Fasten

Dieses Thema enthält 28 Antworten und 10 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Avatar Mandy Roenckendorf 23.03.2018 um 22:55.

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  • #90611 hilfreich: 0
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    Mandy Roenckendorf
    Beiträge: 8

    Hallo in die Runde,

    mein Name ist Mandy, 40 Jahre jung, Sozialarbeiterin. Ich bin neu hier. Habe mich angemeldet, um Rat bei Euch zu erfragen. Vielleicht hab ich ja Glück und kann hier was von Euch lernen. Hier mein Kontext: Bin 2014 an Schilddrüsenkrebs (SD) erkrankt, folglich Komplettentnahme, seither in regelmäßiger Kontrolle. Die Heilungschancen bei Jodbindenden SD Krebs sind sehr gut. Betrachte mich daher als gesund. Jetzt meine Frage: Faste seit 4 Tagen mit Zitronenwasser, Tees, klarer Brühe, Gemüsesäften und Brottrunk. 40 Tage sind geplant. Steigt mein TSH Wert beim Fasten auf Sicht 40 Tage an und wenn ja, um wie viel? Und was macht das Fasten mit t3, t4? Ich muss bei ca. 0,4-0,7 TSH liegen, damit Alles paletti ist.

    Viele Grüße Mandy R.

    #130204 hilfreich: 0
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    meise
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    Beiträge: 76

    Hallo Mandy,

    vielleicht hilft dir Chriss artikel weiter:
    https://edubily.de/2015/05/schadest-du-un…r-schilddruese/

    #130205 hilfreich: 0
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    Mikki-
    Beiträge: 121

    40 Tage Nulldiät? Warum? Oder konkreter: Was erhoffst/erwartest du dir von diesem Vorgehen?

    #130206 hilfreich: 0
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    Mandy Roenckendorf
    Beiträge: 8

    Ich habe mich zum Thema Fasten unter dem Augenmerk Gesunderhaltung belesen. Gibt da ja ganz viel Input im Internet und auch bei Heilpraktikern.

    Meine Zielstellungen sind:
    1. die vermehrt geschilderten "Gefühlsempfindungen" abzugleichen – Tiefenentspannung, Schmerzfreiheit, Glückseeligkeit – die Schilderungen gehen da ja weit…
    2. meine Körperfunktionen nachhaltig optimieren, damit ich die Medidosis (Eutyrox) reduzieren kann (bei Erhalt des gewünschten TSH Wertes, versteht sich)
    3. Sensibilisierung für Gemüse, im Groben für veaganes Essen… ich lebe seit 1 1/2 vegetarisch , beinahe vegan… aus Überzeugung und dennoch, soll die MÖHRE wieder zum Geschmackserlebnis werden, denn das Alles nuddelt sich aus … Ihr versteht?

    #130207 hilfreich: 0
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    Tommy
    Teilnehmer
    4 pts
    Beiträge: 1157

    Also nur weil man hofft von „highs“ hört und irgendwelche Jogi Seiten das Fasten als Allheilmittel verkaufen ist das noch lange nicht für jeden gesund und sinnvoll. Und ganz ehrlich ich vermute dass Du mit Deiner Vorgeschichte Dir nichts Gutes tust. Lass Dich nicht verleiten was andere immer versuchen zu Pauschalisieren. Ich war zb beim intermittietenden Fasten nach 16 h ohne Nahrung nicht gut drauf. Rein gar nichts von den tollen Wirkungen gespürt die andere berichten. Ich fühle mich wohl mit 12/13 Std Fasten. Mal vielleicht etwas mehr mal weniger. Warum sollte ich 16h machen obwohl ich merke, dass das Zuviel ist? Nur weil jemand mal 16/8 erfunden hat? Ich selbst habe das lange genug trotzdem konsequent gemacht auch wenn es mir dadurch nicht so gut ging. Dachte immer na das wird schon der Körper muss sich erst mal umstellen etc. im Nachhinein betrachtet völliger Bullshit. Mache nicht den gleichen Fehler. Ähnliches zählt auch für die Ernährungsform.

    Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Fasten und vegan bei fehlender SD eher nach hinten los geht

    #130208 hilfreich: 0
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    Mikki-
    Beiträge: 121

    Ist das Vorgehen mit deinem Arzt abgestimmt? Und wo genau hast du dich zu dem Vorgehen und den Wirkungen belesen?

    #130209 hilfreich: 0
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    Mandy Roenckendorf
    Beiträge: 8

    Vielen Dank für Eure Meinungen, die ich respektiere und zu denen ich ganz viel zu erzählen hätte – erfahrungsgemäß und argumentativ. Aber darum geht es mir hier nicht!

