Diskussion zwischen Veganer und gebildetem Omnivore

Dieses Thema enthält 24 Antworten und 11 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Avatar Bernd 18.03.2019 um 18:16.

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  • #90881 (0)
    jfi
    jfi
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    Wer mal eine lange Diskussion hören will, in dem Chris Kresser (dürfte ja bekannt sein im Forum) sich Dr. Joel Kahn (veganer Cardiologe) vorknöpft, sollte sich Folge 1175 von der Joe Rogan Experience anhören: http://podcasts.joerogan.net/podcasts/chris-kresser-dr-joel-kahn

    Eigebntlich war das als Diskussion auf Augenhöhe geplant, aber Chris Kresser hat im Endeffekt mit Dr. Kahn den Boden aufgewischt, weil er sich immer nur in die gleichen BS-Argumente flüchten konnte und keinen Punkt von Kresser stichhaltig widerlegen konnte.

    Das kommt dabei raus, wenn man sich mit seiner eigenen in der Gesamtevidenz nicht bewiesenen Ideologie mit einem Omnivor anlegt, der sich die gesamte Evidenz anschaut und der gefühlt einen IQ von 160 hat :D

    Aber hört selbst mal rein, die 2 stimmen sich gegenseitig auch öfters mal zu und es ist einfach super interessant, die Argumentation mal live nachzuvollziehen.

    LG Jens

    #179095 (0)
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    Bernd
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    Hallo,

    sehr interessanter 3-seitiger Bericht!

    "Vegan-Sein erschien mir wie der Weg zur Unsterblichkeit"

    In Berlin wird Ernährung wie Religion behandelt. Er hat alles probiert. Autor Nils Binnberg wollte gesund essen – und wurde darüber krank.

    https://www.tagesspiegel.de/berlin/nils-…074236-all.html

    Gruß Bernd

    #179096 (0)
    jfi
    jfi
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    "Was meinen Sie?
    Über Essen lässt sich alles Mögliche vermeintlich fabelhaft kontrollieren. Dabei gibt es überhaupt keine ernährungswissenschaftliche Studie, die irgendeine Evidenz bringt über irgendeinen Effekt von irgendeinem Lebensmittel. Das existiert nicht.

    Warum?
    Weil ernährungswissenschaftliche Studien auf Beobachtungen basieren. Der Stanford-Professor John Ioannidis kommt in Meta-Analysen zu dem Schluss, dass 96 Prozent aller Studien fehlerhaft sind. Aus vielerlei Gründen: Wer hat die Studien in Auftrag gegeben? Ist es die Ernährungsmittelindustrie? Hat der durchführende Forscher vorgefertigte Meinungen, für die er nur noch Bestätigung sucht? Außerdem sind die Versuchsaufstellungen extrem vage, alle basieren auf einer Beobachtungsstudie, das heißt, man sieht nur statistische Korrelationen. Damit kann man alles argumentieren."

    Au weia, das sind aber au sehr harte und unhaltbare Aussagen von dem Kerl, aber ansonsten is das wirklich ein super Interview das auch sehr interessante Gedanken und Probleme aufzeigt!

    LG Jens

    #179097 (0)
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    MGhell
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    Wow…3:47 Stunden

    Wer sich’s lieber als Video reinziehen will:

    https://www.youtube.com/watch?v=ULtqCBimr6U

    PS: Schaut Euch die Comments an…DIe Veganer gehen auf die Barrikaden :-)

    #179098 (0)
    jfi
    jfi
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    Aye, haben aber auch keine besseren Argumente als ihr Sektenführer im Interview parat :DD

    Die Kommentare von Dr. Chris Masterjohn, den Dr. Kahn auch einmal herabwürdigt, auf Instagram von damals waren auch ein absoluter Knaller ;-)

    LG Jens

    #179099 (0)
    Zopiclon
    Zopiclon
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    Ich Frage mich immer ,warum die Veganer ihre Ernährung als die beste darstellen. Muss immer alles was man tut das beste sein? Reicht es nicht, wenn es nur zu einem passt? Ich meine, Individualität kommt sehr wenig bei denen vor.

