Ernährung für Skinny Fat

Dieses Thema enthält 17 Antworten und 9 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Avatar naklar! 12.07.2019 um 15:49.

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  • #184579 hilfreich: 0
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    marko1234
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    Hallo Leute,

    Kurz zu meiner Person:
    Männlich
    23 Jahre alt
    1.80 74 Kg
    Beruflich im Büro tätig.

    So, wie man im Tittel sehen kann geht es mir darum mein Körper zu verändern, bin nämlich sehr unzufrieden, da ich den „Skinny Fat“ Look habe (für diejenigen welche nicht wissen was das ist, hoher KFA bei einer schlanken Person, also mit Kleider sieht man sogar sportlich – schlank aus aber sobald man das T Shirt auszieht, sieht man davon Garnichts)

    Ich hatte schon immer diesen Look, vor allem sehr viel Fett am Bauch. Leider war ich sehr naiv und habe mir ein Programm von Coach Cecil gekauft ( Ist ein Fitnessguru welcher Low Carb propagiert, ich habe das Programm durchgezogen ( 8 Wochen ging das Programm, natürlich sollte man das laut ihm das ganze Leben durchführen ) muss sagen das es in den ersten 2 Wochen ziemlich gut lief, ich war sehr fit und das Training lief gut, aber ab der 2. Wochen fiel ich wie in ein Loch = keine Energie, kein Hunger, keine Lust auf Sex usw. und auf der anderen Seite hatte ich mich nie aufs essen gefreut, mit der Zeit wurde es sehr eintönig und langweilig.

    Ok, über Edubily habe ich schon viel gehört und gelesen aber irgendwie verstehe ich noch immer nicht wie ich mich ernähren soll, vor allem bei meinem Körpertyp!!

    Hat irgendjemand von euch auch mal das Problem gehabt und es gelöst? Ich habe mir manchmal überlegt HGH zu nehmen damit das Bauchfett verschwindet aber soweit will ich noch nicht gehen bis ich alles versucht habe. Wäre Cool wenn Ihr mir so ein Tagesplan auflisten könnt, welches bei meiner Situation hilfreich wäre.

    Momentan esse ich so:

    Morgens (nach dem aufstehen):

    – 2 Eier

    – Whey Protein

    – ca. 30g Käse

    – Handvoll Gemüse (Brokoli etc.)

    Snack (ca. 9 Uhr)

    – ca. 50g Nüsse (meisten Para oder Mandeln)
    – Handvoll Gemüse

    Mittag (ca. 12 Uhr)
    – Meistens 200g Fleisch mit 200g Gemüse

    Snack (ca. 16 Uhr)
    – 200g Wurst mit 200g Gemüse
    – 50g Käse

    Abends (ca. 20 Uhr)
    200g Bratwurst, Fisch oder Fleisch mit 200g Gemüse

    Training habe ich mit Calisthenics (Training mit eigenem Körpergewicht, habe noch eine Gewichtsweste gekauft) angefangen ca. 3x die Woche
    1 x die Woche zusätzlich noch Tennis für 1 Stunde

    Könnt Ihr mir evtl. Tipps geben?
    Was mache ich gut? Was mache ich falsch?

    Und wieso gibt es so viele Leute in meinem Alter welche sich nicht bewegen, ständig saufen gehen, rauchen usw. und keinen hohen KFA haben??

    Ich denke hier bin ich auf der richtigen Addresse bezüglich meiner Frage.

    Ich danke euch für die Mühe und hoffe ihr könnt mir euer Wissen weitergeben.

    #184600 hilfreich: 0
    Afri
    Afri
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    Hi und willkommen hier,

    meine bescheidene Meinung:
    ich würde mir an Deine Stelle als erstes das neueste Edubily-Buch besorgen und durchlesen. https://www.amazon.de/dp/3662582309
    Außerdem lese ich bei Dir kein Krafttraining. Machst Du echt keines? Das würde ich sofort ändern und regelmäßig Krafttraining machen. Wer einen männlichen Körperbau will, kommt m.E. nicht darum herum. Für Dein Mindset: viele dicke Menschen würden viel dafür zahlen, Deine Körperkomposition zu bekommen 🙂 Du musst lediglich etwas „umlagern“. Wenn Du Muskeln aufbaust, sieht das schon mal sehr viel besser aus.
    Du bist ziemlich Low Carb unterwegs, warum? (sehe da auch viel ungünstigen Fettkonsum: Bratwurst, Wurst – bitte nicht zur Gewohnheit werden lassen, auch wenn es schmeckt 😉
    Dein Energie-Loch könnte von Low/No Carb kommen.
    Ich an Deiner Stelle würde ich
    – die Carbs erhöhen und Ernährung nach Buch von Edubily.
    – 3-4mal die Woche Krafttraining inkl. Grundübungen (Kreuzheben, Kniebeugen etc.). Achtung: wirst ggf. dann mehr Schlaf benötigen, höre auf deinen Körper. Das Krafttraining wird auch Dein Testosteron steigern.

