Carnosin – Bioverfügbarkeit

Dieses Thema enthält 31 Antworten und 6 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Avatar Anonym 24.06.2014 um 19:29.

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  • #87316 (0)
    Chris Michalk
    Chris Michalk
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    Habe x Arbeiten zu Carnosin gelesen, allerdings ist die Frage nach der Bioverfügbarkeit (für mich) nicht ganz geklärt.
    In Schweinen beträgt die Bioverfügbarkeit ca. 22%.
    Und sämtliche Arbeiten zeigen auch, dass Carnosin tatsächlich auch den Dünndarm erlebt und ins Blut transportiert wird.
    ß-Alanin hat hinsichtlich der karidalen und Plasma-Effekte nicht die gleichen Wirkungen, wie Carnosin, auch wenn ß-Alanin die Muskel-Carnosin Speicher erhöht.

    Ich habe gerade eine Arbeit vor mir liegen: "Quantitation of Carnosine in Humans Plasma after Dietary Consumption of Beef".

    Dort essen Subjekte (Mensch) 200g Rind, das 124mg Carnosin pro 100g enthält.
    Nach dem Verzehr finden die Wissenschaftler einen Wert von 37mg Carnosin pro Liter Plasma.

    Ein Normalgewichtiger hat eine Menge von 5-6L Blut, daraus folgt, dass ca. 200mg Carnosin aufgenommen wurden?! (5 * 37mg Carnosin).
    Natürlich unter der Voraussetzung, dass vorher kein Carnosin im Blut war.

    Wenn dies der Fall wäre und ich keinen Denkfehler gemacht habe, dann beträgt die Bioverfügbarkeit beim Menschen ca. 80%.

    Ähnliches schlussfolgern auch die Autoren.

    Einwände? Vorschläge?

    #91325 (0)
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    Ingo
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    Die Frage ist, ob das in Rindfleisch gebundene Carnosin genauso verdaut wird wie freies Carnosin als Kapsel. Hierzu müsste es ne Studie geben.

    #91326 (0)
    Chris Michalk
    Chris Michalk
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    Um ehrlich zu sein, frage ich mich gerade, ob es nicht sinnvoller wäre, einfach 300g Putenfleisch am Tag zu essen.

    #91327 (0)
    justizia
    justizia
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    das wäre natürlich super, weil ich das schon mache

    #91328 (0)
    Chris Michalk
    Chris Michalk
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    Würde mich nicht wundern, wenn Carnosin, ähnlich wie Carnitin, nur in seiner natürlichen Matrix (Fleisch) eine hohe Verfügbarkeit hat.

    Bei Carnitin ist es ähnlich. Nur 10-20% des Carnitin-Supps schaffens ins Blut, Nahrungs-Carnitin hingegen zu fast 90%.

    #91329 (0)
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    emma
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    Ich habe aus Versehen beta-Alanine zugeschickt bekommen (ich wollte Citrullin! sowas).
    Jetzt soll ich es behalten — lohnt es sich, das zu nehmen und wenn ja, in welcher Dosierung?

    #91330 (0)
    Markus
    Markus
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    Hallo Emma,

    ja, das lohnt sich auf alle Fälle. Ich nehme morgens und abends jeweils ein gutes Gramm zu mir (5ccm sind etwa 3 Gramm und eine gute Tagesdosis). Ich haue es bei mir in den Shake mitrein,

    Die erste Woche kannst du die doppelte Dosis nehmen- dies ist bei den Bodybuildern als Load-Up-Phase bekannt, danach wie oben.

    Hier noch einen guten Primer zu Carnosin:

    http://www.lef.org/magazine/mag2012/jun2…y-Factor_01.htm

    #91331 (0)
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    emma
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    Danke Markus!
    Dann teste ich das mal … während ich auf meine restlichen Supp-Lieferungen warte :)

    #91332 (0)
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    MGhell
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    Weitere interessante Infos bzgl. Beta-Alanin/Carnosin:

    http://www.antidoping.ch/sites/default/f…beta-alanin.pdf

    #91333 (0)
    Chris Michalk
    Chris Michalk
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    Ich denke halt, dass beta-Alanin seine Berechtigung hat, wenn es um die muskulären Carnosin-Speicher geht. Bezogen auf seine Eigenschaften hinsichtlich der Verminderung der AGEs, sämtlichen anderen Anti-Aging Wirkungen und der positiv-inotropen Wirkung auf das Herz, sollte Carnosin als Reinform bevorzugt werden.

