Eier – Oxidiertes Cholesterin

Dieses Thema enthält 9 Antworten und 6 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Avatar hans 11.06.2018 um 12:00.

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    julesg88
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    Hallo zusammen,

    Da ich seit längerem täglich 3-4 Eier als Rührei zum Frühstück esse (mit Gemüse und etwas Reis), mache ich mir Gedanken bzgl Oxidiertem Cholesterin.

    Hat jemand Daten zu diesen Fragen?

    1) Wie viel Oxidiertes Cholesterin entsteht beim Rührei? Ist das mehr als z.B. Weichgekochten Ei?

    2) Spielt Oxidiertes Cholesterin in der Nahrung überhaupt eine Rolle, oder wird das einfach ausgeschieden?

    Ich hatte in einem Bluttest erhöhtes OxLDL (über dem Referenzbereich). Habe aber am Abend davor in einem Chinesischen Restaurant – mit den sicherlich dort supoptimalen Ölen – gegessen. Mache ich sehr selten, aber kann das ggf. das erhöhte OxLDL erklären?

    Danke für eure Tipps!

    #131137 hilfreich: 0
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    hans
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    Zitat von julesg88 im Beitrag #1


    Da ich seit längerem täglich 3-4 Eier als Rührei zum Frühstück esse (mit Gemüse und etwas Reis), mache ich mir Gedanken bzgl Oxidiertem Cholesterin.


    Ich würde die Fette / Eier so gering wie möglich erhitzen bzw. niemals braten. Mit schale Kochen (Eigelb ggf. weich / leicht Flüssig) scheint mir noch die beste Methode wenn man das Risiko mit Salmonellen vermeiden möchte. Bei Fisch macht ja Braten in Öl die Omegas kaputt und das Erhitzen von Pflanzenölen steigert die TOTOX-Werte um das 3-11 fache…. alles Dinge die ich nicht brauche.

    Wie sich das auf das oxidierte LDL auswirkt würde ich jedoch auch gerne wissen.

    LG
    Hans

    #131138 hilfreich: 0
    takko456
    takko456
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    Das interessiert mich jetzt aber auch sehr, da ich pro Woche 20 Eier verzehre

    #131139 hilfreich: 0
    Chris Michalk
    Chris Michalk
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    Zitat


    2) Spielt Oxidiertes Cholesterin in der Nahrung überhaupt eine Rolle, oder wird das einfach ausgeschieden?


    Wenn irgendein Cholesterin in irgendeiner Weise eine Rolle spielt, dann ist es oxidiertes Cholesterin aus der Nahrung.

    Z. B.:

    Zitat


    Cholesterol is a molecule with a double bond in its structure and is therefore susceptible to oxidation leading to the formation of oxysterols. These oxidation products are found in many commonly-consumed foods and are formed during their manufacture and/or processing. Concern about oxysterols consumption arises from the potential cytotoxic, mutagenic, atherogenic, and possibly carcinogenic effects of some oxysterols. Eggs and egg-derived products are the main dietary sources of oxysterols. Thermally-processed milk and milk-derived products are another source of oxysterols in our diet. Foods fried in vegetable/animal oil, such as meats and French-fried potatoes, are major sources of oxysterols in the Western diet.


    Zum oxLDL ne Anekdote: Schreibt mir jemand neulich ne Mail … zu hohes oxLDL, ewig lange schon, kriegt es nicht runter, Professoren kommen auch nicht drauf. Er supplementiert u. a. 100 mg Zink usw. Sag ich: bitte alle Metalle absetzen … In diesen Konzentrationen machen Metalle oxStress im Blut. Paar Wochen später: oxLDL geviertelt. Manchmal kann man alles richtig machen – und dann ist es genau dieses "übertrieben richtig" falsch und wird selber zum Verursacher von Problemen.

    #131140 hilfreich: 0
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    julesg88
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    Hab hier einen Link gefunden:

    https://scielo.conicyt.cl/scielo.php?scr…602003000300002

    Dried whole egg or dried egg yolk, but not fresh egg yolk, are significant sources of oxysterols when used in the manufacture of convenience foods (Missler et al., 1985; Galobart et al., 2002). Oxysterol content of eggs (dehydrated, dried) are in the range of 0.05-1.50 ug/g, and for egg-yolk (dehydrated or dried) amounts are 15-120 ug/g (Morgan & Armstrong, 1992). Irradiation applied to the control of Salmonella considerably increases the amount of oxysterols in egg yolk powder from 10 ug/g to 470 ug/g on average (Du & Ahn, 2000).