    Ich möchte erfragen, ob IHR wisst, ob der TSH Wert beim Fasten ansteigt und was das Fasten mit t3 und t4 macht?

    Hat Jemand Erfahrungen in der Hinsicht oder eine fundierte Antwort, die medizinisch dokumentiert ist?

    #130210 hilfreich: 0
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    ChristineH
    Beiträge: 809

    Schade, dass Du die Ratschläge nicht hören möchtest …

    Die Frage, ob das mit Deinem Arzt abgesprochen ist, ist bei Deinem Krankheitsbild absolut korrekt.

    20 % von T4 werden im Darm zu T3 umgewandelt, allerdings nur dann, wenn die Darmflora auch intakt ist. Ich halte ein so ausgedehntes Fasten (auch) deshalb für nicht förderlich.

    Ein Überschuss von Cortisol verhindert außerdem eine ausreichende Umwandlung von T4 in T3. Was tust Du hinsichtlich Stressmanagement? Nimmst Du Selen, Zink, Antioxidantien?

    Wie steht es um Deine Eisenwerte? Und mit Vitamin A (vermutlich schlecht, weil vegetarisch/vegan)? Zur Aktivierung der Schilddrüsenhormone müssen die Zellrezeptoren ausreichend mit Vitamin A versorgt sein. Wenn Du Vitamin A als NEM nimmst, achte auch auf Zufuhr von Vitamin D3.

    #130211 hilfreich: 0
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    Mandy Roenckendorf
    Beiträge: 8

    Hallo Christine,
    Vielen Dank für Deine Antwort.
    Die Schulmedizin in Verrtretung der Uniklinik hält nichts von alternativen Therapien. Ist auch nicht gewillt, sich damit auseinanderzusetzen, ganz gleich mit welchem Heilansatz. . Also hole ich mir dort halbjährlich meinen Tumormarker ab und Ende.

    Ich habe nach meiner Krebserkrankung verschiedene Ärzte aufgesucht.:

    Dr. Puttich in Darmstadt, onkologe und Forschungsleiter in Sachen B17 und enzymtherapie
    Dr. Formula Felgner in chemnitz, onkologin und Dr. der chinesischen heilmedizin
    Dr. Freutsmiedl in Leipzig, kardiologe und ganz.med

    Alle sind sich einig, eine vegane Ernährungsweise ist förderlich, weil basisch. Es ist gar kein Problem, wenn Ihr da anderer Meinung seid. Das ist völlig in Ordnung für mich. Ich lese Eure Kommentare sorgfältig und dankbar. Wenn mir etwas überzeugend erscheint, gehe ich darauf gern ein. Wenn nicht, lasse ich es so stehen. Mehr wollte ich damit nicht sagen.

    Mein Eisendepot wird regelmäßig gecheckt und per Infussion aufgefüllt.
    Ich nehme selen, Zink, Magnesium, Mangan, Kalium, calcium, natrium, molybdin im kombipräparat. D3 substitiere ich in verstoffwechselter Form , da meine nebenschilddrüsen mitentfernt worden.

    Heute ist der 4. Tag und mein hungergefühl hat sich heute gegen 16.00 Uhr verabschiedet. Laut fastenseiten im Internet, ist das planmäßig, da der Körper auf innere Ernährung umstellt. Jetzt macht er sich am Eiweiss zu schaffen, deshalb mache ich täglich muskelübungen. In ein paar Tagen müsste er planmäßig auf fettstoffwechsel umsetzen und sich stabilisieren. Ich trinke zitronenwasser, Tee, brottrunk, zuckerfreie gemüsesäfte und vegane klare Brühe, mache leberwickel und fühle mich gerade sehr gut.
    Meine nächste blutkontrolle ist nächste Woche, eine weitere Ende April. Soweit der Plan. Ich könnte mir vorstellen, nach 10 Tagen auf basenfasten umzustellen, wenn ich mich schlecht fühle oder mein tsh ansteigt. Das entscheide ich, wenn die tage ran sind.

    Eure Seite klang so professionell, deshalb habe ich mich eingeklinkt. Ich hätte hält gern eine Antwort auf die TSH Tendenz gehabt. Mehr nicht. Kannst Du etwas Konkretes dazu sagen?

    #130212 hilfreich: 0
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    wmuees
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    3 pts
    Beiträge: 786

    Verstehe Deine Frage nicht ganz.

