Fastentag (komplett nichts) oder lieber mit Whey?

Dieses Thema enthält 12 Antworten und 7 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Avatar ChristineH 18.02.2019 um 22:22.

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  • #90853 hilfreich: 0
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    Mo
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    hallo,

    wenn du einen fastentag einlegen möchtest (einfach so, autophagie etc.), würdest du eher nichts zu dir nehmen?

    oder eher mit whey?
    eine Portion oder eher über den tag verteilt?
    wieviel? 1g/kg oder mehr/weniger?

    und warum?
    danke für Ideen!

    #132254 hilfreich: 0
    Markus
    Markus
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    Ohne Whey natürlich. Wegen der gewünschten Autophagie.

    #132255 hilfreich: 0
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    Mo
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    Ja, das ist richtig.

    Habe mich falsch ausgedrückt – anders gefragt:
    Wann macht es Sinn, nicht den ganzen Tag zu fasten, sondern Whey zu sich zu nehmen.

    #179057 hilfreich: 0
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    negore
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    Ich glaub es kommt immer darauf an was man mit dem Fasten erreichen möchte. Was sind denn deine Ziele?

    #179058 hilfreich: 0
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    Mo
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    neu formuliert: Wann macht es Sinn, nicht den ganzen Tag zu fasten, sondern (nur) Whey zu sich zu nehmen?

    Was denkst du dazu?
    Theoretisch, einfahc diskutieren.

    #179059 hilfreich: 0
    naklar!
    naklar!
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    Wenn die Priorität Autophagie ist.

    Eric

    #179060 hilfreich: 0
    jfi
    jfi
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    Zitat von Wirbelwind im Beitrag EAT-Lancet


    Weniger Fleisch ist durchaus gesund UND nachhaltig.


    Zitat von Mo im Beitrag #5


    neu formuliert: Wann macht es Sinn, nicht den ganzen Tag zu fasten, sondern (nur) Whey zu sich zu nehmen?

    Was denkst du dazu?
    Theoretisch, einfahc diskutieren.


    Davon halte ich überhaupt nichts, da man durch das Fasten an sich schon genügend Muskelschutz hat und mit dem Whey nur die Autophagieprozesse kurzfristig lahmlegt aber sonst keinen wirklichen Nutzen hat.

    Das einzige sinnvolle Szenario wäre für mich, dass man am Ende des Fastentags trainiert und danach dann das Fasten mit Whey bricht und dann daheim was Richtiges isst.

    LG Jens

    #179061 hilfreich: 0
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    Luna
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    Hallo Jens,
    könntest du erklären, wie es beim Fasten zum Muskelschutz kommt? Bei unterkalorischer Ernährung ist das ja sonst auch nicht der Fall. Mir ist dabei schon klar, dass die Energieversorgung beim Fasten via Fettstoffwechsel läuft. Ob zu 100%, das ist halt die Frage. Soweit mir bekannt, benötigt die Fettverbrennung auch etwas Glukose, die ja dann in der Leber hergestellt wird. Ist zwar nicht viel, klar, aber dazu werden doch Aminosäuren verstofffwechselt. Ebenso gibt es bei körperlicher Arbeit/Sport ja einen gewissen "Zellverschleiß", also Schäden durch Mikroverletzungen, die ja repariert werden müssen. Durch den Belastungsimpuls wird dem Körper signalisiert, den Muskel zu erhalten, da er ja "benötigt" wird.
    Woher sollen die Soll die Leber die notwendigen Aminos nehmen, wenn nicht aus dem Blut (Immunsystem), senescenten Zellen (Autophagie) oder aus dem Muskel ? Ich kann mir gut vorstellen, dass die katabole Wirkung beim IF kaum zu spüren ist. Aber wie sieht es aus, wenn man das eine Woche oder auch länger macht? Da habe ich schon gewaltige Zweifel, dass die Muskulatur explizit geschont wird.
    Liebe Grüße
    Luna

    #179062 hilfreich: 0
    jfi
    jfi
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    Beiträge: 954

    Zitat von Luna im Beitrag #8


    Durch den Belastungsimpuls wird dem Körper signalisiert, den Muskel zu erhalten, da er ja "benötigt" wird.
    Woher sollen die Soll die Leber die notwendigen Aminos nehmen, wenn nicht aus dem Blut (Immunsystem), senescenten Zellen (Autophagie) oder aus dem Muskel ? Ich kann mir gut vorstellen, dass die katabole Wirkung beim IF kaum zu spüren ist. Aber wie sieht es aus, wenn man das eine Woche oder auch länger macht? Da habe ich schon gewaltige Zweifel, dass die Muskulatur explizit geschont wird.


    Da schreibst du eigentlich schon das meiste. Der Körper hält immer einen Aminosäurenpool von ca 100 gr im Blut vor und der wird dann gespeist aus der Autophagie wenn man nichts mehr isst.
    Zum anderen schüttet der Körper extrem viel Wachstumshormon aus wenn man fastet, was einen Muskelschützenden antikatabolen Effekt hat.

    Zum anderen sprechen wir hier von Fastentagen und nicht von wochenlangem Fasten, dabei kippt das ganze dann natürlich nach ein paar Tagen, sodass Muskel verstoffwechselt wird. Aber der Körper kann auch zu einem gewissen Grad Kohlenhydrate durch Ketonkörper ersetzen und sogar aus Fetten Kohlenhydrate bauen, also ist auch dann die Muskulatur nicht Quelle Nummer 1.

    Aber wenn man 2-3 Fastentage in der Woche macht und sich die restlichen Tage Proteinreich und mit genügen Energuie ernährt und vor allem die richtigen Belastungsreize setzt, dann werden auf jeden Fall keine Muskeln verfeuert, da hier dann wieder das "use it or loose it"-Prinzip greift.
    Soll heißen: wenn die Belastung deinem Körper sagt, dass die Muskeln gebraucht werden, dann werden die auch erhalten.

