Calciumascorbat = Calcium + Ascorbinsäure?

Dieses Thema enthält 10 Antworten und 6 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Avatar ChristineH 08.12.2018 um 20:09.

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  • #90922 (0)
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    Goldrausch
    Beiträge: 8

    Hallo Forum,

    ich bin ein Neuzugang und im Rahmen meiner Vitalstoff-Interventionen (siehe Vorstellung) ist folgende Frage aufgetaucht:

    Ist das Calcium im Calciumascorbat (Vitamin C) genauso zu behandeln wie Calcium aus der Nahrung bzw. Calciumcarbonat in der Sangokoralle o. ä.?
    Wird es also im Körper eingelagert? Kann ich es als Calciumgabe berücksichtigen?

    Hintergrund ist, daß ich gerade höher dosiert Vitamin C zu mir nehme, so 8 – 10 gr am Tag. Das rechne ich mir aus Acerola, Ascorbinsäure und eben einem Ascorbat zusammen. Ich möchte nun nicht Ascorbinsäure in der Menge ewig an meinen Zähnen vorbeischleusen, daher das Calciumascorbat, welches sich in meinem Fall anbieten würde, weil ich tendenziell zu wenig Calcium zu mir nehme.
    Meine Recherchen im Netz legen das nahe. Das das jemand aber 100%ig so formuliert hat, konnte ich bislang nicht finden.
    Kann jemand von euch Klarheit reinbringen?

    Herzliche Grüße

    #132932 (0)
    Markus
    Markus
    Teilnehmer
    33
    Beiträge: 2674

    Zitat


    . Das rechne ich mir aus Acerola, Ascorbinsäure und eben einem Ascorbat zusammen. Ich möchte nun nicht Ascorbinsäure in der Menge ewig an meinen Zähnen vorbeischleusen


    Einfachste Lösung: in Waser einrühren und mittels Strohhalm unter Umgehung der Zähne direkt in den Schlund ziehen. Oder ne gute, alte Kapselmaschine.

    #132933 (0)
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    Goldrausch
    Beiträge: 8

    Hallo Markus,
    danke Dir für’s Gedankenmachen. Ich mach das schon so ähnlich, indem ich mir aus Acerola-Pulver und Ascorbinsäure eine Paste anrühre und die dann ganz hinten auf die Zunge lege und wegspüle.

    Aber das war nicht das Hauptanliegen.
    Ich möchte gerne meine Calciumzufuhr erhöhen, weil ich testen will, ob es funktioniert mit Hilfe von Vitamin D/K2 meinen Zahnschmelz zu härten. Und eben Calciumascorbat als Calciumspender + Vitamin C. Ich habe bis vor kurzem mit Sango Koralle hoffentlich "das Baumaterial rangekarrt" und das jetzt erstmal weggelassen, weil ich mir eben nicht sicher bin, ob beides zusammen nicht zuviel des Guten wäre.
    Hintergrund ist der, daß ich immer schon von Kindheit an ein Calciummangel-Mensch bin. Da konnte die ganze Magermilch auch nicht viel ausrichten. Im Rückblick jetzt klar.
    Bevor mir die Fluor-Problematik bewußt wurde, hab ich damit versucht, meinen Zahnschmelz zu härten, wie die meisten. Das Ergebnis war zwar harter aber auch spröder Schmelz, sodass einige Stellen einfach abgeplatzt sind. Deswegen brauche ich einen neuen Weg.

    Ich hab das Fluor-Problem irgendwann beim Eierkochen festgestellt. Wenn ich fluoridiertes Salz zum Kochwasser gegeben habe (so wie gelernt), sind die Eierschalen sehr oft geplatzt. Ich hab dann umgestellt auf salzfrei, seitdem kaum noch geplatzte Eier.

    Vielleicht weiß doch irgendjemand, was Calciumascorbat überhaupt ist, also biochemisch gesehen. Ich würde mich sicherer fühlen.
    Danke und viele Grüße

    #132934 (0)
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    wmuees
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    Der entscheidende Faktor, wie hoch Dein Calzium-Stoffwechsel dreht und wieviel Calzium Du aus der Nahrung aufnimmst, ist Vitamin D.