    Dein T4 wird bestimmt durch das T4, was Du in Tablettenform einnimmst.
    Das T3 dadurch, wie gut die Umwandlung im Körper läuft. Hier wirst Du durch Fasten etwas weniger kriegen. In Folge wird Dein TSH etwas ansteigen.

    Dein Ziel sollte nicht sein, so wenig T4 in Tablettenform zu Dir zu nehmen, wie es gerade noch geht. Das ist ohne Schilddrüse Unsinn.
    Dein Ziel sollte sein, so viel T4 zu Dir zu nehmen, dass Du Dich gut fühlst. Ich muss auch ein Hormon künstlich zuführen (Testosteron), und ich käme nie im Traum auf die Idee, die Zufuhr zu minimieren.

    #130213 hilfreich: 0
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    ChristineH
    Beiträge: 809

    Zitat von Mandy Roenckendorf im Beitrag #9


    Die Schulmedizin in Verrtretung der Uniklinik hält nichts von alternativen Therapien. Ist auch nicht gewillt, sich damit auseinanderzusetzen, ganz gleich mit welchem Heilansatz.


    Ja, das kenne ich leider selbst auch.

    Zitat von Mandy Roenckendorf im Beitrag #9


    Dr. Puttich in Darmstadt, onkologe und Forschungsleiter in Sachen B17 und enzymtherapie
    Dr. Formula Felgner in chemnitz, onkologin und Dr. der chinesischen heilmedizin
    Dr. Freutsmiedl in Leipzig, kardiologe und ganz.med


    Keinen Endokrinologen? Du musst doch mit jemandem sprechen, der sich mit der Thematik "komplett fehlende Schilddrüse" auskennt …

    Zitat von Mandy Roenckendorf im Beitrag #9


    Alle sind sich einig, eine vegane Ernährungsweise ist förderlich, weil basisch.


    seufz
    Wenn Du gerne wissenschaftliche Beweise dazu haben möchtest: https://kresserinstitute.com/rhr-dispell…-alkaline-myth/

    Zitat


    There was a big meta-analysis in 2009 of five high-quality studies, and they did find a linear association between the amount of acid in the urine and the amount of calcium in the urine, but there was no association between the amount of acid in the urine and calcium levels in the body. So if you put it more simply, if you eat more protein, you will pee out more acid and calcium, but the amount of calcium in your body doesn’t change.


    Zitat


    looked at 55 different trials, 22 of them randomized clinical trials, and the authors’ conclusion was this: “A causal association between dietary acid load and osteoporotic bone disease is not supported by the evidence, and there is no evidence that an alkaline diet is protective of bone health.”


    Zitat von Mandy Roenckendorf im Beitrag #9


    Ich könnte mir vorstellen, nach 10 Tagen auf basenfasten umzustellen,


    Bitte, auch wenn Du außer TSH-Auswirkung nichts hören magst: Es ist extrem wichtig für den Menschen, dass in seinem Magen sehr saure Verhältnisse herrschen. Die meisten Menschen heutzutage haben zu schwache Magensäure, die sie dann auch noch weiter abschwächen durch Natrontabletten, Basenpulver und anderes. Ist es im Magen nicht sauer genug, funktioniert auch die weitere Signalgebung (Bauchspeicheldrüse, Gallenblase usw.) nicht richtig. Die Förderung von Dünndarmfehlbesiedlung und die mangelhafte Absorption von Nährstoffen folgt.

    #130214 hilfreich: 0
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    Cluhtu
    Teilnehmer
    Beiträge: 669

    Kann Christine nur zustimmen. Dein Ansatz klingt mir sehr nach einer gewissen ‚Brechstangentaktik‘, die das Potential hat noch für viele weitere Probleme zu sorgen.

    Nichts für ungut, aber wenn du deine Vorgehensweise beschreibst, dann bekommst du in einem gesundheitsbewussten Forum eben vornehmlich gesundheitsbewusste Kritik.

    Also T3 und T4 werden auf jeden Fall sinken, dementsprechend dürfte TSH ansteigen. Die ersten Treffer auf Google sagen das auch. Kalorien sind aber ja auch einer der Signalgeber für die Schilddrüse.

    #130215 hilfreich: 0
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    Tommy
    Teilnehmer
    4 pts
    Beiträge: 1157

    Und du glaubst onkologen kennen sich mit Biochemie aus und können Dir adäquate Ernährungsempfehlungen geben? Das bezweifle ich stark. Vor 2-3 Tagen hat Chris wieder einen schönen neuen Blog Post zum Thema Ernährung veröffentlicht. Absolut lebenswert.

