Fettleber

Dieses Thema enthält 10 Antworten und 8 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Avatar phL 13.11.2015 um 23:31.

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    naklar!
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    Hey zusammen, og. häßlicher Befund wurde bei einem alten Freund festgestellt – natürlich zusammen mit schlechten Blutfettwerten…
    …er ist 39 Jahre alt, nicht wirklich dick ( halt etwas Schwabbel am Bauch ) geht 2x pro Woche laufen – und bereit NEMs zu nehmen, damit Arzt und Ehefrau Ruhe geben :-)

    Ja, so sind sie die Jungs. Wollte mich nun noch einmal bei euch rückversichern, ob meine Empfehlungen soweit korrekt sind:

    – 2 – 3 x pro Woche 16 h fasten
    – zum kochen/braten ( halt dann nicht so heiß ) Umstieg auf Kokosöl
    – Kartoffelmehl
    – vor jeder Mahlzeit 20 g Whey
    – Omega 3
    – Cholin
    – l – Carnitin
    – Kreatin
    – Citrullin
    – Inositol

    In diesem Zusammenhang fragt sich auch, ob mit allem auf einmal eingestiegen werden soll, oder ob es eine sinnvolle Abfolge gibt, sodaß man zum Beispiel alle 2 Wochen neue Elemente mit reinnimmt.
    Außerdem würde mich interessieren, ob ihr bei genannte Listen Prioritäten hättet – falls ihm das volle Programm zu viel erscheint.

    Merci, Eric

    #110430 hilfreich: 0
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    wmuees
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    Prio 1 ganz klar Cholin.
    Zusammen mit dem Meiden von Zucker/Fructose.
    Das sollte der Leber am meisten helfen.

    #110431 hilfreich: 0
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    CaptainHungerhaken
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    Prio eins ist für mich fasten!
    Danach Cholin, damit wäre ich einverstanden

    #110432 hilfreich: 0
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    naklar!
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    Hey, ihr zwei – danke für eure Antworten. Wie streng sollte ich bezüglich seines Feierabendbierchens sein?
    Natürlich wäre ich ohne am glücklichsten – andererseits möchte man ja nicht immer gleich mit der Tür ins Haus fallen und mit erhobenem Zeigefinger rumfuchteln…

    Vielleicht nur an 2 Tagen pro Woche?

    #110433 hilfreich: 0
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    H_D
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    Ich würde erstmal herausfinden wie er sich jetzt ernährt und dann die Ursache und nicht (nur) die Symptome bekämpfen

    #110434 hilfreich: 0
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    naklar!
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    Hab‘ ich versucht und dabei festgestellt, daß sich da die Katze in den Schwanz beißt:

    Wer keinen Wert auf seine Ernährung legt, weiß gar nicht wie er sich ernährt! Und ernährt sich deshalb eben wieder scheiße….

    Er ist viel auf Montage und ißt dann eben immer im Hotel/Restaurant/Kantine/Imbiß.
    " Ich esse halt immer dann, wenn es was gibt. Und das, was es gerade gibt."

    #110435 hilfreich: 0
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    phil
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    folgende NEMs könnten auch interessant sein:

    https://edubily.de/aminosaeuren/glycin-die-aminosaure-der-zukunft/
    "Glycin verhindert/reduziert Schäden an Leber und an Nieren, verursacht durch beispielsweise Medikamente."

    und

    https://edubily.de/aminosaeuren/taurin-stierhoden/
    "Taurin verhindert starke Gewichtszunahme, verhindert die Entstehung einer Fettleber, verringert Plasma Cholesterin und Plasma Triglyceride und verbessert Glukose-Werte bzw. Insulin-Sensitivität in gemästeten Ratten"

    #110436 hilfreich: 0
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    Berlinale
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    #110437 hilfreich: 0
    Chris (edubily)
    Chris (edubily)
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    Beiträge: 2465

    Zitat


    Die Triebfeder einer Fettleberentwicklung
    Was viele nicht wissen oder nicht beachten, ist die Tatsache, dass Kohlenhydrate per se (auch Fructose) nicht als driving force einer Fettleber-Entwicklung angesehen werden.

    Was viele nicht wissen ist, dass die wachsende (oder bereits große) Fettmasse, proportional Fettsäuren in den Blutstrom abgibt, ungeachtet hemmender Signale wie Insulin.

