DGE Empfehlungen

Dieses Thema enthält 17 Antworten und 9 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Avatar OnkelPaul 07.07.2015 um 14:10.

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    Sasa
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    Hi alle zusammen!

    Da das mein erster Beitrag ist, hoffe ich das ich ihn in das richtige Unterforum gepostet habe, sonst möge man mir verzeihen :D

    Eine Sache hat mich – auch schon vor dem lesen des Buches – nie in Ruhe gelassen. Und zwar die Empfehlungen bezüglich Ernährung der DGE. Sei es die Dosierung einzelnen Mikronährstoffe oder das Verhältnis der Makronährstoffe zueinander (Ernährungspyramide).
    Als Beispiel: Meines Wissens ist die DGE Empfehlung für Vitamin C ca. 80mg für einen Erwachsenen. Grade in Kreisen wo sich viele Sportler tummeln wird Vitamin C ja oft Grammweise konsumiert. 1-2g pro Tag scheint für viele eine angemessene Dosierung zu sein. Das kann man jetzt sogut mit jeden Nährstoff so weiter führen.
    Warum ist das so?

    Ich will jetzt keine Verschwörungstheorie aufstellen, dass wir alle krank werden sollen um der Pharmaindustrie Geld abzudrücken, aber es ist für mich unlogisch warum die Empfehlungen soweit auseinander driften, wenn sich eine ganze Instution nur damit beschäftigt die optimalen Ernährungsemphelungen weiter zu vermitteln.

    Woher kann ich als einfacher Mensch ohne Ernährungswissenschafts-Studium wissen ob ich nun 80mg oder 2 g Vitamin C nehmen soll? Viele Autoren die höhere Dosierungen postulieren können das ja oft auch durch Studien nachweisen. Aber diese Studien wären der DGE ja auch zugängig.

    Ich hoffe das vllt wer etwas Licht in Dunkle bringen kann.

    Machts gut :)

    #107972 hilfreich: 0
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    Mike
    Beiträge: 284

    Hallo,

    kurze Einordnung:
    – der DGE geht es um Vermeidung einer Vitaminmangelerscheinung/-erkrankung -> bei Vitamin C: Skorbut
    – höhere dosen sind prophylaktisch (z. B. Arteriosklerose, Krebs, Herzinfarkt) oder therapeutisch (z. B. 20 gramm am Tag bei einer Erkältung)

    such mal in den news von Dr. Strunz nach "Vitamin C"…

    Gruß Mike

    #107973 hilfreich: 0
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    Sasa
    Beiträge: 5

    Ok, heißt die DGE Empfehlungen stellen immer die minimalste Untergrenze da?
    Warum gibt es dann keine "angepassten" Empfehlungne um Krankheiten vorzubeugen? Wenn es z.B. Studien gibt die höheren Dosierungen positive Eigenschaften zuordnen?

    #107974 hilfreich: 0
    Markus
    Markus
    Teilnehmer
    6 pts
    Beiträge: 2638

    "Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr

    Die D-A-CH-Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr sind die Basis für die praktische Umsetzung einer vollwertigen Ernährung. Sie benennen Mengen für die tägliche Zufuhr von Energie und Nährstoffen. Eingeschlossen sind Wasser, Ballaststoffe und Alkohol. Mit einer Zufuhr in Höhe der Referenzwerte werden lebenswichtige physische und psychische Funktionen sichergestellt, Mangelkrankheiten ebenso wie eine Überversorgung verhindert, Körperreserven geschaffen und – wo möglich – wird ein Beitrag zur Prävention chronischer ernährungsmitbedingter Krankheiten geleistet. Kurzum – die Umsetzung der Referenzwerte trägt dazu bei, Wachstum, Entwicklung und Leistungsfähigkeit sowie die Gesundheit des Menschen ein Leben lang zu fördern bzw. zu erhalten.

    Somit sind die Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr eine unverzichtbare Grundlage für die Ernährungs- und Gesundheitsberatung: Sie finden unter anderem Einsatz bei der Planung einer vollwertigen Ernährung und bei der Beurteilung der Nährstoffzufuhr."

    https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/

    Das "wo möglich" ist wohl ein Druckfehler, es sollte eher "womöglich" heissen Die meinen das also ernst! Die DGE ist aber auch eine politische Einrichtung, bei der auch viele Verbände und Lebensmittelkonzerne als einflußreiche Mitglieder mitbestimmen- und das merkt man.

    Eine Kritik zu den Empfehlungen allgemein:

    http://www.eufic.org/article/de/artid/Re…werte-fuer-wen/

    Sowie zu der Herleitung der Werte:
    http://www.novo-argumente.com/magazin.ph…artikel/0001328

    #107975 hilfreich: 0
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    Sasa
    Beiträge: 5

    Interessante Links, werde ich mir mal durchlesen danke :)

    Ne andere Sache in diesem Zusammenhang: Neulich habe ich Bekannten von der Wirkung von NO erzählt und dabei die Passage aus dem Buch über NO vorgelesen. Alle waren auch ziemlich begeistert, nur dann kam die Frage warum man von sowas noch nie was gehört hätte wenn es so revolutionäre Wirkungen hätte wie die Verhinderung von Arterioskelose. Ich wusste darauf nicht wirklich was zu antworten und frage mich grade selber warum etwas seit Jahren studienmäßig belegtes nicht von der polpulären Medizin veröffentlicht wird. Arteriosklerose ist ja eines der Hauptprobleme der heutigen Gesellschaft

    #107976 hilfreich: 0
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    Axel
    Beiträge: 276

    Nicht vergessen:

    Die DGE ist ein privater Verein! Staatlich ist bei denen garnichts. Und woher bekommt so ein privater Verein so sein Geld…?