    #130216 hilfreich: 0
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    Mandy Roenckendorf
    Beiträge: 8

    Danke für Eure Rückmeldung. Kritik ist in Ordnung für mich.

    Ich bin davon ausgegangen, dass Onkologen sich auch mit Biochemie auseinandersetzen. Allein die Entstehung von Zellentartung, zellvermehrung und deren Auflösung unterliegt biochemischen Prozessen, so dachte ich. Liege ich hier falsch?

    Einen guten endokrinologen zu finden, ist gar nicht so einfach, aber da bin ich dran. Eine Überweisung liegt schon hier.

    Liebe Christine, Deinen Ausführungen zu Folge hältst Du ein überwiegend basisches Milieu für Unsinn? Habe ich das richzig verstanden? Magen, genitale schleimheute, etc bedürfen saures Milieu, das ist mir klar, nur dachte ich, das regelt der Körper selbst? Ich trinke kein Natron standardisiert, ich ernähre mich von allem, was in seiner verstoffwechslung basisch wirkt plus gesunder fette. Sollte das tatsächlich krankmachend wirken? …

    Ich lese am we genauer in eure ausgewiesenen Beiträge rein. Herzlichen Dank dafür.

    In der Umfrage erscheinen zum TSH Anstieg 2 NEIN, Ihr meint JA. Gibt es hier im Forum unterschiedliche auffassungen dazu? Gibt es Jemanden ohne SD im Forum, der Erfahrungen diesbezüglich gemacht hat und Blutwerte dokumentieren könnte? Ich denke, das praktische beispiel wäre dann beweisführend und eine zufriedenstellende klärung für mich.

    Ich wünsche euch einen schönen Tag

    #130217 hilfreich: 0
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    ChristineH
    Beiträge: 809

    Zitat von Mandy Roenckendorf im Beitrag #14


    Ich bin davon ausgegangen, dass Onkologen sich auch mit Biochemie auseinandersetzen. Allein die Entstehung von Zellentartung, zellvermehrung und deren Auflösung unterliegt biochemischen Prozessen, so dachte ich. Liege ich hier falsch?


    Nein, natürlich sind Onkologen Deine Ansprechpartner, was den Krebs betrifft. Aber Du hast ja nun ein großes Problem mit Deinem gesamten Hormonhaushalt, da die Schilddrüse samt Nebenschilddrüsen entfernt wurde. Da solltest Du mit einem Endokrinologen sprechen; dass es nicht leicht wird, einen wirklich guten zu finden, ist klar.

    Zitat von Mandy Roenckendorf im Beitrag #14


    Liebe Christine, Deinen Ausführungen zu Folge hältst Du ein überwiegend basisches Milieu für Unsinn?


    Ich halte die Säure-Basen-Theorie für unbewiesenen Mumpitz, wenn ich das so direkt sagen darf. An sich mal noch nicht schlimm, aber sie verführt die Menschen zu Ernährungsweisen (einschl. Basentabletten usw.), die ihnen schaden. Lies mal bei Chris Kresser tiefer rein. In dem verlinkten Beitrag hat er leider die (Meta-)Studien nicht direkt genannt, das macht er bei allen neueren Beiträgen. Aber man kann sie mit Sicherheit finden. Ich vertraue ihm, er arbeitet seit vielen Jahren sehr wissenschaftlich (das Transkript aller Podcasts ist unterhalb angefügt, Du musst nicht hören, kannst alles bequem und in Ruhe lesen).

    Zitat von Mandy Roenckendorf im Beitrag #14


    ich ernähre mich von allem, was in seiner verstoffwechslung basisch wirkt


    Ich rate stattdessen zu nährstoffdichter Ernährung und allem, was die Darmflora stärkt und artenreich macht. Das Forum hier ist voll davon.

    Zitat von Mandy Roenckendorf im Beitrag #14


    Gibt es hier im Forum unterschiedliche auffassungen dazu? Gibt es Jemanden ohne SD im Forum, der Erfahrungen diesbezüglich gemacht hat und Blutwerte dokumentieren könnte? Ich denke, das praktische beispiel wäre dann beweisführend und eine zufriedenstellende klärung für mich.


    Ich habe an der Umfrage nicht teilgenommen, die Frage nach dem TSH bringt Dir doch überhaupt nichts?

    wmuees hat es ja schon geschrieben: Der TSH ist für Dich doch eigentlich gar nicht mehr von Interesse, da Deine Schilddrüse ja dadurch nicht mehr stimuliert werden kann. Du musst schauen, dass Du ausreichend künstliche Schilddrüsenhormone zuführst und diese dann ausreichend umgewandelt werden.

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