Ernährungsberatung sinnvoll?

Dieses Thema enthält 7 Antworten und 6 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Avatar Deadpool 13.06.2018 um 12:58.

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    Schlaubi83
    Beiträge: 11

    Wie steht ihr zum Thema Ernährungsberatung? Also falls jemand seit Jahrzehnten übergewichtig ist und jetzt stark abnehmen muss, damit er seine Gesundheit nicht weiter extrem gefährdet, sollte er es erst auf eigene Faust versuchen oder in eine Ernährungsberatung investieren? Übernimmt das vielleicht auch die Kasse? Und was ist denn Teil dieser Beratungen? Würde mich freuen, wenn mich jemand zu dem Thema ein wenig aufklären könnte…

    #131176 hilfreich: 0
    jfi
    jfi
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    Beiträge: 954

    Bei den meisten Beratern ist diese "Beratung" leider komplett für den Arsch…meine Freundin hat da auch einiges ausprobiert und meistens kam nichts nützliches dabei raus, da sich die Berater oft an die Leitsätze der DGE gehalten haben und die taugen halt einfach nix…

    Am besten suchst du dir einen richtig guten Personal Trainer (da "kenne" ich nur 4 in Deutschland) und machst mit dem mal eine Konsultation aus, bei der er eine Anamnese macht und zu den bisherigen Ernährungsgewohntheiten befragt. Denn der kann dir dann gute Tipps und Vorgaben geben oder einen Plan machen wenn das gewünscht ist.

    LG Jens

    #131177 hilfreich: 0
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    phil
    Beiträge: 1075

    ich habe als Kickoff auch mit einer Ernährungsberatung begonnen und das kann auch vom Hausarzt verschrieben werden so dass die Kasse es dann zahlt.
    Im Prinzip müssen die sich wirklich sehr an die Vorgaben der DGE halten, aber auch hier ist nicht alles Murks und prinzipiell kann man das ein oder andere lernen.
    Ich würde das ganze als kleine Unterstützung sehen. Der Durchbruch wird es tendentiell vermutlich nicht direkt.

    Das coolste was meine Beraterin damals meinte war eine Story von einem Klienten der täglich an die 10 km spazieren geht. Habe das bis heute noch nicht so extrem ausgeprägt ausprobiert aber die Idee fand ich schon ziemlich cool und die Resultate sollen wohl auch bombastisch gewesen sein. Auch gerade beim Thema Hautfaltenrückbildung hätte der Typ richtig gute Erfolge erzielt.

    #131178 hilfreich: 0
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    Mo
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    4 pts
    Beiträge: 447

    wer aus der eigenen Tasche bezahlt, bekommt auch was anderes.

    wenn du keine Ahnung hast: ja, mach es
    und es ist nicht mit einem Termin erledigt.

    wenn du nicht willst, warum auch immer: was hat dich dick gemacht?
    eliminiere es.

    den erst findest du im blog.

    du kannst es dir selbsterarbeiten oder zahlen und es einfacher bekommen.

    #131179 hilfreich: 0
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    hans
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    Beiträge: 798

    Zitat von phil im Beitrag #3


    Im Prinzip müssen die sich wirklich sehr an die Vorgaben der DGE halten, aber auch hier ist nicht alles Murks und prinzipiell kann man das ein oder andere lernen.


    Wenn der Durchschnittsdeutsche dem Empfehlungen der DGE folgen würde, dann wäre schon viel gewonnen… am besten jedoch die Empfehlungen der WHO: http://www.wpro.who.int/mediacentre/fact…ealthy_diet/en/

    – fruits, vegetables, legumes (e.g. lentils, beans), nuts and whole grains (e.g. unprocessed maize, millet, oats, wheat, brown rice);
    – at least 400 g (5 portions) of fruit and vegetables a day (2). Potatoes, sweet potatoes, cassava and other starchy roots are not classified as fruits or vegetables;
    – less than 10% of total energy from free sugars (2, 5) equivalent to 5 g (or around 12 level teaspoons), but possibly less than 5% of total energy for additional health benefits (6). Most free sugars are added to foods by the manufacturer, cook or consumer, and can also be found in sugars naturally present in honey, syrups, fruit juices and fruit concentrates;
    – less than 30% of total energy from fat (1, 2, 3). Unsaturated fats (e.g. found in fish, avocado, nuts, sunflower, canola and olive oils) are preferable to saturated fats (e.g. found in fatty meat, butter, palm and coconut oil, cream, cheese, ghee and lard) (3). Industrial trans fats (found in processed food, fast food, snack food, fried food, frozen pizza, pies, cookies, margarines and spreads) are not part of a healthy diet;
    – less than 5 g of salt (equivalent to approximately one teaspoon) per day (7) and use iodized salt.