    Der Faktor, der darüber entscheidet, wieviel davon in Zähne und Knochen eingelagert wird, ist Vitamin K2.

    Eine extra Calziumzufuhr ist normalerweise unnötig. Du musst nur D+K2 ordentlich dosieren.
    Für D3 gibt es gute Online-Rechner im Netz. 5000-7000iU sollten es richten…
    Für K2 MK7 all-trans gehen die Meinungen ein bisschen auseinander. Viele sagen, 200ug reichen aus.
    Ich nehme 600ug, habe aber auch noch andere Baustellen.

    Auf alle Fälle kann ich Dir aber sagen, dass meine Zähne jetzt schön hart und unempfindlich sind. Und vorher hatte ich genau das Gegenteil.

    #132935 (0)
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    Goldrausch
    Beiträge: 8

    Ja, nachdem, was ich hier alles zum Thema Vitamin D/K2 gelesen habe (u. a. auch in Deinen Threads), hatte ich schon das Gefühl, daß K2 wohl der wichtigste Faktor ist. Ich nehme die 200ug + 5000 IE Vit D. Winter 2017 hab ich angefangen im Sommer mittags in der Sonne gelegen (ohne K2, war vermutlich ein Fehler), jetzt im Herbst wieder angefangen.

    Allerdings habe ich mal 2 Wochen mein Essen gecronometert (@hans danke für den Tip) und dabei festgestellt, daß die Calciummenge zum größten Teil durch Milch dargestellt ist. Wie ich es verstanden habe, ist Calcium aus Milch wohl nicht so gut bioverfügbar. Nehme ich die Milch raus, bleiben am Tag zwischen 200 mg und 500 mg (mal Käse gegessen) Calcium.

    Ich muß mir angewöhnen, jeden Tag einen Klumpen Käse zu essen.
    Ich hatte gedacht, mit Calciumascorbat hätt‘ ich 2 Sachen in einem Abwasch. Praktisch halt auch das Vitamin C ohne Säure.

    Hm, hm, hm, muß nochmal überlegen.

    #132936 (0)
    naklar!
    naklar!
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    Beiträge: 1750

    Kannst du kurz schreiben, wie es mit Quark aussieht?
    Gehört der bioverfügbarkeitstechnisch zum Käse oder zur Milch?

    Merci, Eric

    #132937 (0)
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    Tommy
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    Beiträge: 1204

    Ich meine Chris bescheinigt Calcium aus Milch eine sehr gute Bioverfügbarkeit

    #132938 (0)
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    Goldrausch
    Beiträge: 8

    Ah, sorry, muß mich korrigieren. Es muß heißen: so wie ich Milch konsumiere, ist sie wohl nicht so bioverfügbar.

    Ich trinke morgens drei Tassen Kaffee mit Vollmilch und später zum Frühstück Haferflocken, Kürbiskerne, geschrotete Leinsamen mit Magermilch.

    http://www.vitalstoff-lexikon.de/index.php?PHPSESSID=369lq647mbfig7bijekuroq6g3&activeMenuNr=4&menuSet=1&maincatid=170&subcatid=449&mode=showarticle&artid=510&arttitle=Interaktionen&

    Interaktionen
    Calcium
    Interaktionen von Calcium mit anderen Wirkstoffen (Mikronährstoffe, Nahrungsmittel):

    Verschiedene nutritive Faktoren können zu einer negativen Calciumbilanz führen, wobei mehr Calcium über die Niere und den Darm ausgeschieden als aufgenommen wird – dieses Calcium stammt aus den Knochen [3].