    Und sieh die Ernährung entspannt, Du bist 23, alles cool. Zieh Dein Training durch, schau einigermaßen auf ein gesundes Ratio (Carbs/Fett/Proteine), genügend Schlaf, schau, dass Du entspannt bist. Du musst nichts perfektionieren. Gerne auch mal ne Currywurst als Belohnung oder eine Pizza in toller Gesellschaft. Wenn Du regelmäßig trainierst und insgesamt darauf achtest, kein Thema.

    #184609 hilfreich: 0
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    H_D
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    Wie sind denn die Nährwerte?
    Du isst kaum/keine Carbs – warum?
    Wie hoch schätzt du denn deinen Körperfettanteil?

    #184725 hilfreich: 0
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    marko1234
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    @Afri

    Ich habe das alte Buch „Handbuch zu Ihrem Körper“ bereits gelesen, ist das neue den viel anderst?
    Also ich habe nun mit Calisthenics angefangen weil mir das einfach mehr spass macht, da habe ich auch übungen wie klimmzüge, Liegestütze usw dabei. ( habe auch eine Gewichtsweste für die Progression ) Ich esse eben wenig Carbs weil ich gehört habe das man sonst nie den kfa senken kann, vorallem bei skinny fat Leuten.
    Welche Carbs soll ich den zu mir nehnmen und wie soll die Nährstoffverteilung aussehen?
    33% Protein
    33% Fett
    33% Carbs

    wäre das sinnvoll?

    Auf der anderen seite habe ich mal einen Blog von Chris gelesen das wenn man bereits einen hohen kfa hat, keine fette zu sich nehmen muss, da man ja bereits genug im körper hat ( mein Kfa ist bei ca. 22% ) Ich weiss einfach nicht wie ich mich ernähren soll damit der Bauch verschwindet. Vlt ist es bei mir garnicht genetisch möglich einen athletischen Körper zu erreichen?

    #184748 hilfreich: 0
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    hans
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    Beiträge: 783

    Hallo,

    also mit dem Ernährungs-Mix, dem ganzen Snacken, so viel verarbeitetem Fleisch, Milchprodukten, etc. pp. und dem bisschen Gemüse (gerade mal so viel Gemüse in „g“ wie Fleisch/Käse) kommst Du auf keinen grünen Zweig – aus meiner Sicht. Dann noch so spät essen 20 Uhr? Wann ist Du morgends um 8 oder 10? Essensfenster (alles ausser Wasser!) max. 12h, besser 10h.

    Ggf. gibt Dir das hier Impulse: https://hcfricke.com/2017/11/29/vollwertig-pflanzlich-fisch-die-ernaehrungs-basics-extra-tips/

    VG
    Hans

    • Diese Antwort wurde geändert vor 4 Monate, 2 Wochen von Avatar hans.
    #184784 hilfreich: 0
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    Anonym
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    marko1234 schrieb:Ich esse eben wenig Carbs weil ich gehört habe das man sonst nie den kfa senken kann, vorallem bei skinny fat Leuten.

    Tut mir Leid, aber diese Aussage ist absoluter Bullshit.

    Aber auch kein Wunder, wenn du bisher den Aussagen und Programmen von Coach Cecil gefolgt bist. Das, was er z.B. in seinen Videos sagt, stimmt oft nicht mit der aktuellen Wissenschaft überein. Da wäre ich also vorsichtig. Aber Vorsicht sollte man ja grundsätzlich walten lassen, nicht nur bei Einzelpersonen, sondern bei allen „Fitness-YouTubern“ – weil oft ein finanzielles Interesse hinter den Aussagen und Programmen steckt.

    Was würde ich dir also empfehlen… also zum Thema „Gesundheit“ würde ich dir sowohl die Edubily-Bücher als auch die Lektüre des gesamten Blogs empfehlen.  Zusätzlich kann ich dir den Blog von hans (https://hcfricke.com/) empfehlen, auch hier wieder mit Fokus auf das Thema „Gesundheit“.

