Chrom-Substitution gefährlich?

Dieses Thema enthält 14 Antworten und 12 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Avatar edubily-dev 20.05.2019 um 10:48.

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    Ulli
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    Ich warte noch auf eine Stellungnahme von Chris zum Kommentar von 4D Doc bezgl. möglicher Gefahren der Chrom-Substitution.

    #87792 hilfreich: 0
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    Michael
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    Hallo,
    Insuliresistenz ist bei Chris ja oft ein Thema.
    In letzter Zeit wird von dem mehrfach zitierten Dr. Strunz "Chrompicolinat" zur Verbesserung der IR empfohlen. Nach dem Motto "Wer es nicht nimmt, ist selber schuld!!" Allerdings ohne Dosierungsangaben!
    Hat jemand Erfahrungen?
    Es grüßt
    Michael

    #100158 hilfreich: 0
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    Animus
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    Schau mal hier:
    http://suppversity.blogspot.de/2012/12/c…ns-insulin.html

    Nicht alles Chrom, was glänzt. ;)

    #100159 hilfreich: 0
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    Wirbelwind
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    Hab ’ne Weile Chrom genommen, hat aber nicht viel gebracht. Wollte meinen Hba1c etwas runterbringen (5,6).
    Hat sich nach 3 Monaten aber nichts getan.
    Es gibt auch ein Präparat, das Zink UND Chrom entält: "Diazink".
    Das hatte ich damals genommen.

    #100160 hilfreich: 0
    Chris Michalk
    Chris Michalk
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    Also es gibt sicherlich mehrere 100 Studien, die wirklich eindrucksvoll zeigen wie massiv der Blutzuckerwert sinken kann, wenn dieser anfänglich recht hoch war. Es scheint so zu sein, dass nur Chrompicolinat funktioniert.
    Ich kenne auch diese Inverse-Korrelation-Studie, die oben angeführt wurde, aber das ist bisweilen eine der wenigen, die derartige Resultate präsentiert.

    #100161 hilfreich: 0
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    Ingo
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    Was ist mit Chrompolinicotinat (Chrome Mate)? Wird vin Tim Ferriss propagiert. Gibts hier irgendwelche Studien?

    #100162 hilfreich: 0
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    Cagri62
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    Hab gelesen es provoziert Lungenkrebs ?.

    #100163 hilfreich: 0
    Markus
    Markus
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    [ Chrompicolinat ]

    Zitat von Cagri62 im Beitrag #6


    Hab gelesen es provoziert Lungenkrebs ?.


    es gab 2003 mal eine vorläufige Warnung einer britischen Behörde wegen prinzipieller Bedenken nach einigen In-Vitro-Versuchen. Diese wurde aber 2004 wieder aufgehoben, Fazit: "For those people who wish to supplement their diet with chromium, the maximum upper level recommended by the EVM is 10 mg a day. There is no need to avoid chromium picolinate."

    http://tna.europarchive.org/201101161132…/chromiumupdate

    10 mg Chrom sind ein "Haufen Holz"! Etwas Vorsicht sollte man dennoch beim Chrompicolinat walten lassen. So segensreich höhere Gaben (ab knappem mg-Bereich) bei Insulinresistenten und/oder übergewichtigen Personen sind, bei Menschen mit normales Insulinantwort verschlechtert sich selbige durch solch hohe Gaben:

    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23194380

    200 µg Chrompic. ist eher als physiologische Dosis anzusehen, soviel nehme ich selber in meinem Multi zu mir. Aber jenseits eines echten, also gemessenen Mangels oder einer Indikation sind höhere Dosen nur zur Prophylaxe weniger sinnvoll.

    PS:Chrom wirkte bei mehreren Studien übrigens auch bei bipolaren Depressionen

    #100164 hilfreich: 0
    Chris Michalk
    Chris Michalk
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    Beiträge: 2515

    Zitat


    Etwas Vorsicht sollte man dennoch beim Chrompicolinat walten lassen. So segensreich höhere Gaben (ab knappem mg-Bereich) bei Insulinresistenten und/oder übergewichtigen Personen sind, bei Menschen mit normales Insulinantwort verschlechtert sich selbige durch solch hohe Gaben


    Die Studie wird ja immer wieder angeführt.

    Dort wurde aber 1000 mcg (!) Chrompicolinat verfüttert. Das, was als "Verschlechterung" der IS verkauft wird, ist mit Blick auf eine wirkliche Insulinresistenz nicht mal nennenswert. Die Jungs haben da eine schöne Story bauen wollen, weil die anfängliche, geplante Story nach der Messung nicht aufging. Wenn man sich allerdings zusätzlich noch die Daten-Streuung ansieht, wird klar, dass die Studie so einfach völlig unrealistisch und unbrauchbar für normale Menschen ist.

    #100165 hilfreich: 0
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    marcolino
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    Welche der beiden nachfolgenden Chromverbindungen eignet sich eher zur Senkung des Blutzuckerspiegels bei Diabetes-Typ-2?
    GTF-Chrom oder Chrompicolinat?

    #100166 hilfreich: 0
    Chris Michalk
    Chris Michalk
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    Beiträge: 2515

    Solange der Körperfettanteil zu hoch ist, wird Chrom kaum helfen können, bzw. nur bei therapeutischen Dosen, die auch problematisch sein können. Chrom-Picolinat ist aber durchweg am besten, auch, weil Picolinat selbst wirkt.

    #100167 hilfreich: 0
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    Pilki
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    Beiträge: 179

    Was bedeutet eigentlich "gemessener Mangel" bei Chrom?