    Gruss

    #179100 (0)
    Markus
    Markus
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    da kommt wieder das Thema "Moral" ins Spiel. Totschlagargument. Gegen alles und jeden. Nur die eigenen Prinzpipien gelten, alle anderen sind Mörder. Rechtsradikale. Hoppla, nein- letzeres gilt eigentlich nur in anderen Diskussionen jenseits der Ernährung…so ist nun mal der Zeitgeist.

    Lass es an dir abperlen wenn du anderer Meinung bist und ignoriere die Proponenten lächelnd!

    #179101 (0)
    naklar!
    naklar!
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    Mal so als " linke Socke " :

    Ich kann sehr wohl unterscheiden zwischen ernst zu nehmender Besorgnis und rechtsradikalem Gedankengut.
    Ich bemühe mich auch mit den entsprenden Leuten im Gespräch zu bleiben –
    auch wenn sich die oben genannten leider oft besorgniserregend nahe kommen.

    Aber gerade in diesen Gesprächen, nennen sich meine Diskussionsparner dann selbst gerne " rechtsradikale ".
    Und zwar meistens dann, wenn argumentativ nichts mehr geht. Nach dem Motto:

    " Es nützt ja nichts, mit dir zu reden, für dich sind wir ja eh Rechtsradikale. "

    Das nenne ICH ein Totschlagargument.
    Dabei ist es eminent wichtig, zu reden und die Menschen ernst zu nehmen. Aus meiner Sicht sind die Meisten nämlich einfach nur schlecht informiert, verängstigt und frustriert. Dann kommt noch eine Menge Mist aus dem Internet dazu und schon haben wir den Salat.

    Erst gestern gehört:

    25 Millionen Abtreibungen in Deutschland – gleichzeitig 25 Millionen Islamisten eingewandert.
    Können diese Zahlen Zufall sein? Merkels Geheimplan zur Umvolkung Deutschlands.

    Ist der,der mir das an die Backe gelabert hat jetzt ein Nazi – oder nur ein bißchen…doof?

    Sieh auf den Menschen.
    Eric

    #179102 (0)
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    Brynhildr
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    Zitat von Zopiclon im Beitrag #6


    Ich Frage mich immer ,warum die Veganer ihre Ernährung als die beste darstellen.


    Die Veganerin, mit der ich gelegentlich diskutierte, weiß sogar, daß ihre Ernährung für sie möglicherweise nicht die Beste ist –
    Dennoch ist ihr das Tierwohl so wichtig, daß sie nicht möchte, daß für ihr Wohlergehen Tiere getötet oder ihrer Ansicht nach gequält werden.
    Sie hilft neben ihrer Arbeit hobbymäßig auf einem Gnadenhof für Pferde und andere Großtiere.
    Gruß

    #179103 (0)
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    Tobi90
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    #179104 (0)
    Zopiclon
    Zopiclon
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    Ich denke , toby ist nix hinzu zu fügen

    Amen

    PS:
    lasst doch bitte den politischen Teil hier heraus, wir sind Menschen. Menschen sollten nicht links oder rechts sein, sondern geradeaus.

    #179105 (0)
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    MGhell
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    Das ist ein Grund, der für mich absolut valide ist. Ich hatte vor einigen Jahren eine Doku gesehen, wo Tiere dermassen respektlos behandelt wurden (insbesondere eine Kuh mit gebrochener Hüfte, der ein Elektrostab in den Anus getrieben wurde!!), dass ich einige Wochen lang kein Fleisch mehr gegessen habe. Ich habe das dann für mich darauf heruntergebrochen, dass ich nur noch hochwertiges Biofleisch kaufe. Ich habe mir allerdings niemals missionarischen Eifer angeeignet…..

    Zitat von Brynhildr im Beitrag #9


    Zitat von Zopiclon im Beitrag #6


    Ich Frage mich immer ,warum die Veganer ihre Ernährung als die beste darstellen.


