Fischöl – schädlich?

Dieses Thema enthält 37 Antworten und 14 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Avatar H_D 25.10.2019 um 18:01.

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  • #198641 hilfreich: 0
    Zopiclon
    Zopiclon
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    Nein, nicht unbedingt.
    Es kommt auf den Zusammenhang an.
    Für gesunde aber schon, wenn denn die O6 Zufuhr stimmt.

    Gruß

    #198647 hilfreich: 0
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    MGhell
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    Kleine Anekdote am Rande:

    Habe vor kurzem einen Fettsäurestatus gemacht, mit dem Ergebnis O6:O3 Verhältnis von ca. 2:1

    Dringender Rat des Labors: O6:O3 unbedingt auf mindestens 5:1 anheben 🙂

    Dies würde der Kohorte entsprechen und ein Verhältnis bis 15:1 wäre OK!

    #198677 hilfreich: 0
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    klaumu
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    Ich versuche es nochmal:

     

    Das VErhältnis sollte aber 4:1 oder 1:4 sein laut Wicki und laut dieser Seite hier: http://wholehealthsource.blogspot.com/2008/09/pracical-approach-to-omega-fats.html

    #198679 hilfreich: 0
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    MGhell
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    Hi Klaumu,

     

    ich halte mich an ein O6:O3 Verhältnis von ca. 2:1. In erster Linie durch Vermeidung von O6 (keinerlei O6 Öle ect…). Auch zum Braten verwende ich z.B. gar kein Öl.

     

    Die Thematik ist nicht so einfach. Mein Eye Opener war dieser Artikel, den ich vor ein paar Jahren gelesen habe:

     

    https://www.drjacobsinstitut.de/?Omega-3-Fetts%C3%A4uren

     

    PS: Ich benutze fast nur qualitativ hochwertiges Bio-Olivenöl (nicht erhitzt)

     

     

    #198691 hilfreich: 0
    Shman Frontal
    Shman Frontal
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    @Klaumu Nein, das heißt es nicht. Der Kontext ist wichtig. Es ging hier eigentlich darum, dass Leute nicht kopflos Kapseln schlucken von denen sie nicht mal wissen, was sie genau bewirken. Das ist allgemein tunlichst zu vermeiden, unabhängig vom Stoff.

    Wenn du persönlich erfährst, dass nur O3 dir bei deinen Haut, Magen oder sonstigen Problemen wirklich hilft, dann nimm es.

    Wenn du keine Verbesserung siehst, dann logischer Weise nicht. Aber testen muss man es schon! denn: JEDER muss für sich selbst schauen, ob Etwas sinnvoll ist oder nicht. Wenn du gesund bist und eher „Luxusprobleme“ wie Training, Muskeln etc verfolgst dann hat das natürlich kaum Sinn. Wenn du ein therapeutisches Ziel verfolgst dann schon. Es gibt keine absolute Aussage, nur passend. Aber um „passend“ zu handeln muss man natürlich erstmal alles darüber Wissen, schauen ob es wirkt und vor allem: ob es bessere Alternativen gibt.

     

    Liebe Grüße

     

    @MGhell

     

    wäre interessant zu wissen, wie lange du das schon machst und welche Veränderungen du erfahren hast.

     

    Liebe Grüße

    #198735 hilfreich: 0
    Afri
    Afri
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    Beiträge: 84

    Super Thema, danke dafür und die sehr informativen Beiträge/Antworten!

    Ich nehme ein LEF-Produkt mit EPA 700mg / DHA 500mg bei 2 Kapseln, hatte bisher 4 Kapseln/Tag, jetzt reduziert auf 2/Tag. Und bei entsprechendem Fischkonsum werde ich diese nicht nehmen. Ebenso werde ich nun wieder vermehrt ein Auge auf Omega-6 beim Essen gehen richten, also möglichst keine/wenig, es sei denn es ist nur so 1-2x / Woche (80:20).

    Etwa Lachs mag ich auch sehr gerne roh, auch das werde ich jetzt wieder mehr beherzigen. Wobei schonend gebraten, also nur außen anknuspern und innen roh, nicht so ganz schlimm sein sollte.

