Der Atem(muskel)-Thread – Alles beginnt damit

Dieses Thema enthält 114 Antworten und 21 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Avatar Stadt-Hai 28.09.2019 um 00:38.

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    Sven
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    #191863 hilfreich: 0
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    mseaforest
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    Habt ihr die Atemtechniken seitdem weitergeführt? (Nasenatmen, Luftanhalten etc.)

     

    Ich habe mal den BOLT Test gemacht und bin spontan auf über 40 Sekunden gekommen. Übe aber schon länger, gelegentlich die Luft anzuhalten, u.a. mit WHM.

     

    Gibt es zu der Theorie des Paradoxons des weniger Atmens und dadurch besserer Sauerstoffverfügbarkeit externe Quellen, die nicht von Buteyko und McKeown ausgehen?

    #191941 hilfreich: 0
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    Brynhildr
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    Hi Mseaforest,

    ernsthaft? 40 beim Bolt-test? … mit zählen, oder mit Stoppuhr? 😉   😈  *Angeber*  😛

     

    ich habe das Buch „Erfolgsfaktor Sauerstoff“ gelesen, und die Übungen gemacht,

    und konnte meinen Bolt-Wert von 16 auf 20 steigern, – manchmal ist er auch 22

    Aber die ganzen anderen versprochenen Effekte (mehr Kraft, Ausdauer, Abnehmen, weniger Schnaufen)  konnte ich nicht  erzielen –

    da sind wohl noch mehr Sachen beteiligt, als nur ein paar Atemspielchen.

    Grüßle!

    #191952 hilfreich: 0
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    mseaforest
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    Hallo Brynhildr,

     

    sofern ich den Test korrekt ausgeführt habe, ja. Mit Stoppuhr. Habe dazu normal durch die Nase eingeatmet, ausgeatmet und dann ca. 40 Sek nicht eingeatmet, bis der Atemreflex kam, den ich dann nicht unterdrückt habe. Mit Unterdrückung waren 50 Sek. drin. Hab ich da irgendwo einen Fehler gemacht? Ansonsten, ich bin jung, dynamisch und gutaus… hust. 😀 Aber meine Ausdauer finde ich ausbaufähig. Mich interessieren solche Spielchen vor allem für die geistige Leistungsfähigkeit, bessere Nutzung von Sauerstoff durch mehr CO2 im Blut, nach der McKeown Theorie, führt dann zu mehr Leistungsumsatz in den Mitos im Gehirn. Soweit mein Gedankengang.

     

    Das Buch interessiert mich auch, aber bei Amazon meinen die Rezensenten, dass da recht viel rumgelabert wird von wegen, der hat dies, und das. Geatmet. Geheilt.

     

    Liebe Grüße

    #192757 hilfreich: 0
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    mseaforest
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    Hallo,

    möchte euch noch auf dieses sehr gute Video (auf Englisch) aufmerksam machen, welches die WHM und McKeowns Theorie verständlich in einen Kontext bringt.

     

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    Zusammengefasst sagt es aus, dass Wim Hof mit seiner Erklärung nicht ganz richtig liegt, weil diese „tingling“-sensations nicht von einer höheren Sauerstoffsättigung kommen(fast immer zw. 95-99%), sondern davon, McKeowns Theorie, dass der Körper ohne CO2 keinen Sauerstoff in die Zellen bekommt.

     

    Jetzt frage ich mich, ob die ganzen Benefits der WHM eventuell auf den Trainingseffekt der Hypoxie zurückzuführen sind, die ja zT mehrere Minuten und auf zwei Arten herbeigeführt wird. Einmal kommt der Sauerstoff ohne CO2 nicht in die Zellen. Dann steigt CO2 und gleichzeitig fällt O2, sodass gegen Ende der „Breathretention“ tatsächlich weniger Sauerstoff am Start ist. Meine mal was von bis zu 70% statt der üblichen 99% gelesen zu haben.(hier im thread?)

    #192772 hilfreich: 0
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    Brynhildr
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    mseaforest schrieb:und dann ca. 40 Sek

    sehr beeindruckend   😎

    Das Buch interessiert mich auch, aber bei Amazon meinen die Rezensenten, dass da recht viel rumgelabert wird von wegen, der hat dies, und das. Geatmet. Geheilt.

    Ja, da wiederholt sich leider einiges. Auch wenn es immer wieder interessante Varianten der selben Geschichte sind.

