Die Rolle von Mikronährstoffen in der Onkologie: Risiko und Nutzen – Update 2017

Dieses Thema enthält 0 Antworten und 1 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Avatar marcolino 12.06.2019 um 05:52.

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    marcolino
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    Zusammenfassung:

    Grundsätzlich ist allen Menschen, nicht nur Tumorpatienten, eine gesunde, an essenziellen Mikronährstoffen gehaltvolle Ernährung zu empfehlen.
    Aus wissenschaftlicher Sicht ist vor der Supplementation von Mikronährstoffen eine Laborbestimmung empfehlenswert.

    Hinsichtlich Vitamin D zeigt sich ein positiver Einfluss eines höheren Blutspiegels auf die Prognose bei kolorektalen Tumoren, Mammakarzinomen und aggressiven B-Zell-Lymphomen.
    Ein Vitamin-D Mangel sollte insbesondere bei den oben genannten Tumorentitäten behoben werden, wobei optimale Plasmaspiegel (25-OH-D) von 40–60 ng/ml bzw. 100–150 nmol/l empfohlen sind.

    Ein Selenmangel vor einer onkologischen Therapie sollte ausgeglichen werden. Dabei sollte ein Selenspiegel im Serum von 100–130 µg/l bzw. im Vollblut von 130–155 µg/l erreicht werden.
    Der Einsatz anorganischer Präparate (Selenat, Selenit) ist den organischen vorzuziehen, da das im Körper nicht gebrauchte Selen sofort renal und pulmonal ausgeschieden wird und somit Überdosierungen ausgeschlossen sind.

    Fazit: Wer ausreichend mit Selen versorgt ist, benötigt keine Supplementation.
    Eine Vitamin C-Einnahme von Brustkrebspatientinnen im Rahmen einer Nahrungsergänzung ab Beginn der Diagnosestellung ist möglich.
    Dosierungen von mehr als 500 mg/die sollten aber vermieden werden.
    Die intravenöse Vitamin-C Gabe simultan zur Chemotherapie muss weiterhin kritisch betrachtet werden.

    Quelle:
    https://www.laekh.de/images/Hessisches_A…naehrstoffe.pdf

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