen sowieso.
    ABER : Jod, trotz Supplementierung, nur bei 45 ( Norm : 46 – 70 )

    Also : Wie TSH bändigen ? Wie die Jod-Geschichte angehen ? Mehr Kelp-Tabletten oder doch mal mit LL beginnen ? ( Hier fehlt mir das Wissen und ich wüsste nicht wie genau mit wieviel ich bei diesem Wert starten sollte )

    Brauche einfach mal nochmal den ein oder anderen Ratschlag / die ein oder andere Erfahrung …

    Liebe Grüße, vielen Dank und erfolgreichen Start in die Woche

    ?!

    #129844 hilfreich: 0
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    Anonym
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    Wie wurde der Jodstatus ermittelt?

    Bin immer etwas skeptisch ggü. 24h-Urin-Sammeltests, denn laut Aussage div. Labormediziner gibt es keine schulmedizinisch anerkannte Möglichkeit, den Jodstatus im eigenen Körper nachzuweisen.

    Laut 24h-Urin-Sammeltest hätte angeblich auch ich einen Jodmangel und sollte dafür Iodoral nehmen.

    Allerdings sind bei mir fT3, fT4 und TSH in der Norm (also TSH auch < 2,5) sodass es laut Aussage der Labormediziner gar keinen Jodmangel in meinem Körper geben kann, ansonsten würde man dies an den SD-Werten ablesen können.

    Hier im Forum gilt ja die vorherrschende Meinung, dass sehr oft ein Jodmangel vorliegen kann, weil schließlich der gesamte Körper und nicht nur die Schilddrüse Jod benötigt. Dass man aber auch eine jodinduzierte Hyperthyreose provozieren kann, indem man täglich 500 mcg Jod (oder mehr) und dies über ein Jahr lang (oder länger) zuführt, davon wird aus meiner Sicht leider viel zu selten gesprochen. Es wird immer nur auf die asiatische Bevölkerung mit dem hohen Verzehr von Algen verwiesen und dies als Totschlagargument für die jodinduzierte Hypothyreose verwendet, was ich auch nicht so schön finde.

    Deshalb habe ich für mich persönlich die Entscheidung getroffen, Iodoral NICHT zu supplementieren (die 50€ tun mir dann auch nicht weh), da meine SD-Werte alle in Ordnung sind und ich keinen Bock auf eine jodinduzierte Hyperthyreose habe.

    Aber das muss jeder für sich entscheiden.

    #129845 hilfreich: 0
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    atribecalledfresh
    Beiträge: 214

    Wie wurde der Jodstatus ermittelt?
    —> Blut ( Jod im Serum )

    Andere Meinungen / Ratschläge bzgl. des Jod-Wertes ? Und natürlich bzhl. TSH ?!

    #129846 hilfreich: 0
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    Anonym
    5 pts
    Beiträge: 433

    Wie gesagt, das o.g. stellt nur meine persönliche Erfahrung und Meinung dar. Also so, wie ich es für mich handhabe.

    (D.h. für mich: Ich habe mich gegen die Einnahme von Iodoral entschieden, trotz angeblich diagnostiziertem Jodmangel per Jodsättigungstest, d.h. mit 24h-Sammelurin nach Gabe von 50 mg Jod.)

    Da bei dir das TSH deutlich erhöht ist, kann das ganz anders aussehen.

    Marie hat viel Erfahrung in diesem Thema und wird sich hier sicherlich auch noch zu Wort melden.

    // edit: Vielleicht noch lesenswert: Schilddrüsenhormone „selbst machen“
    Insbesondere dort Punkt 3) am Anfang des Artikels unter der Überschrift "Wichtiger Anmerkung zum „Schilddrüsen-Protokoll“ vorweg".

    Zitat:

    Zitat


    Zum Thema Lugolsche Jodlösung: Ja – hohe Dosen Jod reizen die Schilddrüse. Das wird potent gepuffert durch gute (= hohe) Selen-Spiegel. Auch kann sich eine latente Unterfunktion entwickeln durch die Gabe von so hohen Lugol-Dosen. Daher: Es war ein Risiko, das ich damals eingegangen bin.

    Wenn Klienten das SD-Protokoll anwenden möchten, dann warne ich ausdrücklich und sage allen, dass sie mindestens eine ausgiebige Untersuchung der Schilddrüse veranlassen sollen, um eine Hashimoto-Erkrankung (und sonstige SD-Erkrankungen) auszuschließen.

    Man muss nicht Lugol nehmen.

    Neuerdings nutze ich persönlich Algen-Produkte – dort finden sich ebenfalls hohe Dosen Jod, allerdings niedriger als in Lugolscher Lösung.

    Wer trotzdem so hohe Dosen Jod (wie in Lugol enthalten) konsumieren will, der steigert das nicht von 0 auf 50 mg, sondern steigert es langsam. Denkbar wäre u. a. einen Tropfen alle 5 Tage o. ä.

    Edit: Und man sollte einfach realisieren, wie viel 50 mg überhaupt sind. Die Schilddrüse ist gut bedient mit 200 mcg pro Tag. Mit 50 mg kann man die komplette Schilddrüse in einem Zug absättigen!

    Und bitte: Niemals etwas chronisch und exzessiv machen. Niemals. Nichts.


    #129847 hilfreich: 0
    Marie
    Marie
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    Beiträge: 435

    Hallo artibec….. (ich bleib mal bei atri!)

    Deine Beschreibung verstehe ich nicht so ganz.

    Hattest Du L-Thyroxin und Thybon mal genommen? Wieviel?
    Kannst Du da mal etwas chronologischer auflisten und Werte dazu stellen?

    Wie sieht das Organ aus?
    Wurde eine Sono gemacht?
    Wie groß, Gewebebeschaffenheit?

    Bist Du männlich oder weiblich und wie alt?
    Falls weiblich: hormonelle Verhütung?

    Von wann ist das Blutbild? (die Werte sind sehr niedrig!!!)
    Was heißt "geschnappt? Vom Arzt erbeten oder aus Deiner früheren Werte"Kiste"?

    Jod im Serum kannst Du knicken!
    Wenn, dann nur den Jodtest, den Dominik beschreibt.
    Und ob man Jod geben muss, ist höchst individuell.
    Einfach drauf los therapieren halte ich für kontraproduktiv und gefährlich.
    Du scheinst nicht SD-Gesund zu sein, also erst mal gucken!

    Falls Du eine zu kleine SD hast, vielleicht sogar eine Autoimmunthyreoiditis, dann ist Jod sehr mit Vorsicht zu genießen.
    Der Schuß kann gewaltig nach hinten los gehen.

    Selen im Vollblut?
    Falls Serum, auch zu wenig.
    Ferritin ziemlich hoch!
    Wie sieht das CRP aus?

    48 ng/ml = 120 nmol/l beim Vit.D3

    Mache erst mal eine ordentliche SD-Diagnose:
    TSH
    fT3
    fT3
    TPO-Ak
    Tg-Ak
    Sonografie
    Dazu mindestens noch
    Cortisol
    DHEA-S
    Östradiol
    Progesteron
    SHBG
    freies Testosteron

    CRP
    Homocystein
    Leberwerte

    Du hast den Spruch: "Pauschalisierungen sind der Tod" bei Dir stehen.
    Genauso ist es bei der SD!!!
    Da gibt es keine allgemeingültig Antwort, die Lage ist immer sehr individuell.
    Also genau schauen, was da klemmt.

    Wie geht es Dir eigentlich???
    Man behandelt ja Menschen und nicht Blutwerte.

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