    Was das Thema Krafttraining und kraftsportgerechte Ernährung betrifft, würde ich (solange wir nur von deutschsprachigen Seiten sprechen) dir Fitness-Experts.de ans Herz legen. Die dort angebotenen Trainings- und Ernährungsprogramme musst du nicht kaufen, du findest in den Blogartikeln alles, was du zu Training, Ernährung und Nahrungsergänzung wissen musst.

    Das Schöne in allen drei genannten Quellen (Edubily, hcfricke und Fitness-Experts) ist der „No-Bullshit“-Ansatz, den ich bei allen drei Seiten wiedererkenne. Damit machst du also nichts falsch.

    Du siehst, ich habe dir in Bezug auf deinen Startbeitrag keine konkreten Verbesserungsvorschläge gegeben. Das liegt schlicht und ergreifend daran, dass ich mir wünschen würde, dass du zunächst noch einmal die ganzen Grundlagen (Ernährung, Training, Nahrungsergänzung) lernst (und zwar auf Basis der aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse) und das bisher Gelernte (was ja offensichtlich zum Teil fahrlässige Fehlinformation ist, wie man am obigen Zitat sehen kann) verwirfst. Wenn du das verinnerlicht hast, dann können wir über konkrete Fragestellungen reden und die einzelnen Zahnräder optimieren.

    #184818 hilfreich: 0
    jfi
    jfi
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    Da muss ich Dominik zustimmen.

    Verstehe uns bitte nicht falsch Marko, aber wenn wir dir nur irgendetwas vorbeten wirst du es dir wahrscheinlich schlechter einprägen und verstehen oder verinnerlichen können und das kann langfristig dafür sorgen, dass du deine Probleme nicht in den Griff bekommst.

    Du möchtest was ändern, das ist ein sehr guter erster Schritt! Daher würde ich dir genauso wie die Vorredner empfehlen, erstmal das neue edubily-Buch zu lesen und den edubily-Blog hinsichtlich Ernährung zu durchforsten. Was ich dir darüberhinaus noch empfehlen möchte ist der Blog von StrengthFirst, da werden die Themen Training und Ernährung und auch ein bisschen Psychologie der Gesundheit sehr praxisorientiert beschrieben. Die haben auch zwei Produkte die ich ohne Einschränkung jedem Anfänger zu 1000% empfehle:

    • FUNDAMENTE, das ist das „Einstiegsprodukt“ ins Thema Krafttraining und leistungsgerechte bzw gesunde Ernährung von denen und ich würde beinahe töten dafür, dieses Ding am Anfang meiner „Karriere“ im Fitnessstudio mit 16 gehabt zu haben. Das hätte mir einige Irrtümer und Verletzungen und ausbleibenden Fortschritt über Jahre erspart. Da drin sind Grundlagen zum Thema Training, Sport, Regeneration und Ernährung sowie ein erster Trainingsplan der auch mir für eine 8-wöchige Phase noch sehr gut getan hat, obwohl ich zu dem Zeitpunkt bereits 180 kg im Kreuzheben gehoben und 160 kg bei den Kniebeugen gebeugt habe.
    • EINFACH ESSEN, das ist ein 6 stündiges Webinar mit Skript nachdem aus der praktischen Sicht alle deine Fragen zum Thema Ernährung beantwortet sein sollten. Ich beschäftige mich schon lange mit dem Thema, aber gerade zum Thema Lebensmittelzusatzstoffe, E Nummern, welches Fett zum braten und zu wirklich praktischen Ernährungstricks habe ich da noch extrem viel mitgenommen und halte das Ding auch für einen extrem guten Einstieg.

    Ich wünsche dir viel Erfolg und Spaß beim einlesen und umsetzen und stehe für spezifischere Fragen dann auch gerne zur Verfügung!

     

    LG Jens

    #185228 hilfreich: 0
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    marko1234
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    @Dominik

    Danke für die Tipps, ich habe mich vorallem auf der seite fitness experts eingelesen.

    Und versuche die Makros so einzuhalten wie dort vorgeschrieben und natüelich mit gesunden Lebensmitteln.