    Das nennt sich „Dysfunktion des Fettgewebes“ (adipocyte dysfunction).

    Diese Fettsäuren lagern sich in alle Organe ein, auch in der Leber.

    Bei guter Cholin-Versorgung können ausreichend Phospholipide gebaut werden, um diese Fettsäuren via VLDL aus der Leber zu transportieren.

    VLDL wiederum wird abgebaut zu ILDL und LDL.

    Bei schlechter Cholin-Versorgung bleiben die Fettsäuren in der Leber und werden dort entweder oxidiert oder sorgen für eine Fettanreicherung, die Entzündungen induzieren und langfristig zu Gewebe-Nekrosen führen.

    Soll heißen: Die Fettmasse per se kann die Leber verfetten.

    Was dabei auch nicht beachtet wird, ist, dass das subkutane Fettgewebe bei uns Menschen schlechter auf ß-adrenerge Stimulation (Fettsäure-Freisetzung durch Adrenalin und Noradrenalin) reagiert und eher nicht für metabolische Entgleisungen verantwortlich ist.

    => Sehr dicke Frauen (als Beispiel) sind weniger anfällig für Insulinresistenz, Bluthochdruck und Fettleber als ein schlaksiger Mann, der das ganze Fett zentral in der Bauchhöhle lagert (Viszerales Körperfett).

    Dieses Viszeralfett reagiert empfindlicher auf ß-adrenerge Stimulation und setzt größere Mengen an Fettsäuren frei, die in der Nähe der Organe lagern. Subkutanes Fettgewebe hingegen bedeckt häufig Muskelflächen, sodass diese Fettsäuren eher in aktiven Muskelgeweben verarbeitet werden können. Dies muss nicht zwangsläufig positiv sein, aber ist durchaus eher positiv zu werten.

    Zurück zu Fructose.


    https://edubily.de/2015/08/warum-fructose…lich-sein-kann/

    Eine Fettleber bei Gänsen wird sicher nicht induziert durch „Kohlenhydrate", sondern durch einen exorbitant hohe Kalorienzufuhr („Mast") plus Kohlenhydrate. Daraus ergibt sich genau das Bild, was ich im Artikel beschrieben habe.

    Bier macht auch nicht deshalb eine Fettleber, weil es ein „Kohlenhydrat" ist, sondern weil Ethanol selbst die Leber verfettet (richtig: verfetten kann).

    An Fett liegt’s nicht, also sind’s die Kohlenhydrate. Immer diese Extreme. Man kann auch einfach mal normal essen und dann entwickelt sich auch keine Fettleber. Dazu bedarf es keines Extrems.

    Aber: In solchen Fällen hilft tatsächlich eine Low-Carb-Ernährung. Nicht, weil Kohlenhydrate schuld sind, sondern weil Low-Carb der armen Zelle hilft, die ß-Oxidation wieder anzuschmeißen und weil das biochemische Chaos, das man sich gezüchtet hat, ein Ende nimmt – freie Bahn für ein Substrat.

    By the way: Chronische Ketose induziert auch eine Fettleber, weil das Grundprinzip Ketogenese genau darauf beruht, dass sich Fette in der Leber anhäufen. Daher sollte man sich nach drei Jahren Ketose nicht wundern, wenn die Leber keine Kohlenhydrate mehr aufnimmt.

    #110438 hilfreich: 0
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    naklar!
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    Hallo, wollte hier mal einen kleinen Erfolg melden.
    Nach 3,5 Monaten Omega 3, Cholin, L – Carnitin, sowie der Einführung von RS 2/3, ersetzten des Bratenfettes durch Kokosöl und 2x pro Woche IF haben sich

    – die Triglyceride von knappen 700 auf 220 mehr als gedrittelt
    – LDL ist bei 180
    – HDL bei 50

    Außerdem sind keinerlei Anzeichen für eine Fettleber mehr festzustellen.

    Einfach toll!

    Eric

    Edit: Ich wußte gar nicht, daß es sooo hohe Triglyceridwerte gibt – das hat mich vorhin beim Telefonieren fast so vom hocker gehauen wie die guten Nachrichten!

    #110439 hilfreich: 0
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    phL
    Beiträge: 363

    Sehr cool! Glückwunsch! Weitermachen!

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