Chrom-Substitution gefährlich?

Dieses Thema enthält 3 Antworten und 3 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Avatar edubily-dev 20.05.2019 um 10:48.

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    Ulli
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    Ich warte noch auf eine Stellungnahme von Chris zum Kommentar von 4D Doc bezgl. möglicher Gefahren der Chrom-Substitution.

    #180738 hilfreich: 0
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    Ulli
    Teilnehmer
    Beiträge: 38

    Und zwar war das ein Kommentar vom 22.Mai 2017 zum Blog-Artikel "Der wichtigste Stoff in deinem Multivitamin". Die Blog-Artikel sind für mich ein unentbehrliches "Nachschlagewerk" geworden. Ich schau nicht mehr bei Burgerstein nach sondern bei Edubily.Und stolpere immer mal wieder über diesen Kommentar bon 4D Doc.

    #180739 hilfreich: 0
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    MGhell
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    Beiträge: 241

    Ist wahrscheinlch auch wieder eine Frage der Dosierung und ob sich Studien an Zellkulturen 1:1 auf in Vivo übertragen lassen.

    Dr. Weil meint, dass GTF-Chrom besser sei als das Picolinat: https://www.drweil.com/vitamins-suppleme…rs-of-chromium/

    GTF Chrom:
    https://www.amazon.de/Now-Foods-Co-Fakto…FPFK032HX4T02SD

    Dr. Axe vertritt den Standpunkt, dass Chrom in geeigneten Mengen die DNA schützt und ein Zuviel an Chrom die DNA schädigt: https://draxe.com/what-is-chromium/

    #180740 hilfreich: 0
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    edubily-dev
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    Ja es kommt ein bisschen auf die Oxidationsstufen an. Chrom(III), was ja bei NEM genutzt wird, ist relativ harmlos. Und von den Dosen, die herkömmlich genutzt werden, geht keine Gefahr aus … selbst wenn sich die Ox-Stufe im Körper ändern sollte …

    Zitat


    Schicke Ledersachen
    Unter Chromleder versteht man mit Chrom(III)-Salzen gegerbtes Leder, das zur Herstellung von Schuhen, verschiedenen Bekleidungsstücken, Gürteln und Taschen sowie als Überzug von Autositzen in Luxuslimousinen verwendet wird. Es unterscheidet sich von "pflanzlich gegerbtem" Leder durch seine Beständigkeit bei gleichzeitiger Einwirkung von Wärme und Feuchtigkeit. Man denke dabei weniger an das eingangs geschilderte kleine Missverständnis, sondern an die langen Staus auf deutschen Autobahnen bei sommerlicher Hitze.

    Keine Angst, so schnell und leicht erfolgt keine Oxidation von Cr(III) zum Cr(VI), das eine gefährliche Kontamination der stärksten Muskelpartie des menschlichen Körpers verursachen könnte. Andererseits sollen Chromlederabfälle bis zu 0,01% Chrom(VI)-Verbindungen enthalten können.

    Spurenelement
    Zu den essenziellen Spurenelementen, die zur Funktion des humanen Stoffwechsels vonnöten sind, zählt auch das Chrom. Es ist Bestandteil des Glucosetoleranzfaktors (GTF) und Kofaktor einiger intrazellulärer Enzyme. Chrom unterstützt die Insulinwirkung am Rezeptor, katalysiert den Glucose- und Fett-Stoffwechsel und fördert den Muskelaufbau. Die Konzentrationen im menschlichen Gewebe reichen von 0,01 bis 0,1 ppm Cr, was bei einem Erwachsenen insgesamt etwa 6 mg ergibt. Die Erhaltungsdosis liegt bei etwa ein Prozent. So empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) Jugendlichen und Erwachsenen die Aufnahme von 30 bis 100 μg Chrom pro Tag.

    Die Spanne zwischen essenzieller und toxischer Chromkonzentration im Körper von Säugetieren ist besonders groß. Säugetiere können bis zum 200-Fachen des normalen Chromgehaltes ihres Körpers tolerieren.

    Toxizität
    Von den verschiedenen Oxidationsstufen des Chroms ist nur das sechswertige Chrom von toxikologischem Interesse: Seine Verbindungen, das Chromtrioxid (CrO3 = "Chromsäure", Anhydrid von H2 CrO4) und die Chromsalze wie Kaliumchromat (K2 CrO4), Kaliumdichromat (K2 Cr2 O7) und das im Chromgelb enthaltene Blei(II)chromat (PbCrO4) wirken als starke Oxidationsmittel ätzend auf Haut und Schleimhäute. Was bei toter Haut erwünscht ist (Ledergerbung), ruft am lebenden Organismus schlecht heilende Geschwüre hervor. Selbst kleinste Verletzungen, wie Rhagaden auf der Hautoberfläche, entarten geschwürartig, wenn auch nur geringe Mengen Chromat hineingelangen. Es kommt zu einer Sensibilisierung gegenüber Chrom(VI)-Verbindungen und einer Kontaktdermatitis, die besonders häufig bei Zementarbeitern zu beobachten ist. Die Chromat-Allergie ist eine der am häufigsten auftretenden Allergien.

    Zu den primären Karzinogenen zählen neben verschiedenen organischen Verbindungen auch Metalle wie Cadmium, Chrom und Mangan. Chrom wird auch als Kanzerogen im Tabakrauch diskutiert.

    Die Verwendung von Chrom(VI)- Verbindungen ist seit 2006 in der Elektroindustrie (EU-Richtlinien über Elektrogeräte) und seit 2007 in der Autoindustrie (EU-Altauto-Richtlinien) verboten.


    https://www.deutsche-apotheker-zeitung.d…nd-chrom-sex-vi

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