     

    MGhell schrieb:zum Braten verwende ich z.B. gar kein Öl.

    Zum Braten kannst du meines Erachtens durchaus Öl für den Geschmack / Röstaromen verwenden. Was ich mache: Wenig Öl, das ich mit einem Silikonpinsel in der Pfanne verteile.

    Etwas Öl macht schönere Röstaromen bei Gemüse, Fleisch, etc. Dabei aber NICHT volle Pulle das Öl erhitzen. Ich nehme dabei hauptsächlich Olivenöl oder Kokosöl. Wichtig dabei: Produkte in Zimmertemperatur, also nicht direkt aus dem Kühlschrank rauf auf die Pfanne, das macht einen deutlichen Unterschied im Bratverhalten und Geschmack. Damit lässt sich auch ein tolles Steak braten mit schönen Röstaromen braten, ohne dass man das in eine extrem heiße Pfanne gibt. Also mittlere Temperatur, ohne dass das Öl raucht. So wenig/viel Hitze, dass theoretisch auch Butter geht.

    Ich nehme eine beschichtete Pfanne, wird verteufelt, aber wenn man diese nicht überhitzt und lediglich bei niedrigen/mittleren Temperaturen verwendet, hält sie lange. Ich tausche diese dann immer nach ca. 1 Jahr, sobald sich kleinste Abnutzungserscheinungen zeigen.

    #198764 hilfreich: 0
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    H_D
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    Wobei ich o6 auch nicht komplett verbannen würde, gerade Arachidonsäure hat ja auch seine Aufgaben

    #201140 hilfreich: 0
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    H_D
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    Von Christian Kirchhoff auf FB gepostet

    Omega-6 scheint nicht rein böse und das Verhältnis weniger wichtig. Wichtig ist die Anwesenheit von Omega-3. So könnte man die Daten und Meinung von Bill Harris zusammenfassen, der führend hier forscht und den Omega-3 Index sozusagen mit erfunden hat.

    Er beschreibt es wie folgt:
    Das Verhältnis n6: n3 wurde ursprünglich als guter Marker für die „Omega-Balance“ angesehen, wobei ein niedrigeres Verhältnis besser sei. Während dies in den 1980er Jahren Sinn machte, hat die Anhäufung neuer Daten in den letzten 40 Jahren gezeigt, dass dieses Verhältnis veraltet und im Wesentlichen nutzlos (oder nicht informativ) ist.

    Dafür gibt es mehrere Gründe. Erstens basiert das Verhältnis auf ungültigen Annahmen. Omega-6-Fettsäuren können sowohl entzündungshemmende als auch entzündungsfördernde Eigenschaften haben. Eine erhöhte Zufuhr an Linolsäure führt nicht zu erhöhten AA-Leveln im Blut.

    Andere Probleme beinhalten die Tatsache, dass die einzelnen Fettsäuren, die das Verhältnis n6: n3 ausmachen, von Studie zu Studie variieren können und selten definiert sind. Auch der Lipidpool (Vollblut, Plasma, rote Blutkörperchen), alle weisen unterschiedliche n6: n3-Verhältnisse auf und diese unterscheiden sich alle von der Ernährungsratio

    Schließlich können identische Verhältnisse aus einer endlosen Vielzahl von einzelnen Fettsäure-Leveln berechnet werden. Mit anderen Worten, Sie können (zum Beispiel) ein Verhältnis von 10 mit sowohl sehr hohen als auch sehr niedrigen Leveln an Omega-3 und Omega-6-Fettsäuren haben. Daher ist der Ratio-Ansatz für die Ernährungsberatung nutzlos.

    Das überwältigende „Omega“ -Problem in der Ernährung ist das Fehlen von EPA und DHA – nicht das Vorhandensein von Omega-6 (LA). Sich darauf zu konzentrieren, mehr EPA + DHA aus Fisch oder Nahrungsergänzungsmitteln zu gewinnen, ist Aufgabe Nr. 1. Das Verhältnisdenken lässt einen glauben, dass man mit einer Verringerung der Linolsäure-Aufnahme die gleichen Vorteile erzielen kann wie mit einer Erhöhung der EPA + DHA-Aufnahme, und das ist eindeutig falsch.

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