DHEA-S erhöht und nun?

Dieses Thema enthält 10 Antworten und 4 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Chris Michalk Chris Michalk 25.11.2019 um 13:03.

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    klaumu
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    Hallo,

     

    hatte mir einige Blutwerte machen lassen und es laut Labor ist DHEAS erhöht.

     

    348,9 µg/dl         Werte laut Labor: 51,7-295,0

     

    Coeruloplasim  0,235 g/l                 0,20 – 0,60   also ziemlich im unteren Bereich?

    Kupfer                 90 µg/dl             70-150

    Kalium               4,6 mmol/l             3,7-5,1

    Calcium             2,29 mmol/l            2,08 -2,65

    Magnesium       0,78  mmol/l            0,53-1,11

     

    Ferritin            200   ng/ml              22-322

     

    Albumin            45,46 g/l                 32-48

     

    Schildrüse ok.

     

    Was nehme ich: edubily multi 1 mal, 7000 I.E Vitamin D da bei 5000 der Wert runter geht (Zur Zeit 42ng, Magnesium 3gramm vom Pulver Edubily,

     

    Danke

    #207577 hilfreich: 0
    Marie
    Marie
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    Wie alt bist Du?

    Der Richtwert geht nach Alter.

    Dein Wert ist ok, aber wie sieht Cortisol aus?

     

    Ferritin ist sehr hoch, wie sieht CRP aus?

     

    Und was genau heißt SD ok???

     

    Magnesium sieht mau aus.

    #207579 hilfreich: 0
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    klaumu
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    Hi, 58 Jahre alt. Magnesium krieg ich irgendwie nicht hoch. Versuche 2 mal 3 Gramm zu nehmen. SD= Schilddrüsenwerte. Cortisol und CRP habe ich noch nie messen lassen. Halt beim nächsten mal.

    Und Danke

    #207582 hilfreich: 0
    Marie
    Marie
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    Ja, SD = Schilddrüse

     

    Für 58 Jahre ist es ein guter DHEA-Wert, sei froh drüber!

     

    Den Rest unbedingt mal messen.

    Steroidhormone das komplette Paket in einer Blutabnahme, da diese Hormone alle zusammen hängen.

     

    Pregnenolon

    Progesteron

    Östradiol

    Cortisol

    Testosteron (frei oder * SHBG und Albumin)

    SHBG

    DHEA-S (wenn Du demnächst misst, kannst Du das weg lassen, ansonsten dazu nehmen, weil es ein wichtiges Ausgangshormon ist und man auch das Verhältnis zu Cortisol wissen sollte)

     

    Diese Zusammenstellung hat hohe Aussagekraft, alles andere ist Geldverschwendung, wenn nicht eine spezielle Fragestellung vorliegt.

     

     

    #207842 hilfreich: 0
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    klaumu
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    Gibt es kein zu Hoch? Die Ärztin meinte, dass käme durch durchs Whey und den Aminosäuren darin. Und ich soll nicht soviel davon nehmen max 2 in der Woche ?!. Muss ich aber, da ich sonst nicht auf meine Eiweißmenge von mind. 1gramm/kg/Tag komme. Da ich auch noch Sport mache. Zuviel Fleisch und Hülsenfrüchte geht nicht—> Harnsäure läßt grüßen.

    #207896 hilfreich: 0
    Marie
    Marie
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    Meiner Info nach kannst Du froh über den Wert sein.

    Zeugt eher von guter Nebenniere.

    Über das DHEA würde ich mir keine Sorgen machen!

    #208332 hilfreich: 0
    Shman Frontal
    Shman Frontal
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    DHEAS kann, wenn nicht gezielt erhöht, ein Zeichen für Stress und Insulinressistenz sein.

    Ohne andere Werte da zu haben lässt sich das aber schwer interpretieren.

     

    Wenn du nichtmal auf 1gr Protein pro Kg kommst dann ist deine Ernährung fragwürdig.

     

    Magnesium braucht Cofaktoren. Auf Oxid umsteigen könnte auch helfen.

     

     

    Liebe Grüße

     

    #208336 hilfreich: 0
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    klaumu
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    Ernährung: wenn du mir sagst wie ich ohne Purine zu Eiweiß komme? Da bin ich bisher nicht schlauer geworden.

    Da ein hoher Eiweißgehalt von Lebensmittel meist auch mit einem hohen Puringehalt verbunden ist, sollte mit proteinreichen Lebensmitteln sparsam umgegangen werden.

    Milch und Milchprodukte sowie Eier sind purinfrei bzw. sehr purinarm. Sie eignen sich besonders als Proteinquelle, da reines Eiweiß die Harnsäureausscheidung über die Niere fördert.“

     

    Und nur von Quark, Joghurt und co.leben?