    Ich werde auch versuchen ca. 200 kcal weniger zu mir zu nehmen als ich benötige um eine so genannte Recomposition anzustreben (gleichzeitig muskelaufbauen und fett verlieren) laut der seite ist das für skinny fats die perfekte lösung.

    andere frage : ist es auch manchmal möglich meine Nahrung flüssig einzunehnen? also z.b brokolli,banane und haferflocken in den Mixer und dann trinken? hat das den gleichen Effekt?

    Danke nochmalls, ich werde auch berichten wie es so läuft falls interessa da wäre.

     

    @jfi

    Auch dir danke für die tipps.

    Jedoch bin ich ziemlich skeptisch was die Seite „StrenghtFirst“ angeht und zwar wiederspricht er sich oft und hat teilweise grosse parallelen mit den Blogs von edubily. Z.b gibt es ein Bild wo steht so sollte euer Essen aussehen: dann sieht man Steak, Offenkartoffeln und bisschen Gemüse. Irgendwie 30% Fett 30%Eiweiss und 40%Carbs…und auf edubily und vielen anderen Seiten liest man immer wieder man solle Carbs und Fette trennen (ist vorallem für Leute wie mich sehr wichtig, bei einer scheiss Genetik) naja und zum Teil schreibt er zeugs wie in etwa: das er mit Salami, Wurst, Eier usw. enorme optische Fortschritte gegenüber von sauberer Ernährung mit viel Gemüse, Poulet und Haferflocken usw. gemacht hat…Verstehe ich auch nicht -.-

    wie ist den deine Meinung zu diesem „Einfach Essen“ wie sähe den so ein Tag aus für Leute die skinny fat sind und gleichzeitig Muskeln aufbauen möchte und Kfa senken wollen?

    Ich wäre dir um eine Antwort sehr dankbar.

     

    Greets Marko

     

    #185229 hilfreich: 0
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    marko1234 schrieb:andere frage : ist es auch manchmal möglich meine Nahrung flüssig einzunehnen? also z.b brokolli,banane und haferflocken in den Mixer und dann trinken? hat das den gleichen Effekt?

    Nahrung kann man auch flüssig/püriert zu sich nehmen, aber davon würde ich abraten, weil der Sättigungseffekt durch diese Vor-Verarbeitung nicht so groß ausfällt, als würdest du die Nahrung als Ganzes essen. Das kann nützlich sein, wenn man besonders viele Kalorien zu sich führen muss, aber während einer Kalorienreduktion würde ich aufgrund der schlechteren Sättigung davon absehen.

    marko1234 schrieb:und auf edubily und vielen anderen Seiten liest man immer wieder man solle Carbs und Fette trennen (ist vorallem für Leute wie mich sehr wichtig, bei einer scheiss Genetik)

    Würdest du bitte einmal die Edubily-Artikel verlinken, in denen diese Aussage zu finden ist? Ich bin sicher, dass diese Aussage etwas aus dem Kontext gerissen ist und nicht pauschal gilt. Denn bei gesunden Menschen ist es piepegal, ob Kohlenhydrate und Fette zusammen in einer Mahlzeit vorkommen oder nicht.

    marko1234 schrieb:naja und zum Teil schreibt er zeugs wie in etwa: das er mit Salami, Wurst, Eier usw. enorme optische Fortschritte gegenüber von sauberer Ernährung mit viel Gemüse, Poulet und Haferflocken usw. gemacht hat…Verstehe ich auch nicht -.-

    Eier sind ja auch ein super gutes tierisches Lebensmittel. Da sind (bis auf Vitamin C) alle Vitamine (E, D, K, A, B-Vitamine) und ebenfalls viele Mineralstoffe enthalten. Und Nahrungscholesterin erhöht bei gesunden Menschen auch nicht den Cholesterinspiegel im Blut; das ist ein uralter Mythos.

    Bei verarbeiteten Fleisch- und Wurstwaren hingegen wäre ich vorsichtig. Kann mir nicht vorstellen, dass das tatsächlich empfohlen wird. Unverarbeitetes Fleisch in gemäßigten Mengen ist völlig okay, aber Salami oder Wurst sind ja nun echt keine gesundheitsförderlichen Lebensmittel. Also bitte auch hier mal die Artikel verlinken, wo das angeblich behauptet wird.

    #185271 hilfreich: 0
    Markus
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    Dominik schrieb: Und Nahrungscholesterin erhöht bei gesunden Menschen auch nicht den Cholesterinspiegel im Blut; das ist ein uralter Mythos.