    Die Veganerin, mit der ich gelegentlich diskutierte, weiß sogar, daß ihre Ernährung für sie möglicherweise nicht die Beste ist –
    Dennoch ist ihr das Tierwohl so wichtig, daß sie nicht möchte, daß für ihr Wohlergehen Tiere getötet oder ihrer Ansicht nach gequält werden.
    Sie hilft neben ihrer Arbeit hobbymäßig auf einem Gnadenhof für Pferde und andere Großtiere.
    Gruß


    #179106 (0)
    naklar!
    naklar!
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    Zitat von Zopiclon im Beitrag #11


    Ich denke , toby ist nix hinzu zu

    PS:
    lasst doch bitte den politischen Teil hier heraus, wir sind Menschen. Menschen sollten nicht links oder rechts sein, sondern geradeaus.


    Zum Ps.:

    Seit unserer letzten Diskussion 2015 nur noch als Replik. Von selbst fange ich nicht mehr damit an, da habe ich im Alltag schon genug zu tun.

    #179107 (0)
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    edubily-dev
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    Zitat


    Manchmal habe ich auch hier im Forum das Gefühl, dass aus dem NICHT-vegan leben ein Kult bzw. eine Ideologie gemacht wird (Paleo-like) und alles, was nicht in diesen "Lifestyle" bzw. dieses Weltbild – "Der Mensch ist von Natur aus auch Jäger und braucht Tiere in seiner Ernährung" – passt per se abgelehnt wird.


    Was ist denn, wenn es wirklich so ist? Dann wird es erst zur Ideologie, wenn man nichts anderes mehr duldet! Vorher ist es eine Tatsache!

    Ich denke aber, dass wir uns "in der Mitte" sehen, auch was das Leben von verschiedenen Ernährungsformen angeht… Tolerant sein kann man immer!

    #179108 (0)
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    Tobi90
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    Zitat von Chris (edubily) im Beitrag #14


    Zitat


    Manchmal habe ich auch hier im Forum das Gefühl, dass aus dem NICHT-vegan leben ein Kult bzw. eine Ideologie gemacht wird (Paleo-like) und alles, was nicht in diesen "Lifestyle" bzw. dieses Weltbild – "Der Mensch ist von Natur aus auch Jäger und braucht Tiere in seiner Ernährung" – passt per se abgelehnt wird.


    Was ist denn, wenn es wirklich so ist? Dann wird es erst zur Ideologie, wenn man nichts anderes mehr duldet! Vorher ist es eine Tatsache!


    Das ist natürlich korrekt!

    Aber wie kann ich mir sicher sein, dass es "wirklich so ist"? Ich finde, man darf ruhig einen Schritt weiter gehen als andere Aussagen nur zu tolerieren – solange sie nicht offensichtlich Bullshit sind: Statt "Ich weiß ich habe Recht, aber er darf ruhig von seiner Meinung überzeugt sein" (Toleranz) deshalb lieber "ich habe mich differenziert mit dem Thema auseinandergesetzt und komme zu Schluss X, aber vielleicht kommt der Tag, an dem ich wider Erwarten eines besseren belehrt werde"

    Mein Punkt ist nur: Ich besinne mich lieber auf "ich weiß, dass ich nicht weiß" und bleibe offen für neue Erkenntnisse, bevor ich davon ausgehe, ich hätte mittlerweile die "Wahrheit" gefunden.

    Insofern wäre Dogmatismus vielleicht treffender gewesen – den werfe ich explizit weder euch, noch anderen konkreten Personen hier vor – allerdings sind manchmal einige Aussagen von anderen Mitgliedern zu lesen, die mir zu absolut sind. Es kann immer der Tag kommen, an dem eine der zentralen Prämissen für meine "Tatsachen" ins wanken gerät. Man kann sich nie ganz sicher sein. Und genau das lese ich ja auch in euren Artikeln immer im- und oftmals explizit :) Plakativstes Beispiel Neu5gc.

    Zitat von Chris (edubily) im Beitrag #14


    Ich denke aber, dass wir uns "in der Mitte" sehen, auch was das Leben von verschiedenen Ernährungsformen angeht… Tolerant sein kann man immer!


    Signed !

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