    Sicher wäre es auch nicht uninteressant, mal hinter dem Vorstand her zu recherchieren und zu schauen, was die in ihrer sonstigen Zeit so machen.

    #107977 hilfreich: 0
    Chris (edubily)
    Chris (edubily)
    Verwalter
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    Beiträge: 2455

    https://www.dge.de/wir-ueber-uns/die-dge/

    Das kannst du ja dann gerne machen. Bin gespannt.

    #107978 hilfreich: 0
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    allu
    Beiträge: 73

    Kann man Vitamin C als Supp gut heißen ?

    – Überdosierung soll ja auch Schädigen (synthetische Vitamin C)
    – Soll man reine Ascorbinsäure nehmen ? als reines Pulver

    Was nehmt ihr ?

    Sind die Vitamin C Tabletten wirklich hilfreich ?

    #107979 hilfreich: 0
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    Siggi
    Beiträge: 419

    Frag mal Michael Ristow

    #107980 hilfreich: 0
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    Axel
    Beiträge: 276

    Zitat von Chris (edubily) im Beitrag #7


    https://www.dge.de/wir-ueber-uns/die-dge/

    Das kannst du ja dann gerne machen. Bin gespannt.


    Entfällt leider mangels Motivation und Interesse. Der Verein ist für mich sowas von uninteressant…

    #107981 hilfreich: 0
    Markus
    Markus
    Teilnehmer
    6 pts
    Beiträge: 2638

    Lies dir mal die Satzung durch, du müsstest schon ein Studium der Ernährungswissenschaften (wo du die Informationen der DGE eingeimpft bekommst) o.ä. haben, dann entscheidet der Vorstand über die Neuaufnahme von Mitgliedern. Sowas nennt sich ein selbstreferentielles (im Gegensatz zu einem offenen) System. Sowas kennt man aus Sekten, nur selten aber in den Wissenschaften.

    #107982 hilfreich: 0
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    Sasa
    Beiträge: 5

    Das es ein privater Verein ist wusste ich nicht, danke für die Info!

    Ich will der DGE ja auch nicht potenziell etwas böses unterstellen, aber mich wunderts immer wieder wie deren Empfehlungen mit aktuellen Wissen aus der Ernährungswissenschaft im Kontrast stehen.

    Wie ich den Antworten bis jetzt entnommen habe, sollte man also nicht alles was die DGE sagt als "alleinige" Wahrheit sehen.

    #107983 hilfreich: 0
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    Siggi
    Beiträge: 419

    #107984 hilfreich: 0
    Chris (edubily)
    Chris (edubily)
    Verwalter
    23 pts
    Beiträge: 2455

    Zitat


    Bevor die DGE-Empfehlungen per se kritisiert werden und dies als Grundlage einer Befürwortung artgerechter, veganer oder sonst wie benannter Ernährung herangezogen wird, sollte man sich zunächst bewusst sein, dass der Großteil der Bevölkerung, der Ernährungsdefizite und gesundheitliche Probleme (im Alter) aufweist, bereits die Basics nicht einhält. Diesen Teil der Bevölkerung dann als Referenz für (zum Teil radikale) Veränderungen heranzuziehen, ist geradezu lächerlich.


    Genau das! Perfekt ausgedrückt.

    Die Leute essen ja noch nicht mal nach der DGE. Und genau diese Richtlinien werden genutzt, um andere Extreme zu legitimieren.

    #107985 hilfreich: 0
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    Thorsten70
    Beiträge: 64

    Was bei der Würdigung der DGE oder ähnlicher Organisationen auch bedacht werden soll:

    Die optimale Ernährung des Einzelnen ist etwas ganz anderes als die Möglichkeiten der Ernährung der Gesamtbevölkerung eines Staates. Und DGE und Co. haben sicher nicht nur ersteres im Blick.

    Es gibt doch Strukturen der Nahrungsmittelherstellung, die kaum geändert werden können, da von ihnen (und umgekehrt) Ressourcen, Einkommen und Arbeitsplätze abhängen.

    So wie ich persönlich esse geht das nur, weil es eben nicht alle 80 Mio. Deutschen auch tun. Würden die nämlich ab morgen so essen wollen wie ich, dann hätten wir ein Problem. Und genau das gilt für die Ernährungsform, die jeder von Euch für optimal hält auch.

    Ihr wollt gar nicht, dass es jeder so macht. Ihr könnt euch nämlich nur so lange so ernähren, wie ihr es jetzt gerade tut, solange es nicht jeder andere nachmacht.

    Das ist auch ein Grund, warum sich die Empfehlungen der DGE geringfügig von den Ernähungsplänen jedes einzelnen hier unterscheidet.

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