    Kann man so nicht in Gänze unterschreiben. Es gibt schon Hyperresponder bei denen Cholesterin aus der Nahrung zu einem mehr oder weniger starkem Anstig des Cholesterins im Serum führt. Um die 10% wenn ich micht nicht irre. Und genau dieser Bevölkerungsteil macht dann die Studienschlagzeilen, die Nahrungscholesterin in Verruf gebracht haben. Blöd, wenn man zu den 90% gehört, aber doch gut zu wissen, wenn man zu den 10% gehören sollte….

    #185276 hilfreich: 0
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    Markus schrieb:Es gibt schon Hyperresponder bei denen Cholesterin aus der Nahrung zu einem mehr oder weniger starkem Anstig des Cholesterins im Serum führt.

    Sind dies dann noch „gesunde“ Menschen?

    // edit: Vermutlich ja, denn Kreatinnonresponder (die es nachgewiesenermaßen auch gibt, siehe Examine.com) sind ja auch „gesunde“ Menschen; bloß profitieren sie nicht von den bekannten Effekten (Wassereinlagerung -> Gewichtszunahme, Resynthese von ATP -> Kraftsteigerung) des Kreatins.

    #185336 hilfreich: 0
    jfi
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    Jedoch bin ich ziemlich skeptisch was die Seite „StrenghtFirst“ angeht und zwar wiederspricht er sich oft und hat teilweise grosse parallelen mit den Blogs von edubily. Z.b gibt es ein Bild wo steht so sollte euer Essen aussehen: dann sieht man Steak, Offenkartoffeln und bisschen Gemüse. Irgendwie 30% Fett 30%Eiweiss und 40%Carbs…und auf edubily und vielen anderen Seiten liest man immer wieder man solle Carbs und Fette trennen (ist vorallem für Leute wie mich sehr wichtig, bei einer scheiss Genetik) naja und zum Teil schreibt er zeugs wie in etwa: das er mit Salami, Wurst, Eier usw. enorme optische Fortschritte gegenüber von sauberer Ernährung mit viel Gemüse, Poulet und Haferflocken usw. gemacht hat…Verstehe ich auch nicht -.-

    wie ist den deine Meinung zu diesem „Einfach Essen“ wie sähe den so ein Tag aus für Leute die skinny fat sind und gleichzeitig Muskeln aufbauen möchte und Kfa senken wollen?

    Ich wäre dir um eine Antwort sehr dankbar.

     

    Ja stimmt, er hat große Parallelen zu edubily und Chris Eikelmeier und Chris Michalk verstehen sich untereinander soweit ich weiß auch recht gut, weil sie viele Dinge sehr ähnlich sehen.
    Chris Eikelmeier ist halt mehr praxisbezogen in seinen Aussagen und auch eher ein Befürworter einer Low-Carb Ernährung mit relativ hohem Anteil an tierischen Produkten, was aber nichts schlechtes ist, da das eigentlich die optimale Nahrung für den Menschen ist. (Verdauungsanatomie, Verfügbarkeit der Nährstoffe, unsere einzigartige Fähigkeit Dinge präzise und mit viel Kraft zu werfen (kann kein anderes Tier) zusammen mit Funden unserer Vorfahren zeigt, dass der Mensch ein Top-Level-Carnivor war und ist und dass Pflanzen eigentlich nur Fall-Back-Nahrung waren wenn man z.B. mal kein Tier erwischt hat auf der Jagd)
    Allerdings haben Pflanzen wenn man sie verträgt trotzdem viele positive Effekte, die man auch nutzen soll und darf und manchmal dürfen Sachen auch einfach schmecken. Die Empfehlungen von Eikelmeier widersprechen sich auch nicht, der ist eigentlich beständig auf der gleichen Schiene unterwegs, das heißt: erst Jagen dann Essen, Soll heißen, dass man sich optimalerweise erst im gefasteten Zustand bewegt (Krafttraining, Sprints, Joggen, paar Liegestütze und Kniebeugen vor der Mahlzeit, egal was) und dann isst und auf dem Teller sollten dann ca. 50% Tier (Fleisch, Fisch, Milchprodukte, ab und kann man auch mal eine Wurst essen, die sind nicht soo schlecht wenn man sie nicht täglich isst) und 50% Pflanze liegen. Die Pflanzen sind dann halt abhängig nach Ziel und Körperfettanteil entweder Stärkehaltige wie Süßkartoffeln und Kartoffeln, oder grünes bzw buntes Gemüse mit weniger Stärke und mehr Nährstoffen.