    LG Jens

    PS: Dr. Dominic D’Agostino hat nach 7 Tage Wasserfasten immernoch 500 Pfund für ich glaube 8 Wiederholungen beim Kreuzheben gezogen und hat keine Muskelmasse verloren, wenn dann nur durch geleerte Glykogenspeicher. Also unser Körper baut das nicht so schnell ab wie viele sagen.
    Viele Denken halt dünnerer Muskel = Substanzabbau, aber das ist so nicht ganz richtig. Denn Glykogen bindet z.B. Wasser und wenn das aus dem Muskel rausgeht ist es nur natürlich, dass er dünner aussieht.

    #179063 hilfreich: 0
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    negore
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    Zitat von Luna im Beitrag #8


    Hallo Jens,
    könntest du erklären, wie es beim Fasten zum Muskelschutz kommt? Bei unterkalorischer Ernährung ist das ja sonst auch nicht der Fall. Mir ist dabei schon klar, dass die Energieversorgung beim Fasten via Fettstoffwechsel läuft. Ob zu 100%, das ist halt die Frage. Soweit mir bekannt, benötigt die Fettverbrennung auch etwas Glukose, die ja dann in der Leber hergestellt wird. Ist zwar nicht viel, klar, aber dazu werden doch Aminosäuren verstofffwechselt. Ebenso gibt es bei körperlicher Arbeit/Sport ja einen gewissen "Zellverschleiß", also Schäden durch Mikroverletzungen, die ja repariert werden müssen. Durch den Belastungsimpuls wird dem Körper signalisiert, den Muskel zu erhalten, da er ja "benötigt" wird.
    Woher sollen die Soll die Leber die notwendigen Aminos nehmen, wenn nicht aus dem Blut (Immunsystem), senescenten Zellen (Autophagie) oder aus dem Muskel ? Ich kann mir gut vorstellen, dass die katabole Wirkung beim IF kaum zu spüren ist. Aber wie sieht es aus, wenn man das eine Woche oder auch länger macht? Da habe ich schon gewaltige Zweifel, dass die Muskulatur explizit geschont wird.
    Liebe Grüße
    Luna


    Hi Luna,

    zudem gibt es noch dein einen Stoffwechselweg der Gluconeogenese der Glycerin (Fettstowechsel produkt) hernimmt um daraus KH zu machen.

    Zudem produzierst du während dem Fasten Ketonkörper die den Abbau von Muskelprotein unterdrückt.

    Zitat von https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1373635/


    Ketone bodies
    As noted above, the liver produces ketone bodies during a VLCARB and they flow from the liver to extra-hepatic tissues (e.g., brain, muscle) for use as a fuel. In addition, ketone bodies exert a restraining influence on muscle protein breakdown. If the muscle is plentifully supplied with other substrates for oxidation (such as fatty acids and ketone bodies, in this case), then the oxidation of muscle protein-derived amino acids is suppressed. Nair et al. reported that beta-hydroxybutyrate (beta-OHB, a major ketone body) decreases leucine oxidation and promotes protein synthesis in humans [7]. Although blood concentrations of beta-OHB in their subjects during the infusion of beta-OHB were much lower than concentrations observed in humans during fasting, leucine incorporation into skeletal muscle showed a significant increase (5 to 17%).


    LG Kevin

    #179064 hilfreich: 0
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    Luna
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    Hallo Negore
    die Gluconeogenese habe ich ja schon angesprochen. Nur fällt da nur soviel an Glukose an, dass der Fettstofffwechsel läuft. Hast du Belege dafür, dass Ketonkörper den Abbau von Muskelprotein unterdrücken? Die Ketonkörper versorgen den Körper inkl. Gehirn mit Energie, ist schon klar. Es geht um die Aminos. Da gehe ich mit Jens konform, dass es beim IF (+ Sport) kein Problem ist, v.a.durch den verstärkten Aufbau in der Essphase. Bei längerfristigem Fasten (+ Sport) dürfte es schwieriger werden. Damit meine ich mindestens 1 Woche bis mehrere Wochen.
    Der Bedarf an Aminos ist einfach da und ein Teil davon wird zur Herstellung von Glukose benötigt. Der Baustoffwechsel benötigt aber eben auch Aminos. Die Wege habe ich ja schon beschrieben. Entscheidend dürfte beim Fasten die Zeit sein. Denn irgendwann sind die Reserven des Körpers einfach erschöpft und das Immunsystem leidet auch (alles unter der Voraussetzung, dass weiterhin ordentlich Bewegung gegeben ist).

    Ohne es explizit geplant zu haben, habe ich bei einer Blutabnahme im Oktober einen schönen Beleg für den verstärkten "Reparatur"-impuls des Körpers durch bzw nach IF bekommen. Ich hatte im Vorfeld beim Laufen verstärkt Intervalle integriert und zusätzlich Krafttraining gemacht. Dazu IF. Das Ergebnis: GH bei 7,01 nml/l bei einem Normbereich von 0,01-3,6. Das brachte mir dann doch ein paar seltsame Blicke der Ärztin (Internistin) ein.
    LG
    Luna

    #179065 hilfreich: 0
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    negore
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    Zitat von Luna im Beitrag #11


    Hast du Belege dafür, dass Ketonkörper den Abbau von Muskelprotein unterdrücken?


    https://academic.oup.com/ajcn/article-ab…edFrom=fulltext

    #179066 hilfreich: 0
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    ChristineH
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    Luna, der Link hier könnte was für Dich sein: https://www.dietdoctor.com/fasting-muscle-mass

    (fasting is more than 4 times better at preventing lean tissue loss than caloric restriction)

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