    Das stimmt einen irgendwie darauf ein, die Übungen dann auch des öfteren zu wiederholen, was ich gar nicht verkehrt finde.
    Außerdem ist es ein bewährtes rhetorisches Mittel, Menschen zu überzeugen, indem man immer wieder wiederholt….
    Vielleicht hilft es ja wirklich. Oder ich falle auf dieses rhetorische Mittel rein.   😉

    Danke für den Filmtipp…. vielleicht habe ich nachher mal Ruhe dafür.
    Gruß!

    #192773 hilfreich: 0
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    Yeboah
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    Vollkommen richtig. Bei der Erklärung der Physiologie seiner Methode ist Wim Hof auf dem Holzweg.

    Seine Atemmethode ist mit einer kontrollierten Hyperventilation gleichzusetzen. Letztendlich ist das ganze ein Stressreiz für den Körper, da CO2 eben nicht nur ein reines Stoffwechselendeprodukt im Körper darstellt. Vielmehr ist es ein wichtiger Signalgeber, von dem ein bestimmtes Level im Körper gehalten werden sollte.

    Sinkt CO2 zu stark, verbessert sich eben nicht die Sauerstoffaufnahme sondern verschlechtert sich.

    Alles vor langer Zeit anhand des Bohr- Effektes beschrieben.

     

    Durch die Atemmethode kann man seinen Körper jedoch pushen, Cortisol geht deutlich hoch. In einer Studie hat er zeigen können, dass er mit seiner Methode zum Teil das Immunsystem unterdrücken kann. Den Probanden wurde ein Endotoxin injiziert…..in der Wim Hof Gruppe blieb die Immunreaktion weitestgehend aus. Ein Freund von mir hat an dieser Studie teilgenommen.

    Die Kombination aus Atemmethode und Kälteexposition ist als Stressreiz zu verstehen und hat somit gewisse physiologische Anpassungen zur Folge. Nun sollte ich aber gut wissen wann ich einen solchen Reiz setzen möchte und wann nicht. Habe schon einige Burn- Out Kandidaten erlebt, die sich mit dieser Methode noch weiter in der Keller manövriert haben.

    #192784 hilfreich: 0
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    mseaforest
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    Was ich noch nicht verstehe, ist, dass man doch immer will, dass das Immunsystem seinen Job tut. Selbst bei Autoimmunerkrankungen hält die Wirkung des Cortisols/Adrenalins/Noradrenalins doch maximal eine Stunde an.

     

    Das Experiment mit dem Endotoxin zeigt zwar klar, dass man sein Immunsystem unterdrücken kann, aber das kann ich doch als gestresster Manager auch 😀 Aber wer will das bitte, wenn lebende Erreger den Körper angreifen?

    #192802 hilfreich: 0
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    Brynhildr
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    mseaforest schrieb:Aber wer will das bitte, wenn lebende Erreger den Körper angreifen?

    Vielleicht jemand, der heftig unter der unnötigen überschießenden Reaktion seines Immunsystems leidet, z.b. bei Heuschnupfen?!

    nur so als Idee….

    #197114 hilfreich: 0
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    Stadt-Hai
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    Interessante Diskussion hier!

     

    Kann mich nur anschließen; atmen ausschließlich durch die Nase hilft mir deutlich nicht in sinnlosen Stress zu verfallen und meiner permanent verstopften Nase geht es auch deutlich besser, seitdem ich darauf achte. Bin bei einer CP von 18 Sekunden, bin gespannt, in wie fern ich diese verbessern kann in der kommenden Zeit.

     

    Werde mir jetzt Nachts auch mal den Mund zukleben und versuchen nur auf der linken Seite zu schlafen. Wenn ich auf dem Rücken liege, bekomme ich wohl schlechter Luft, was sich in Schnarchen und „komischen Geräuschen“ äußert, so sagt es zumindest meine Freundin 😀

     

    Beim Kraftsport ist es ja Gang und Gäbe, dass in der negativen ein und in der positiven ausgeatmet wird. Dies handhabe ich auch genauso, nur dass ich hier eben auch versuche die Nasenatmung durchzuführen.

     

    Frage in die Runde: Wie würde es sich denn verhalten, wenn man die Atmung bei leichteren Übungen nicht verändert? Also beispielsweise bei einem Satz Seitheben seine natürliche Atmung beibehält? Wäre das eher kontraproduktiv oder bringt es vielleicht sogar Vorteile und Anpassungen?

     

    1. Zu Wimhof: Bin dadurch an die morgendliche kalte Dusche gekommen und die will ich nicht mehr missen. Allerdings ging es mir bei der Wimhof Atemtechnik so wie anderen von Euch auch: nach Durchführung ein „high“, aber nachhaltig hat es mir nichts gebracht.
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