    1. Harnsäure-reduzierende Kost (<500mg Harnsäure/Tag)
      • maximal einmal am Tag 150g Fleisch, Fisch oder Wurst (am Anfang ist es sinnvoll, die Portionen abzuwiegen, da man dazu neigt, die Portionsgröße zu unterschätzen!)
      • auf Innereien verzichten
      • purinreiche pflanzliche Lebensmittel wie z.B. Hülsenfrüchte, Kohl, Rosenkohl, Linsen, Erbsen, weiße Bohnen etc. meiden
    2. Milch und Milchprodukte und Eier als bevorzugte Eiweißquelle
    3. Alkoholkonsum einschränken (max. 1 Glas eines alkoholischen Getränkes pro Tag)
    4. Normalisierung des Körpergewichtes
    5. Ausreichende Flüssigkeitszufuhr (mind.2l)

    Einfacher ist da nen Shake.

    #208495 hilfreich: 0
    Chris Michalk
    Chris Michalk
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    Die wichtigsten Faktoren bei der Harnsäure-Reduktion (ganz allgemein) sind Bier und Zucker. Purin- und zeitgleich Protein-reiche Lebensmittel (also Fleisch) haben kaum einen Effekt bzw. senken den Harnsäure-Spiegel eher, weil Protein die Harnsäure-Ausscheidung ankurbelt. S. auch:

     

    The final proof of the pudding has been borne out by dietary interventions showing that high protein, low glycemic load diets actually normalized serum uric acid concentrations in 7 of 12 gout patients and significantly decreased gout attacks (49).

    https://www.catalystathletics.com/articles/downloads/proteinDebate.pdf

     

    Ich wäre allgemein auch ein bisschen vorsichtig bei zu eiligen Schlüssen: Veganer haben ganz oft höhere Harnsäure-Werte als Fleischesser.

    #208515 hilfreich: 0
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    klaumu
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    Danke Chris,

     

    muss ich mir durchlesesen, aber das wäre ja entgegen nun aller Webseiten, Gichtforum etc. Bin froh, dass er zur Zeit bei 5,5 ist. War schon mal bei 8 und habe zum Glück kein Anfall bekommen.  Dann schön alles reduziert, was Fleisch und Linsen und Co anbelangt. Hähnchen soll gehen, aber nur?

    Zucker ist eh reduziert und Alkohol überhaupt nicht.

    „<b>Fleisch.</b> Hoher Fleischverzehr ist die bekannteste und häufigste Ursache für die Entstehung der Gicht. Grund dafür ist der hohe Purin-Gehalt. Zusätzlich ist Fleisch häufig reich an gesättigten Fettsäuren, was den Lipid-Stoffwechsel ungünstig beeinflusst und zu gesteigerter Insulin-Resistenz beiträgt – wodurch die Harnsäure-Konzentration im Blut weiter erhöht wird [18]. Anders als früher häufig empfohlen gilt jedoch nicht mehr, dass die Zufuhr tierischer und pflanzlicher Proteine grundsätzlich reduziert werden sollte; im Gegenteil sind insbesondere Nüsse und Hülsenfrüchte durchaus empfehlenswert, da sich deren Zusammensetzung auch bei Gicht-Patienten günstig auf das kardiovaskuläre Risiko auswirkt [18, 19].“

     

    Jetzt schreiben die Hülsenfrüchte doch empfehlenswert. Man ein Hü und Hott. Vor allem, da ich nach einer Erbesnsuppe das ganze Theater am Zeh hatte.

     

    „Purinhaltige Lebensmittel meiden

    Vor allem <b>Fleisch, Wurst, Innereien und Fisch</b> sind für Menschen mit einem erhöhten Harnsäurespiegel ungünstig. Bei 100 Gramm Hähnchenbrust bilden sich zum Beispiel 180 Milligramm Harnsäure. Auch Hülsenfrüchte und einige Sorten Gemüse sollten lediglich in kleinen Portionen gegessen werden. Erbsen und Linsen haben es besonders in sich: 150 bis 200 Milligramm Harnsäure bilden sich, wenn man je 100 Gramm davon isst. Auch Spinat und Spargel enthalten vergleichsweise viel Purin. “

     

    So viel zu meinem Wissensstand. Dazu kommt dann eben das übliche: kein Weizenmehl, kein dies und das. Wenn ich das alles machen würde, könnte ich auch direkt aufhören zu essen (übertrieben). Deswegen die Shakes.

     

    #208548 hilfreich: 0
    Chris Michalk
    Chris Michalk
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    In meinen Augen ist es keine Frage von der zugeführten Purin-Menge (klassischer Denkfehler!), sondern vom Purin-Stoffwechsel, der bei der Verdauung beginnt. Bier-Purine werden ganz anders verstoffwechselt als Fleischpurine. Zudem sind über 2/3 der Purin-Produktion sowieso endogen.

    Deshalb würde ich es einfach mit einer Ernährung probieren, die Fleisch enthält, ja auch Milchprodukte fürs Eiweiß, moderat in Carbs ist. Dass eine hohe Fleischzufuhr die „häufigste Ursache“ sein soll, bezweifle ich, hier fehlt mir die passende Referenz. In meinen Referenzen schneidet eine Ernährung ohne Fleisch bzw. gänzlich ohne tierische Produkte oft viel schlechter ab als eine mit.

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