    So lange, bis ich die "wahre" Antwort habe bezogen auf das Supplement, esse ich täglich 300-400g Pute.

    #91334 (0)
    Markus
    Markus
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    Pute- Mönsch, das ist ja wieder eine Taktik. Wie bei Arginin: zuerst Arginin vortäuschen und dann mit Citrullin einlochen. Und jetzt Carnosin anspielen und dann mit Schmackes und Anserin ins Tor. Aber was ist mit rotem Fleisch (und deinen Hähnchenbrust-Sticheleien)?

    Also wenn ich jetzt zu einem Pfund rotem Fleisch und Fisch (plus jede Menge Gemüse, Käse und Milch) noch ein knappes Pfund Geflügel dazupacken würde dann wäre zumindest bei mir Schicht im Schacht….ähm…Darm: finito, rien va plus.

    1 Pfund Rindfleisch hat ja so 2 bis 5 gr Carnosin. Hähnchenbrust bis zu 3gr an Anserin und Carnosin. Jeweils pro Kilo. Dafür hat Huhn nur 1/30 des Carnitin-Gehaltes von Rind und 1/10 dessen was Schwein aufweist. Wieso konzentrierst du dich so sehr auf Geflügel?

    #91335 (0)
    Chris Michalk
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    haha Markus :-D

    Ja, aber wenn man jeden Tag sowieso schon von rotem Fleisch lebt, dann kann man sich ruhig auch mal 300g Pute gönnen – aber nur davon zu leben wäre eine Schnappsidee.

    Ich denke auch, dass ich mir solche Spielereien durchaus leisten kann. Denn wenn rotes Fleisch gerade mal substiuiert wird gegen Geflügel, dann stehen hier ja immer noch die Sachen rum, die in Rind etc. enthalten sind… Kreatin, Carnitin, Eisen…

    #91336 (0)
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    Anonym
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    300 – 400g Pute täglich …

    Da bekomme ich jetzt doch Bedenken.

    Kennt Ihr die Puten denn persönlich?
    Denn gerade Puten sind Pharmazie pur, vollgestopft mit Antibiotika bis zum Schnabel.
    Und selbst Biolabel nützen da wenig … leider.

    Ich esse auch ab und zu Pute.
    Und meine Ma bringt zu Weihnachten immer so einen ganzen Vogel auf den Tisch.
    Aber soooo massiv???

    Bin ich da zu ängstlich????

    #91337 (0)
    Markus
    Markus
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    Nein bist du nicht. Gerade bei Pute und Huhn ist der Aufschlag zwischen konventionell und Bio extrem. Putenbrust konv. 4 Euro, bio 25 Euro….

    Woran man deutlich sieht, WIE intensiv und wie wenig artgerecht diese Tiere gehalten werden. In Bio ist mir Geflügel in größeren Mengen schlichtweg zu teuer, also gibt es das eh nicht so sehr. Grasgefüttertes Rindfleich ist in meinen Augen in bio unter diesem Aspekt deutlich besser, das kann ich auch selber direkt auf dem Bioland-Hof abholen gehen, (Suppenfleisch 8 Euro, Bratenfleisch 13 Euro, Markknochen 3 Euro- Filet und Rib Eye überlasse ich gerne den Schnäckern) und mich dabei persönlich davon überzeugen, wie die Tiere gehalten werden.

    Wem es eher egal ist oder wenn es bei auswärtigen Gelegenheit nicht anders geht, so sollte bei konventionellem Fleisch/Geflügel sich auf die mageren Teile bschränken, denn die meisten Schadstoffe sind fettlöslich. Bei Bio dagegen darf es so fett sein wie man mag.

    Das ist zumindest mein Credo.

    #91338 (0)
    Chris Michalk
    Chris Michalk
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    Nati,

    du hast recht. Aber wenn wir so argumentieren, dann braucht man hier heute gar nichts mehr zu essen.

    Ich vermeide den Geflügel-Speck und bediene mich am Magerfleisch.

    Optimal ist anders… aber man muss halt so gut es geht emulieren…

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