Gedünsteter Brokkoli + Senf = 4 x mehr Sulforaphan

Dieses Thema enthält 3 Antworten und 4 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Avatar H_D 25.02.2019 um 22:05.

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    Maxx
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    Hallo zusammen,

    ich hätte zwei Fragen zu dem edubily-Newsletter von gestern, den ich sehr interessant finde.

    Ich hoffe, es spricht nichts dagegen, diesen hier einzufügen:

    Im Brokkoli finden wir in bestimmten Zellkompartimenten einen Stoff namens Glucoraphanin. In anderen Zellkompartimenten finden wir ein Enzym namens Myrosinase. Es gibt also eine räumliche Trennung.

    Die Idee der Natur: Wird die Pflanze angegriffen, zum Beispiel von einem Insekt, gehen Zellstrukturen kaputt und als Folge treffen die beiden Substanzen – also Glucoraphanin und Myrosinase – aufeinander, was einen dritten Stoff entstehen lässt, der für Insekten giftig ist.

    Die Rede ist von Sulforaphan.

    Dieser Stoff wiederum ist für uns erst mal nicht giftig, sondern, im Gegenteil, wird von Wissenschaftlern als der Grund angesehen, warum Brokkoli und Kreuzblütler im Allgemeinen, für uns so gesund sind.

    Denn Sulforaphan soll bei Diabetes helfen, vor Fettleibigkeit (Tierstudie), Krebs oder den Darm schützen.

    Dumm nur: Das Enzym Myrosinase, das diesen wertvollen Stoff entstehen lässt, ist hitzelabil und geht beim Kochen schnell kaputt. Dann gibt’s halt kein oder viel weniger Sulforaphan.

    In der relativ neuen Studie kamen Wissenschaftler auf eine glorreiche Idee: Man könnte diese Myrosinase doch auch einfach zum gekochten bzw. gedünsteten Brokkoli dazugeben.

    Gesagt, getan: Im Senf ist diese Myrosinase auch enthalten, also gab’s zu dem Brokkoli einfach eine Prise (1 g) Senfpulver. Mit dem Ergebnis, dass mehr als viermal mehr Sulforaphan im Urin nachgewiesen werden konnte.

    Diese Ergebnisse legen den Schluss nahe, dass unter Zugabe von pulverisiertem braunen Senf zum gekochten Brokkoli, die Bioverfügbarkeit von Sulforaphan mehr als viermal größer ist als die von gekochtem Brokkoli, der ohne Senf gegessen wird.

    Na, wenn das mal kein cooler Insidertipp ist!

    Merke: Gedünsteter Brokkoli + Senf = 4 x mehr Sulforaphan im Körper.

    Die erste Frage ist, wie groß wäre der Mehrwert (gesamtheitlich betrachtet) Brokkoli mit Senfpulver zu essen. Ich meine Brokkoli ist gesund, so oder so. Sollte ich von nun an, den Brokkoli jedes Mal mit Senfpulver essen?

    Und kann ich statt braunem Senfpulver auch normalen Senf (extra Scharf, Zutaten: Senfkörner und Wasser) dazugeben? Hab‘ mich heute im Supermarkt etwas umgeschaut und könnte nur ganze Senfkörner finden und kein braunes Senfpulver. Kann vielleicht sogar jemand eins empfehlen?

    Danke

    #180060 hilfreich: 0
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    Tobi90
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    Ich habe mir die gleiche Frage schonmal gestellt,da Rhonda Patrick oder auch Dr. Greger auch schonmal darauf hingewiesen haben, zu gekochtem Brokkoli "(powdered) mustard seeds" zu verwenden.

    #180061 hilfreich: 0
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    hans
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    Zitat von Tobi90 im Beitrag #2


    Ich habe mir die gleiche Frage schonmal gestellt,da Rhonda Patrick oder auch Dr. Greger auch schonmal darauf hingewiesen haben, zu gekochtem Brokkoli "(powdered) mustard seeds" zu verwenden.


    Jupps: https://hcfricke.com/2017/06/14/sulforap…olisprossen-co/ bzw. http://nutritionfacts.org/video/second-s…oking-broccoli/

    Schmeckt aber nicht so toll….. alternativ einfach Brokkoli-Sprossen dazu.

    LG
    Hans

    #180062 hilfreich: 0
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    H_D
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    Beiträge: 1390

    Christian Wolf macht aus TK-Broccoli aus dem Grund Eis.

    Wie hoch ist denn der Verlust beim Dünsten?

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