    Nur macht das kaum einer – insb,. in Bezug auf (die Reduktion von) Zucker und Fett. Wenn man dann noch das Braten, Backen (>150C) und frittieren sein lässt und viel Roh und anderes gedämpft & gedünstet isst (<120C) – dann wird alles besser. Zumindest ist das auch mein Schluss aus der Schnittmenge der verschiedenen Ernährungsideologien….

    LG
    Hans

    #131180 hilfreich: 0
    jfi
    jfi
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    41 pts
    Beiträge: 954

    Die Empfehlung liest sich tatsächlich ganz gut, bis auf die Betonung von whole grains mit denen ja viele Probleme haben (vorausgesetzt die bereiten sie nicht so zu wie du Hans) und bis auf den letzten Punkt mal wieder…

    Aber dass eine ausreichende Salzzufuhr essentiell ist muss halt auch bei der WHO erst noch ankommen…

    LG Jens

    #131181 hilfreich: 0
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    hans
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    Beiträge: 798

    Zitat von jfi im Beitrag #6


    Aber dass eine ausreichende Salzzufuhr essentiell ist muss halt auch bei der WHO erst noch ankommen…


    Ausreichend ja. Und die 5g reichen meiner Einschätzung nach auch aus. Denn selbst im tendentiösen ‚The Salt Fix‘ (das Kalium faktisch außen vor lässt) steht das man mit ‚Low-Carb‘ bzw ‚High-Fat‘ deutlich mehr Salz auspinkelt. Der Autor geht eben nicht tiefer auf die ernährungsbezogenen Umfelder ein: Na/Ka Balance, Fettaufnahme, Kaffee, Zucker.. also die ganzen Stressoren für den Salzhaushalt und den Körper / Nieren generell. Bei den ganzen Salz-Studien fehlt dann auch der Kontext – insb. das mit dem Fett. Auch das Ausschitzen von Salz.. das geht massiv zurück, wenn der Körper auf kaum extra-zufuhr eingependelt ist!

    Habe mich 3 Jahre fast ohne komplett zusätzliches Salz ernährt. hsCRP 0,11, Na Werte im mittleren Bereich, Cortisol o.k., etc. pp. – jedoch <20% Fett (Kalorisch). Und die WHO empfiehlt ja auch nur max. 25% in US & DE sind jedoch fast 40% die Norm…. dazu viel Zucker, Kaffee, zu wenig Kalium, etc. pp.

    LG
    Hans

    #131182 hilfreich: 0
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    Deadpool
    Beiträge: 9

    Das ist meiner Erfahrung nach wie die Suche nach dem richtigen Therapeuten ein sehr langer Weg, auf dem man im Zweifel viel "Ausschuss" begegnet – hier ein Artikel dazu: https://www.ernaehrungs-umschau.de/print-artikel/13-08-2010-zu-guter-letzt-0810-warum-der-richtige-ernaehrungsberater-oft-nicht-erkannt-wird/– habe auch schon oft und viel Schindluder erlebt, das in dem Business betrieben wurde. Selbst ist die Frau/der Mann, heißt es da meiner Meinung nach. Wissenschaft ist schließlich kein Hexenwerk – wenn es dich wirklich interessiert, kannst du ja auch Workshops zu dem Thema machen: https://www.sgd.de/kursseite/ernaehrungsberaterin.html …muss natürlich nicht gleich ein Fernstudium sein, allerdings investierst du die Zeit ja in deine eigene Gesundheit und also Zukunft. Auch hier ist natürlich anzumerken, dass sich die Inhalte vom Fernstudium und ähnlichen wahrscheinlich nicht universell anwenden lassen, bzw. fragliche Inhalte vermitteln. Finde trotzdem & gerade wenn man in der Vergangenheit damit gehadert hat, sollte sich umso eindringlicher mit der Ernährung beschäftigt werden – aber gut, deswegen bist du ja hier. LG

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