Fortpflanzung, als Menschen noch in kleinen Gruppen zusammen gelebt haben

Dieses Thema enthält 7 Antworten und 6 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Avatar Cleo 13.06.2019 um 18:44.

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  • #178422 hilfreich: 0
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    Mo
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    früher, ganz früher, sollen menschen in kleineren gruppen zusammen gelebt haben

    20 oder auch 50 menschen

    wenn ich den artikel wiederfinde, setze ich ihn dazu.

    ich habe mich gefragt, wie war das mit der sexualität

    nehmen wir an, 30 menschen

    wer kam, mit wem zusammen

    man wusste, wer die mutter war

    und wer die eigenen geschwister waren, kinder derselben mutter

    war das nicht ein kleiner bereich, um sich fort zu pflanzen?

    was war mit inzucht?

    oder kamen dann menschen mit denen von anderen gruppen zusammen?

    #180954 hilfreich: 0
    Markus
    Markus
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    Eine typische Zahl für eine Community bei Stämmen liegt eher so bei 150 Individuen. Dunbar’s number wird hier kurz erklärt:

    https://www.theguardian.com/technology/2…ea-robin-dunbar

    Diese Zahl plus einiges an Austausch durch andere Gruppen reicht bereits für eine stabile genetische Basis.

    #180955 hilfreich: 0
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    Mo
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    150 klingt schon besser, danke.

    #180956 hilfreich: 0
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    Brynhildr
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    Es ist wohl so, daß derjenige / diejenige dem Gruppenmenschen am attraktivsten erscheint, der am meisten anders riecht / duftet.
    Und das war oft derjenige, der am wenigsten mit einem verwandt war, vielleicht aus einer anderen Gruppe dazu gekommen war.
    Die Natur findet einen Weg

    #180957 hilfreich: 0
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    Bernd
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    Hallo,

    die Frage ist ja, ob man zu diesen menschlichen Frühzeiten schon zu tiefergehenden Emotionen fähig war oder noch generell die animalischen Instinkte vorherrschten. Dann wird es wohl wie bei den Affen zugegangen sein, z. B. wie bei den Bonobos.

    Zumindest wird, wenn überhaupt, Monogamie die Ausnahme gewesen sein. Waren in der Gemeinschaft genügend Frauen, wird es sicher auch vermehrt Inzucht gegeben haben. Wenn ein Frauenmangel herrschte, hat man sich Frauen durch "Handel" oder Raub in die Gemeinschaft geholt. Selbst die Stadtstaaten und ersten Reiche der Menschheitsgeschichte haben Frauen ja als sehr wertvolles "Gut" begriffen und sogar Kriege darum geführt. "Troja" oder der "Der Raub der Sabinerinnen" sind da ja sehr schöne und bekannte Bsp. aus der Mythologie.

    Gruß Bernd

    #180958 hilfreich: 0
    Markus
    Markus
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    vielleicht sollten wir zuerst mal darüber diskutieren welche "Frühzeiten" wir hier meinen.

    Bernds Aussagen kann man zumindest für den Homo sapiens so nicht zwingend generalisieren.

    #180959 hilfreich: 0
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    edubily-dev
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    DIe Frage nach dem Paarungsverhalten beim Menschen ist weitaus komplexer als es aussieht.

    Nur mal ein Gedankenanstoß: Könnte die heutige Frau nicht verhüten, ist fraglich, ob Geschlechtsverkehr überhaupt so "dominant" in der Gesellschaft vertreten wäre, wie er es bei uns heute ist. Denn eine Frau muss sich gut überlegen, wen sie sich "ins Haus holt". Erstens, ganz banal, weil eine Schwangerschaft bzw. der Geschlechtsverkehr an sich immer ein Gesundheitsrisiko darstellt und zweitens, in dem Fall wichtiger, weil Frauen den Mann für die Aufzucht des Nachwuchses brauchen. Deshalb ist "Sex" weitaus mehr als der Akt an sich, sondern beim Menschen weitaus komplexer gestrickt.

    Umgekehrt muss die Frage erlaubt sein, ob der Geschlechtstrieb des Mannes nicht so sehr daher kommt, dass er seine Gene möglichst breitgefächert streut, sondern dass er die "Ausdauer" hat, a) potenzielle Konkurrenten auszustechen und b) die "genetisch/gesundheitlich" perfekte Frau überhaupt zu finden. Weil auch ein Mann würde aus gesundheitlichen Gründen nicht alles und jeden nehmen, nur, um mal den Trieb zu befriedigen.

    Auch zeigt sich, dass monogam lebende Paare viel stabilere Wahrscheinlichkeiten haben, Nachwuchs zu haben und diesen ordentlich aufzuziehen.

    Und zu guter Letzt gibt es die "Liebe". Und die ist nicht nur da, um sich fortzupflanzen. Auch das ist ein bisschen komplexer, wie sich zeigt.

    #180960 hilfreich: 0
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    Cleo
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    Nur als Ergänzung:

    Was Verhütung angeht, gibt es ja auch natürliche Mechanismen (symptothermale z.B., aber auch ausbleibende Eisprünge während der Stillzeit, die ggf. mehrere Jahre dauern kann) von denen ich mir ziemlich sicher bin, dass sie auch meinen Vorfahrinnen bekannt waren. Plus umfangreiches Wissen über spermizid wirkende Pflanzen bzw. Wirkmechanismen darüber hinaus.

    Was den Geschlechtstrieb der Frau angeht, habe ich vor Jahren mal eine Theorie eines Anthropologen gelesen, der meinte herausgefunden zu haben, dass die niedrigere Reizschwelle von Frauen beim Orgasmus angeblich daher rührt, dass es von der Natur eigentlich so vorgesehen ist, dass die Frau mit mehreren Männern nacheinander Verkehr hat, damit sie sich quasi das größtmögliche Potential an Spermien erschließen kann.
    Quelle hab ich nicht. Aber interessant fand ich´s. Und ich halte die niedrige(re) Libido von Frauen für eine wahrscheinlich umweltbedingte Erscheinung des modernen Lebens.

    @ Brynhildr
    Genau. *zustimm* Das war die Sache mit den Immunsystemen, die bei zu großer Selbstähnlichkeit/Übereinstimmung angeblich verursachen, dass man sich "nicht gut riechen" kann.

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