    Beispielsweise hemmen bestimmte Lebensmittel beziehungsweise deren Inhaltsstoffe die enterale Calciumresorption. Dazu gehören:

    Ballaststoffreiche Lebensmittel, wie Weizenkleie, Leinsamen, Weizenkeime und Hülsenfrüchte
    Phytinsäure (Phytate)
    Oxalate
    Phosphate
    Langkettige, gesättigte Fettsäuren
    Gerbsäure in Kaffee und schwarzen Tee
    Diese Nahrungsmittel beziehungsweise Nahrungsbestandteile bilden mit Calcium bei gleichzeitiger Aufnahme im Darminneren einen schwer löslichen, nicht-resorbierbaren Komplex und vermindern seine Bioverfügbarkeit [1, 3, 5, 6].
    Auch Medikamente – Glucocorticoide, Antikonvulsiva, Phenytoin –, eine schwere Diarrhoe (Durchfall) und Resorptionsstörungen bei Lebensmittelintoleranzen oder Magen-Darmerkrankungen reduzieren die enterale Calciumaufnahme [1, 3].

    Zu einer erhöhten Calciumausscheidung mit dem Urin kommt es bei:

    Verstärktem Koffeinkonsum [3, 4]
    Hohe Proteinzufuhr [3, 7]
    Hoher Aufnahme von Kochsalz [3]
    Regelmäßigem Alkoholgenuss [3]
    Chronischer Azidose [2, 3]

    #132939 (0)
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    Goldrausch
    Beiträge: 8

    Für alle, die es auch interessiert, hab ich eine Antwort auf meine eigene Frage. Ich hatte den Hersteller des Produktes diesbezüglich angeschrieben. Das ist seine Antwort:

    Sehr geehrte  Frau


    ,
    der Körper nimmt das Calcium in Calciumascorbat auf.  Nur es ist nicht so viel.  Wenn man die höchste empfohlene Tagesdosierung von 240 mg zu sich nimmt, kommt man auf 9% davon = 21,6 mg Calcium.  Die Referenzmenge für einen Erwachsenen gemäß EU-Verordnung 1169/2011 liegt bei 800 mg.  Falls Sie mehr Calciumascorbat zu sich nehmen – auf eigene Verantwortung – , dann können Sie davon ausgehen, dass 9% davon als Calcium eingenommen wird.
     
    Ich hoffe, Ihnen geholfen zu haben.
     
    Mit freundlichen Grüßen
     
    Burton Feingold

    Sehr konkret! Ich gehe jetzt mal davon aus, daß das stimmt.

    #132940 (0)
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    Goldrausch
    Beiträge: 8

    Ich kapier das mit dem Zitieren nicht. Egal. Zu der Frage von

    #6 von naklar! , 24.11.2018 13:16

    Kannst du kurz schreiben, wie es mit Quark aussieht?
    Gehört der bioverfügbarkeitstechnisch zum Käse oder zur Milch?

    hab ich gerade einen interessanten Text gefunden, http://www.schattenblick.de/infopool/natur/chemie/chera335.html

    …In beiden Kohorten wurde zwischen Milch und vergärten Milchprodukten unterschieden, was von Bedeutung ist, da Joghurt und Käse nur einen geringen Anteil an Laktose und damit D-Galaktose enthalten….Die schwedische Studie zeige aber auch, daß, abgesehen von der reinen Milch, Joghurt und Käse nach wie vor wertvolle Nährstoff- und Calciumlieferanten bleiben, wenn man die nachgewiesene gesundheitsschädigende Wirkung ausschließlich auf den Milchzucker zurückführt, der in diesen Milchprodukten nur reduziert vorhanden ist.

    Überhaupt, was für eine coole und lustige Seite: http://www.schattenblick.de/infopool/natur/ip_natur_chemie_ratgeber.shtml

    #132941 (0)
    Avatar
    ChristineH
    Beiträge: 809

    Zitat von Goldrausch im Beitrag #10


    Überhaupt, was für eine coole und lustige Seite: http://www.schattenblick.de/infopool/natur/ip_natur_chemie_ratgeber.shtml


    Ja, mit richtig schönen Überschriften "Margarine – Chemie ist, was hart macht" –

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