    -> Scheint vor allem bei verarbeiteten Eigelb-Pulvern ein Thema zu sein. Ob jetzt ein Rührei problematisch ist, konnte ich nicht finden…

    Und hier eine gute Zusammenfassung: https://www.healthline.com/nutrition/eat…y-eggs#section4

    #131141 hilfreich: 0
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    hans
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    Zitat von julesg88 im Beitrag #5


    -> Scheint vor allem bei verarbeiteten Eigelb-Pulvern ein Thema zu sein. Ob jetzt ein Rührei problematisch ist, konnte ich nicht finden…


    Wie schon geschrieben.. Braten generell schlechter… Kontaktflächen – mehr Temperatur. Zudem gibts ja auch noch AGE’s, PAK’s und heterozyklische Amine. Langsam-gekochtes Ei also….

    LG
    Hans

    #131142 hilfreich: 0
    jfi
    jfi
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    Macht euch einfach ein bissel Kurkuma und schwarzen Pfeffer ins Rührei vor dem Braten und bratet es mit mittlerer Hitze in Ghee oder Kokosöl.
    Sorgt dafür, dasses bissl länger dauert und bissl flüssiger is, schmeckt aber besser und wenn was oxidiert dann sicherlich ned so viel dass man sich sorgen machen muss.

    Alle paar Wochen wird ne neue Sau durchs Dorf getrieben und jez soll ich mir plötzlich mein Rührei verbieten weil da bissel Cholesterin oxidieren soll???
    Immer nur weichgekochtes Ei ist auch beschissen, deshalb: bewegt euch genug und kümmert euch um den Antioxidantionstatus und um euer eNOS und macht euch nicht so viele Sorgen!

    LG Jens

    #131143 hilfreich: 0
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    hans
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    Zitat von jfi im Beitrag #7


    Alle paar Wochen wird ne neue Sau durchs Dorf getrieben und jez soll ich mir plötzlich mein Rührei verbieten weil da bissel Cholesterin oxidieren soll???


    Was Du für Dich aus bestimmten Informationen machst ist die eine Sache – die Legitimität der Informationen die andere.

    Es gibt ja auch Rohköstler – die haben die Problematik gar nicht… jedoch andere. Mein Ansatz für mich ist es das sinnvolle / beste aus den verschiedenen Ansätzen, dem bisschen das wir (vermeintlich) wissen zu kombinieren und für mich in meine Praxis zu integrieren. Letztendlich sind auch lieb gewonnenen Praktiken nur Gewohnheiten – und die ab und an mal zu hinterfragen und zu ändern ist gar nicht so Dumm… schreibt auch Gehirnforscher Hüther. Für mich sehe ich Gewohnheiten in Bezug zur Effizienz – also Dinge über die ich nicht (mehr) nachdenken (bzw. muss), die ich ich jedes mal entscheide – was Energie und zeit spart.

    Erwärmte und oxidierte Fette – wie generell zu viel Wärme – sind jedoch aus meiner Sicht komplett unterschätzte Themen… da kommt ja alles zusammen von Acrylamid über Glykotoxine, polyzyklische Amine bis hin zu oxidierten Fetten, oxLDL, Transfetten und hohen TOTOX-Werten.

    LG
    Hans

    #131144 hilfreich: 0
    Markus
    Markus
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    #131145 hilfreich: 0
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    hans
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    Zitat von Markus im Beitrag #9


    https://www.strunz.com/de/news/das-rind-und-das-gedaechtnis.html


    Jupps, passt auch zu dem was Dr. Barnard in seinem Buch ‚Powerfoods for the Brain‘ schreibt… inkl. zu viele (Halb-) Metalle die oxidative Prozesse fördern.. also Zink, Kupfer, Eisen & Co. Auch da gibts, wie Chris auch letztens schrieb, ein zuviel. Und in meinem Umfeld – bei vielen älteren Menschen denke ich das ist es was passiert – weil ich kenne auch Fitte ältere… nur wenn ich mal so auf die Ernährung, die Zubereitung, die Bewegung und die Sonne die Sie noch abbekommen schaue… dann kommt bei mir immer das kleine 1 * 1 zusammen.

    LG
    Hans

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