    Hab nu wirklich schon länger recherchiert, aber bisher nur die Empfehlung von Strunz gelesen: 0,1 – 0,2 mg/L. Ich gehe davon aus, dass das Serum gemeint ist?
    Wie sieht das bei der Messung aus EDTA aus? Und was ist eher zu empfehlen? Serum oder EDTA? Macht es einen Unterschied?
    Habe hier einen Laborbogen liegen, auf dem für Chrom aus EDTA ein Referenzbereich von 0,5 – 4,0 µg/L angegeben ist. Passt das circa, oder ist das der typische plusminus 2SD Statistik-Blödsinn?

    #180738 hilfreich: 0
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    Ulli
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    Beiträge: 47

    Und zwar war das ein Kommentar vom 22.Mai 2017 zum Blog-Artikel "Der wichtigste Stoff in deinem Multivitamin". Die Blog-Artikel sind für mich ein unentbehrliches "Nachschlagewerk" geworden. Ich schau nicht mehr bei Burgerstein nach sondern bei Edubily.Und stolpere immer mal wieder über diesen Kommentar bon 4D Doc.

    #180739 hilfreich: 0
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    MGhell
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    Beiträge: 246

    Ist wahrscheinlch auch wieder eine Frage der Dosierung und ob sich Studien an Zellkulturen 1:1 auf in Vivo übertragen lassen.

    Dr. Weil meint, dass GTF-Chrom besser sei als das Picolinat: https://www.drweil.com/vitamins-suppleme…rs-of-chromium/

    GTF Chrom:
    https://www.amazon.de/Now-Foods-Co-Fakto…FPFK032HX4T02SD

    Dr. Axe vertritt den Standpunkt, dass Chrom in geeigneten Mengen die DNA schützt und ein Zuviel an Chrom die DNA schädigt: https://draxe.com/what-is-chromium/

    #180740 hilfreich: 0
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    edubily-dev
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    Beiträge: 102

    Ja es kommt ein bisschen auf die Oxidationsstufen an. Chrom(III), was ja bei NEM genutzt wird, ist relativ harmlos. Und von den Dosen, die herkömmlich genutzt werden, geht keine Gefahr aus … selbst wenn sich die Ox-Stufe im Körper ändern sollte …

    Zitat


    Schicke Ledersachen
    Unter Chromleder versteht man mit Chrom(III)-Salzen gegerbtes Leder, das zur Herstellung von Schuhen, verschiedenen Bekleidungsstücken, Gürteln und Taschen sowie als Überzug von Autositzen in Luxuslimousinen verwendet wird. Es unterscheidet sich von "pflanzlich gegerbtem" Leder durch seine Beständigkeit bei gleichzeitiger Einwirkung von Wärme und Feuchtigkeit. Man denke dabei weniger an das eingangs geschilderte kleine Missverständnis, sondern an die langen Staus auf deutschen Autobahnen bei sommerlicher Hitze.

    Keine Angst, so schnell und leicht erfolgt keine Oxidation von Cr(III) zum Cr(VI), das eine gefährliche Kontamination der stärksten Muskelpartie des menschlichen Körpers verursachen könnte. Andererseits sollen Chromlederabfälle bis zu 0,01% Chrom(VI)-Verbindungen enthalten können.

    Spurenelement
    Zu den essenziellen Spurenelementen, die zur Funktion des humanen Stoffwechsels vonnöten sind, zählt auch das Chrom. Es ist Bestandteil des Glucosetoleranzfaktors (GTF) und Kofaktor einiger intrazellulärer Enzyme. Chrom unterstützt die Insulinwirkung am Rezeptor, katalysiert den Glucose- und Fett-Stoffwechsel und fördert den Muskelaufbau. Die Konzentrationen im menschlichen Gewebe reichen von 0,01 bis 0,1 ppm Cr, was bei einem Erwachsenen insgesamt etwa 6 mg ergibt. Die Erhaltungsdosis liegt bei etwa ein Prozent. So empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) Jugendlichen und Erwachsenen die Aufnahme von 30 bis 100 μg Chrom pro Tag.

    Die Spanne zwischen essenzieller und toxischer Chromkonzentration im Körper von Säugetieren ist besonders groß. Säugetiere können bis zum 200-Fachen des normalen Chromgehaltes ihres Körpers tolerieren.

    Toxizität
    Von den verschiedenen Oxidationsstufen des Chroms ist nur das sechswertige Chrom von toxikologischem Interesse: Seine Verbindungen, das Chromtrioxid (CrO3 = "Chromsäure", Anhydrid von H2 CrO4) und die Chromsalze wie Kaliumchromat (K2 CrO4), Kaliumdichromat (K2 Cr2 O7) und das im Chromgelb enthaltene Blei(II)chromat (PbCrO4) wirken als starke Oxidationsmittel ätzend auf Haut und Schleimhäute. Was bei toter Haut erwünscht ist (Ledergerbung), ruft am lebenden Organismus schlecht heilende Geschwüre hervor. Selbst kleinste Verletzungen, wie Rhagaden auf der Hautoberfläche, entarten geschwürartig, wenn auch nur geringe Mengen Chromat hineingelangen. Es kommt zu einer Sensibilisierung gegenüber Chrom(VI)-Verbindungen und einer Kontaktdermatitis, die besonders häufig bei Zementarbeitern zu beobachten ist. Die Chromat-Allergie ist eine der am häufigsten auftretenden Allergien.

    Zu den primären Karzinogenen zählen neben verschiedenen organischen Verbindungen auch Metalle wie Cadmium, Chrom und Mangan. Chrom wird auch als Kanzerogen im Tabakrauch diskutiert.

    Die Verwendung von Chrom(VI)- Verbindungen ist seit 2006 in der Elektroindustrie (EU-Richtlinien über Elektrogeräte) und seit 2007 in der Autoindustrie (EU-Altauto-Richtlinien) verboten.


    https://www.deutsche-apotheker-zeitung.d…nd-chrom-sex-vi

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