    Eine direkte Empfehlung für Skinnyfat hat er glaube ich nicht drin, aber in dem Fall solltest du mit gescheitem (=forderndem) Training und einer Ernährung die ausreichend Protein, Nährstoffe und Energie liefert schon auf dem richtigen Weg sein.

    PS: Nur weil Poulet, Pute und Hähnchen immer als optimales Gesundheitslebensmittel angepriesen wird ist das noch lange nicht die Wahrheit. Es ist eine gute Quelle an magerem Protein, aber ansonsten ist da außer Carnosin nicht viel an Nährstoffen drin. Rind oder Schwein aber auch Wild oder Strauß und andere, dunklere Fleischsorten sind deutlich gehaltvoller was die Nährstoffe angeht. Ist ähnlich wie bei Obst, je dunkler die Farbe, desto mehr gesunheitsfördernde Stoffe (zumindest bei den meisten Obstsorten ist das so).

    PPS: Ca. 40-30-30 ist auch die Makroverteilung die edubily im neuen Buch empfiehlt. Kann gut sein, dass der Artikel den du meinst bezüglich der Trennung von Fett und Kohlenhydraten schon was älter is, denn im Gegensatz zu anderen Gesunheitsbloggern bilden sich Chris & Phil, genauso wie Chris Eikelmeier, beständig fort und trauen sich auch, ihre „veraltete“ Meinung, die sie anhand ihres damaligen Wissensstandes geformt hatten zu revidieren.

    LG Jens

    #185484 hilfreich: 0
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    naklar!
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    Die Trennung von Fetten und KHs war seinerzeit eher als Tüpfelchen auf dem Tüpfelchen vom i erwähnt. In besagtem Artikel ging es meiner Erinnerung nach um einen sauberen Aufbau. An Fett – Tagen leicht unterkalorisch, an KH Tagen überkalorisch bei wenig Fett. Idee dahinter:

    Überkalorisch zwecks Muskelaufbau und Glycogenhyperkompensation.

    Überkalorisch bei wenig Fett, weil so kein/kaum Umbau von Carbs zu Fett stattfindet .

     

    Seitdem wird die Trennung immer wieder zitiert, war aber nur eine “ Optimierungsspinnerei „.

    #185604 hilfreich: 0
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    negore
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    naklar! schrieb:Die Trennung von Fetten und KHs war seinerzeit eher als Tüpfelchen auf dem Tüpfelchen vom i erwähnt.

    Unabhängig von dem Gewichtsverlust, ich habe gemeint mal eine Studie in der Hand gehalten zu haben die gezeigt hat, dass die postprandiale Insulinspitze bei gleichzeitig konsum von Fett und KH deutlich höher ist, als bei getrennten Konsum, oder irre ich mich da ? Und wenn man dann bei höherem Insulin (Storage-Hormon) noch Fett in sich reinschaufelt, dann landet dieses dann direkt um die Hüften, da KH ja bevorzugt als Energieträger verbrannt werden oder gibt die aktuelle Studienlage was anderes wider?

    #185606 hilfreich: 0
    jfi
    jfi
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    Ob die aktuelle Studienlage was anderes hergibt weiß ich nicht, aber die Aussage ist auch schonwieder viel zu pauschal.

    Nimm mal an du hast nüchtern bewegt oder trainiert, dann gibt es gar keine postprandiale Insulinspitze wenn du dir nicht direkt eine Familienpizza reinhaust nach dem Training, da GLUT 4 dann durch den mechanischen Stress insulinunabhängig aktiviert wird und durch den Glykogenverbrauch ein Sog aus dem Muskel entsteht, soll heißen dass die Carbs dann Insulinunabhängig aufgenommen werden. Und Fett alleine erzeugt nicht allzu viel Insulin wenn es keine unfassbaren Mengen sind.

    Gleiches Bild mit postprandialen Entzündungen, die bleiben quasi auch komplett aus wenn man sich vor dem Essen bewegt hat und entstehen sonst bei ALLEM was du isst, auch bei Hühnchenbrust pur.

    Also nur weil eine Studie das eine sagt, heißt das nicht, dass das so auch bei dir in deiner jeweiligen Situation genauso funktioniert.
    Dafür müsstest du genau dieselben Zustände haben wie in der Studie und auch z.B. dieselbe Mikronährstoffversorgung wie die Studienteilnehmer.

    LG Jens

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